So klappt die Sanierung

100 Tipps zum Renovieren

Sie wollen renovieren? Wir haben die 100 besten Tipps zum Renovieren für Sie zusammengestellt. Damit geht nichts schief!

Renovierung
Mit unseren Tipps klappt die DIY-Renovierung!© Rawpixel.com - stock.adobe.com

Sie möchten schon lange Ihren Boden neu gestalten oder alte Treppen ausbessern? Wir zeigen, wie Sie Fliesen und Armaturen in der Küche fachmännisch reparieren. Außerdem: Praktische Heimwerker-Tipps rund ums Streichen, Tapezieren und Lackieren.

Unsere 100 Tipps drehen sich rund um mehrere Themenbereiche:

Renovieren - Wände ausbessern und Leitungen legen

1. Dübel entfernen

Ein nicht mehr benötigtes Dübelloch kann man auf zwei Arten beseitigen. Die einfachere Variante ist, den Dübel mit dem Hammer oder dergleichen tiefer in das Loch hineinzutreten und die Öffnung sodann zuzuspachteln und zu überstreichen. Eleganter ist es allerdings, den Dübel erst zu entfernen und das Bohrloch dann zu verschließen.

Wie sich die verschiedenen Dübelsorten aus der Wand entfernen lassen, lesen Sie hier.

2. Watte für die Wand

Gerade bei Raufasertapeten gelingt dieser Trick hervorragend. Dübellöcher werden statt mit Gips einfach mit einem Knäuel Watte gefüllt und anschließend mit Wandfarbe übergetupft.

3. Den richtigen Dübel finden

Hält nicht, gibt's nicht: Es gibt für jede Wand den richtigen Dübel. Verwenden Sie daher nicht einfach irgendeinen Dübel, sondern wählen Sie den richtigen Dübel für Ihre Wand und Ihr Projekt aus. Welcher Dübel sich für welche Wand und welchen Einsatzzweck am besten eignet, lesen Sie hier.

4. Risse füllen

Kleine Risse, seien es Spannungsrisse oder Alterungserscheinungen, lassen sich schnell und einfach mit einer Fugenmasse aus Acryl* verfüllen.

Acryl hat hier den Vorteil, dass man hinterher alles überstreichen kann. Zum Glätten der Fugenmasse nehmen Sie einen Abziehspatel oder den in Spülmittel getauchten eigenen Finger.

5. Risse freilegen

Tiefe Risse werden mit Hammer und Meißel bis aufs Mauerwerk geöffnet, mit einem Schwamm befeuchtet und erst dann mit Spachtelmasse gefüllt.

Sie möchten Ihre komplette Küche renovieren, und das möglichst flott? Hier zeigen wir, es geht - und zwar innerhalb eines Wochenendes.

6. Gipsmasse anrühren

Das Geheimnis der klumpenfreien Masse liegt in der Mischreihenfolge:  Erst kommt das Wasser, dann der Gips.

Dabei wird der Gipsbecher nur zu etwa einem Drittel mit Wasser gefüllt und der Gips nach und nach eingestreut, bis er gleichmäßig dicht unter der Wasseroberfläche liegt. Die Mischung kurze Zeit einsumpfen lassen und den Gips mit einem schmalen Spachtel zu einer geschmeidigen Masse verrühren.

7. Kabel legen

Kabel unter Putz zu verlegen ist eine äußerst mühsame und schmutzige Arbeit. Manch einer versucht es sogar mit Hammer und Stemmeisen! Machen Sie es sich also leicht und mieten Sie einen Mauernutfräser mit Staubsaugeranschluss*.

8. Günstige Mauerfräse kaufen

Wer ausschließlich in Putz oder Leichtbausteine einen Kabelkanal legen möchte, ist mit einer kleinen Mauernutfräse* bestens versorgt.

9. Abstand halten

Renovieren - Kabel unter Putz verlegen
Wenn Sie beim Renovieren neue Kabel unter Putz verlegen möchten und dafür die Wände schlitzen oder aufstämmen müssen, sollten Sie unbedingt darauf achten, wo bereits Kabel und Leitungen verlegt sind und sich auch an die allgemein gültige Norm bezüglich der Entfernung von Leitungen zu Wänden und Decke halten.© T. Straszburger

Kabel, Steck- und Verteilerdosen werden 30 Zentimeter über dem Boden und 30 Zentimeter unter der Decke installiert. Die Abstände zu Türen und Fenstern betragen 15 Zentimeter. Die Lichtschalter liegen in 105 Zentimetern Höhe.

