Hingucker für jeden Garten

Trittsteine aus Beton

Trittsteine aus Beton sorgen als kleiner Pfad zwischen Stauden oder im Kräutergarten fix für Aufsehen. Sie schmücken Gartenbereiche, die man nicht täglich begeht. So lässt sich auf teure Pflasterung mit Granit oder Klinker verzichten und Sie sind schnell hergestellt.

 
Trittsteine mit Blattmuster © ©Tatiana - stock.adobe.com
Mit Beton und Blättern schaffen Sie kleine Kunstwerke.

Das Tolle an den Trittsteinen: Sie sparen nicht nur Geld sondern, selbst Do-it-yourself-Neulinge können mit Kastanien-, Walnuss-, oder Rhabarberblättern den Trittplatten eine individuelle Struktur verleihen. Simple Blumenuntersetzer oder andere Kunststoffbehälter bilden die wiederverwendbare Form.

Wichtig bei allen Arbeitsschritten sind Gummihandschuhe, um die Haut vor Verätzungen durch Zement zu schützen.

Als Arbeitsmaterial dient Feinbeton-Estrich, der mit einem flüssigen Kunststoffzusatz veredelt wird. Das sorgt für eine abriebfeste Oberfläche und geringe Wasseraufnahme.

Die Trittsteine werden frosthart. Natürlich lassen sich nach unseren Arbeitsschritten 1 bis 10 auch andere Gartenschmuckstücke wie Vogeltränken oder Dekoschalen herstellen. Frischhalteschüsseln in zwei Größen sorgen dann für Form.

Die Blätter werden mit Sprühkleber an der Innen- oder Außenseite fixiert. Je nachdem, ob man ihren Abdruck später außen am Rand oder innen in der Mulde sehen möchte. Nach dem Entfernen der strukturgebenden Blätter kann das Wasser fließen – bald tummeln sich hier unsere Singvögel, versprochen!

In 10 Schritten zum Trittstein aus Beton

©Chris Lambertsen

Wasser und ein flüssiger Kunststoffzusatz zur Verbesserung der Betonqualität werden vermischt. Beim Beispiel „Besserer Mörtel“ im Verhältnis 4:1 (Lugato).
 

©Chris Lambertsen

Danach den Feinbeton-Estrich mit ca. 1 l Emulsion anmischen. Dabei lässt man den Zementmix stets in die Flüssigkeit rieseln, nie umgekehrt. Sonst entsteht keine geschmeidige Masse.
 

©Chris Lambertsen

Mit einem Rührkorb vor der Bohrmaschine wird der Beton klumpenfrei angemischt.
 

©Chris Lambertsen

Die Aralienblatt-Unterseite sorgt für Struktur. Damit sie sich später besser vom Beton löst, wird sie mit Öl eingesprüht (Ballistol).
 

©Chris Lambertsen

Der Beton wird von der Mitte her auf dem Blatt verteilt.
 

©Chris Lambertsen

Die Blattspitzen möglichst ohne Lufteinschlüsse bestreichen.
 

©Chris Lambertsen

Schlägt man an den Rand, entweichen Luftblasen, die Mischung wird dichter, das Ergebnis besser.
 

©Chris Lambertsen

Nach zwei Tagen kann man den Trittstein aus der Form stürzen.
 

©Chris Lambertsen

Ein kleines Messer hilft, das Blatt von der Oberfläche zu lösen. Reste kratzt man einfach heraus.
 

©Chris Lambertsen

Von Nahem lässt sich die feine Struktur wunderbar erkennen.
 

©Chris Lambertsen
 

Tipp: Der Lederfarn vom Floristen macht besonders schöne Abdrücke im Beton – aber erst, wenn alle Blättchen richtig flach anliegen. Dafür presst man mit einem feuchten Geschirrtuch und dem heißen Bügeleisen mehrmals auf jeden Wedel, bis alles platt ist. Das funktioniert auch bei Efeu und Mahonie.

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Arne Janssen
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