Zeitloser Klassiker

Holzterrasse bauen

Eine echte Holzterrasse ist ein wahrer Klassiker. Wir erklären, wie man sie mit einfachen Mitteln aufbaut.

Holzterrasse selber bauen
Ein echter Klassiker: Die Holzterrasse© Eike Krebs

Holzterrassen haben Stil und Charme. So kann man mit der Zeit auch beobachten, wie sich das Holz unter dem Wettereinfluss verändert und eine Patina ansetzt. In Ehre zu ergrauen ist für Terrassenholz okay, nicht jedoch das Durchfeuchten aufgrund von Staunässe. Deshalb gibt es beim Bau einer Holzterrasse einige wichtige Dinge zu beachten.

Das richtige Werkzeug für den Terrassenbau

Präzises Werkzeug, besonders eine Kapp- und Gehrungssäge, benötigen Sie, um die Dielen sauber zuzuschneiden. Ein ungenauer Schnitt wird sonst gerade im Randbereich zum optischen Desaster.

Wichtig beim Terrassenbau: Ableitung des Regenwassers

Die häufigsten und folgenschwersten Fehler beim Terrassenbau passieren nämlich regelmäßig bei der Ableitung des Regenwassers. Es kommt immer dann zu Problemen, wenn nach starken Regenfällen die Oberfläche des Holzdecks abtrocknet, die Unterkonstruktion aber unbeachtet in einer Pfütze steht. Passiert dies zu oft, gammelt das Holz von unten weg.

Daher sollten Sie schon bei der ersten Planung Ihrer neuen Holzterrasse folgenden Grundsatz beherzigen: Legen Sie die Ausgleichschicht von vornherein mit einem leichten vom Haus wegführenden Gefälle an. Tun Sie dies nicht oder bauen Sie die Terrasse gar mit einem Gefälle zum Haus hin, wird sich in kurzer Zeit vor der Terrassentür Wasser sammeln, das Holz schwächen und irgendwann auch einen Weg ins Haus hineinfinden. Und das gilt natürlich auch, wenn die Dielen Ihres Decks parallel zum Haus verlaufen.

Häufige Fehler beim Terrassenbau vermeiden

Häufige Fehler beim Terrassenbau vermeiden
Holzterrasse Schraube falsch
© Tillman Straszburger

Schritt 1/4: Falsch!

Die Schraubenköpfe komplett in den Dielen zu versenken ist falsch! Richtig ist es,...

Holzterrasse richtig verschrauben
© Tillman Straszburger

Schritt 2/4: Richtig!

... die Schraubenköpfe oberflächenbündig einzudrehen. Senken Sie dabei die Löcher nicht an, sondern bohren Sie im Schraubendurchmesser vor.

Unterkonstruktion falsch
© Tillman Straszburger

Schritt 3/4: Falsch!

Falsch ist es, die Dielenstöße genau auf ein Unterkonstruktionsholz zu legen, weil so das Wasser nicht ablaufen kann.

Unterkonstruktion richtig
© Tillman Straszburger

Schritt 4/4: Richtig!

Richtig ist es, ein zweites Holz zu verbauen und den Stoß so zwischen die Hölzer zu verlagern, damit das Wasser ablaufen kann.

Kanten vor dem Verschrauben brechen

© Eike Krebs

Die Holzdielen haben nach dem Zusägen oft ausgerissene oder abgesplitterte Hirnholzkanten. Diese Kanten müssen geschliffen werden. Nehmen Sie dazu einen Bandschleifer mit Schleifpapier der Körnung 80 oder einen Exzenterschleifer mit ähnlichem Schleifpapier. Wer nicht über eines dieser Schleifgeräte verfügt, kann sich mit einem Winkelschleifer behelfen. Führen Sie vorsichtig die Schleifscheibe über die Kante!

Was passiert mit Schnittkanten?

© Tillman Straszburger

Da die Imprägnierung von behandelten Hölzern nur wenige Millimeter tief ins Holz reicht, müssen die Schnittkanten vor der Verarbeitung mit einem Bläueschutz oder einem entsprechenden Holzschutzmittel nachbehandelt werden.

Terrasse aus Holz bauen: Fundament vorbereiten

Terrasse: Grund vorbereiten
Holzterrasse bauen Richtschnur ausrichten
© Eike Krebs

Schritt 1/11: Richtschnur ausrichten

Die Terrassenoberkante soll unterhalb des Terrassentüraustritts verlaufen. Addieren Sie die Stärken der Dielen-, der Unterkonstruktionshölzer und der Betonplatten, und richten Sie danach die Richtschnur entsprechend aus. Die Richtschnur zeigt Ihnen dann, wie hoch die Ausgleichsschicht erfolgen muss.

Höhe markieren
© Eike Krebs

Schritt 2/11: Höhe markieren

Zum Garten hin werden an den Eckpunkten Schnureisen positioniert und die Richtschnur unter Einberechnung eines leichten Gefälles (vom Haus weg) befestigt. Markieren Sie die Höhe mit einem Wachsstift, um stets die Kontrolle darüber zu haben, auch wenn sich einmal die Schnur verschiebt, etwa durch eine Person, die darüber stolpert!

