Rosen

7 Hausmittel gegen Rosenkrankheiten und Rosenschädlinge

Rosen gehören zu den beliebtesten Blühpflanzen im Garten, obwohl sie sehr anspruchsvoll sind. Neben dem Rosenschnitt und dem richtigen Dünger gehört auch die Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen zur Rosenpflege. Wir erklären, wie Sie Rosenschädlinge und Rosenkrankheiten erkennen und bekämpfen.

Hausmittel gegen Rosenschädlinge
Hausmittel gegen Rosenschädlinge können Sie einfach selber machen.© ldprod - stock.adobe.com

Neben dem Mehltau gibt es noch eine ganze Reihe an Krankheiten, mit denen Rosen zu kämpfen haben. Dazu kommen Rosenschädlinge, die die Blüten oder sogar die ganze Pflanze angreifen. Wir erklären, woran Sie Rosenschädlinge und Rosenkrankheiten erkennen und was Sie tun können, wenn Ihre Rosen befallen sind.

Rosenkrankheiten erkennen

Viele Rosenkrankheiten entstehen durch zu viel Feuchtigkeit. Rosen brauchen einen sonnigen, trockenen Standort, da zu viel Schatten und Feuchtigkeit die Pilzbildung fördern. Zu den häufigsten Rosenkrankheiten zählen

Sternrußtau
Der Sternrußtau ist eine besonders aggressive Rosenkrankheit.© Christiane - stock.adobe.com
  • Echter Mehltau: Einen Befall erkennen Sie an dem mehlartigen weißen Belag auf Blättern, Blütenknospen und Trieben sowie daran, dass die Blätter sich leicht einrollen. 
  • Sternrußtau: Bei einem Befall mit Sternrußtau bilden sich dunkle Flecken mit fransigen Rändern auf den Blättern. Die Blätter verfärben sich im weiteren Verlauf und fallen ab.
  • Rosenrost: Diese Rosenkrankheit verdankt ihren Namen den orangen Flecken, die sich auf den Blättern bilden. Im weiteren Verlauf bilden sich dunkle Knubbel auf der Blattunterseite und die Rose verlier ihre Blätter. 
Rosenrost
Der Rosenrost ist leicht an den orangen Flecken erkennbar.© Floki - stock.adobe.com

Rosenkrankheiten bekämpfen

Die beste Vorbeugung gegen Rosenkrankheiten sind der richtige Standort und gute Pflege. Dennoch kann es immer mal passieren, dass ein Pilz oder eine Krankheit die Rose befällt. Zum Glück gibt es wirksame Hausmittel gegen Rosenkrankheiten.

  • Eine Mischung aus Frischmilch und Wasser im Verhältnis 1:9 ist ein wirksames Mittel gegen Mehltau. Spritzen Sie einfach die befallenen Pflanzen zwei bis drei Mal wöchentlich großzügig mit der Mischung ein. Die Mikroorganismen und das Lecitin wirken gemeinsam gegen den Mehltau. Daher ist H-Milch ungeeignet, um Mehltau zu bekämpfen.
  • Um die Ausbreitung von Rosenkrankheiten zu verhindern, entfernen Sie kranke Blätter und Triebe sofort. Entsorgen Sie die kranken Pflanzenteile jedoch nicht im Kompost, sondern am Besten im Hausmüll. 

Auch eine Knoblauchjauche wirkt gegen Rosenkrankheiten, besonders gegen aggressivere Pilze wie den Sternrußtau. 

  • Dazu setzen Sie 50 Gramm gehackten Knoblauch in einem Liter Wasser an.
  • Lassen Sie den Ansatz bis zu zwei Wochen gären. Vorsicht: Dabei entwickeln sich unangenehme Gerüche. 
  • Sobald sich kein Schaum mehr bildet, ist die Knoblauchjauche fertig und kann im Verhältnis 1:10 mit Wasser gemischt auf die befallenen Rosen gesprüht werden. 

Achten Sie außerdem darauf, die Rosen nur direkt auf der Erde zu gießen. Gießen von oben fördert Pilze, insbesondere, wenn abends gegossen wird. 

Blattläuse
Blattläuse gehören zu den bekanntesten Rosenschädlingen.© Игорь Кляхин - stock.adobe.com

Rosenschädlinge erkennen

Nicht nur Krankheiten bedrohen die Rosen, auch Rosenschädlinge können die Pflanzen schädigen. Lesen Sie hier, woran Sie Rosenschädlinge erkennen und wie Sie sie bekämpfen. 

