Abkühlung

Drei Klimageräte im Test

Kaum ist der Frühling vorbei, steigt das Thermometer rapide nach oben. Schnell werden Temperaturen über 30 °C erreicht. Abhilfe schaffen kann da zum Beispiel ein Klimagerät. Wir haben verschiedene Klimaanlagen getestet -  hier ist das Ergebnis.

Klimageräte im Test
Eine Klimaanlage kann an heißen Tagen einen echten Mehrwert bringen.© LIGHTFIELD STUDIOS - stock.adobe.com

Die Wetterpropheten predigen fortwährend: Der Sommer wird von Jahr zu Jahr heißer und trockener. Während man sich in der Freizeit am Badesee, im eigenen Pool oder auch (im Urlaub) im Meer abkühlen kann, ist das heiße Wetter während einer Arbeitswoche teilweise kaum auszuhalten.

Abhilfe gegen Schwitzen und Co schaffen Ventilatoren und Klimageräte. Letzteres muss nicht zwingend ein fest installiertes Gerät sein. Mittlerweile gibt es eine ganze Fülle an mobilen Klimaanlagen. Wir haben einige davon unter die Lupe genommen. Was dabei herausgekommen ist, erfahren Sie im Folgenden.

Am wirkungsvollsten sind Klimaanlagen mit Abluftschlauch. Unsere getesteten Geräte verfügen jeweils über eine solche Vorrichtung. Generell kann dieser Abluftschlauch zwar einfach in einen kleinen Spalt zwischen geöffnetem Fenster und Rahmen eingeklemmt werden, dadurch strömt aber auch wieder warme Luft nach innen. Besser ist es, den Spalt abzudichten. Der Handel bietet diverse Lösungen für Dachfenster*, normale Fenster* sowie Türen*. Alternativ gibt es auch einen Adapter*, den man einfach in den Spalt eines gekippten Fensters hängen kann.

 

 

 

 

 

Sobald das Gerät über den Abluftschlacht angeschlossen und in Betrieb genommen wurde, dauert es nur wenige Minuten, bis der Raum spürbar abkühlt. Die heiße Luft wird nach draußen gepumpt, und ein angenehm kühler Lufthauch füllt den Raum. Dabei ergibt sich aber ein Problem: Bekanntlich enthält warme Luft mehr Feuchtigkeit als kalte.

Beim Abkühlen der warmen Luft kondensiert Wasser aus. Das bedeutet, dass diese Feuchtigkeit im Klimagerät anfällt. Einige Geräte lösen das über Auffangschalen, die man entleeren muss, andere blasen die Feuchtigkeit mit der warmen Abluft ins Freie. Führt der Abluftschlauch des Geräts in einen Abluft- oder Kabelschacht, sollte man besser ein Gerät mit Wasserauffangbehälter benutzen. Sonst kann es zu üblen Feuchtigkeitsschäden kommen.

Klimageräte im Test - warum ist Zugluft keine gute Idee?

Viele Menschen sind der Meinung, dass Klimageräte unnötige Energieverschwender sind. Es reicht doch, an heißen Tagen quer zu lüften und so für Abkühlung im Haus zu sorgen. Bestenfalls kann man noch einen Ventilator* aufstellen, um der üblen Hitze Herr zu werden.

Das bringt sicher etwas Abkühlung, solange man draußen etwas Wind hat oder direkt im Luftstrom des Ventilators sitzt. Das allerdings mag nicht jeder gern und kann bei empfindlichen Menschen zu Erkältungssymptomen führen. Komfortabler und besser für das Raumklima sind da schon richtige Klimageräte.

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Sogenannte Monoblocks kühlen und trocknen die Luft. Dabei verbrauchen sie bei geringer Geräuschentwicklung auch nur wenig Energie. In der Regel bekommen diese Geräte mit der Energieeffizienzstufe A einen niedrigen Energieverbrauch bescheinigt. Da sie nicht permanent laufen, sind sie gegenüber Lüften und "Luft quirlen" mit dem Ventilator klar im Vorteil.

Hier finden Sie die Testergebnisse im Detail:

1. De'Longhi "PAC EM82 Pinguino"*

Klimageräte-Test - DeLonghi PAC EM82 Pinguino
© www.delonghi.com
  • Preis: circa 446 Euro
  • Positiv: umweltfreundliches Kältemittel, Fernbedienung mit Displayanzeige, diverses Zubehör für Abluftschlauch, relativ geringe Gerätehöhe, moderater Luftstrom in allen Lüfterstufen.
  • Negativ: relativ hohe Geräuschentwicklung bei Betrieb (63 dB)
  • Gesamturteil: Gut

2. Fakir "prestige AC 90"*

Klimageräte-Test - Fakir prestige AC 90
© www.fakir.de
  • Preis: 299 Euro
  • Positiv: umweltfreundliches Kältemittel, sehr gut gestaltete Bedienungsanleitung, drei wählbare Lüftergeschwindigkeiten, geringer Stromverbrauch, hohe Entfeuchtungsleistung
  • Negativ: Hoher Luftstrom in allen Lüfterstufen. Fernbedienung ohne Display.
  • Gesamturteil: Gut

3. Trotec "PAC 3500"*

Klimageräte-Test - Trotec PAC 3500 S
© www.trotec.com
  • Preis: 419 Euro
  • Positiv: umweltfreundliches Kältemittel, hohe Kühlleistung, diverses Zubehör für Abluftschlauch, für Raumentfeuchtung gut geeignet, Luftstromrichtung horizontal verstellbar.
  • Negativ: hoher Luftstrom in allen Lüfterstufen, kein Automatikmodus für Lüftergeschwindigkeit.
  • Gesamturteil: Gut

Die Sommerhitze kann wirklich unangenehm sein und so manchem gar auf den Kreislauf schlagen. Oft ist die Hitzeperiode jedoch schneller wieder vorbei, als es vielen lieb wäre. Eine gute Klimaanlage kann dennoch nicht schaden, um in genau dieser Zeit des Jahres für ausreichend Kühlung zu sorgen.

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