Tiere

Futterplätze für Vögel

Vögel beobachten am Futterhäuschen gehört zu den schönsten Winterbeschäftigungen. Wir stellen sieben Ideen vor, die Sie für wenig Geld schnell selber bauen können.

Vogelhaus Futterflasche selber bauen
Eine Futterflasche für die Vögel© Helga Noack

Besonders für Kinder ist das Füttern und Beobachten der Vögel am Futterhaus ein Erlebnis. Und auch die Tiere profitieren: Ohne die Zufütterung durch den Menschen überstehen viele Vögel den Winter nicht und verhungern.

Doch auch die Wahl des Futtermittels kann den Vögeln zum Verhängnis werden. Besonders die Netze um Meisenknödel werden für kleine Vogelarten regelmäßig zur Todesfalle, wenn die Tiere ihre Füße darin verheddern.

Zum Glück gibt es zahlreiche Alternativen zu den gefährlichen Meisenknödeln. Neben dem klassischen Vogelhaus gibt es viele weitere tolle DIY-Ideen, um den Vögeln die kalte Jahreszeit zu erleichtern. Egal ob Fettfutter, Körner oder frische Äpfel: Wir haben 7 Ideen gesammelt und ausprobiert, die Sie schnell und einfach umsetzen können - für eine sichere Vogelfütterung.

Futterplatz aus Plastikflasche

© Helga Noack

Dieser Futterplatz kostet nur so viel wie das Pfand für die Kunststoffflasche und das Geld für die Rundholzstücke, die als Sitzstangen dienen. Zweige und Laub für das Dach finden sich im Garten.

  • Die Flasche reinigen und trocknen lassen, dann Löcher zum Durchschieben der Sitzstangen, zum Herauspicken der Körner und zum Durchziehen des Aufhängedrahtes schneiden.
  • Das geht am besten, indem man die Spitze eines Schraubenziehers oder Messers über einer Kerze erhitzt und sofort ins Plastik sticht. Die Ränder können dann mit der Nagelschere geglättet werden.
  • Für das Dach Ringe aus weichen Zweigen binden und sie mit weiteren, darunter befestigten Zweigen verbinden.

Futterplatz mit Apfel

Äpfel sind bei allen Vögeln beliebt. Dieser Futterplatz ist aus drei etwa gleich langen Zweigen gebaut.

  • Die Zweige so zum Dreieck zusammenfügen, dass die Schenkel zwischen den beiden Stücken an der Basis liegen.
  • Die Zweige an den Kreuzpunkten durchbohren, Draht durchstecken und festdrehen.
  • Die Schenkel zusätzlich auf halber Länge durchbohren, damit der Spieß für den Apfel (ein Schaschlikspieß aus Holz) durchgesteckt werden kann.

Futterhaus aus Obstkisten

Schindeldach-Futterhaus
Upcycling Futterhaus
© Helga Noack

Schritt 1/5: Obstkisten zerlegen

Obstkisten wegzuwerfen wäre viel zu schade. Im Nu zerlegt, werden hier die bedruckten Seitenteile zu Giebeln...

Upcycling Futterhaus
© Helga Noack

Schritt 2/5: Schindeln anbringen

... Spanholzstreifen zu Schindeln und eine Bodenplatte zur Dachfläche.

Upcycling Futterhaus
© Helga Noack

Schritt 3/5: Fertiges Dach

Das Dach und ein zur Verstärkung angebrachtes Stück Leiste werden mittig durchbohrt. Als Aufhänger wird hier eine Mutter mit Öse angebracht.

Upcycling Futterhaus
© Helga Noack

Schritt 4/5: Futterteller

Ein Kunststoffteller dient als Futterteller. Er wird am Mittelpunkt durchbohrt. Damit der Futterteller zum Reinigen leicht abnehmbar ist, wird er von unten mit einer Flügelmutter gehalten. Unterlegscheiben verhindern, dass die Löcher ausreißen.

Upcycling Futterhaus

Schritt 5/5: Fertig!

Eine Gewindestange verbindet bei dem fertigen Vogelhaus den Futterteller mit dem Dach.

Futtertablett mit Strohkranz

© Helga Noack

Nicht nur einen, sondern gleich mehrere Äpfel können Sie den Vögeln auf diesem Tablett servieren. Der Futterplatz ist katzensicher aufzuhängen, der Strohrand bietet eine gute Landefläche, und die Äpfel bleiben auf dem Gitter sauber, denn Apfelmatsch und Vogelkot fallen durch die Maschen.

Material ist ein 100 x 60 cm großes Stück ummanteltes Drahtgeflecht, das einmal zusammengefaltet und am Rand etwa 5 cm hochgebogen wird. Die Strohbündel werden an diesem Rand mit Sisalband befestigt. Überstehende Halme mit der Gartenschere abschneiden.

Futtertüte

Ein schneller, selbstgemachter Behälter für Meisenknödel und selbstgemachtes Fettfutter.

  • Aus einem Stück Backpapier einen Viertelkreis mit einer Kantenlänge von etwa 18 Zentimetern herstellen und nach dieser Schablone ein Stück Drahtgeflecht, zum Beispiel Kaninchendraht, zuschneiden.
  • Formen Sie aus dem Drahtgeflecht eine Tüte und verbinden Sie sie mit einem etwa 30 Zentimeter langen Holzstab. Dazu eignen sich sowohl Draht als auch Schnur.
  • Bohren Sie drei Löcher in den Holzstab: Zwei, um die Drahttüte sicher zu befestigen und ein Loch am oberen Ende, durch das Sie ein Stück Schnur fädeln. Daran wird die Futtertüte aufgehängt.
  • Suchen Sie einen katzensicheren Platz für die Futtertüte und befüllen Sie sie mit Äpfeln, Meisenknödeln oder Fettfutter.

Futterhaus für Nüsse

Futterhäuschen
© Helga Noack

 

Aus Resten entsteht dieses Haus für Erdnüsse.

  • Zwei gleich lange Leisten auf Gehrung schneiden und als Pfeiler von unten auf ein Brett schrauben.
  • Zwei weitere Brettabschnitte als Dach verleimen und von innen mit den Wänden verschrauben.
  • Ein Stück Dachpappe auf dem First schützt gegen Feuchtigkeit.
  • Zum Schluss einen Streifen Drahtgeflecht herumspannen und festtackern.

Upcycling-Futterhaus

© Helga Noack

Ein toller Upcycling-Futterplatz: Milchtüten lassen sich übder ihren Schraubverschluss leicht befüllen.

  • Eine leere Tüte waschen und trocknen lassen.
  • Unten Löcher für die Sitzstangen bohren; jeweils zwei gegenüberliegend, um die Stange durchstecken zu können.
  • Etwas darüber an jeder Ecke einen waagerechten Schnitt machen und die Ecken der Tüte nach innen drücken.

Zum Weiterlesen: Hier finden Sie weitere tolle Ideen für Vogelhäuser.

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