Ausgleichsschicht aufbringen
© Eike Krebs

Schritt 3/11: Ausgleichsschicht aufbringen

Bringen Sie entsprechend der Richtschnurhöhe die Ausgleichsschicht (bestehend aus Sand der Körnung 0/2 oder 0/4) auf die Fläche auf.

Fläche verdichten
© Eike Krebs

Schritt 4/11: Fläche verdichten

Mit einem Rüttler (im Fachjargon Vibrationsplatte genannt) wird die gesamte Fläche verdichtet. Einen solchen Rüttler erhalten Sie tageweise bei einem Baumaschinenverleih.

Höhe kontrollieren
© Eike Krebs

Schritt 5/11: Höhe kontrollieren

Ist die Ausgleichschicht verdichtet, kontrollieren Sie die Höhe und schichten gegebenenfalls noch etwas Sand nach.

Fläche abziehen
© Eike Krebs

Schritt 6/11: Fläche abziehen

Mit einer langen Metallstange oder einem Metallprofil wird dann die Fläche abgezogen, sodass eine homogene Fläche mit entsprechendem Gefälle entsteht.

Unebenheiten ausgleichen
© Eike Krebs

Schritt 7/11: Unebenheiten ausgleichen

Kleinere Unebenheiten können auch mittels einer Wasserwaage und einer Schaufel voll Sand ausgeglichen werden.

Untergrund bearbeiten
© Eike Krebs

Schritt 8/11: Untergrund bearbeiten

Gerade im Randbereich und an den angrenzenden Wänden der Verlegefläche ist es schwierig, mit dem großen Metallprofil zu arbeiten. Daher muss in diesem Bereich der Untergrund mit einer Glättkelle bearbeitet werden.

Gartenvlies auslegen
© Eike Krebs

Schritt 9/11: Gartenvlies auslegen

Im nächsten Schritt wird über die gesamte Terrassenfläche ein Gartenvlies ausgelegt, das Pflanzen keine Chance gibt hindurchzuwachsen.

Letzte Unebenheiten
© Eike Krebs

Schritt 10/11: Letzte Unebenheiten

Letzte Unebenheiten, die durch das Gartenvlies hervorgehoben werden, bessern Sie mit Verlegesand aus.

Betonplatten auslegen
© Eike Krebs

Schritt 11/11: Betonplatten auslegen

Jetzt werden die Betonplatten ausgelegt.

Terrasse aus Holz bauen: Dielen verlegen

Terrasse: Dielen verlegen
Gefälle kontrollieren
© Eike Krebs

Schritt 1/12: Gefälle kontrollieren

Beim Verlegen der Gehwegplatten kontrollieren Sie noch einmal das notwendige Gefälle von 1,5 bis 2 %. Ist das Gefälle noch nicht erreicht, werden die Gehwegplatten mit einem Hammer mit Gummikappe (solche Kappen gibt es für viele verschiedene Hammergrößen) in den sandigen Unterbau getrieben.

Gehwegplatten ausrichten
© Eike Krebs

Schritt 2/12: Gehwegplatten ausrichten

Die Gehwegplatten werden gemäß des Dielenherstellers in regelmäßigen Abständen gelegt.

Gehwegplatten verlegen
© Eike Krebs

Schritt 3/12: Gehwegplatten verlegen

Die Gehwegplatten werden gemäß des Dielenherstellers in regelmäßigen Abständen gelegt.

Abschlussbalken ausrichten
© Eike Krebs

Schritt 4/12: Abschlussbalken ausrichten

Im nächsten Schritt wird der ringsum laufende Abschlussbalken auf den Gehwegplatten ausgerichtet. Hier muss gerechnet werden, damit man auch mit der letzten Diele auf dem Balken landet und nicht am Ende eine Diele der Länge nach auftrennen muss.

Dielen zuschneiden
© Eike Krebs

Schritt 5/12: Dielen zuschneiden

Auf den ringsum laufenden Balken wird nun die Einrahmung aus Dielen gefertigt. Dazu die Kapp- und Gehrungssäge auf 45° einstellen und einen Gehrungsschnitt ausführen.

Einrahmung auflegen
© Eike Krebs

Schritt 6/12: Einrahmung auflegen

Die Einrahmung muss sowohl auf dem äußeren Balken als auch auf der ersten Unterkonstruktionslatte aufliegen.

Unterkonstruktionslatten auflegen
© Eike Krebs

Schritt 7/12: Unterkonstruktionslatten auflegen

Nun folgen alle weiteren Unterkonstruktionslatten.

Dielen in Position bringen
© Eike Krebs

Schritt 8/12: Dielen in Position bringen

Die Dielen werden zugesägt und in Position gebracht.

Distanzhölzchen verwenden
© Eike Krebs

Schritt 9/12: Distanzhölzchen verwenden

Distanzhölzchen halten die Dielen auf Abstand.

Schraubenloch bohren
© Eike Krebs

Schritt 10/12: Schraubenloch bohren

Bohren Sie die Schraubenlöcher mit einem Bohrer mit Tiefenstopp (verhindert Bohrloch in der Unterlatte).

Krumme Dielen festzurren
© Eike Krebs

Schritt 11/12: Krumme Dielen festzurren

Krumme Dielen werden mit einem Spanngurt gerade gezogen.

Holzterrasse fertig
© Eike Krebs

Schritt 12/12: Geschafft!

So sieht die fertige Ecke der Terrasse aus.

Zeichnungen: Tillman Straszburger

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