Tipps für Pflege und Standort

Die fünf goldenen Regeln der Orchideen-Pflege

Orchideen sind heute in jedem Supermarkt zu finden – die edlen Pflanzen strahlen Stil und Eleganz aus und blühen in den schönsten Farben. Es ist also kein Wunder, das sie als Zimmerpflanzen immer beliebter werden. Mit den folgenden Tipps ist die Orchideen-Pflege selbst für Anfänger kein Problem mehr. So können auch Sie sich besonders lange an Ihrer Pflanze erfreuen.

 
Orchideenblüte © Tanja - stock.adobe.com
Orchideenblüten für Zuhause

Bereits beim Kauf der Orchidee sollten Sie darauf achten, dass die Wurzeln der Pflanze grün sind und der Wurzelballen locker und leicht feucht – im Zweifelsfall sogar eher trocken – ist. Auch die Blätter sollten prall und grün-glänzend sein. Außerdem haben Sie im Allgemeinen länger etwas von Ihrer Orchidee, wenn Sie eine Pflanze kaufen, die noch kaum aufgeblüht ist.

Eine Voraussetzung ist hier aber, dass die Blumen im Laden nicht mitten in der Zugluft stehen – denn dann können die Knospen der Pflanze ausfallen, sobald Sie zu Hause angekommen sind.

Bei der Wahl des Standortes sollten Sie darauf achten, die Pflanze nicht in die pralle Sonne zu stellen. Außerdem bevorzugen Orchideen eine eher hohe Luftfeuchtigkeit, weshalb Sie die Blätter regelmäßig mit Wasser besprühen sollten. Je öfter Sie Pflegemittel benutzen, desto besser kann die Pflanze atmen. Das ist besonders wichtig, wenn sich das Fensterbrett genau über einer Heizung befindet.

© Mathias Karner - stock.adobe.com

 

Beachten Sie dann die folgenden fünf goldenen Regeln, haben Sie bestimmt lange Freude an Ihrer Orchidee:

1. Regel: Verwendung von Orchideentöpfen und dem richtigen Substrat

2. Regel: keine Staunässe

3. Regel: Gießen mit Methode

4. Regel: Maßvolles Düngen

5. Regel: Entfernung verblühter Stiele

  1. spezielles Orchideensubstrat© PhotoSG - stock.adobe.com

    Erste Regel: Orchideentöpfe und das richtige Substrat verwenden

    Statt normaler Blumenerde verwenden Sie am besten ein spezielles Orchideensubstrat, das Rindenstücke, Torf oder Holzkohle enthält und deswegen sehr luftdurchlässig ist, aber dennoch ausreichend Wasser speichern kann.
  2. Orchideentopf mit Luftlöchern und speziellem Substrat© sablinstanislav - stock.adobe.com

    Erste Regel: Orchideentöpfe und das richtige Substrat verwenden

    Empfehlenswert ist es auch, spezielle Töpfe für Orchideen zu kaufen. Tontöpfe helfen beispielsweise der Pflanze dabei, den Wasserhaushalt zu regulieren. Kunststofftöpfe oder Glasgefäße aus durchsichtigem Material bieten die Möglichkeit, immer die Wurzeln der Pflanze im Blick zu haben. Generell haben Orchideentöpfe eine integrierte Stufe, sodass der Pflanztopf nicht im Wasser steht.
  3. So sehen gesunde Orchideenwurzeln aus© doruktr - stock.adobe.com

    Zweite Regel: Orchideen vertragen keine Staunässe

    Bei Orchideen gilt die Faustregel: weniger ist mehr. Die Pflanzen brauchen nicht viel Wasser und erholen sich eher von einer kurzen Trockenperiode, als von fauligen und nassen Wurzeln. Zum Gießen eignet sich zimmerwarmes und kalkarmes Wasser, zum Beispiel Regenwasser. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass sich im Pflanzgefäß oder Übertopf kein Wasser sammelt. Damit beugen sie Wurzelfäulnis und Sauerstoffmangel vor. Alternativ zum Gießen können Sie Ihrer Pflanze auch etwa einmal die Woche ein etwa zehnminütiges Tauchbad gönnen. Lassen Sie aber die Wurzeln anschließend gut abtropfen.
  4. Orchideen gießen© aneriksson - stock.adobe.com

    Dritte Regel: Gießen mit Methode

    Nicht nur die Wasserqualität ist bei Orchideen entscheidend, auch bei der Uhrzeit der Wassergaben gibt es Vorzüge: Orchideen bevorzugen ihre Wassergaben morgens. Sie sollten nicht den oberirdischen Teil der Pflanze gießen, sondern nur den Wurzelballen und das Substrat. Gießen Sie etwa auf die Blätter, so kann sich Wasser in den Blattachseln oder den Herzblättern ansammeln und dort faulen.
  5. Düngestäbchen für Orchideen© Viktoria - stock.adobe.com

    Vierte Regel: Maßvolles Düngen für vitale Orchideen

    Zum Anregen des Blütenwachstums können Sie speziellen Orchideen-Dünger verwenden, der von den Nährstoffen her ideal an die Bedürfnisse dieses Gewächses angepasst ist. Wichtig ist hier auch, sparsam zu dosieren. Der Orchideen-Dünger ist bereits sehr niedrig dosiert, sie können die Dosis aber, um sicher zu gehen, noch weiter reduzieren.
  6. Orchideen Zuschnitt© agneskantaruk - stock.adobe.com

    Fünfte Regel: Verblühte Stiele entfernen

    Sind die Blüten Ihrer Orchidee vollständig eingetrocknet, so können Sie die Triebe Ihrer Pflanze kurz über dem dritten kleinen Hüllblatt (Verdickungen am Stiel, auch Auge genannt) abschneiden. Mit etwas Glück treibt der Blütenstängel zwei- bis dreimal erneut aus.
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