Rosen überwintern

Mit diesen Schritten werden Rosen winterfest

Zu den Wintervorbereitungen im Garten gehört auch, die Rosen winterfest zu machen. Dabei herrscht viel Verunsicherung: Soll man die Rosen noch einmal schneiden? Schadet Dünger im Herbst? Und wie häufelt man einen Stamm an? Wir klären auf.

 
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Wenn Sie Ihre Rosen winterfest machen wollen, gibt es einiges zu beachten.

Rosen sind sehr anfällig für Pilze, Bakterien oder Krankheiten. Neben dem Schutz vor Frost liegt das Augenmerk daher auch darauf, dass die Rose den Winter ohne Krankheiten übersteht. Beachten Sie gerade beim Schneiden und Düngen den Grundsatz: Weniger ist mehr.

Der beste Zeitpunkt, um Rosen winterfest zu machen, ist frühestens Ende Oktober, besser im November.

Rosen winterfest machen

  • Nicht düngen: Rosen brauchen keinen Wintervorrat an Dünger, im Gegenteil: Werden die Pflanzen zu spät im Jahr gedüngt, treiben und blühen die Rosen nochmals, die Triebe sind jedoch nicht winterfest und stellen so eine Schwachstelle für die Rose dar. Spätestens im Juli sollten Sie das letzte Mal düngen. Tipp: Einige Rosenfreunde schwören auf Patentkali, das die Pflanzenfasern stärken und sie so widerstandsfähiger machen soll.
  • Sparsam schneiden: Der Rosenschnitt im Herbst sollte bereits nach der letzten Blüte und keinesfalls kurz vor den ersten Frostnächten erfolgen. Schneiden Sie die Rosen im Herbst nur sparsam, da frisch geschnittene Rosen frostempfindlicher sind und leichter Schaden nehmen. Im Herbst werden lediglich angeschlagene Triebe entfernt, um Krankheiten, Pilzen und Bakterien keinen Nährboden zu geben.

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So funktioniert der Herbstschnitt bei Rosen:

  • Entfernen Sie bei zwei sich berührenden Trieben einen – in der Kontaktstelle kann der Trieb sonst durch Reibung verletzt werden, Krankheitserreger können eindringen.
  • Schneiden Sie alle Triebe etwa auf eine Höhe. Niedriger geschnittene Triebe wirken wie ein Leck, durch das die Rose blutet und so viel Pflanzensaft verlieren kann.
  • Entfernen Sie alles Totholz und die verbleibenden Blätter am Strauch. Sammeln Sie auch die schon zu Boden gefallenen Blätter auf. Dies verhindert die Ausbreitung von Krankheiten.

Wichtig: Schneiden Sie Rosen im Herbst nicht zu stark zurück und lassen Sie mindestens 2/3 der Triebe stehen. Die beste Zeit für einen Formschnitt ist im Frühling. Dabei können Sie sich an der Forsythie orientieren: Sobald diese blüht, können Sie sich an den Rosenschnitt machen.
Was Sie beim Rosen schneiden beachten müssen, lesen Sie hier.

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  • Stamm anhäufeln: Häufeln Sie den Stamm oder Strauch etwa 10 bis 20 Zentimeter hoch mit einer Mischung aus Mutterboden und Laubkompost an. Verzichten Sie auf Torf oder Rindenmulch. Bedecken Sie die Mischung anschließend mit Laub, Stroh, Moos oder Reisig.
  • Beim Anhäufeln werden der Wurzelstock und vor allem die Veredelungsstelle vor Frost geschützt. Diese liegt bei Stammrosen allerdings deutlich höher und befindet sich am Übergang vom Stamm zur Krone. Umwickeln Sie die Veredelungsstelle bei Stammrosen gut mit atmungsaktivem Material. Die Stelle soll geschützt sein, jedoch nicht schimmeln.
  • Frostschutz für Rosen: Besonders gefährlich für Rosen im Winter ist die Kombination aus Wintersonne am Tag und Frost in der Nacht. Daher müssen auch die Kronen der Rosen geschützt werden, weil die Triebe sonst durch trockene Winde und kalte Temperaturen beschädigt werden. Wickeln Sie dazu einfach breite Jutebahnen um die komplette Pflanze oder stülpen Sie einen Jutesack über die Krone. Im Fachhandel werden besonders dekorative Schutzhüllen für Rosen angeboten.
  • Alternativ können Sie auch dichte Zweige von Nadelbäumen um den Strauch wickeln oder stecken, so dass die Pflanze geschützt ist. Besonders bei Stammrosen können Sie außerdem kleine Zweige in die Krone stecken.

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Kübelrosen überwintern

Besondere Fürsorge brauchen Rosen in Blumenkübeln. Da den Wurzelstock hier kein Erdreich umgibt, müssen diese Rosen besonders auf den Winter vorbereitet werden.

So machen Sie Kübelrosen winterfest:

  • Achten Sie schon beim Kauf darauf, dass der Blumentopf aus frostsicherem Material besteht.
  • Stellen Sie den Blumenkübel auf ein dickes Holzbrett oder ein Stück Styropor. Diese Dämmung verhindert, dass der Wurzelballen von unten her erfriert.
  • Umwickeln Sie den Blumenkübel dick mit Jutetuch. So schaffen Sie zusätzlichen Frostschutz für den Wurzelballen.
  • Häufeln Sie den Stamm an und Schützen Sie bei Stammrosen die Veredelungsstelle mit einem Juteband.
  • Schützen Sie die Krone mit Reisig, Jutetuch oder einem Jutesack.

So geschützt, sind Ihre Rosen bestens gerüstet für den Winter.

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