10. Elektrokabel verlegen

Sie wollen ein Kabel in den gefrästen Kanal legen, haben aber keine Kabelschellen? Schlagen Sie kleine Nägel überkreuzend neben dem Kabel in die Wand, dann verschließen Sie den Schlitz mit Gips.

Ist der Gips trocken, werden die Nägel wieder entfernt und die Löcher mit Gips nachgearbeitet.

11. Risse überbrücken

Spannungsrisse, hervorgerufen durch unterschiedliche Baumaterialien, werden auch nach dem Verfüllen immer wieder leicht aufbrechen. Abhilfe schafft ein selbstklebendes Rissband* aus Gewebe.

12. Wandputz ohne Wellen

Lot- und fluchtgerecht montierte Putzleisten aus Metall* garantieren einen gleichmäßigen Auftrag des Putzmörtels.

Wichtig: Leisten so anbringen, dass das Putzbrett gut aufliegt.

13. Spannungführende Stromleitungen erkennen

Spannungführende Stromleitungen, Eisen- und Nichteisenmetalle (etwa Kupferrohre) und dergleichen in Trockenbauwänden spürt ein Leitungssucher* auf. Insbesondere in älteren Häusern oder Gebäuden, die schon öfter (nicht unbedingt von einem Profi) umgebaut und renoviert wurden, liegen Leitungen nicht zwingend der Norm entsprechend von Wänden und Decken entfernt. Ehe man also eine Leitung anbohrrt oder Sägt, lohnt es sich, die betreffende Stelle zu überprüfen.

14. Kabel verknoten

Unter Zug, etwa wenn Sie mit einem Elektrogerät auf einen Leiter steigen, löst sich so mancher Stecker aus der Kupplung. Machen Sie einfach mit dem Kabeln einen Knoten um die Verbindung und alles hält perfekt. Wer es eleganter mag, kauft sich Sicherheitsboxen*, die diesen Zweck erfüllen, jedoch auch noch zusätzlich Spritzwasser abhalten.

Renovieren - Wände streichen und tapezieren

15. Die Wahl der Farbrolle

Langflorige Rollen* eignen sich besonders gut für dünnflüssige Farben. Sie nehmen davon mehr auf und sind eher für grobporige Wände (Rauputz) geeignet.

Rollen mit mittellangem Flor* benutzt man für glatte Wände.

Mit kurzflorigen Rollen* lassen sich pastöse und feste Farben gut verarbeiten. Außerdem sind sie kleiner und leichter und liegen damit besser in der Hand.

Farbreste entsorgen
Farbreste sollten sie keinesfalls im Abfluss entsorgen. Wir verraten bessere Wege.© Petair - stock.adobe.com

16. Farbe beurteilen

Eine Wandfarbe wirkt je nach Lichteinfall unterschiedlich, weil senkrechte Flächen das Licht weniger reflektieren als liegende. Daher sollte die Farbe auch dort beurteilt werden, wo sie später verstrichen wird, nämlich an der Wand.

Fertigen Sie sich dazu eine Farbprobe auf einem Stück Tapete an und probieren Sie dieses Farbmuster an der entsprechenden Wand aus. Dabei hat es sich bewährt, die Farbmuster einige Tage hängen zu lassen, um den Farbton auf sich wirken zu lassen.

Wussten Sie, dass ein Raum je nach Wandfarbe ganz unterschiedlich wirken kann? Wie welche Farbe wirkt und wo Sie am besten wie streichen sollten, erfahren Sie hier.

17. Untergrund prüfen

  • Lässt sich die alte Wandfarbe mit der Hand abreiben, wird weder Tapete noch neue Farbe darauf halten.
  • Stark kreidende Wandfarbe muss mit Wasser gründlich abgewaschen werden.
  • Die Wand wird dann nach dem Trocknen mit einem Tiefgrund und dann erst farbig gestrichen.

18. Böden schützen

Teppiche, Holzböden und Fliesen lassen sich vor Farbspritzern schützen, indem man eine Abdeckfolie* mit selbstklebendem Rand verwendet. Der Klebestreifen wird entlang der Fußleiste geklebt und dann die Folie auseinander gefaltet.

19. Teleskopstange verwenden

Um an hohen Wänden und Decken mühelos streichen zu können, benutzt man als Verlängerung eine Teleskopstange*, die sich bis zu zwei Metern Länge ausfahren lässt. Die Farbrolle wird dazu einfach auf die Teleskopstange geschoben.

20. Farbmuster einlesen

Sie haben in der Wohnzeitschrift eine Wandfarbe gesehen, kennen aber nicht die Herstellerbezeichnung? Kein Problem für Farbmischmaschinen mit integriertem Scanner. Mitgebrachte Farbmuster werden mit dem Computer eingelesen, der dann den richtigen Farbton mischt. Diesen Service gibt es mittlerweile in vielen Baumärkten.

