Werkzeug

Stichsäge - Aufbau und Funktionsweise

Die Stichsäge ist vielseitig einsetzbar: ob eine Leiste zu kürzen oder eine Kurve zu sägen ist. Hier erfahren Sie, welche Typen es gibt und wie die Stichsäge aufgebaut ist und funktioniert.

Die Stichsäge
© andrey gonchar - stock.adobe.com

Die Stichsäge ist aus dem Maschinenkonvolut eines Heimwerkers kaum noch wegzudenken. Sie ist die richtige Maschine für Zuschnitte jeglicher Art. Es gibt zwei klassische Bauformen: die Stab- und Bügelform. Für Fortgeschrittene, die oft damit arbeiten, ist eine Stabsäge empfehlenswert.

Bei einer Neuanschaffung sollte man sich auch den Sägentyp mit Kette von Bosch* einmal ansehen, ein interessantes Allround-Gerät. Ein weiteres praktisches Werkzeug, das viele nicht kennen, ist die Handstichsäge* – eine nützliche Anschaffung, vor allem, wenn Trockenbauarbeiten anstehen.

Das erwartet Sie in diesem Text:

Stichsäge in Stabform

Die meisten Profis besitzen eine Stichsäge in Stabform. Sie lässt sich präzise führen, weil die Hand tief am Gehäusebauch ansetzt. Beim Sägen unterhalb des Werkstücks lässt sich der Schnittverlauf besonders gut kontrollieren. Diese Arbeitsweise erfordert etwas Übung, sorgt aber für ausrissfreie Schnitte. Für diese Arbeiten ist die Stabform vorteilhaft. Bei einer Stichsäge mit Bügelgriff kann dieser manchmal störend sein.

Vorteile und Einsatzbereiche:

  • sehr präzise Schnittführung
  • gut für Schnitte von unten
Stichsäge in Stabform
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Stichsäge in Bügelform

Die klassische Stichsäge, wie Heimwerker sie kennen, ist die mit Bügelgriff. Bei dieser Form befi ndet sich die gesamte Maschine unter der Hand. Man benötigt etwas mehr Kraft, um das Gerät präzise zu führen. Dafür sind der Ein- und Ausschalter sowie die Drehzahlregelung direkt mir der Hand am Bügel erreichbar, bei der Stabform muss man dafür umgreifen.

Vorteile und Einsatzbereiche:

  • universell einsetzbar, alle Bedienelemente mit einer Hand erreichbar
  • günstiger als Modelle in Stabform
Stichsäge in Bügelform
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Handstichsäge

Wenn heute von Stichsägen die Rede ist, meint man die elektrische Version. Es gibt aber auch Handstichsägen, die hauptsächlich bei Trockenbauarbeiten eingesetzt werden. Mit der geschliffenen Klingenspitze kann man in Gipskartonplatten einstechen und ansatzlos Ausschnitte in jeder gewünschten Form aussägen.

Vorteile und Einsatzbereiche:

  • für Formausschnitte aus Trockenbauplatten und anderen weichen Plattenwerkstoffen
  • als Handsäge für kleine Holzschnitte
Handstichsäge
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Stichsäge mit Kette

Mit den NanoBlade-Sägen  hat die Firma Bosch* eine neue Sägen-Kategorie erfunden: eine Mischung aus Stichsäge und Mini-Kettensäge. Mit den Geräten lässt sich arbeiten wie mit einer Stichsäge, dank der Kettentechnik sind auch Tauchschnitte problemlos möglich. Die Vibration ist deutlich geringer als bei Stichsägen mit Pendelhub.

Vorteile und Einsatzbereiche:

  • gut für Tauchschnitte und rechtwinklige Ausschnitte
  • geringe Vibration und selbstschärfende Sägekette

Aufbau der Stichsäge

Alles über die Stichsäge
Stichsäge - Querschnitt
© Chris Lambertsen

1/11: Querschnitt einer Stichsäge

Die Stichsäge hat eine Vielzahl einzelner Komponenten im Inneren.

Getriebe der Stichsäge
© Chris Lambertsen

2/11: Das Getriebe

Im Prinzip sind es zwei Ritzel und ein Exzenter, der die Drehbewegung der Motorachse in die Auf- und Abbewegung des Sägeblatts umsetzt. Der Hohlraum oberhalb der beiden Ritzel ist normalerweise mit Getriebefett gefüllt, um jahrelang kühlenden Schmierstoff bereitzuhalten.

Lüfterrad der Stichsäge
© Chris Lambertsen

3/11: Das Lüfterrad

Wo Strom fließt und wo mechanische Bewegung ist, entsteht Wärme. In einer Stichsäge sorgen Motor und Getriebe schon nach einigen Minuten Betrieb für spürbare Wärme. Ein Lüfterrad auf der Motorachse fächelt dem Antriebsaggregat ständig eine kühlende Brise zu.

Motor der Stichsäge
© Chris Lambertsen

4/11: Der Elektromotor

Ein simpler Elektromotor, mit einer Leistung zwischen 150 und 750 Watt, treibt die Sägezähne durchs Material. Üblich ist eine Motorleistung zwischen 250 und 500 Watt.

Elektronik der Stichsäge
© Chris Lambertsen

5/11: Die Elektronik

Nur wenig Elektronik steckt in einer Stichsäge: eine kleine Platine, an der der An-/Aus-Schalter und das Potenziometer mit Drehrad für die Drehzahlregelung angelötet sind. Der Schalter wird über eine Schubstange vom Gehäuseschalter aus bedient.

Kollektor der Stichsäge
© Chris Lambertsen

6/11: Der Kollektor

Der kupferfarbene Kollektor überträgt den Strom auf den Kern (Anker) des Elektromotors. Vom Netz wird der Strom aber zunächst über Schleifkohlen auf den Kollektor übertragen. Sie sind die einzigen echten Verschleißteile an einem Elektromotor und müssen irgendwann ausgewechselt werden.

Winkel an der Stichsäge einstellen
© Chris Lambertsen

7/11: Winkel einstellen

Wenn der Schnitt mal schräg sein soll, lässt sich die Fußplatte bei fast allen Sägen bis mindestens 45 Grad schräg stellen. Hier gibt es Rasten für verschiedene Winkel.

Stichsäge - Sägespäne abführen
© Chris Lambertsen

8/11: Sägespäne abführen

Sägespäne können duch diesen, in diesem Fall im Gehäuse integrierten, Kanal abgeführt werden. Dazu muss man nur einen Staubsaugerschlauch am hinteren Ende anbringen und den Sauger während der Arbeit einschalten.

Filzscheiben in der Stichsäge
© Chris Lambertsen

9/11: Die Filzscheiben

Zwei Filzscheiben sorgen für saubere Schnitte, denn sie verhindern, dass Fett aus dem Getriebe in den Pendelhub mechanismus und damit ans Sägeblatt kommt.

Sägeblatthalterung der Stichsäge
© Chris Lambertsen

10/11: Die Sägeblatthalterung

Wo früher mit überlangen Spezialschraubenziehern die Sägeblatthalterung geöffnet und geschlossen wurde, reicht heute ein sanfter Fingerdruck. Durch eine Feder wird das Sägeblatt reflexartig gehalten, sobald der Finger wieder loslässt.

Pendelhub der Stichsäge
© Chris Lambertsen

11/11: Der Pendelhub

Das Sägeblatt bewegt sich normalerweise nur auf und ab. Schaltet man den Pendelhub zu, bewegt es sich abwärts nach vorn und aufwärts nach hinten. Dadurch werden die Sägeleistung und der Spanabtransport deutlich gesteigert.

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