Rosen

Rosen schneiden: So geht's richtig

Rosen richtig schneiden ist ganz einfach. Wir erklären zu jeder Rosengattung den richtigen Schnitt und verraten Ihnen, wann Sie Rosen schneiden sollten.

Rosen richtig schneiden
Wer dauerhaft prachtvolle Rosenblüten möchte, der muss richtig schneiden© perfectlab - stock.adobe.com

Damit Rosen prächtig wachsen, brauchen sie nicht nur den richtigen Standort und die optimale Nährstoffversorgung: Auch der Rosenschnitt trägt zur Gesunderhaltung und zum Wachstum Ihrer Rosen bei. Hier erfahren Sie, worauf Sie beim Rosen schneiden achten sollten.

Grundregeln für den Rosenschnitt

  • Abgestorbene Triebe entfernen: Zuerst werden abgestorbene, erfrorene und kranke Triebe bis ins gesunde Holz entfernt.
  • Lang oder kurz​: Ein rigoroser Schnitt führt zu weniger Trieben mit großen Blüten. Lässt man das Holz beim Schnitt länger, entstehen viele neue Triebe mit mehr, aber kleineren Blüten.
  • Schwache Äste entfernen: Zu schwache Äste entfernt man ganz.​ Vergabelungen alter Triebe werden auf einen Trieb abgeleitet, damit wieder stärkere Austriebe entstehen.
  • Schwachwüchsige Sorten anregen: Schwachwüchsige Sorten werden stärker, starkwüchsige weniger tief geschnitten.
  • Ober sticht Unter: Die an den Trieben höher stehenden Augen treiben auch am stärksten aus.
  • Vor dem Schnitt das Werkzeug schärfen: Eine Bypass-Schere immer vorher per Wetzstein scharf machen!
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Rosen schneiden - Anleitung

  1. Seitenzweige, die im Sommer voller Blüten waren, schneidet man auf zwei Augen.
  2. Alle drei Jahre entfernt man einen alten Trieb bodennah.
  3. Falsch: Zu knapp am Auge oder zu weit weg vom Auge schneiden.
  4. Richtig: Der Schnitt wird 5 mm über einem Auge und leicht schräg ausgeführt. So heilt die Wunde schnell ab.
  5. Verwenden Sie unbedingt eine hochwertige, scharfe Rosenschere*, um die Rose beim Rosenschnitt nicht unnötig zu verletzen.
Rosen schneiden: Schnittführung
© T. Straszburger

Wann soll man Rosen schneiden?   

Im Frühjahr, wenn im Garten die Forsythien blühen – meist Ende März bis Anfang April –, ist die beste Zeit für den Rosenschnitt.

Wenn Sie Ihren Rosenstrauch pinzieren wollen, schneiden Sie die jungen Triebe etwa Mitte Mai, kurz vor der Blüte. Dadurch bildet der Rosenbusch mehr blütentragende Seitentriebe und blüht dann etwa zwei Wochen später als normal.

Bis Ende April kann man außerdem Rosen aus dem Kühlhaus pflanzen. Vorher sollten sie aber 24 Stunden in Wasser lagern, damit sich die Pflanze vollsaugen kann und leichter austreibt.

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Ganz wichtig: Bei Rosen keinen Dünger ins Pflanzloch geben, er verbrennt die Wurzeln. Blühende Rosen gibt es ab Mai im Container – sie kann man ganzjährig pflanzen.

Rosen schneiden im Herbst

Der Rosenschnitt im Herbst ist wichtig, um die Rosen winterfest zu machen. Wenn Sie Rosen im Herbst schneiden, gehen Sie allerdings anders vor als beim Rosenschnitt im Frühling:

Entfernen Sie lediglich tote oder kranke Triebe. Hier können sich Pilze und Krankheiten bilden, die die Rose im Winter zusätzlich schwächen.

Schneiden Sie die Rosen im Herbst, sobald alle Rosen abgeblüht sind. Der Rosenschnitt im Herbst muss deutlich vor den ersten Nachtfrösten erfolgen, damit die Schnittstelle noch verheilen kann. 

Da es in manchen Regionen schon im Oktober zu Nachtfrost kommen kann, sollten Sie Ihre Rosen im Herbst bis Ende September schneiden.

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Wildrosen richtig schneiden

Böschungsrose, Glanzrose und Kartoffelrose sind perfekte Flächendecker und lassen sich auch zur Hangbefestigung einsetzen. Besonders hübsch sind auch ihre bunten Früchte und die intensive Herbstfärbung. Wir zeigen, wie Sie Wildrosen richtig schneiden und so das Maximum herausholen.