Alternativ können Sie auch spezielle Geräte zur Bestimmung einer Farbe verwenden. Möchten Sie beispielsweise die Farbe eines bestimmten Gegenstandes als Wandfarbe haben, verwenden Sie der ColorReader von DataColor.

21. Türrahmen vorbehandeln

Bevor es an die Malerarbeiten geht, sollten die Türrahmen mit Malerband* abgeklebt werden. Besteht eine Fuge zwischen Rahmen und Wand, so wird diese mit einem Acrylspachtel sauber verschlossen.

Ein gutes Handwerkzeug-Set ist immer hilfreich und sollte in keinem Haushalt fehlen. Eine Auswahl der beliebtesten Werkzeug-Sets finden Sie hier:

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22. Eckenroller verwenden

Renovieren - Eckenroller
Steht bei der Renovierung auch das Streichen der Wände an, sollten Sie für die Ecken eine speziell dafür geeigneten Eckenroller verwenden. Das Endergebnis wird damit besser.© brizmaker - stock.adobe.com​

Eine prima Erfindung ist der Eckenroller*. Diese speziell geformte Rolle macht das Streichen in den Ecken deutlich einfacher und man muss nicht extra zum Pinsel greifen.

23. Gleichmäßiger Anstrich

Erst die getränkte Farbrolle einmal von unten nach oben rollen und dann erst den Farbauftrag kreuz und quer auf der Wand verteilen. Sofort daneben den nächsten Strich (nass in nass) setzen und wieder verteilen.

Streichen Sie die Wände immer durchgängig ohne Pausen.

24. Malerkrepp

Für jeden Einsatzzweck und jede Abklebebreite hält die Industrie das richtige Klebeband parat. So werden etwa gerade Flächen mit einem glatten Malerband abgeklebt, für Kurven und Rundungen benutzt man hingegen das äußerst dehnbare Malerkrepp*.

25. Heizung schützen

Zwar passt die Heizkörperrolle* exakt in den Abstand zur Wand, aber sie schmiert auch den Heizkörper voll. Schützen Sie den Heizkörper einfach, indem Sie Abdeckpapier* darüberlegen.

26. Lackierpatsche

Noch ein schönes Produkt aus dem Malerfachhandel: die Lackierpatsche. Das Velourskissen am biegsamen Bügel bringt Wandfarbe sauber hinter den Heizkörper.

27. Rollen eintüten

Farbrollen, die am nächsten Tag noch benutzt werden, werden über Nacht in Plastiktüten luftdicht verpackt. So müssen Sie die Farbrolle nicht auswaschen!

28. Ecken abdecken

Damit keine Farbe auf den angrenzenden Wand gelangt, wird als Schutz während des Anstreichens ein Stück Karton gehalten. Diese Vorgehensweise empfehlen wir auch, wenn Sie bei zwei Wänden unterschiedliche Farben verwenden.

29. Thermostat entfernen

Damit beim Anstreichen das Thermostat* nicht beschmiert wird, sollte es im Sommer komplett entfernt werden. Im Winter würde die Heizung zu heiß, deshalb klebt man den Regler besser mit Malerkrepp ab.

30. Farbreste aufheben

Zu Ausbesserungszwecken sollten Farbreste aufbewahrt werden. Hierzu sind gereinigte Gurkengläser oder dergleichen prima geeignet.

31. Schlagschnur für Tapeten ziehen

Damit die Tapetenbahnen gerade werden, wird etwa 50 Zentimeter von der Wand eine Linie per Schlagschnur* gezogen. An dieser Linie wird dann die zweite Bahn geklebt. Nun erst klebt man die erste Bahn.

32. Tapeten mit Lichteinfall kleben

Decken sollten immer mit dem Lichteinfall tapeziert werden. So verlaufen die Nähte zum Licht und können keine Mini-Schatten bilden.

Tapete entfernen
© llhedgehogll - stock.adobe.com

33. Erste Tapetenbahn

  • Beginnen Sie mit der ersten Bahn nicht in einer Ecke, sondern etwa 50 Zentimeter aus der Ecke heraus an der freien Wand.
  • Dazu empfehlen wir, mit Bleistift und Lot oder Schlagschnur* eine genaue senkrechte Markierung zu machen.
  • An diese Markierung wird die erste Bahn herangearbeitet.
  • Da Sie nun 50 Zentimeter aus der Ecke heraus haben, gelangen Sie mit der Bahn um etwa 2 bis 3 Zentimeter in die Ecke hinein.
  • Denn niemals sollten Sie mit einer Tapete um eine Innenecke tapezieren, sondern immer nur kurz drüber.
  • Eventuell muss die Tapete im Bereich der Ecke abgeschnitten werden, damit alles gerade bleibt.
  • Mit der angrenzenden Tapete gehen Sie knapp über die erste Bahn drüber.

