Rosen

Rosen schneiden: So geht's richtig

Rosen richtig schneiden ist ganz einfach – wenn man weiß, wie es geht. Wir erklären zu jeder Rosengattung den richtigen Schnitt, nennen die jeweils schönste Rosensorte für die Rabatte und verraten Ihnen, wann Sie Rosen schneiden sollten.

Rosen richtig schneiden
Wer dauerhaft prachtvolle Rosenblüten möchte, der muss richtig schneiden© perfectlab - stock.adobe.com

Rosen richtig schneiden ist ganz einfach – wenn man weiß, wie es geht. Hier erfahren Sie, worauf Sie beim Rosen schneiden achten sollten.

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Wann soll man Rosen schneiden?   

Im Frühjahr, wenn im Garten die Forsythien blühen – meist Ende März bis Anfang April –, ist die beste Zeit für den Rosenschnitt.

Bis Ende April kann man außerdem Rosen aus dem Kühlhaus pflanzen. Vorher sollten sie aber 24 Stunden in Wasser lagern, damit sich die Pflanze vollsaugen kann und leichter austreibt.

Lesen Sie hier, was im Juli im Garten zu tun ist.

Ganz wichtig: Bei Rosen keinen Dünger ins Pflanzloch geben, er verbrennt die Wurzeln. Blühende Rosen gibt es ab Mai im Container – sie kann man ganzjährig pflanzen.

Rosen schneiden - Anleitung

  • Seitenzweige, die im Sommer voller Blüten waren, schneidet man auf zwei Augen.
  • Alle drei Jahre entfernt man einen alten Trieb bodennah.
Rosen schneiden: Schnittführung
© T. Straszburger
  • Falsch: Zu knapp am Auge oder zu weit weg vom Auge schneiden.
  • Richtig: Der Schnitt wird 5 mm über einem Auge und leicht schräg ausgeführt. So heilt die Wunde schnell ab.

Lesen Sie hier, worauf es bei der Rosenpflege im Frühjahr ankommt.

Grundregeln für den Rosenschnitt

  • Abgestorbene Triebe entfernen: Zuerst werden abgestorbene, erfrorene und kranke Triebe bis ins gesunde Holz entfernt.
  • Lang oder kurz​: Ein rigoroser Schnitt führt zu weniger Trieben mit großen Blüten. Lässt man das Holz beim Schnitt länger, entstehen viele neue Triebe mit mehr, aber kleineren Blüten.
  • Schwache Äste entfernen: Zu schwache Äste entfernt man ganz.​ Vergabelungen alter Triebe werden auf einen Trieb abgeleitet, damit wieder stärkere Austriebe entstehen.
  • Schwachwüchsige Sorten anregen: Schwachwüchsige Sorten werden stärker, starkwüchsige weniger tief geschnitten.
  • Ober sticht Unter: Die an den Trieben höher stehenden Augen treiben auch am stärksten aus.
  • Vor dem Schnitt das Werkzeug schärfen: Eine Bypass-Schere immer vorher per Wetzstein scharf machen!

Wildrosen richtig schneiden

Böschungsrose, Glanzrose und Kartoffelrose sind perfekte Flächendecker und lassen sich auch zur Hangbefestigung einsetzen. Besonders hübsch sind auch ihre bunten Früchte und die intensive Herbstfärbung.

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© T. Straszburger
  • Auf Handbreite werden die bodendeckenden Wildrosen heruntergeschnitten. Dabei braucht man nicht auf die Knospen zu achten, sondern kann auch beherzt mit der Heckenschere ans Werk gehen.
  • Um zu verhindern, dass Ausläufer immer größere Flächen einnehmen, helfen Rasenborde aus Beton oder eine Rhizomsperre als effektive Grenze.
  • Man kann Ausläufer auch per Spaten abstechen.
  • Anders im Wuchs sind die Großen wie Hechtrose oder Hundsrose, die sich für Naturhecken und als Sichtschutz im hinteren Garten eignen.
  • Man schneidet sie gar nicht und erhält so den natürlichen Wuchscharakter.
  • Im Jahr nach der Pflanzung kann man lange Triebe einkürzen.
  • Sonst wird nur alle drei Jahre ein großer Ast bodennah abgeschnitten.

