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Schlagbohrschrauber im Vergleichstest

Gute Voraussetzungen für beste Ergebnisse: Moderne Ladetechnik, kräftige Motoren und gutes Handling ist das Versprechen – wir vergleichen fünf Schlagbohrschrauber und schauen genauer hin.

Akkubohrer Beton
Im großen Vergleichstest wurden Akkubohrer auf Herz und Nieren geprüft.© Christian Bordes

Prima Idee: Der bewährte Bohrschrauber bekommt eine Schlagbohrfunktion, so sind dann drei für Selbermacher wichtige Anwendungen in einem Gehäuse zusammengefasst. Die 18-Volt-Klasse ist für herausfordernde Tätigkeiten und den alltäglichen Werkstatteinsatz maßgeschneidert, Gewicht und Leistung stehen in einem ausgewogenen Verhältnis. Also alles gut? Ja, solange die Ansprüche nicht zu hoch sind.

Ein Kurztrip auf die Baustelle stellt kein Problem dar, von einer Ausnahme abgesehen sind unsere Testmaschinen aber eher kernige Vertreter für Haus und Garten – geschaffen, um Gipskartonplatten im neuen Badezimmer zu installieren, in der Werkstatt zu helfen und beim Aufstellen der neuen Küchenzeile dabei zu sein.

Die Begabungen allerdings unterscheiden sich, allen gemeinsam ist nur die Spannung der Akkus. Mitunter werden Sets aus Schrauber, Ladegerät und einem Akku angeboten, Koffer inklusive. Im Regal nebenan ein erweitertes Set mit zwei Akkus höherer Kapazität, Ladegerät und weiterem Zubehör – zum (fast) gleichen Preis! Der Solo-Schrauber wiederum kann mit einem Set aus Ladegerät und Akkus aufgerüstet werden.

Ebay
© eBay/Selbermachen Media

Schlagbohrschrauber im Test: Kriterien

Ein bäriger Auftritt und lange Akku-Laufzeit punkten – noch mehr kommt es darauf an, das Werkzeug „gut im Griff“ zu haben, besseres Handling zahlt auf das Punktekonto ein.

  • Kraft und Ausdauer: Wie schlagen sich die Geräte im Dauerbetrieb beim Einbringen von Holzschrauben? Torx-Schrauben von 4 x 40 bis 6 x 70 mm zählen zum Schrauberalltag, Holzschrauben 8 x 70 und Schlüsselschrauben 10 x 60 mm dagegen sind nicht alltägliche Aufgaben, die Elektronik und Mechanik stark fordern und überfordern können. Geschraubt wird in Weich- und Hartholz, vorgebohrt wird für die größeren Schraubendurchmesser, im Hartholz auch für die kleineren Holzschrauben ab 4 mm.
  • Regel-Elektronik: Ein komplexer Vorgang, die Steuerung eines Schlagbohrschraubers. Nach Festlegung der Grundeinstellungen, Getriebe und Drehmomentvorwahl beim Schrauben, übernehmen der Bediener – Sie, über die Betätigungstaste – und die Regelelektronik das Kommando. Beim Bohrschrauben und mit großen Bohrdurchmessern zeigt sich, was Elektronik leistet – nach Wahl der niedrigen Gangstufe ‚moderiert‘ der Schrauber den Drehmomentverlauf bis zu dem am Einstellring gewählten Wert.
  • Schlagbohren in Mauersteinen: Mauersteine, Ziegel und Wände aus Porenbeton sind die Einsatzorte der Schlagbohrschrauber, Betonwände sind es nicht. Das integrierte Schlagwerk sorgt für eine leichte Gewichtszunahme und mehr Kopflastigkeit gegenüber Maschinen ohne Schlagwerk. Im Verlauf haben wir Bohrungen durchgeführt, wie sie auch im Alltag vorkommen, ab 6 bis maximal 10 mm Bohrdurchmesser. Das Anbohren ohne, Bohren mit aktiviertem Schlagwerk. Hier sind die kräftigeren Antriebe klar im Vorteil, der Bohrfortgang gelingt schneller. 
  • Akku und Ladetechnik: Sie bekommen jeden Akku-Schrauber solo, das heißt ohne Akku, ohne Ladetechnik. Für den Test haben wir, wenn nicht ein komplettes Set zur Verfügung stand, mit der von den Herstellern empfohlenen Technik gearbeitet. Die niedrige Kapazität eines Akkus hat keine Auswirkungen auf das Leistungsvermögen, nur die m gliche Arbeitsdauer ist kürzer. Kapazitäten ab 2,5 Ah sollten in dieser Klasse Standard sein. Genau hingeschaut haben wir bei der Dauer der Ladezyklen. Alle Akkus sind moderne Lithium-Ionen-Versionen: geringe Selbstentladung, ausdauernd und langlebig.
  • Handhabung: Passt oder passt nicht? Sitzen die Bedienelemente so, dass intuitives Arbeiten möglich ist? Sind Hebel und Schalter leichtgängig oder sind sie Fingernagel-Killer? Die Einstellungen von Drehrichtung, Getriebestufe und Drehmoment sollten auch bei schwierigen Lichtverhältnissen sichtbar sein. Eine wichtige Rolle spielt auch das Gewicht, jedes Gramm mehr kann bei fordernden Arbeiten über Schulterhöhe oder beim Arbeiten unter der Decke zu viel sein.
  • Leistungsgrenzen: Neben dem Wert des Drehmoments sind Akku-Spannung und Leerlaufdrehzahl wichtige Angaben, um einen guten Akkuschrauber zu erkennen.18-Volt-Geräte sind die perfekte Wahl für Selbermacher, Schrauben und Bohren erledigen sie so souverän wie vergleichbare Modelle ohne Schlagwerk. Diese sind nur unwesentlich leichter. Die Schlagwerke vollbringen keine Wunder, sind nichts für den Dauerbetrieb in diesem Modus, geben sich aber keine Blöße beim Herstellen von Dübellöchern ab einem Durchmesser von  5 bis ca. 10 mm. Der Schlüssel zu tollen Arbeitsergebnissen ist wie eigentlich immer das Zubehör: Es lohnt sich, die guten Bits und Bohrer, nicht die billigen in den Korb zu legen.