34. Ränder bei Tapeten einschneiden

Das Einschneiden der Ränder erleichtert das "Um die Ecke"-Tapezieren.

Schneiden Sie am Fenster die Tapetenbahn so zu, dass sie nur einen bis zwei Zentimeter bis zur Ecke läuft. Die Bahn in der Laibung wird dann so geklebt, dass sie exakt auf die Ecke stößt.

35. Deckenhelfer beim Tapezieren

Eine Zimmerdecke tapeziert man am besten zu zweit. Der Helfer bleibt am Boden und unterstützt den Tapezierer, indem er die Tapetenbahn mit einem Besen kurz unter der Decke hält.

36. Tapete kappen

Da man immer einige Zentimeter länger braucht, entsteht logischerweise ein Überstand. Diesen Überstand kann man mit einem Bleistift anzeichnen und anschließend mit dem Schere abschneiden oder einfach mit einem etwa 20 Zentimeter breiten Flächenspachtel abtrennen.

Dazu den Flächenspachtel stramm an die Fußleiste pressen und beherzt am restlichen Tapetenstück ziehen.

37. Beulen in der Tapete

Treten nach dem Trocknen Beulen in der Tapete auf, wird der Bereich angefeuchtet und mit einer Spritze mit dicker Kanüle (aus der Apotheke) Leim unter die Tapete gespritzt. Den Kleister gut verteilen und alles mit einem glatten Nahtroller* fest andrücken.

38. Tapete hinter der Heizung

Zu diesem Zweck wird die Tapete kammförmig zugeschnitten: Der obere Bereich bleibt ganz bestehen, der untere Bereich in Streifen unterteilt.

Zuerst wird der obere durchlaufende Bereich festgeklebt und anschließend die einzelnen Streifen des "Kamms" mit der Rolle angedrückt.

39. Tapete ausmessen

Nicht ganz so genau, weil eine nicht tapezierte Fläche hinter der Heizung übrig bleibt, aber ebenso gut: Die Halterungen hinter dem Heizkörper werden ausgemessen, die Maße auf die Bahnen übertragen und die Aussparungen herausgeschnitten. Dann kann die Tapete bis an die Halterungen hinter die Heizung geklebt werden.

40. Anstrichrichtung

Beginnen Sie Ihre Anstriche immer am Fenster und arbeiten Sie sich vom Lichteinfall weg. So kann man verhindern, dass eventuelle Ansätze später sichtbar werden.

41. Farbmenge berechnen

Die Reichweitenangaben beziehen sich auf den Anstrich glatter Wände. Wenn Sie Rauputz oder grobe Raufaser streichen, verringert sich die Reichweite um zehn bis 30 Prozent.

42. Ecken zuerst

Die Ecken einer Wand werden immer zuerst mit dem Pinsel gestrichen, jedoch nicht im ganzen Zimmer. Die Farbe sollte immer nass in nass gestrichen werden, damit die Übergänge nicht erkennbar sind.

43. Farbe richtig lagern

Lacke lassen sich lange lagern, wenn man etwas Wasser oder Terpentin auf die Oberfläche gibt.

44. Die richtige Raumtemperatur

Beim Streichen wie beim Tapezieren muss eine normale Raumtemperatur herrschen. Falsch ist es, die Heizung voll aufzudrehen oder das Fenster auf Durchzug zu stellen, weil dadurch eine zu schnelle Trocknung erfolgt.

45. Stahlwolle

Verunreinigungen an Lackoberflächen lassen sich vorsichtig mit Stahlwolle* entfernen, ohne viel Lack abzutragen. Anschließend nochmal alles staubfrei lackieren.

46. ​​Starke Farbunterschiede vermeiden

Wenn eine Wand nach dem Anstreichen starke Farbunterschiede aufweist, sollte die ganze Wand mit Tiefgrund* behandelt werden. Danach alles nochmal streichen.

47. Schwebstaub

Setzt sich beim Lackieren mit andauerndem Staub auf die Fläche: nasse Laken spannen hilft.

48. Materialbedarf bei Tapeten

Um zu berechnen, wie viel Tapete Sie brauchen, multiplizieren Sie die Raumhöhe mit der Wandlänge. Beispiel: Ihr Raumhöhe beträgt 275 Zentimeter und Sie messen mit dem Zollstock* eine Wandlänge (ohne Türen und Fenster) von 15 Metern aus. Damit benötigen Sie für diese Fläche neun Rollen in der Standardabmessung von 10,5 x 0,53 Meter. Hier finden Sie weitere wichtige Tipps zum Thema Wände und Streichen .

