Glücksbringer oder Plage?

Marienkäfer in Haus und Garten - das können Sie tun

Plötzlich sind sie überall: Marienkäfer trifft man an Herbsttagen verstärkt im Haus und im Garten an. Erfahren Sie hier, was das bedeutet und wie Sie den kleinen Tieren helfen können.

Marienkaefer im Garten ueberall
Auf der Suche nach einem Winterquartier ruhen sich die Marienkäfer aus.© mwennerwald.cphpx - stock.adobe.com

In großen Schwärmen sitzen die Marienkäfer in der Herbstsonne an Hauswänden und auf Fensterbrettern. Ihr Auftreten als Gruppe verunsichert viele Haus- und Gartenbesitzer, manche vermuten eine Art Plage, andere sehen darin ein gutes Omen.

Die Realität ist unspektakulärer: In Jahren mit besonders warmen und trockenen Sommern können sich Marienkäfer gut vermehren. Im Herbst dann suchen die Glückskäfer einen geeigneten Ort zum Überwintern. Dazu schließen sie sich in großen Gruppen zusammen, um in wärmere Regionen zu wandern oder sich hier einen Unterschlupf zu suchen. Dabei machen sie zwischendurch kleine Pausen an Hauswänden oder auf dem Fensterbrett.

Marienkäfer tragen außerdem dazu bei, Rosenschädlinge zu bekämpfen.

Marienkäfer im Garten

Um den Marienkäfern die Suche zu erleichtern, können Sie geeignete Winterquartiere bereitstellen. Beliebt sind etwa:

  • Laubhaufen: Hier finden sich die Marienkäfer oft in großer Zahl. Auch Igel verstecken sich gern in Laubhaufen. Wie Sie Ihren Garten Igel-freundlich gestalten, verraten wir hier.
  • Holzstapel und Totholzecken: Diese sollte idealerweise während des Winters nicht bewegt werden, damit die Käfer nicht zerquetscht werden.
  • Marienkäferhäuschen*: Ein Stroh-gefülltes kleines Häuschen mit horizontalen Einflugschlitzen, das an einem sonnigen, trockenen Ort platziert wird. Ein Marienkäferhäuschen können Sie kaufen oder auch leicht selber bauen.
  • Blütenstände, Halme und Stauden: Schneiden Sie Ihre Gartenpflanzen nicht vollständig zurück, denn die trockenen Blütenstände, Blätter und Stiele bieten nicht nur den Marienkäfern ein Winterquartier, sondern schützen auch den Wurzelstock der Pflanzen vor Kälte.
In einem unaufgeräumten Garten finden Marienkäfer allgemein mehr Möglichkeiten, zu überwintern, etwa unter Moos, in Trockenmauern, in alten Bäumen oder unter deren Rinde. Erwägen Sie also, den Herbstputz im Garten nicht ganz so streng anzugehen. Davon profitieren neben den Marienkäfern noch viele weitere Nützlinge.
Marienkäfer-Invasion
© Serg - stock.adobe.com

Mit all diesen Maßnahmen tun Sie nicht nur den Marienkäfern etwas Gutes, sondern auch sich selbst: Zum einen bedeuten genügend Überwinterungsplätze, dass Sie sich im nächsten Frühjahr auf eine große Zahl getupfter Insektenvernichter freuen dürfen, zum anderen verhindern Sie so, dass die Käfer aufgrund von Wohnungsmangel einfach bei Ihnen einziehen.

Marienkäfer in der Wohnung - diese Hausmittel helfen

Ein oder zwei Marienkäfer in der Wohnung sind ja ganz nett, doch wenn eine größere Gruppe Marienkäfer nach drinnen gelangt, wird das schnell unangenehm. Neben mehr Unterschlupf-Angeboten können auch Hausmittel verhindern, dass Marienkäfer in die Wohnung gelangen:

  • Die beste Art, die Wohnung Marienkäfer-frei zu halten ist, sie gar nicht erst nach drinnen kommen zu lassen. Ein Insektengitter* hält die Tiere auf.
  • Auch bestimmte Düfte wirken abschreckend. Dazu zählen beispielsweise Vanille, Lorbeer und Lavendel. Legen Sie entweder die Kräuter und Gewürze direkt aufs Fensterbrett oder stellen Sie ein wenig ätherisches Öl ans Fenster.
  • Sind die Käfer in die Wohnung gelangt, so sammeln Sie sie vorsichtig mit Kehrbesen und Schaufel* ein und bringen sie nach draußen. Sind es zu viele Käfer, bietet sich der Sockentrick an: Stülpen Sie dazu eine alte Socke über das Staubsaugerrohr und saugen Sie die Tiere auf niedrigster Stufe ein. So können Sie alle Käfer ganz bequem in der Socke sammeln und nach draußen bringen.

Marienkäfer sind wirkungsvolle Schädlingsbekämpfer, doch bei starkem Befall sind sie machtlos. Hilfe finden Sie hier:

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Keinesfalls sollten Sie die Käfer im Warmen überwintern lassen. Sie fallen sonst nicht in Winterstarre, was einen erhöhten Energieverbrauch bedeutet, während sie gleichzeitig nicht genügend Nahrung finden und so verhungern. Bringen Sie die Marienkäfer daher immer nach draußen und setzen Sie sie am besten in der Nähe eines geeigneten Schlafplatzes ab.

Übrigens:Wie Sie Hauswinkelspinnen loswerden, erfahren Sie hier.

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