Akkubohrschrauber im Test

In ersten Funktionsprüfungen schauen wir uns die Teilnehmer genauer an, um besondere Ausstattungsdetails und Schwachstellen aufzuspüren Die Ausstattung der Schlagbohrschrauber ist im Rahmen dessen, was für diesen Gerätetyp üblich ist: in Längsrichtung liegender Rotor mit Antriebswelle, davor der Gangwahlschalter und der Stellring für Betriebsmodi sowie das Bohrfutter. Der Pistolenhandgriff trägt am unteren Ende den Akku.

AEG BSB 18BL

Akku-Bohrschrauber AEG
© Christian Bordes

Wenn AEG von einer Null-Version spricht, ist das kein Hinweis auf einen Leistungsmangel – denn Kraft ist so reichlich vorhanden, dass für viele Anwendungen der üppig dimensionierte Zusatzhandgriff Pflicht ist. Die ‚Null‘ ist der Hinweis auf null Zubehör, Akku(s) und Ladegerät werden, wenn nicht schon vorhanden, extra geordert. Dann schrammt der Gesamtpreis schon an der 300-Euro-Grenze. Dagegen steht, dass der AEG-Schrauber jeden Cent wert ist: mit Bärenkräften ausgestattet gibt es kaum etwas, was mit diesem Gerät nicht lösbar ist.
Aber: Der BSB 18BL ist nichts für den Hobbykeller, er ist groß, schwer und empfiehlt sich mit seinem Leistungsprofil als universeller Begleiter auf der Baustelle und für sehr ambitionierte Selbermacher. 

+ Leistung satt: 120 Nm
+ Laden des 4-Ah-Akkus in 65 Minuten
+ Bohren und Schrauben in Weich- und Hartholz
 - Schlagbohren in Mauersteinen und Beton
- hoher Preis Gewicht und Größe

Akkuspannung: 18 Volt
Akku-Kapazität Testgerät: 4 Amperestunden (4 Ah)
Anzeige Ladestatus: am Akku, aktivierbar mit Taster
Maximaldrehzahl 1./2. Gang: 0 bis 550 und 0 bis 2000 U/min 
Maximales Drehmoment (Herstellerangabe): 120 Newtonmeter (Nm)
Motor ohne Kohlebürsten: ja, „brushless“
Beleuchtung der Arbeitsstelle: mit LED
Soft-Grip-Ausstattung: Griffelelemente Weichgummi
Bohrfutterspannbereich: maximaler Durchmesser 13 mm
Gerätegewicht ohne / mit Akku: 1,6 / 2,3 kg (mit 4-Ah-Akku)
Preis ca. 159 Euro
Preis ca. Akku(s) und Ladegerät: Set L 1840 BL: Transporttasche, Ladegerät und ein 4-Ah-Akku, 115 Euro
www.aeg-powertools.eu

Black + Decker BL188

Akku-Bohrschrauber
© Christian Bordes

Klassenüblich die Leistungsdaten des Schlagbohrschraubers von Black + Decker. Die aufgerufenen Preise im Handel von etwa 130 Euro sind für einen 18-Volt-Schrauber eines Markenherstellers scheinen fair kalkuliert – dieser Eindruck hält nicht lange an, das Set aus Schrauber, schwachem Ladegerät und nur einem Akku mit niedriger Kapazität ist fürs Geld zu wenig. Der Schrauber macht seine Sache ordentlich, selbst in Mauersteinen mit aktivierter Schlagfunktion bewährt er sich. Unverzeihlich ist das Handling des Akkus, das Einführen in die Aufnahme am Boden des Pistolengriffs gelingt erst nach einigen Anläufen, selten mit dem ersten. Noch einmal Akku: Warum hat dieser keine Anzeige des Ladestatus? In dieser Klasse längst Standard.