Renovieren - Fliesen erneuern

49. Fliesen bohren

Renovieren - Fliese bohren
Muss ein Loch in eine Fliese gebohrt werden, sollten Sie die Stelle am besten mit Klebeband abkleben, um ein verrutschen zu verhindern.© Jürgen Fälchle - stock.adobe.com

Ein Streifen Paketklebeband auf die Fliese geklebt, verhindert ein Abrutschen des Bohrers. Wichtig: Die Fliese unbedingt ohne Schlagwerk durchbohren.

50. Bodenfliese austauschen

Trennen Sie die Fugen rund um die Fliese mit einem kleinen Fräse und einem Hartmetallfräseinsatz heraus. Jetzt die Fliese zerschlagen und herausstemmen. So bleiben die anderen Fliesen heil. Sie möchten nicht nur eine Fliese tauschen, sondern Ihr Bad einer Komplett-Renovierung unterziehen? Hier erfahren Sie, wie man dabei am besten vorgeht .

51. Fliesen kühlen

Beim Durchbohren harter Fliesen kann das Werkzeug schnell ausglühen. Umgeben Sie den Bohrbereich mit einem Kranz aus Modellier- oder Knetmasse* und füllen Sie etwas Wasser zum Kühlen hinein. Dann mit einem Glasbohrer* und geringer Drehzahl bohren.

52. Fliesen richtig schneiden

Zwar benutzen immer noch einige dazu Glasschneider* und Lineal. Doch schneller, genauer und mit weniger Ausschuss geht es mit einem Fliesenschneider*.

53. Elektrischer Fliesenschneider für harte Fliesen

Wer große Flächen zu verfliesen hat oder sehr harte Fliesen verarbeitet, ist mit einem elektrischen Fliesenschneider* gut beraten. Das kreissägeartige Gerät hat ein diamantbesetztes Sägeblatt.

Renovieren Fliesen
© Gina Sanders

54. Fliesenlochschneider

Um größere Löcher für Zuleitungen oder Steckdosen in Fliesen zu bekommen, benutzt man einen Fliesenlochschneider*, der in normalen Bohrfutter gespannt werden kann. Unbedingt mit niedriger Drehzahl und hoher Sorgfalt vorgehen.

55. Ecken fliesen

Beginnen Sie an der Ecke mit einer ganzen Fliese und bestimmen Sie den Kantenüberstand mit einem Fliesenrest.

56. Fliesen verputzen oder bekleben

Statt die Ihre alten Fliesen mühsam zu entfernen, können Sie sie auch einfach verputzen oder mit spezieller Fliesen-Klebefolie* aufhübschen.

57. Fliese auf Fliese

Eine weitere Möglichkeit, Ihr Bad mit neuen Fliesen zu versehen: Kleben Sie die neuen Fliesen einfach über die alten. Grundieren Sie die Fläche zunächst mit einer dünnen Kleberschicht und lassen Sie alles gut durchtrocknen. Dann erst trägt man die eigentliche Kleberschicht auf. Im Anschluss wird der Kleber mit dem Zahnspachtel durchgekämmt. Setzen Sie die Fliesen sofort an.

58. Fliesenlack anwenden

Mit Fliesenlack* lassen sich unansehnlich gewordene Fliesen auffrischen. Fliesenfugen und Ränder werden mit einem Pinsel zunächst vorgestrichen. Tragen Sie den Lack dann mit der Farbrolle auf. Die Fläche muss vorher gründlich gereinigt werden.

59. Nässeschutz

Auch unverflieste Wände in Bad und Küche lassen sich mit einer Versiegelung beziehungsweise sogenanntem Tapetenschutz*vor Wasser- und Seifenflecken wirksam schützen. Außerdem für die nachträgliche Behandlung von Tapeten geeignet, denn der Anstrich ist wasch- und scheuerbeständig. Einfach mit der Rolle auftragen.

60. Sauber verfugen

Renovieren - sauber verfugen
Eine saubere Fuge gelingt mit einem speziellen Fugenspachtel besonders gut.© M.Doerr & M.Frommherz GbR - stock.adobe.com

Beim Abdichten von Fugen in Bad und Küche mit Silikon erweisen sich kleine Spezialspachtel aus elastischem Kunststoff*  als nützliche Helfer.

