Hauswinkelspinne

Die Spinnen sind da – so werden Sie sie los

Die letzten warmen Herbsttage sind vorbei, die Temperaturen sinken, das Wetter wird ungemütlich. Da zieht man sich lieber schnell ins Warme zurück. So denkt auch die Hauswinkelspinne, die sich im Herbst regelmäßig in unsere Wohnungen verirrt. Wir erklären, wie Sie die Spinnen wieder loswerden.

 
Spinne Hauswinkelspinne © cbckchristine – stock.adobe.com
Eine Hauswinkelspinne ist kein gerngesehener Gast, aber völlig harmlos.

Die Hauswinkelspinne ist auch unter dem Namen Große Winkelspinne bekannt und verkörpert alles, was Menschen an Spinnen unheimlich finden: Lange, dünne Beine mit Stachelhaaren, eine Beinspannweite von bis zu 10 Zentimetern und dunkle Maserungen auf dem bis zu 16 Millimeter langen Körper geben der Spinne ein gefährliches Aussehen.
 
Dabei ist die Hauswinkelspinne absolut ungefährlich – sie beißt nur in Ausnahmefällen und ihr Biss ist für Menschen völlig harmlos. Tatsächlich ist die Spinne sogar nützlich und beseitigt etwa Insekten oder Kellerasseln, dennoch ist es verständlich, wenn man sich trotzdem lieber nicht das Schlafzimmer mit einer Spinne teilen will.

Spinnen entfernen

Normalerweise hält sich die Große Winkelspinne an trockenen und regenfreien Orten rund ums Haus auf, etwa in der Garage, in Schlupfwinkeln an der Hausmauer, im Gartenschuppen oder auch auf dem Dachboden oder im Keller. Gerade im Herbst aber suchen die Spinnen auch in Wohnräumen Schutz und Wärme.
 
Wenn Sie eine Spinne entdecken, überwinden Sie sich: Stülpen Sie ein großes Glas über die Spinne, schieben Sie ein stabiles Stück Papier oder dünnen Karton – etwa eine Postkarte – unter Glas und Spinne und transportieren Sie das Tier so nach draußen. Die Hauswinkelspinne ist ein wichtiger Bestandteil unseres Ökosystems und sollte daher nicht getötet werden.

Spinne wegsaugen – besser nicht!

Daher sollten Sie auch davon absehen, die Spinne mit dem Staubsauger einzusaugen. Hauswinkelspinnen können diese Behandlung zwar überleben und aus dem Staubsauger wieder herauskrabbeln, doch ist die Prozedur für die Tiere sehr schmerzhaft, da sie mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern eingesaugt und gegen den Schlauch geschleudert werden.
 
Besser ist es, die unerwünschten Mitbewohner gar nicht erst ins Haus zu lassen. Insektengitter an den Fenstern sind schon ausreichend, um den Spinnen den Zugang von außen zu versperren.

Sprühkur gegen Spinnen

Daneben gibt es einige Gerüche, die Spinnen und andere Insekten abschrecken. Dazu gehören zum Beispiel Lavendel, Minze und Eukalyptus. Auch die ätherischen Öle vom Zimt und Zitrusfrüchten können die Spinnen vertreiben.
 
Für ein schnelles und ökologisches Anti-Spinnen-Spray mischen Sie einfach einen Liter Wasser mit wenigen Tropfen Spülmittel und geben Sie tropfenweise das ätherische Öl hinzu. Sprühen Sie die Mischung von außen auf Fenster- und Türrahmen und die Fensterbretter sowie in der Wohnung auf Bodenleisten, in Zimmerecken und auch hinter Schränke und Kommoden. Wiederholen Sie diesen Vorgang regelmäßig, da ätherische Öle recht schnell verfliegen, wodurch die Sprühkur an Wirkung verliert.
 
Wichtig: Entfernen Sie verlassene Spinnennester unbedingt. Die trichterförmigen Gebilde werden von anderen Spinnen gerne angenommen und besiedelt.
 
Zum Weiterlesen: Marienkäfer im Haus - das können Sie tun.

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