Rahmen

Schwebende Bilder

Ob als leichter Raumtrenner oder als Präsentation der Urlaubsbilder – die schwebenden Rahmen in ihrer filigranen Seilkonstruktion sind nicht nur schnell gebaut, sondern auch ausgesprochen preisgünstig.

 
Schwebende Bilder als Raumtrennung © Christian Bordes
Schwebende Bilder als Raumtrennung

Wenn es um das Teilen von Räumen geht, denkt man sehr schnell an Leichtbauplatten und massive Wände. Dass es auch anders geht, beweist diese Idee mit den leichten Bilderrahmen, die zum einen das Zimmer durch einen Blickstopper in zwei Bereiche trennt und zum anderen die Weite des Raumes nicht negativ beeinflusst. Und das liegt natürlich nicht zuletzt an den formal reduzierten Schwarzweißfotos, die auf 80 Gramm schweres Transparentpapier vergrößert kopiert wurden.

Die Rahmen hängen an jeweils zwei 1 mm dicken Drahtseilen, die mit einer sehr einfachen Seilspannvorrichtung für Gardinen und Vorhänge (von Max Bahr, etwa 8 Euro je Set) kombiniert wurde. Im Deckenbereich werden die Seile von Haken oder Ösen gehalten.

Schwebende Bilderrahmen: Günstige Selbstbauidee

Grundlage dieses Bauvorschlags sind die günstigen Kiefernholzbilderrahmen „Ram“ von Ikea. Man bekommt sie in sieben verschiedenen Größen von 10 x 15 cm bis 50 x 70 cm. Für die Konstruktion eines „fliegenden Rahmens“ benötigen Sie jeweils zwei von den Ikea- Bilderrahmen, die Rücken an Rücken gesetzt und mittels Buchschrauben verbunden werden. Somit belaufen sich die Kosten für den Raumtrenner auf 16 Euro für Rahmen, 4 Euro für Buchschrauben, 16 Euro für die Seilspanngarnitur sowie 4 Euro für Holzleisten plus etwas Farbe.

Eine schlichte Seilspann-Garnitur für Gardinen und Vorhänge hält die Rahmen zwischen Decke und Boden. Das Set aus dem Baumarkt für 8 Euro besteht aus einem 5 m langen und 2 mm dicken Drahtseil, zwei Spannern mit Gelenk (für Schrägen), sowie einem Einstellschlüssel. Mit so einem Set plus zwei Deckenhaken können Sie dann zwei Seile zwischen Boden und Decke verspannen.

Um die Stahlseile von der Decke bis zum Boden zu verspannen, gibt es drei gute Möglichkeiten:

  1. Sie benutzen aus optischen Gründen sowohl oben wie auch unten die metallenen Spanner und sehen somit keine Hakenkonstruktion.
  2. Sie benutzen oben einen Deckenhaken, in den das Seil mittels Seilklemme befestigt eingehängt wird.
  3. Das Seil wird vom Boden ausgehend durch zwei Haken oder Ösen an der Decke hindurch- und wieder zum zweiten Spanner hinabgeführt, dass so nicht zwei Seile, sondern nur eines verspannt ist.

Der Rahmenbau

  1. Rahmen leimenRahmen leimen© Christian Bordes

    Rahmen leimen

    Mit einer Zange werden die kleinen Flachmetalle, die das Kunstglas und die Pappe im Rahmen halten, entfernt. Anschließend wird das Niveau des Rahmenfalzes mit einer 3 bis 4 mm dicken Holzleiste so erhöht, dass das eingelegte Kunstglas bündig abschließt.
  2. Kanten ausbessernKanten ausbessern© Christian Bordes

    Kanten ausbessern

    Unsaubere Kanten und eventuell offene Leimfugen bei den kleinen Leisten werden mit einem Holzspachtel verfüllt und glattgeschliffen.
  3. V-Nut feilenV-Nut feilen© Christian Bordes

    V-Nut feilen

    Der 1 mm dicke Draht wird zwischen die zwei Bilderrahmen eingeklemmt und hält so, verbunden durch Buchschrauben, die Rahmen in der Luft. Damit keine Spalte zwischen den beiden Rahmen entsteht, muss das Seil in eine V-Nut gelegt werden. Dabei darf die V-Nut mittels Dreiecksfeile nur so tief ausgearbeitet sein, dass das Seil gerade eben noch oben übersteht. Ist die Nut einmal zu tief geraten und das Seil rutscht hindurch, geben Sie einen Tropfen Leim in die Nut, lassen ihn trocknen und feilen dann nochmals nach.
  4. Rahmen durchbohrenRahmen durchbohren© Christian Bordes

    Rahmen durchbohren

    Nun die Rahmen übereinander legen und ein Durchgangsloch für die Buchschrauben bohren.
  5. Bild aufklebenBild aufkleben© Christian Bordes

    Bild aufkleben

    Die kopierten Bilder mit zwei kleinen Punkten Fotofilmkleber an einer dunklen Stelle der Kopie auf einer der Kunstglasplatten fixieren und die zweite Kunstglasplatte darauflegen.
  6. Rahmen verbindenRahmen verbinden© Christian Bordes

    Rahmen verbinden

    Jetzt werden die beiden Rahmen Rücken auf Rücken mit Hilfe der Buchschrauben verbunden.
  7. Bodenanbindung bohrenBodenanbindung bohren© Christian Bordes

    Bodenanbindung bohren

    Die Bodenanbindung erfolgt im Holz ausschließlich mittels Seilspannerschraube und im Betonboden plus Dübel.
  8. Seilspanner eindrehenSeilspanner eindrehen© Christian Bordes

    Seilspanner eindrehen

    Der Seilspanner wird zur Bodenmontage zusammengefügt und per Hand eingedreht. Nun den Spanner wieder öffnen und das Seil mittels beigelegter Klemme fixieren.
  9. Rahmen ausrichtenRahmen ausrichten© Christian Bordes

    Rahmen ausrichten

    Um die Rahmen zu montieren werden die Buchschrauben leicht geöffnet, die Seile in die innenliegenden V-Nuten gedrückt, der Rahmen mit der Wasserwaage ausgerichtet und anschließend die Buchschrauben wieder fest gezogen.

 

Montage der Aluminium-Bilderschienen

Die Montage mit einer Aluminium-Schiene (hier von Teba) ist eine zeitgemäße Variante mit einer unsichtbaren Befestigung. Die Schiene hat unten eine schmale Öffnung, in die Aufhängeseile mit entsprechenden Haken von vorne eingesetzt werden. Die zweite Möglichkeit sind Vollmetallhaken, die seitlich eingeschoben werden und an denen dann Perlonseile befestigt werden.

So geht's: Legen Sie die Höhe der Bilderschiene fest und markieren Sie den Verlauf mit einer Schlagschnur oder einer Wasserwaage. Da kaum eine Zimmerdecke wirklich schnurgerade ist, sollten Sie einen entsprechend großen Abstand zwischen Decke und Schiene bestehen lassen (mindestens 10 bis 15 cm), damit die schiefe Decke nicht auffällt.

Die erste Wandklemmen-Befestigung erfolgt 10 cm vom Rand und dann alle 50 bis 60 cm. Anschließend wird die Aluminiumschiene auf die Wandklemmen aufgeklippt, und die Befestigungshaken können eingehängt werden.

 

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