Günstiger Gartenweg

Kiesweg anlegen: So geht es richtig!

Kieswege sind eine günstige und einfach herzustellende Alternative zu Pflaster- und Plattenwegen. Einerseits versiegeln sie den Boden nicht, andererseits brauchen sie etwas mehr Pflege. Wir zeigen Ihnen, wie es richtig geht.

Kiesweg anlegen
So legen Sie einen Kiesweg an.© Chris Lambertsen

Die Herstellung eines geschütteten Kiesweges ist nicht schwierig und eine ansprechende Alternative zu Beton oder Asphalt. Bei der Gestaltung sind auch runde, organische Formen möglich und eine variable Wegbreite.

Vor- und Nachteile von Kieswegen im Garten

Kieswege sind einfach zu bauen und wirken natürlich. Allerdings eignen sie sich nur bedingt als Transportwege: Mit schmalen Reifen wie bei Fahrrad oder Sackkarre kann es schwierig werden. Dafür versickert das Oberflächenwasser einfach durch den Belag.

Was kostet ein Kiesweg?

Rechnen Sie pro Quadratmeter Kiesweg 8,50 Euro für Unter- und Mittelschicht plus Rasenkantensteine (50 cm lang) à etwa 2 Euro. Der Oberflächenkies kann im Mittel mit etwa 15 bis 20 Euro je Quadratmeter gerechnet werden.

Das benötigte Werkzeug für den Kiesweg

Um einen geschütteten Kiesweg herzustellen, brauchen Sie nur wenige, einfache Werkzeuge:

  • Wasserwaage zum Ausrichten
  • Nylonschnur (Maurerschnur) zur Orientierung an der richtigen Höhe
  • Verlegehammer mit Gummikappe zum Setzen der Randsteine
  • Schaufel und Spaten für die Erdarbeiten
  • Verdichter zum Ebnen des Unterbaus
  • Sticken zum Spannen der Schnur.

© C. Lambertsen

Schritt für Schritt einen Kiesweg anlegen

Als erstes werden die Form und der Verlauf des Weges markiert. Dies kann bei Geraden mit sogenannten Sticken und dem Spaten geschehen oder bei geschwungenen Formen auch mit Markierungsspray. Hierbei muss der Weg links wie rechts je 10 cm breiter aufgegraben werden, um die Kantensteine zu setzen.

Kiesweg anlegen
Hammer
© Chris Lambertsen

Schritt 1/14: Hammer

Ist der Verlauf des Weges festgelegt, und sind alle Kurven eingeplant, werden die stählernen Sticken an den Eckpunkten eingeschlagen.

Sticken einschlagen
© Chris Lambertsen

Schritt 2/14: Sticken einschlagen

Die Sticken für den Weg sind eingeschlagen. Jetzt kann die Maurerschnur wie in den Zeichnungen unten rechts gespannt werden.

Mauerschnur ausrichten
© Chris Lambertsen

Schritt 3/14: Mauerschnur ausrichten

Die Maurerschnur wird mittels Wasserwaage auf die Höhe der Oberkante Wegbegrenzung (hier Rasenkantenstein) gebracht.

Spaten einstechen
© Chris Lambertsen

Schritt 4/14: Spaten einstechen

Nun wird der Boden vorerst nur entlang der gespannten Schnur mit dem Spaten scharf abgestochen.

Weg ausheben
© Chris Lambertsen

Schritt 5/14: Weg ausheben

Die Wegefläche hebt man 15 bis 20 cm 6 tief aus und schafft der Aushub beiseite oder lässt ihn von einem Containerdienst abfahren.

Begrenzung einschlagen
© Chris Lambertsen

Schritt 6/14: Begrenzung einschlagen

Die seitliche Begrenzung übernehmen Rasenkantensteine, die in ein Kiessandbett eingegraben und festgeschlagen werden.

Rasenkantensteine überprüfen
© Chris Lambertsen

Schritt 7/14: Rasenkantensteine überprüfen

Immer wieder müssen die Rasenkantensteine mit einer Wasserwaage auf eine exakt senkrechte Ausrichtung überprüft werden.

Wegbegrenzung ausrichten
© Chris Lambertsen

Schritt 8/14: Wegbegrenzung ausrichten

Die linke Wegbegrenzungskante wird in der Höhe an der rechten ausgerichtet (in der Kurve mit Rundpalisaden) und in die Waage gebracht.

Frostschutzkies
© Chris Lambertsen

Schritt 9/14: Frostschutzkies

Mit Frostschutzkies (Füllsand/Kiessand) mit der Körnung 0/32 wird der ausgegrabene Bereich der Wegefläche zur Hälfte verfüllt.

Sand feststampfen
© Chris Lambertsen

Schritt 10/14: Sand feststampfen

Nun mit einem Verdichter, einer Art Stempel mit schwerer metallener Grundplatte, den Sand per Hand gründlich feststampfen.

Mittelschicht verteilen
© Chris Lambertsen

Schritt 11/14: Mittelschicht verteilen

Als Mittelschicht wird etwa 7 bis 10 cm hoch ein Mineralgemisch mit der Körnung 16/32 auf der Wegefläche verteilt.

Gartenvlies auslegen
© Chris Lambertsen

Schritt 12/14: Gartenvlies auslegen

Eine Lage Gartenvlies zwischen der Mittelund der Oberschicht verhindert, dass Gras und Kräuter von unten durch den Kiesweg wachsen.

Kiesbelag einfüllen
© Chris Lambertsen

Schritt 13/14: Kiesbelag einfüllen

Zuletzt füllt man den Kiesbelag in entsprechender Farbe und Form bis etwas unterhalb der Rasensteinkanten ein.

Fertiger Kiesweg
© Chris Lambertsen

Schritt 14/14: Fertiger Kiesweg

Der fertige Kiesweg sieht prima aus und hat obendrein noch den Vorteil, dass sich keine Pfützen auf der Oberfläche bilden, da das Regenwasser selbst bei starkem Regenfall nach unten hin abfließen kann.

So kommt bei der Schnur Spannung auf

© Tillman Straszberger

Die Nylonschnur wird erst zu einer Schlaufe geknotet und dann als Schlinge um den Sticken gezogen. Die Schnur wird nun auf Spannung gezogen und dreimal von unten nach oben wie in der Zeichnung um den nächsten Sticken gewickelt.

Jetzt mit der linken Hand die unter Spannung stehende Schnur anheben und das Ende der Schnur mit der rechten Hand darunter ziehen. Zieht man nun die linke Seite wieder runter, klemmt sich die Schnur von selbst fest.

 

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