Strauchrosen richtig schneiden

Als Solitär am Gartenende oder im Hintergrund einer großen Rabatte sind Strauchrosen nicht wegzudenken. 

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© T. Straszburger
  • Einmalblühende Sorten werden im Winter mit der Heckenschere auf eine halbkugelige Form getrimmt. Alle drei Jahre entfernt man ein bis zwei Grundtriebe komplett.  
  • Im Sommer darauf kürzt man alle Triebe direkt nach der Blüte mit einer Heckenschere ca. 10 cm über dem Winterschnitt. Im Winter darauf schneidet man wieder auf die vorjährige Höhe.
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© T. Straszburger
  • Öfterblühende Strauchrosen blühen am neuen Holz. Jedes Jahr schneidet man den Strauch auf ein harmonisches Grundgerüst zurück.
  • Starke Triebe bleiben länger, schwache entfernt man ganz.
  • Einjährige bodennahe Triebe werden halbiert.
Wichtig: Öfterblühende Rosen brauchen mehr Nährstoffe. Vergessen Sie also nicht das Düngen im Frühjahr und nach dem ersten Blütenschub. Weiteres lesen Sie im Düngekalender nach.

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Stammrosen richtig schneiden

Durch die Veredelung in luftiger Höhe sind Stammrosen immer etwas Besonderes. 

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© T. Straszburger
  • Beim Schnitt der Stammrose vermeidet man das Kürzen bis an den Kronenansatz, weil er zu sehr in die Veredelungsstelle hineintrocknet.
  • Triebe von Edelrosen werden auf drei bis fünf Augen, die von Beetrosen auf fünf bis sieben Augen zurückgeschnitten.
  • Alte Triebe werden ganz entfernt.
  • Kompakte Kronen sind bei Stammrosen das Ziel. Die Stärke des Schnitts richtet sich danach, ob eine Edel-, Beet- oder Bodendecker-Rose veredelt wurde.
  • Wichtig ist auch ein stabiler Halt. Starke Triebe werden für buschigeren Wuchs im Juni einfach entspitzt.

Beetrosen richtig schneiden

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© T. Straszburger

Von allen Rosen werden Beet-, Edel- und Zwergrosen am stärksten geschnitten: Schwache Triebe kürzt man auf zwei bis drei Augen, starkwüchsige Sorten und Triebe auf etwa fünf Augen.

Kletterrosen richtig schneiden

An der Hauswand, im alten Apfelbaum oder am Sichtschutz zum Nachbargrundstück: Kletterrosen bringen die Vertikalen zum Blühen und brauchen dabei nur wenig Standraum – gut für kleine Gärten.

Im ersten Jahr wachsen sie mit meterlangen Trieben in die Höhe. Erst im zweiten Jahr erscheinen hier an kurzen Seitentrieben die Blüten.

Je waagerechter die Triebe am Spalier verteilt sind, desto mehr Blüten kommen hervor.

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© T. Straszburger
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© T. Straszburger
  • Seitenzweige, die im Sommer voller Blüten waren, schneidet man auf zwei Augen.
  • Alle drei Jahre entfernt man einen alten Trieb bodennah. 
  • Danach wird die Kletterrose am Spalier waagerecht angeordnet.
  • Ein Sommerschnitt von Verblühtem bringt nach sechs Wochen neuen Flor.

Rosen richtig düngen

Für Strauchrosen gilt das Gleiche wie bei Beet-, Stamm- oder Kletterrosen: Je besser der Boden, desto schöner die Blütenpracht. Arme Sandböden sollte man mit Lehm aufwerten. Kompost und verrotteter Tierdung reichern die oberste Bodenschicht an.

Zum Weiterlesen:

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