Hygiene

Duschgel selber machen

Egal ob Sie auf Plastik verzichten wollen oder einfach nur einen Überblick über die Inhaltsstoffe haben möchten – Duschgel selber machen ist gar nicht schwer! Wir erklären, wie’s geht.

Duscghgel selber machen
Mit nur wenigen Zutaten können Sie Ihr ganz persönliches Duschgel selber machen.© LIGHTFIELD STUDIOS - stock.adobe.com

Duschgel selber machen hört sich zunächst kompliziert und teuer an. Aber das ist es nicht! Sie brauchen nur ein paar wenige und günstige Zutaten und ein bisschen Zeit.

Zutaten für das selbstgemachte Duschgel

Das Grundrezept für Ihr eigenes Duschgel besteht aus den folgenden Zutaten:

  • 40g Naturseife, als Alternative funktioniert auch Kernseife
  • 400 ml Wasser
  • Ca. 2 EL Öl (z.B. Pflanzenöl wie Sonnenblumen- oder Olivenöl)
Duschgel Zutaten
Machen Sie Ihr Duschgel einfach selbst!© Heike Rau - stock.adobe.com

Weitere Zutaten, die Sie je nach Geschmack oder Bedarf hinzufügen können:

  • Verdickungsmittel  (z.B. Speisestärke oder Johannisbrotkernmehl)
  • Ätherisches Öl
  • Honig
  • Kräuter

Anleitung: Duschgel selber machen

  1. Zuerst muss die Seife zerkleinert werden. Dafür können Sie die Seife entweder mit einer Küchenraspel fein reiben oder mit einem Messer klein schneiden.
  2. Im nächsten Schritt füllen Sie das Wasser und die Seifenteile in einen Topf und erwärmen das Ganze bei mittlerer Hitze.
  3. Rühren Sie mit einem Schneebesen um, bis sich die Seife aufgelöst hat.
  4. Anschließend das Öl hinzufügen und verrühren.
  5. Nehmen Sie den Topf vom Herd und lassen Sie die Masse auskühlen.

Individuelle Düfte für Ihr Duschgel

Das war’s auch schon mit dem Grundrezept für das selbstgemachte Duschgel. Theoretisch können Sie sich damit schon duschen.

Allerdings gibt es noch weitere Zutaten, mit denen Sie Ihr Gel individuell anpassen können, insbesondere bei der Duftrichtung.

Wichtig: Die meisten Extra-Zutaten sollten erst während der Abkühlungsphase hinzugefügt werden, also wenn das Duschgel nur noch lauwarm ist.

Bei der Verfeinerung Ihres Gels haben Sie beispielsweise folgende Möglichkeiten:

  • Mit ätherischen Ölen können Sie den Duft Ihres Duschgels personalisieren. Wie wäre es zum Beispiel mit Lavendel, Zitrusfrüchten oder Pfefferminz?
  • Auch kalter Honig eignet sich gut als Extra-Zutat. Er spendet Feuchtigkeit und wirkt antibakteriell. Hier ist es ganz besonders wichtig, dass er erst hinzugefügt wird, wenn die Masse schon abgekühlt ist, da sonst wichtige Enzyme verloren gehen.
  • Kräuter können das Duschgel ebenfalls verfeinern. Diese werden aber nicht nach dem Kochen, sondern schon währenddessen hinzugefügt. Anschließend werden sie wieder abgesiebt.
Selbstgemachtes Duschgel
Duft und Konsistenz können Sie bei selbstgemachtem Duschgel Ihren Bedürfnissen anpassen.© Heike Rau - stock.adobe.com

Tipps für die richtige Konsistenz

Je nach verwendeter Seife kann es sein, dass die Konsistenz Ihres Duschgels am Ende zu fest oder zu flüssig ist. Auch hier können Sie nachhelfen. Es ist allerdings wichtig, dass Sie damit warten, bis das Gel vollkommen ausgekühlt ist. Denn erst dann kann man die Konsistenz wirklich beurteilen.

Ist das Gel zu fest, können Sie etwas heißes Wasser hinzufügen. Ist es zu flüssig, so helfen Verdickungsmittel. Speisestärke muss in heiße Flüssigkeit eingerührt und aufgekocht werden, Johannisbrotkernmehl funktioniert auch im kalten Gel.

Das selbstgemachte Duschgel enthält keine Konservierungsstoffe, weshalb es nicht so lange haltbar ist wie die Artikel aus der Drogerie. Sie sollten es deshalb in einer bis maximal zwei Wochen aufbrauchen. Allerdings können Sie es auch einfrieren.

Auf diese Weise erhalten sie eine kostengünstige, nachhaltige und einfach umsetzbare Alternative zu herkömmlichen Drogerieprodukten, die sie auch längerfristig aufbewahren können.

Übrigens: Wie Sie Raumdüfte selber machen, lesen Sie hier.

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