Pflanzen im Winter

Zimmerpflanzen richtig überwintern

Im Herbst werden empfindliche Kübelpflanzen gut eingepackt oder zum Überwintern ins Haus geholt. Doch auch bei den Zimmerpflanzen gibt es einige Grundregeln, damit sie den Winter gut überstehen. Wir verraten, worauf Sie achten müssen.
 

 
Zimmerpflanzen ueberwintern © Alexander - stock.adobe.com
Damit Zimmerpflanzen gut durch den Winter kommen, gibt es einiges zu beachten.

Auch Zimmerpflanzen leiden im Winter unter trockener Heizungsluft und Lichtmangel. Damit die Pflanzen sich trotzdem so wohl wie möglich fühlen, gibt es einige Grundregeln, die Sie beachten, sowie Fehler, die Sie vermeiden sollten. Wie so oft ist die Kunst, die richtige Balance zu finden - die Bedürfnisse von Zimmerpflanzen unterscheiden sich von Winter zu Sommer deutlich.

Zimmerpflanzen überwintern: Das ist zu beachten

  1. Mehr Licht: Rücken Sie Ihre Pflanzen im Winter an einen hellen Ort. Da es im Winter ohnehin dunkler ist und die Sonnenstunden eher spärlich ausfallen, freuen sich auch schattenliebende Zimmerpflanzen über ein sonniges Plätzchen.
  2. Kälteschock vermeiden: Achten Sie dabei aber darauf, dass die Blätter der Zimmerpflanzen nicht die kalte Fensterscheibe berühren. Stellen Sie die Töpfe zusätzlich zum Übertopf auf einen Untersetzer aus Holz, Kork oder Filz. So verhindern Sie, dass die Wurzeln der Pflanzen auskühlen. Stellen Sie die Pflanzen außerdem so, dass sie nicht dauerhaft einem kalten Luftzug ausgesetzt sind. Wenn Sie bei Minusgraden lüften, stellen Sie die Zimmerpflanzen weg vom Fenster.
  3. Nicht zu warm: Auch das andere Extrem tut Pflanzen nicht gut: Wie auch für uns Menschen sind Temperaturen zwischen 18 und 21 Grad für Zimmerpflanzen im Winter am gesündesten – diese Werte können jedoch für einige Pflanzen abweichen. Generell sollten die Temperaturen für die Pflanzen auch nachts nicht unter 12 Grad sinken. Übrigens: Wie Sie bequem Heizkosten sparen, lesen Sie hier.
  4. Gießen mit Maß: Im Winter brauchen Zimmerpflanzen weniger Wasser. Überprüfen Sie vor dem Gießen stets, ob die Erde im Blumentopf angetrocknet ist. Überschüssiges Wasser im Übertopf gießen Sie ab.
  5. Für Feuchtigkeit sorgen: Über eine höhere Luftfeuchtigkeit freuen sich jedoch die meisten Pflanzen. Gerade wenn die Raumluft sehr trocken ist, tut es den Zimmerpflanzen gut, wenn Sie sie einmal wöchentlich mit zimmerwarmem, kalkarmem Wasser einsprühen. Auch feuchte Blähtonkugeln im Untersetzer erhöhen die Luftfeuchtigkeit um die Pflanze herum. Gerade Pflanzen mit großen Blättern tut es gut, wenn Sie diese einmal wöchentlich mit einem feuchten Lappen vorsichtig abwischen. Zusätzlich zur Feuchtigkeit wird so Staub entfernt, die Pflanze kann das vorhandene Licht besser nutzen.
  6. Auf Schädlingsbefall kontrollieren: Achten Sie auf Anzeichen von Schädlingsbefall. Anzeichen für Schildläuse sind etwa klebrige Beläge, Spinnmilben verraten sich durch fahle, gesprenkelte Blätter. Kontrollieren Sie auch die Unterseiten der Blätter, hier verstecken sich die Schädlinge besonders gern. Wenn Sie eine befallene Zimmerpflanze entdecken, bringen Sie diese in einen separaten Raum und behandeln Sie mit Pflanzenschutzmittel.

Beachten Sie diese Grundregeln, sollten Ihre Zimmerpflanzen den Winter gut überstehen. Übrigens: Welche Zimmerpflanzen besonders pflegeleicht sind, lesen Sie hier.

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