Rosen

Fünf Tipps für die Rosenpflege im Frühjahr

Damit die Rosen in Ihrem Garten im späteren Frühling und Sommer üppig blühen, kommt es auf die richtige Pflege an. Wir verraten Tipps für die Rosenpflege im Frühjahr, mit denen Sie Ihren Rosen einen guten Start in die Gartensaison bieten.

Rosenpflege im Frühling
Wir verraten, was Sie bei der Rosenpflege im Frühjahr beachten müssen.© Sergey - stock.adobe.com

Gartenfreunde wissen: Rosen sind nicht die anspruchslosesten Pflanzen. Mit der richtigen Pflege können Sie sich allerdings Jahr um Jahr über wunderschöne Blüten und – sortenabhängig – über den feinen Duft freuen. Gerade im Frühjahr ist die richtige Rosenpflege entscheidend, damit Ihre Rosen gestärkt in die Gartensaison starten.

Bei der Rosenpflege im Frühling kommen verschiedene Faktoren ins Spiel. Manche lassen sich bei Bedarf anpassen, bei anderen ist es wichtig, dass Sie von Anfang an die richtige Auswahl treffen.

Dazu zählt zum Beispiel die Auswahl des richtigen Standorts, wenn Sie im Frühling Rosen pflanzen wollen.

Rosenpflege ist standortabhängig

Mit der Auswahl des Standorts steht und fällt Ihr Erfolg bei der Rosenpflege. Der richtige Standort erfüllt folgende Kriterien:

  • Sonnig, idealerweise Südseite
  • Nicht zu heiß, also nicht direkt an einer Hauswand
  • Täglich mindestens fünf Stunden direkte Sonneneinstrahlung
  • Mittelschwerer Boden, der genug Wasser speichert, ohne Staunässe zu entwickeln
  • Neutraler bis leicht saurer Boden

Nicht immer treffen alle Punkte auf einen Standort zu. Wenn Sie den perfekten Platz für Ihre Rose gefunden haben, aber der Boden zu schwer oder zu leicht ist, können sie mit Hilfe von Sand auflockern oder mit Lehm oder Humus mehr Substanz verleihen.

Rosenpflege im Frühling
Im Frühling brauchen Rosen Dünger, damit sie kraftvoll wachsen können.© Valerii Honcharuk - stock.adobe.com

Rosenpflege: Der richtige Dünger

Gut mit Nährstoffen versorgt, wachsen Rosen besser und bilden mehr und schönere Blüten aus. Das gilt sowohl für neu gepflanzte Rosen als auch für alteingesessene Pflanzen. Als Starkzehrer haben Rosen einen erhöhten Nährstoffbedarf.

Den richtigen Zeitpunkt zum Rosen düngen im Frühling erkennen Sie daran, dass etwa zur selben Zeit die Haselnüsse blühen.

  • Organischer Dünger aus Kompost, Hornspänen oder Humus versorgt Die Rosen mit Nährstoffen. Dies ist insbesondere im ersten Jahr nach der Pflanzung wichtig.
  • Mineralischer Rosendünger kommt ab dem zweiten Jahr zum Einsatz. Düngen Sie im Frühling bis April und im Sommer nach der ersten Blüte für eine optimale Nährstoffversorgung der Rosen.
  • Algenkalk trägt dazu bei, den pH-Wert übersäuerter Böden wieder in Balance zu bringen.
  • Stickstoff fördert das Wachstum der Rosen, aber Vorsicht: Eine Überdosis Stickstoff macht die Rosen anfälliger für Mehltau und Pilzbefall.
  • Magnesium fördert die Bildung des Blattgrüns.
  • Phosphor sorgt für schöne Blüten.
  • Kalium festigt insgesamt die Ausreifung des Pflanzengewebes.

Übrigens: Hier verraten wir, wie Sie Dünger selber machen.

Rosenpflege: Richtig gießen

In den letzten Jahren hatten Gärtner nicht nur im Sommer mit großer Trockenheit zu kämpfen: Übers Jahr betrachtet fallen zu wenig Niederschläge, was sich in sinkenden Grundwasserspiegeln und Bodentrockenheit niederschlägt.

Zur Rosenpflege gehört daher auch regelmäßiges gründliches Gießen. Verwenden Sie dazu Regenwasser oder kalkarmes Wasser, um Ihre Rosen optimal zu pflegen.