Mit dem Werkzeug über die Masse ziehen und den Überstand abnehmen. Erst danach mit Hilfe von Spülmittel und Zeigefinger das Silikon glatt streichen und dann trocknen lassen. 

Renovieren - Badarmaturen und -möbel ausbessern

61. Ausgebrochene Topfscharniere reparieren

Ist ein Topfscharnier einmal kaputt, muss man das gute Möbelstück nicht gleich wegwerfen. Mit einem Zweikomponenten-Holzreparaturkitt* lassen sich auch große Scharniere wieder bombenfest einkleben.

Nach dem Anmischen der beiden Komponenten muss der Kitt zügig verarbeitet werden, da er sehr schnell aushärtet. Hier erklären wir ausführlich, wie man Türscharniere richtig repariert .

62. Emaille ausbessern

Ob Badewanne, Waschbecken oder WC: Kleine Blessuren lassen sich schnell mit einem Reparaturset* beheben. Solche Sets bestehen aus Schleifpapier, Spachtelmasse und Härter sowie Sprühlack.

Beim Anrühren von Spachtelmasse und Härter muss man den Raum gut lüften und Schutzhandschuhe tragen!

63. Macken in Acrylbeschichtung reparieren

Kleine Schadstellen in einer Acrylbeschichtung lassen sich mit dem speziellen Acryl-Reparatur-Set* beseitigen. Das Set besteht in der Regel aus Schleifpapier, Schleifpaste und Poliermittel.

Bad renovieren
© alexandre zveiger -stock.adobe.com

64. Badewanne lackieren

Bei großflächigen Schäden können Wannen mit dem speziellen Badewannenlack* neu beschichtet werden. Nach dem Auftragen mit einem Pinsel oder einer Rolle sieht die Wanne wieder aus wie neu und ist auch fast so widerstandsfähig.

65. Spiegel entfernen

Machen Sie einige Knoten in ein Stück Zahnseide*. Mit der so hergestellten "Drahtsäge" lassen sich aufgeklebte Spiegel von der Wand lösen, ohne dass man zu Hammer und Meißel greifen muss.

Renovieren - Fugen erneuern

66. Fugen reinigen

Bei Stockflecken und Schimmelbefall wirkt normaler Haushaltsessig, je nach Stärke des Befalls pur oder verdünnt, oft Wunder. Wenn Sie die Fuge komplett erneuern möchten, lesen Sie hier nach wie es geht .

67. Freies Rohr

Wenn der Abfluss verstopft ist, muss man nicht gleich zur chemischen Keule greifen .

  • Geben Sie 150 Gramm Natron und anschließend 230 Milliliter Haushaltsessig in den Abfluss.
  • Wenn das Schäumen nachlässt, zuerst mit heißem, dann gründlich mit kaltem Wasser nachspülen.

68. Neue Silikondichtung

Dazu muss die alte Dichtung zunächst entfernt werden. Das passiert am einfachsten mit einem Fugenmesser oder Fugenhai*. Notfalls tut es aber auch ein Cutter.

69. Bei Silikon auf Qualität achten

Bei Silikon sollte man Markenware kaufen, die beim Aushärten nur fünf bis zehn Prozent schrumpft. Billigprodukte können durch minderwertige Zuschlagstoffe bis zu 30 Prozent schrumpfen und dabei ihre Elastizität einbüßen.

70. Toilette von Kalkablagerungen befreien

  • Bei Kalkablagerungen im Becken sollte man zunächst die Quelle beseitigen.
  • Im Spülkasten die braunen Ablagerungen entfernen, Essigessenz hineingeben und mit Wasser auffüllen.
  • Über Nacht einwirken lassen und zwei- bis dreimal nachspülen.

 Mehr zum Thema Badezimmer lesen Sie hier.

71. Mehr Zeit bei der Gipsarbeit

Die Verarbeitungszeit von Gips lässt sich durch die Zugabe von Haftputz* und Quarzsand* deutlich verlängern. Die Materialien trocken mischen und in Wasser einsumpfen. Vor dem Anstrich gut trocknen lassen (zwei bis drei Stunden).

72. Rostfreie Schrauben

Sind die Schrauben am WC-Sitz nicht rostfrei, hilft ein Anstrich mit klarem Nagellack*. Der Nagellack schützt nicht nur vor Rost, sondern sorgt auch dafür, dass die Schrauben festsitzen.

73. Blinkende Armaturen

Kalkablagerungen an Metallarmaturen lassen sich mit feiner Stahlwolle der Stärke 00 entfernen, ohne das Metall zu zerkratzen. Weitere Hausmittel gegen Kalkablagerungen finden Sie hier .

