Rosen

Kletterrosen richtig schneiden

Kletterrosen bestechen durch ihren üppigen Wuchs und ihre Blütenpracht. Damit Ihre Kletterrose richtig wächst und blüht, ist der richtige Schnitt entscheidend. Wir erklären, wie Sie Kletterrosen richtig schneiden.

Kletterrose schneiden
Der regelmäßige Kletterrosenschnitt ist die Voraussetzung für so eine Blütenpracht.© EKH Pictures - stock.adobe.com

Damit Kletterrosen kräftig wachsen und gesund bleiben, ist der richtige Kletterrosenschnitt unumgänglich. Dabei entfernen Sie tote und kranke Pflanzenteile, konkurrierende Triebe und bringen die Pflanze in eine gesunde und schöne Form. Der beste Zeitpunkt dafür ist im Frühling im März oder April.

Bei Kletterrosen ist dabei zu unterscheiden zwischen den Sorten, die einmal blühen – sogenannte Rambler – und den mehrmals blühenden Climbern. Während Rambler, die aus Wild- und Heckenrosen gezüchtet wurden, auch beim Schnitt recht unkompliziert sind, gibt es bei den großblütigen Climbern einiges zu beachten.

Rambler Rose
Rambler bilden eine Vielzahl kleiner, oft duftender Blüten aus.© Zeitgugga6897 - stock.adobe.com

Faustregel für den Kletterrosenschnitt

Einmal blühende Kletterrosen schneiden Sie auch einmal pro Jahr, nämlich im Frühling im März oder April.
Mehrfach blühende Kletterrosen hingegen schneiden Sie mehrmals: Im Frühling und noch einmal nach der zweiten Blüte im Herbst.

Mehrmals blühende Kletterrosen schneiden

Mehrmals blühende Kletterrosen werden auch Climber genannt. Sie erreichen eine Höhe von bis zu 3,5 Metern und blühen von im Mai und Ende Juni sowie noch einmal zwischen August und November.

Für die Pflanze bedeuten die beiden Blüte-Höhepunkte jedoch eine große Anstrengung. Die Rose kompensiert dies, indem sie ein Grundgerüst aus sehr kurzen und festen Trieben ausbildet, von denen aus sich weichere Seitentriebe bilden, die auch die Blüten ausbilden.

Kletterrose schneiden
Bei Climber-Rosen kürzen Sie im Frühjahr die weichen Triebe bis auf das Grundgerüst.© bildlove - stock.adobe.com

Beim Kletterrosenschnitt für mehrmals blühende Rosen schneiden Sie daher im Frühling einfach die schwächeren Seitentriebe bis auf das Grundgerüst zurück. Sie können die Kletterrose auch unterstützen, indem Sie die festeren Triebe an einer Rankhilfe befestigen, an der sich die Blühtriebe „festhalten“ können. So bieten sich die Climber-Rosen auch als attraktive Sichtschutzlösung an.

Übrigens: Hier erklären wir, wie Sie eine Rankhilfe selber schweißen.

Kletterrosen schneiden im Frühling

Im März und April, etwa zur Forsythienblüte, ist der optimale Zeitpunkt für den Kletterrosenschnitt im Frühjahr. Kürzen Sie die jungen Seitentriebe bis auf 3 bis 5 Augen zum Stamm hin. Bei älteren Kletterrosen kann es sein, dass die Pflanze zum Boden hin verkahlt. Auch diese älteren kahlen Triebe können Sie zurückschneiden – das lässt Licht und Luft in das Grundgerüst der Rose.

Sommerschnitt bei Kletterrosen

Der Sommerschnitt stimuliert die Rose zur Ausbildung weiterer Blüten. Schneiden Sie dazu die verblühten Rosenblüten dicht unter dem ersten voll ausgebildeten Laubblatt zurück. So bildet die Rose keine Samen, sondern weitere Blüten aus.

Verblühte Rosen abschneiden
Entfernen Sie verblühte Rosen, um die Pflanze zur Bildung weiterer Blüten zu animieren.© ttl6781 - stock.adobe.com

Nach der ersten Blüte können Sie etwa im Juni die abgeblühten Jungtriebe um etwa zwei Drittel der Trieblänge auf ein triebfähiges Auge zurückschneiden. Die Schnittstelle sollte etwa den Durchmesser eines Holzstiftes haben. Triebe im unteren Drittel der Rose kürzen Sie nicht, sondern binden sie am Rankgitter fest, so dass die Rose auch von unten her voll wirkt.

Rambler-Kletterrosen schneiden

Da einmal blühende Kletterrosen oder Rambler-Rosen kein Grundgerüst bilden, müssen Sie hier beim Schneiden ein wenig anders vorgehen. Rambler-Rosen können bis zu 10 Meter hoch werden.

Sie bilden lange, biegsame Triebe aus, die regelmäßig ausgedünnt werden müssen, um die Rose zu verjüngen und um zu verhindern, dass die Pflanze an sich selbst erstickt. Ein zu dichtes Rankengewirr begünstigt zudem Krankheiten und Schädlinge.

Zunächst empfiehlt sich bei Ramblern ein Schnitt erst nach 5 Jahren. Ein Pflegeschnitt entfällt ganz. Beim Schnitt selbst sind die aus Wildrosen hervorgegangenen Kletterrosen ganz unkompliziert: Schneiden Sie einfach alle zwei Jahre die älteren Triebe dicht am Boden ab und ziehen Sie sie aus dem Rosenbusch.

Kletterrose schneiden
Kürzen Sie bei Ramblern alle 2 Jahre ausgewählte Triebe, um die Rose zu verjüngen.© bildlove - stock.adobe.com

Alle 7 Jahre im Februar brauchen Rambler-Rosen einen Verjüngungsschnitt, bei dem alte Triebe entfernt werden, um den jüngeren und kräftigeren trieben Platz zu machen. Schneiden Sie dazu einfach die zu entfernenden Triebe am Boden ab und ziehen Sie sie vorsichtig aus dem Rosenstrauch.

Die verblühten Rosenblüten können Sie bis unter das erste ausgebildete Laubblatt zurückschneiden, oder Sie lassen einfach der Natur ihren Lauf: Dann bilden Rambler-Rosen nämlich genau wie ihre wilden Verwandten Hagebutten aus, über die sich im Winter auch die Vögel freuen.

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