+ Robuster Schrauber mit guten Leistungsdaten
+ Gute Bedienbarkeit
- Akku-Kapazität zu gering, zu langer Ladezyklus, mit 1,5-Ah-Akku 90 Min.
- Einsetzen des Akkus kann zum Geduldsspiel werden

Akkuspannung: 18 Volt
Akku-Kapazität Testgerät: 1,5 Amperestunden (1,5 Ah)
Anzeige Ladestatus: nein
Maximaldrehzahl 1./2. Gang: 0 bis 420 und 0 bis 1650 U/min
Maximales Drehmoment (Herstellerangabe): 52 Newtonmeter (Nm)
Motor ohne Kohlebürsten: ja, „brushless“
Beleuchtung der Arbeitsstelle: mit LED
Soft-Grip-Ausstattung: Griffelelemente Weichgummi
Bohrfutterspannbereich: maximaler Durchmesser 13 mm
Gerätegewicht ohne / mit Akku: 1,1 / 1,5 kg (mit 1,5-Ah-Akku)
Preis ca. 130 Euro
Preis ca. Akku(s) und Ladegerät: enthalten; Set bestehend aus Hartkoffer,
Schlagbohrschrauber, Ladegerät und einem 1,5-Ah-Akku 
www.blackanddecker.de

Testsieger: Bosch Advanced Impact

Akku-Bohrschrauber Bosch
© Christian Bordes

Der Bosch-Schrauber kommt im Hartschalenkoffer mit einem Ladegerät und zwei 2,5-Ah-Akkus sowie drei Aufnahmen (Standard-, Exzenter- und Winkel- bohrfutter) und einer Magnetkappe. Letztere deckt den Dom auf der Antriebswelle ab, wenn Bits direkt gesteckt werden (s. S. 80). Der ohnehin erfreulich kompakte und leichte Schrauber wird dann noch handlicher. Die Ausstattung verdient beste Noten, die Arbeitsleistungen sind sehr ordentlich, die Schlagbohrfunktion in Mauersteinen noch akzeptabel. Herausragend sind die elektronische Steuerung der Laufrichtung per Taster sowie eine automatische Steuerung über die Betätigungstaste: Gangwahl, Drehzahl und Drehmoment werden von der Regelelektronik der Arbeitssituation angepasst.

+ Automatik für Gang und Drehmoment, Steuerung über die Betätigungstaste
+ Sehr leichter und sehr handlicher Schrauber
+ Drei Bohrfutter, Bits direkt auf Antriebswelle steckbar
+ Attraktiver Kaufpreis für komplettes Set
- Das Drehmoment könnte höher sein

Akkuspannung: 18 Volt
Akku-Kapazität Testgerät: 2,5 Amperestunden (2,5 Ah)
Anzeige Ladestatus: ja
Maximaldrehzahl 1./2. Gang: 0 bis 500 und 0 bis 1800 U/min 0 bis 450 und 0 bis 1500 U/min
Maximales Drehmoment (Herstellerangabe): 38 Newtonmeter (Nm)
Motor ohne Kohlebürsten: ja, „brushless“
Beleuchtung der Arbeitsstelle: mit LED
Soft-Grip-Ausstattung: Griffelelemente Weichgummi
Bohrfutterspannbereich: maximaler Durchmesser 13 mm
Gerätegewicht ohne / mit Akku: 1,2 / 1,9 kg (mit 3-Ah-Akku) 1,0 / 1,3 kg (mit 2,5-Ah-Akku)
Preis ca. 175 Euro
Preis ca. Akku(s) und Ladegerät: enthalten; Set bestehend aus Hartkoffer, Schlagbohrschrauber, Ladegerät, zwei 2,5-Ah-Akkus, Bohrfutter, Magnetkappe, Winkel- und Exzenter-Bohrfutter
www.bosch-diy.de