Renovieren - Teppich schneiden, ausbessern und verlegen

74. Teppich in Teppich

Schnell ist Auslegeware im Türbereich verschmutzt. Mit einer selbstgefertigten Schablone wird das Stück Teppich herausgeschnitten und ein anderes eingesetzt, das bei Bedarf ausgetauscht werden kann.

75. Teppich richtig verlegen

  • Fertigen Sie sich eine genaue Skizze der Räume mit allen Maßen an.
  • Tragen Sie die Fenster beziehungsweise den Lichteinfall ein.
  • Dieser kann bei manchen Teppichen die Verlegerichtung mitentscheiden, da Nähte immer parallel zum Lichteinfall verlaufen müssen, um nicht sichtbar zu sein.
  • Für Nischen und Türen Materialzugabe vorsehen und so den Materialbedarf berechnen.

76. Teppich aus der Ecke

Beginnen Sie mit dem Verlegen in einer rechtwinkligen Ecke. Den abgerollten Teppich mit beiden Händen und einem Fuß in die richtige Position ziehen.

77. Teppich schneiden

Ein beinahe unerlässliches Werkzeug beim Schneiden und Verlegen von Teppich ist ein Teppichmesser - auch Cutter* genannt. Setzen Sie die Klinge in der Ecke von Teppich und Fußleiste an und schneiden Sie indem Sie fest drücken und ziehen.

78. Teppichmesser

Ein etwas spezielleres Teppichmesser zum schneiden langer gerader Schnitte ist eines mit Hakenklinge*. Der Haken verhindert, dass Sie den Untergrund beschädigen. Die trapezförmige Klinge eignet sich auch für Feinarbeiten, etwa im Türbereich.

79. Flickenteppich

Brandlöcher und andere kleine Schadstellen im Teppich können die Gelegenheit sein, den Boden individuell zu verschönern. Ein Reststück in einer anderen Farbe unter den Teppich legen und aus beiden mit einem Schnitt Rechtecke ausschneiden.

80. Locheisen

Wer den Teppich so ausbessern möchte, dass er nicht mehr zu sehen ist, kann dazu ein Locheisen* benutzen. Schadstelle und Flicken einfach ausstanzen.

81. Teppich an der Tür

Um den Teppich durch die Türöffnung zu legen, wird der Schnitt zunächst schräg zur Türlaibung geführt. Später wird exakt nachgeschnitten.

Wenn Sie ein Brett als Schneidehilfe unterlegen, können Sie damit verhindern, dass ein Schnitt unbeabsichtigt in die Auslegeware geht.

Renovieren - Dielenboden und Holztreppe ausbessern

82. Heizungsrohre ausklinken

  • Messen Sie erst die Mittelpunkte der Rohre aus und markieren Sie diese auf der Diele.
  • Die Durchlässe für die Rohre werden dann mit einem Kunstbohrer gebohrt.
  • Dabei etwa einen Zentimeter Anlagefläche für die Rosette berücksichtigen.
  • Die Diele wird dann keilförmig ausgeklinkt.
  • Abschließend werden beide Teile zusammengefügt.

83. Heizungsrohr aussparen

Das Aussparen gestaltet sich hier noch einfacher, wenn sie am Rohr die Längsstöße der Dielen setzen. Achten Sie wegen des Fugenbildes auf einen Mindestversatz.

84. Dielenboden schleifen

Schleifen Sie zunächst diagonal zur Laufrichtung der Dielen, dann im zweiten Arbeitsschritt quer dazu. Der dritte Schleifgang erfolgt abschließend parallel zu den Dielen. Schleifen Sie gegen das Licht, dann fallen Sie eventuelle Unebenheiten besser auf. Hier erfahren Sie detailliert, was beim Schleifen von Parkettboden zu beachten ist .

85. Treppen belegen

Ist der Überstand der Antrittstufe viertelrund geschnitten, dann ist es besser, für diesen Bereich eine extra Schablone anzufertigen.

Wenn Sie die eigentliche Stufenschablone fertig haben, werden beide zusammengesetzt. Mit dieser Gesamtschablone kann dann der Bodenbelag passgenau ausgeschnitten werden.

86. Stufenknarren

Durch das natürliche Schwinden des Holzes und durch die Verkehrsbelastung der Treppe entstehen an der Wange sowie den Setz- und Trittstufen Spalten, an denen das Holz aneinander reibt: Bevor Sie eine Reparatur durchführen, prüfen Sie, wo sich die Schwachstellen befinden.

87. Trittstufe entknarren

Um die Trittstufe zu entknarren, wird zunächst mit zwei Keilen - vorsichtig mit dem Hammer eingeschlagen - angehoben. In die so vergrößerte Fuge kann die Fugenmasse* hineingedrückt werden.