  • Blattläuse treten sehr häufig an Rosen und anderen Gartenpflanzen auf. Der Befall ist leicht zu erkennen, denn die hellgrünen Tiere sind für das bloße Auge sichtbar. Weitere Anzeichen für einen Blattlausbefall sind fleckige Saugspuren, verkümmerte Blätter und Knospen sowie Honigtau. 
  • Die Rosenlaubzikade ist ebenfalls ein bekannter Rosenschädling. Die Insekten sind hellgrün und hüpfen bei Gefahr weg. Die Rosenlaubzikade befällt häufig Rosen an zu heißen Standorten mit Stauhitze. 
  • Ein besonders gefährlicher Schädling ist der Rosenwickler. Er legt seine Eier im Spätsommer direkt in die jungen Triebe. Von dort aus fressen sich die Larven im nächsten Frühling durch das Holz der Rosen und schwächen die Pflanzen. Die erwachsenen Falter fressen zusätzlich Blüten, Triebspitzen und Knospen an. 
  • Spinnmilben befallen besonders häufig Topfrosen, doch auch Gartenrosen sind nicht vor ihnen sicher. Einen Befall erkennt man an den ausgetrockneten, gelb gesprenkelten Blättern sowie an den feinen Spinnweben. Auch Spinnmilben sind ein Zeichen für einen zu heißen Standort.
  • Einen Befall durch die Rosenblattwespe erkennt man vor allem an den Rosenblättern, die zwischen Mai und Juni bis auf das Blattgerippe abgefressen werden. Die Larven erkennt man an der grünen Oberseite mit gelbem Bauch. Sie erinnern in der Form an Schnecken und sind etwa einen Zentimeter lang. 
  • Auch die Rosenblattrollwespe befällt die Blätter der Rosen. Die Blätter rollen sich ein, wodurch ein Schlupfwinkel für die Larven der Rosenblattrollwespe entsteht. Im Frühsommer fallen die Larven dann zu Boden. 
  • Den Rosentriebbohrer erkennt man vor allem an den Bohrlöchern, die ab Mai auftreten, sowie an den vertrockneten und verkümmerten Trieben. 
Rosenblattwespe
Die Larven der Rosenblattwespe sind leicht zu erkennen.© Matthias Schuette -stock.adobe.com

Rosenschädlinge bekämpfen mit Hausmitteln

Wenn die Rosen von diesen Rosenschädlingen befallen sind, ist schnelle Hilfe nötig. Bei einem starken Befall kann der Griff zum Pflanzenschutzmittel nötig werden. In der Regel aber können Sie Rosenschädlinge auch mit Hausmitteln bekämpfen. Gegen die meisten Rosenschädlinge helfen diese Hausmittel: 

  • Absammeln: Besonders gegen den Rosenwickler und den Rosentriebbohrer hilft nur, die Raupen konsequent abzusammeln. 
  • Zurückschneiden: Schneiden Sie befallene Triebe sorgfältig zurück und entsorgen Sie sie nicht im Kompost, sondern im Hausmüll. 
  • Standort: Beachten Sie schon beim Pflanzen die Standortansprüche Ihrer Rosen. Wenn Sie eine Rose an einem nicht optimalen Standort pflanzen, behalten Sie sie besonders gut im Auge. 
  • Wasser: Gegen Spinnmilben und andere kleine Rosenschädlinge hilft es, die Blattunterseiten mit einem kräftigen Wasserstrahl abzuspülen. Der Wasserdruck schädigt die Rosen nicht, entfernen die kleinen Schädlinge aber gründlich.
  • Brennnesseln: Lassen Sie ein Kilogramm frische Brennnesseln in fünf Litern Wasser für drei Tage ziehen. Dann können Sie den Sud direkt auf die befallenen Rosen auftragen. Brennnesselsud ist nicht zu verwechseln mit Brennnesseljauche, die vor der Anwendung unbedingt verdünnt werden muss. Brennnesselsud ist besonders wirksam gegen Blattläuse. 
  • Seife: Statt Brennnesselsud können Sie auch eine Mischung aus 150 Millilitern Spiritus, 100 Gramm Kernseife und einem Liter Wasser als umweltfreundliches Spritzmittel verwenden. Die Seifenlösung wirkt ebenfalls besonders gut gegen Blattläuse. 
  • Neemöl: Das stark riechende Neemöl zählt zu den vielseitigen Hausmitteln zur Schädlingsbekämpfung. Geben Sie das Neemöl direkt ins Gießwasser, um besonders Rosenblattrollwespen zu bekämpfen.

Neben diesen Hausmitteln können Sie Rosenschädlinge außerdem bekämpfen, indem Sie in Ihrem Garten ausreichend Lebensraum für natürliche Feinde wie Marienkäfer und Ohrenkneifer, aber auch Vögel und Igel einräumen. 

Übrigens: Gegen die Kirschessigfliege hilft diese Falle.

Auch die richtigen Partnerpflanzen können helfen, Rosenschädlinge zu bekämpfen: Salbei teilt die Standortvorlieben der Rosen und verhindert die schnelle Ausbreitung von Rosenschädlingen. 

Der richtige Standort, ein sorgfältiger Rosenschnitt und genug Dünger stärken Rosen und machen sie widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Viele Rosenkrankheiten und Rosenschädlinge lassen sich außerdem mit Hausmitteln bekämpfen. 

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