Einsteigertipp: Einhell TE-CD 18/50 Li-i BL

Akkubohrer Einhell
© Christian Bordes

Unser Tipp für Preisbewusste: den Einhell TE-CD 18/50 Li-i BL (der Produktname ist überarbeitungswürdig), dazu den Twinpack bestehend aus Ladegerät und zwei 4-Ah-Akkus. Zusammen ca. 140 Euro, für die gute klassenübliche Ausstattung, eine Menge Kraft, sorgsamer Umgang mit der Energie des Akkus, Standfestigkeit und Ausdauer eingekauft werden. Das Gerät lässt sich ausreichend fein und sicher führen, Schrauben und Bohren gelingen mit der roten Einhell präzise, ebenso Schlagbohren in Mauersteinen und Weichbeton. Längeres oder häufiges Arbeiten über Kopf, zum Beispiel bei der Installation von Gipskartondecken, da würden wir leichtere Alternativen wählen, das ist sicher nicht die Kernkompetenz des bulligen Schraubers.

+Gute Leistungsdaten,50 Nm Drehmoment
+ günstiges Gerät
+ Ladezyklus: 4-Ah-Akku nach 60 Minuten voll
- kein Leichtgewicht, im Dauereinsatz schwer
- Anzeige Gangwahl, Schalter schwergängig

Akkuspannung: 18 Volt
Akku-Kapazität Testgerät: 3 Amperestunden (3 Ah)
Anzeige Ladestatus: ja
Maximaldrehzahl 1./2. Gang: 0 bis 500 und 0 bis 1800 U/min
Maximales Drehmoment (Herstellerangabe): 50 Newtonmeter (Nm)
Motor ohne Kohlebürsten: ja, „brushless“
Beleuchtung der Arbeitsstelle: mit LED
Soft-Grip-Ausstattung: Griffelelemente Weichgummi
Bohrfutterspannbereich: maximaler Durchmesser 13 mm
Gerätegewicht ohne / mit Akku: 1,2 / 1,9 kg (mit 3-Ah-Akku)
Preis ca. 72 Euro
Preis ca. Akku(s) und Ladegerät: Starter-Kit: Ladegerät und ein 2,5-Ah-Akku, 27 Euro; PXC-Twinpack: Ladegerät und zwei 4-Ah-Akkus, 70 Euro
www.einhell.de

selber machen-Empfehlung: Makita DHP 483

Akku-Bohrschrauber Makita
© Christian Bordes

Ein überzeugender Kompromiss aus Leistung und Handhabung, hier ist der Makita-Schrauber Spitzenklasse. Er passt gut in die Hand und lässt sich beim Arbeiten gut führen. Das liegt am geringen Gewicht einerseits, aber auch an einer gelungenen Gesamtbalance, der Verteilung des Gewichts. Der Antritt ist trotz der von Makita angegebenen über- schaubaren 40 Newtonmeter überzeugend. Bohren in Holz bis zu mittleren Durchmessern und Bohren in Mauersteinen mit Unterstützung des Schlagwerks überzeugen mit präzisen Ergebnissen. Staunens- wert die Ladezeiten, der Akku des Testgeräts war bereits nach etwas mehr als 30 Minuten wieder bereit. Ein kräftigerer Motor, dann wäre der DHP 483 unter den guten ein verdammt guter Schrauber.
 
+ Beste Noten fürs Handling 
+ sehr gute Motorbremse
+ 3-Ah-Akku in 35 Minuten vollständig geladen
+ Gute Abstimmung Motor und Regelelktronik
- LED-Arbeitslicht: Bohrstelle liegt im Schattenbereich
- Schrauber könnte etwas kräftiger agieren

Akkuspannung: 18 Volt
Akku-Kapazität Testgerät: 3 Amperestunden (3 Ah)
Anzeige Ladestatus: ja
Maximaldrehzahl 1./2. Gang: 0 bis 500 und 0 bis 1700 U/min
Maximales Drehmoment (Herstellerangabe): 40 Newtonmeter (Nm)
Motor ohne Kohlebürsten: ja, „brushless“
Beleuchtung der Arbeitsstelle: mit LED
Soft-Grip-Ausstattung: Griffelelemente Weichgummi
Bohrfutterspannbereich: maximaler Durchmesser 13 mm
Gerätegewicht ohne / mit Akku: 1,0 / 1,5 kg (mit 3-Ah-Akku)
Preis ca. 100 Euro
Preis ca. Akku(s) und Ladegerät: Power Source Kit: Ladegerät DL 18 RC und 5-Ah-Akku, 135 Euro; 3-Ah-Akku, 39 Euro
www.makita.de

Bei der Anschaffung eines guten Schlagbohrers empfiehlt sich ein gründlicher Vergleich der unterschiedlichen Geräte. Unser Vergleichstest hilft Ihnen bei der Entscheidung, wenn Sie einen Schlagbohrer kaufen wollen.

Die neue Ausgabe ist da: selber machen - Jetzt kaufen!
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