88. Setzstufe

  • Hier wird die Trittstufe mit Keilen von der Setzstufe getrennt.
  • Die Fuge wird mit Dichtmasse gefüllt, bis diese Rande herausquillt. 
  • Der Überstand wird, wenn alles vollständig getrocknet ist, mit dem Cutter abgeschnitten und die Keile entfernt.
  • Die Fuge wird mit einer aufgenagelten Holzleiste (Viertelstab) abgedeckt.

89. Lack ablösen

Heißluftgeräte* eignen sich besonders für profilierte Türen. Mit ihnen können gleich mehrere Farbschichten erweicht und dann mit einem Spachtel oder der Ziehklinge* entfernt werden. Hier erklären wir ausführlich, wie Sie Lack mit Abbeizen oder Heißluftpistole entfernen .

90. Abbeizer verwenden

Abbeizer* sind flüssige und pastöse Chemikalie zum Entfernen alter Lacke. Sie lösen allerdings immer nur die oberste Lackschicht an, die dann mit dem Spachtel abgehoben wird.

91. Gedrechselte Profile schleifen

Mit in Streifen geschnittenem Schleifleinen kommen Sie auch in gedrechselte Profile.

92. Weißlack abtönen

Tönen Sie den Weißlack mit einem Tropfen Schwarz oder Umbra ab. Dadurch steigert sich die Deckkraft merklich.

Renovieren - Fensterrahmen streichen

93. Fensterrahmen abkleben

Vor dem Streichen des Fensterrahmens Glasscheiben und Silikondichtungen unbedingt mit einem UV-beständigen Fensterklebeband* vor unbeabsichtigtem Farbauftrag schützen. Dieses Klebeband löst sich durch Sonnenstrahlen nicht auf, die Farbe hat Zeit zu trocknen.

94. Pinsel richtig aufbewahren

Nach der Arbeit hat man selten noch Lust zu einer gründlichen Pinselreinigung. Soll es am nächsten Tag gleich weitergehen, ist das auch nicht nötig.

  • In einem Glas mit Wasser lassen sich benutzte Pinsel über Nacht aufbewahren.
  • Die Pinsel mit Klebeband so fixieren, dass der Bund über dem Wasser bleibt. 

95. Der richtige Pinsel

Um optimale Arbeitsergebnisse zu erzielen, muss man für jede Farbe den geeigneten Pinsel auswählen. 

  • Ein Pinsel mit Chinaborsten* (Schweineborsten) eignet sich für Kunstharzlacke und -lasuren.
  • Pinsel mit Kunststoffborsten* sind durch ihre hohe Aufnahmefähigkeit ideal für wässrige Lacke und Lasuren auf Acrylbasis.

96. Placken in der Farbe

Placken sind ärgerlich. Man muss das alte Gebinde aber nicht gleich entsorgen. Lassen Sie Sie die Lackfarbe einfach durch eine gespannte Feinstrumpfhose in ein zweites Gefäß laufen. Schon kann die Farbe verwendet werden.

97. Sprühlack auftragen

Um ein perfektes Lackierbild zu erhalten, wird zunächst vertikal, dann horizontal aufgesprüht. Dabei über den Rand der zu lackierenden Fläche hinausgehen, damit keine Ansätze entstehen.

98. Richtig streichen

Für eine perfekt lackierte Oberfläche tragen Sie die Farbe zuerst mit diagonalem Strich auf, dann führen Sie den Pinsel quer.

99. Fensterrahmen streichen

Auf den Glasleisten bringen Sie zunächst mit langen Pinselstrich grob die Farbe auf. Dann in stetig drehender Bewegung die Farbe gleichmäßig verstreichen.

Durch die Drehbewegung verteilen Sie die Farbe, anstatt sie wie bei einem geraden Strich vor dem Pinsel herzuschieben.

100. Sprossenfenster lackieren

Für einen ansatzfreien Anstrich ist es gerade bei Sprossenfenstern wichtig, die optimale Abfolge einzuhalten.

  • Grundsätzlich von innen nach außen arbeiten.
  • Zuerst die senkrechten, dann die horizontalen Sprossen streichen.
  • Danach ist das Flügelholz an der Reihe, und abschließend wird der Rahmen lackiert.

Zum Weiterlesen : Hier finden Sie weitere Tipps zum Renovieren sowie zahlreiche Bauanleitungen für Ihr Zuhause!

Ob Sie nun das ganze Haus, Ihr Bad oder nur einen kleinen Teilbereich renovieren. Das richtige Werkzeug ist das A und O für ein gelungenes Endergebnis.

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