Einfach selbst reparieren

6 Renoviertipps für den Umzug

Bei einem Umzug stehen oft kleinere Renovierungen an, manchmal sogar in beiden Wohnungen. Wir zeigen Ihnen, wie die lästigen Arbeiten ganz leicht von der Hand gehen.

 
Spachtelmasse © Yanukit - stock.adobe.com
Spachtelmasse ist praktisch - aber bei kleineren Reparaturen reichen auch Alternativen

Bei Ihnen steht ein Umzug bevor? Dann sollten Sie vor der Übergabe noch einmal kontrollieren, ob der Zustand der Wohnung auch in Ordnung ist. Denn oft finden sich noch kleinere Mängel wie Bohrlöcher in der Wand oder kleinere Verschmutzungen an den Wänden, die Sie jedoch ganz leicht selbst reparieren können. Hier erfahren Sie, wie Sie dabei vorgehen.
 

1. Löcher in der Wand füllen

In der Wand befinden sich noch Löcher von aufgehängten Bildern oder Wandregalen? Kein Problem. Einfach das Loch aussaugen und leicht anfeuchten. Die zähflüssige Spachtelmasse vorsichtig ins Loch hineindrücken, bis die Öffnung nicht mehr zu sehen ist, dann glattstreichen.

Eine praktische Alternative: Reparaturspachtel aus der Tube – gebrauchsfertig oder zum Anmischen. Vor der Anwendung entfernen Sie losen Schmutz mit Tuch oder Messer. Dann geben Sie die Spachtelmasse direkt aus der Tube großzügig ins Loch und bearbeiten sie mit einem Spachtel, damit das Loch gefüllt und die Oberfläche glatt ist. Anschließend nach Herstellerangaben trocknen lassen.

Übrigens: Falls Sie keine Spachtelmasse zur Hand haben, helfen gegen alte Bohr- oder Nagellöcher in der Wand auch Zahnpasta, weiße Kreide, Knetmasse oder ein Gemisch aus Mehl und Wasser.
 

2. Dübel entfernen

Zieht man den Dübel aus der Wand, wird das Loch meist größer. Kommt man aber nicht drum herum, weil in unmittelbarer Nähe ein neues Loch gebohrt werden soll und das alte mit Gips gefüllt werden muss: einfach zum Korkenzieher greifen, in den Dübel drehen und aus der Wand ziehen.

Ersatzweise können Sie eine Schraube nur leicht eindrehen und dann den Dübel rausziehen. So ist die Gefahr des Ausbrechens am geringsten.

Hier finden Sie weitere Tipps, wie Sie zu große Bohrlöcher reparieren, damit der Dübel wieder passt.

 

3. Leichte Verschmutzungen überdecken

Hilft ein Radierschwamm nicht, gibt es für weiße Wände von Alpina eine handliche Farbtube mit Schwammaufsatz – wie beim Schuhputzmittel. Falls Sie noch Deckweiß aus dem Malkasten zuhause haben, können Sie auch diese verwenden.
 

4. Fugen auffrischen

Dunkle Flecken auf Fliesenfugen können Sie am besten mit einer Masse aus Backpulver und Wasser entfernen. Tragen Sie die Masse mit einer alten Zahnbürste auf, lassen sie etwa eine Stunde einwirken und dann gründlich schrubben und abspülen. Kein Backpulver? Dann hilft ein Gemisch aus 100 Milliliter Wasser und 300 Milliliter Soda.

Hilft das alles nichts, gibt es Fugenfarbe, die Stockflecken hemmt und überdeckt. Tipp: Herstellerangaben prüfen – denn manche Produkte sind nur für zementgebundene Mörtelfugen und glasierte, nicht saugende Fliesen geeignet. Wenn auch das nicht reicht, kann man die Silikonfuge einfach ersetzen und mit dem Fugenhai den Dichtstoff aus den Fugen kratzen.

In hartnäckigen Fällen Silikonentferner auftragen und die aufgeweichten Silikonreste entfernen. Dann die Fuge mit Schwamm oder Lappen reinigen und mittels Kartuschenpistole neues Silikon auftragen – gleichmäßig und ohne Absetzen.
 

5. Risse im Holz ausbessern

Gegen kleine Kratzer oder Risse in hellem Holz hilft eine 1:1-Mischung aus Zitronensaft und Olivenöl, die man mit einem weichen Tuch in Verlaufsrichtung des Kratzers einreibt. Achtung: lieber ein Baumwolltuch statt Mikrofaser verwenden, denn letzteres beschädigt gern die Holzoberfläche.

Kleine Kratzer in dunklem Holz kaschieren Sie durch Einreiben mit Kaffeesatz. Dellen in nicht versiegelten Böden können Sie wiederum mit etwas Wasser beträufeln, mit einem Küchentuch abdecken und drüberbügeln. Wiederholen Sie das, bis das Holz so weit gequollen ist, dass der Schaden nicht mehr sichtbar ist.

Sind kleinere Risse oder Löcher sichtbar, hilft nur Spachtelmasse in Holztönen oder überstreichbarem Weiß. Dazu die Oberfläche mit Schleifpapier leicht anrauen und losen Schmutz entfernen. Dann die Masse anmischen oder anwendungsfertig mit einem kleinem Spachtel auftragen. Glatt abziehen und nach Herstellerangaben trocknen lassen. Unebenheiten gegebenenfalls abschleifen. Danach ölen oder lasieren.
 

6. Tapete reparieren

Einmal mit dem Schrank angeeckt, schon ist ein kleiner Riss in der Tapete. Klar kann man die Stelle nach leichtem Anfeuchten mit dem Cuttermesser rausschneiden und durch ein unversehrtes Stück Raufaser ersetzen. Das Ergebnis ist aber nie zufriedenstellend, denn den Eingriff sieht man immer. Es gibt dafür eine anwendungsfertige Spachtelmasse: Sie trocknet weiß und enthält Holzspäne, sodass man die typische Raufaseroptik unterbrechungsfrei wiederherstellen kann.

Bei losen Tapetennähten hilft Naht- und Reparaturkleber. Dazu die Tapetenränder vorsichtig anheben, Kleber gleichmäßig auf dem Untergrund verteilen und die Tapete andrücken. Überschüssigen Kleister mit sauberem, feuchtem Tuch abtupfen. Nach etwa zehn Minuten ist alles trocken und haftend.

Hier erfahren Sie, wie man Tapete einfach und gründlich selbst entfernt.
 

Praktische DIY-Lifehacks:

  • Gegen Bohrstaub: Aufgeklappten Kaffeefilter mit Malerkrepp unter das Bohrloch kleben. Ersatzweise helfen auch gefaltete Post-It-Zettel.
  • Nagelhilfe: Um blaue Daumen zu vermeiden, einfach eine Wäscheklammer zur Hilfe nehmen.
  • Fliesen bohren: Fliese an der markierten Stelle mit Paketklebeband abkleben, so rutscht der Bohrer nicht weg. Unbedingt ohne Schlagwerk bohren!
  • DIY-Tiefenstopp: Um nicht zu tief zu bohren, die gewünschte Bohrtiefe auf dem Bohrer einfach mit Klebeband abkleben.

Ihnen reichen diese Tipps nicht? Hier haben wir 100 Tipps rund ums Renovieren für Sie gesammelt!

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