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© T. Straszburger
  • Auf Handbreite werden die bodendeckenden Wildrosen heruntergeschnitten. Dabei braucht man nicht auf die Knospen zu achten, sondern kann auch beherzt mit der Heckenschere ans Werk gehen.
  • Um zu verhindern, dass Ausläufer immer größere Flächen einnehmen, helfen Rasenborde aus Beton oder eine Rhizomsperre als effektive Grenze.
  • Man kann Ausläufer auch per Spaten abstechen.
  • Anders im Wuchs sind die Großen wie Hechtrose oder Hundsrose, die sich für Naturhecken und als Sichtschutz im hinteren Garten eignen.
  • Man schneidet sie gar nicht und erhält so den natürlichen Wuchscharakter.
  • Im Jahr nach der Pflanzung kann man lange Triebe einkürzen.
  • Sonst wird nur alle drei Jahre ein großer Ast bodennah abgeschnitten.
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Strauchrosen richtig schneiden

Als Solitär am Gartenende oder im Hintergrund einer großen Rabatte sind Strauchrosen nicht wegzudenken. Wenn Sie Strauchrosen richtig schneiden, wirken sie besonders eindrucksvoll.

Tipp: Auch ohne Garten können Sie sich an blühenden Rosen erfreuen: Spezielle Balkonrosen* sind optimal auf die Haltung im Kübel angepasst.
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© T. Straszburger
  • Einmalblühende Sorten werden im Winter mit der Heckenschere auf eine halbkugelige Form getrimmt. Alle drei Jahre entfernt man ein bis zwei Grundtriebe komplett.  
  • Im Sommer darauf kürzt man alle Triebe direkt nach der Blüte mit einer Heckenschere ca. 10 cm über dem Winterschnitt. Im Winter darauf schneidet man wieder auf die vorjährige Höhe.
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© T. Straszburger
  • Öfterblühende Strauchrosen blühen am neuen Holz. Dazu sollten Sie den Rosenbusch jährlich zurückschneiden.
  • Starke Triebe bleiben länger, schwache entfernt man ganz.
  • Einjährige bodennahe Triebe werden halbiert.
Wichtig: Öfterblühende Rosen brauchen mehr Nährstoffe. Vergessen Sie also nicht das Düngen im Frühjahr und nach dem ersten Blütenschub. Weiteres lesen Sie im Düngekalender nach.

Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihre Gartenscheren gut schneiden, um die Rosen nicht zu verletzen. Die besten Angebote für neue Gartenscheren finden Sie hier:

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Stammrosen richtig schneiden

Durch die Veredelung in luftiger Höhe sind Stammrosen* immer etwas Besonderes. Hier erfahren Sie, wie Sie Stammrosen richtig schneiden.

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© T. Straszburger
  • Vermeiden Sie das Kürzen bis an den Kronenansatz, wenn Sie eine Stammrose schneiden. Die Schnittstelle trocknet sonst zu sehr in die Veredelungsstelle hinein.
  • Alte Triebe werden ganz entfernt.
  • Kompakte Kronen sind bei Stammrosen das Ziel. Die Stärke des Schnitts richtet sich danach, ob eine Edel-, Beet- oder Bodendecker-Rose veredelt wurde.
  • Wichtig ist auch ein stabiler Halt. Starke Triebe werden für buschigeren Wuchs im Juni einfach entspitzt.

Beetrosen richtig schneiden

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© T. Straszburger

Wenn Sie Rosen schneiden, können Sie Beetrosen, Edelrosen* und Zwergrosen am stärksten zurecht schneiden:

Triebe von Edelrosen werden auf drei bis fünf Augen, die von Beetrosen auf fünf bis sieben Augen zurückgeschnitten.

Schwache Triebe kürzt man auf zwei bis drei Augen, starkwüchsige Sorten und Triebe auf etwa fünf Augen.

Kletterrosen richtig schneiden

An der Hauswand, im alten Apfelbaum oder am Sichtschutz zum Nachbargrundstück: Kletterrosen* bringen die Vertikalen zum Blühen und brauchen dabei nur wenig Standraum – gut für kleine Gärten. Folgendes müssen Sie beachten, wenn Sie Kletterrosen schneiden:

Im ersten Jahr wachsen sie mit meterlangen Trieben in die Höhe. Erst im zweiten Jahr erscheinen hier an kurzen Seitentrieben die Blüten.

Je waagerechter die Triebe am Spalier verteilt sind, desto mehr Blüten kommen hervor.

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© T. Straszburger
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© T. Straszburger
  • Seitenzweige, die im Sommer voller Blüten waren, schneidet man auf zwei Augen.
  • Alle drei Jahre entfernt man einen alten Trieb bodennah. 
  • Danach wird die Kletterrose am Spalier waagerecht angeordnet.
  • Ein Sommerschnitt von Verblühtem bringt nach sechs Wochen neuen Flor.
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Rosen richtig düngen

Für Strauchrosen gilt das Gleiche wie bei Beetrosen, Stammrosen oder Kletterrosen*: Je besser der Boden, desto schöner die Blütenpracht. Arme Sandböden sollte man mit Lehm aufwerten. Kompost und verrotteter Tierdung reichern die oberste Bodenschicht an.

Zum Weiterlesen:

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