Vorsicht: Rosen reagieren empfindlich auf Staunässe.
Rosenpflege im Frühling
Zur Rosenpflege im Frühling gehört auch der Rosenschnitt.© Valerii Honcharuk - stock.adobe.com

Rosenpflege im Frühling

Ein guter Zeitpunkt für die Rosenpflege im Frühling ist Ende März, wenn die Nächte frostfrei bleiben. So bereiten Sie Rosen mit der richtigen Rosenpflege Schritt für Schritt auf den Frühling vor:

  • Abdeckung entfernen: Sobald die Temperaturen konstant über dem Gefrierpunkt bleiben, können Sie zunächst die schützende Abdeckung aus Reisig oder Jutesäcken entfernen, damit sich die Rosen langsam an die Temperaturen gewöhnen können.
  • Abhäufeln: Im Winter wird Erde, Stroh und Laub um die Rosen herum aufgehäufelt, um Wurzeln und Veredelungsstelle vor dem Frost zu schützen. Sobald die Haselnüsse blühen und der Boden frostfrei ist, können Sie die Rosen wieder abhäufeln. Die Rosen sollten bereits etwa 15 Zentimeter ausgetrieben haben. Häufeln Sie an einem bedeckten Tag ab, damit sich die geschützten Pflanzenteile langsam an das Mehr an Licht gewöhnen können.
  • Zurückschneiden: Eine gute Orientierung für den richtigen Zeitpunkt des Rosenschnitts ist die Forsythie. Sobald sie blüht, können Sie Ihre Rosen guten Gewissens zurückschneiden. Entfernen Sie alle abgestorbenen, kranken oder schwachen Rosentriebe sowie Wildtriebe. Was Sie beim Rosen schneiden noch beachten müssen, lesen Sie hier.
  • Schädlingsbekämpfung: Im Frühling können besonders Nager den Rosen zu schaffen machen, die sich an den frischen Rosentrieben laben. Achten Sie daher schon beim Abhäufeln auf Spuren von Mäusen im Laubhaufen oder Fraßspuren an der Pflanze und stellen Sie bei Bedarf Fallen auf. Kontrollieren Sie außerdem die Rosen auf sonstigen Schädlingsbefall.
  • Boden lockern und düngen: Nach dem Winter kann es sein, dass sich der Boden verdicktet hat. Lockern Sie die Erde um die Rosen daher vorsichtig mit einer Hacke auf, um die Wurzeln ausreichend zu belüften. Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, die Rosen zu düngen, so dass die Pflanzen vor der Wachstumsperiode ausreichend mit Nährstoffen versorgt sind.
Rosenpflege im Frühling
Wurzelnackte Rosen sollen Sie vor dem Einpflanzen für kurze Zeit in ein Wasserbad stellen.© agneskantaruk - stock.adobe.com

Rosen pflanzen im Frühling

Wurzelnackte Rosen pflanzen Sie am Besten im Herbst bis November oder im Frühling ab März. Wir erklären, wie Sie dabei Schritt für Schritt vorgehen:

  1. Stellen Sie die Pflanzen für etwa zwei Stunden in Wasser.
  2. Kürzen Sie die Wurzeln auf 25 Zentimeter und schneiden Sie die triebe auf 15 Zentimeter zurück.
  3. Lockern Sie den Boden an und heben Sie ein Pflanzloch aus. Dieses sollte 30 mal 30 Zentimeter groß sein.
  4. Wässern Sie das Pflanzloch gründlich.
  5. Pflanzen Sie die Rose ein und füllen Sie das Pflanzloch mit Erde.
  6. Drücken Sie die Erde leicht fest und häufeln Sie sie rund um die Rose leicht an.

Im Gegensatz zu wurzelnackten Pflanzen können Sie Containerrosen das ganze Jahr über einpflanzen. Verzichten Sie aber bei Neupflanzungen darauf, Dünger mit ins Pflanzloch zu geben.

Wichtig ist gerade im Frühling: Nichts überstürzen. Spätfröste können den zarten Trieben schaden. Dadurch wird die Rose anfälliger für Krankheiten. Mit der richtigen Rosenpflege im Frühling jedoch können Sie sich im Sommer über gesunde Pflanzen und schöne Blüten freuen.

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