Ungeziefer loswerden

Das hilft wirklich gegen Silberfischchen

Haben Sie auch „Zuckergäste“? Dahinter verbirgt sich das Silberfischchen, dessen wissenschaftlicher Name Lepisma Saccharina lautet. Wir verraten, wie Sie die nachtaktiven Insekten wieder loswerden und was Sie gegen einen Neubefall tun können.
 

 
Silberfischchen loswerden © Erik Schumann - stock.adobe.com
Silberfischchen sind für den Menschen ungefährlich, ein Befall kann aber auf Schimmel hindeuten.

Besonders nachts im Bad trifft man häufig auf Silberfischchen – die tatsächlich offiziell so heißen. Ihre Körper sind etwa 1 cm lang und durch die silbrigen Schuppen und die langen Fühler leicht zu erkennen.

Tagsüber verstecken Silberfischchen sich in Ritzen zwischen Dielen, hinter losen Tapeten und Leisten oder ähnlichem. Sie lieben warme Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius und hohe Luftfeuchtigkeit – am Liebsten zwischen 80 und 90 Prozent. Unter idealen Bedingungen können sich die Tiere bereits nach wenigen Monaten fortpflanzen. Ein Weibchen legt etwa 100 Eier pro Jahr. Ein Silberfischchen kann bis zu 8 Jahre alt werden.

Silberfischchen fressen gerne stärke- und zuckerhaltige Lebensmittel – daher der Name. Zu ihrem Speiseplan gehören aber auch Haare, Schimmel, Hausstaubmilben, Papier, Stoffe, Kleister und tote Insekten.

Silberfischchen loswerden

Um Silberfischchen loszuwerden, gibt es im Handel geeignete Klebefallen. Achten Sie hier beim Kauf auf die Umweltverträglichkeit und die Feuchtigkeitsresistenz. Oder versuchen Sie die folgenden Hausmittel:

  • Kartoffelfalle: Eine halbe Kartoffel in einer Papiertüte auf den Fußboden legen, so dass die Silberfischchen in die Tüte krabbeln können. Die Kartoffel zieht die Tiere an und am nächsten Morgen können Sie die Kartoffel mit der Tüte und den Insekten nach draußen befördern.
  • Selbstgemachte Klebefalle: Streichen Sie flüssigen Honig auf Papierstreifen und legen Sie diese aus. Die Tiere bleiben am Honig kleben und können entsorgt werden.
  • Backpulverfalle: Backpulver mit Puderzucker vermischen und auf einem Blatt Papier auslegen.

Sämtliche Fallen sollten erst aufgestellt werden, wenn es dunkel wird und für die Silberfischchen der Tag – oder vielmehr: die Nacht – beginnt.

Keine Krankheitsüberträger

Zwar übertragen Silberfischchen keine Krankheiten und stechen oder beißen auch nicht, dennoch sollte man ihr Erscheinen ernst nehmen: Sie zeigen, dass die Luftfeuchtigkeit in den betroffenen Räumen zu hoch ist und sind so ein Warnsignal für Schimmel in der Wohnung. Die Maßnahmen, die einem Silberfischchenbefall vorbeugen, tragen daher auch dazu bei, Wohnschimmel zu verhindern.

  • Der beste Trick gegen Schimmel und Silberfischchen: Achten Sie auf ein trockenes Raumklima. Lüften Sie regelmäßig durch, trocknen Sie die Wäsche nach Möglichkeit nicht in der Wohnung und achten Sie auf eine Raumtemperatur von 20 Grad – bei den meisten Heizkörpern entspricht dies Stufe 3.
  • Verschließen Sie Ritzen im Fußboden und an den Leisten und kleben Sie lose Tapetenecken wieder fest. So erschweren Sie den Silberfischchen die Ansiedelung.
  • Überprüfen Sie Ihre Wohnung auf Schimmelbefall. Wie sie diesen loswerden können, erfahren Sie hier. Schauen Sie auch hinter den Möbeln nach – besonders an Außenwänden kann sich hinter Sofa und Bücherschrank unbemerkt Schimmel ausbreiten.
  • Entfernen Sie regelmäßig die herumliegenden Haare im Bad – das hilft nicht nur gegen Silberfischchen, sondern freut sicher auch die Mitbewohner. Lassen Sie keine Lebensmittel offen herumstehen – sonst könnten sich zu den Silberfischchen noch Lebensmittelmotten gesellen.
  • Spülen Sie regelmäßig die Abflüsse mit heißem Wasser durch. Silberfischchen, die sich im Abfluss verstecken, werden weggespült, außerdem werden die Rohre gereinigt.

 
Übrigens: Um Ihre Wohnung für Silberfischchen besonders unattraktiv zu machen, können Sie außerdem mit bestimmten Düften arbeiten: Zitronen, Lavendel, Essig und Gurke sollen besonders abschreckend wirken.
 

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