Gefährliche Allergie-Pflanze

Ambrosia im Garten erkennen und sicher entfernen

Immer mehr haben die Menschen in Europa mit der Pflanze Ambrosia zu kämpfen. Das aggressive Unkraut kann bereits mit nur ein paar Pollen eine Allergie auslösen. Wie Sie Ambrosia erkennen und sicher aus Ihrem Garten entfernen können, erfahren Sie hier.

 
Die Ambrosia ist ein ungeheuer aggressives Unkraut © stadelpeter - stock.adobe.com
Ambrosia: Gefährliche Allergie-Pflanze

Die Ambrosia-Pflanze, auch bekannt unter dem Namen Beifußblättriges Traubenkraut, vermehrt sich bereits seit einigen Jahren in Europa. Es besteht die Vermutung, dass die ursprünglich aus Nordamerika stammende Pflanze durch verunreinigtes Vogelfutter eingeschleppt wurde. Von diesem Zeitpunkt an vermehrt sich die Beifuß-Ambrosie enorm.

Nicht ohne Grund wird Ambrosia zu den Neophyten gezählt. Dabei handelt es sich um aus anderen Ländern stammende Pflanzen, die sich neu ansiedeln und die einheimischen Gewächse und Pflanzen dadurch vertreiben. Berichten zufolge hat sich der Bestand des Beifußblättrigen Traubenkrauts allein von 2006 bis 2016 in Deutschland schätzungsweise verzehnfacht.
 

Ambrosia-Pflanze sorgt für Allergien

Doch nicht nur für die Pflanzenwelt ist Ambrosia eine Bedrohung. Vor allem Menschen leiden unter diesem Gewächs. So sorgen die feinen Pollen oft für Allergien sowie Heuschnupfen. Die allergene Wirkung ist zuweilen sogar stärker als die von klassischen Gräser- und Birkenpollen.

Bereits eine geringe Konzentration von fünf bis zehn Pollen pro Kubikmeter Luft kann ausreichen, um eine allergische Reaktion auszulösen. Zu den Symptomen zählen unter anderem Kopfschmerzen, Heuschnupfen sowie Asthma. Aber auch allergische Hautreaktionen bei Kontakt mit der Pflanze sind möglich. Sollte eine Kreuzallergie entstehen, können sogar Unverträglichkeiten beim Essen auftreten.
 

Ambrosia erkennen und entfernen

Deshalb versuchen viele Gartenbesitzer, Ambrosia aus ihren Gärten zu entfernen. Doch oft wird das Traubenkraut mit einigen harmlosen Doppelgängern verwechselt. Zu diesen zählen der Beifuß, Wermut sowie die wilde Möhre. Daher sollte auf folgende Merkmale geachtet werden:

  • Die doppelt fiederteiligen Blätter sind beidseitig grün.
  • Der stark behaarte Stängel ist zuerst grün und färbt sich im Laufe der Vegetationsperiode rötlich.
  • Der traubenförmige männliche Blütenstand befindet sich an der Triebspitze.
  • Einzelpflanzen können stark verzweigen und je nach Konkurrenzsituation bis zu 1,5 m hoch werden.

Ambrosia: MerkmaleFoto: Serenko Natalia - stock.adobe.com

Um die Ambrosia im Garten zu vernichten, sollten Sie die Pflanze dringend mit der Wurzel ausreißen, bevor sie anfängt zu blühen. Sollte sich bereits der typisch kandelaberartig verzweigte Blütenstand gebildet haben, muss zunächst der Blütenstiel abgeschnitten werden. Erst nach dem Rückschnitt wird die Wurzel ausgerissen. Ansonsten regenerieren sich diese Pflanzen zu schnell. Tragen Sie zum Entfernen der Pflanzen dringend Handschuhe sowie Mundschutz, um allergische Reaktionen zu vermeiden.

Zudem ist zu beachten, dass der pflanzliche Abfall nicht in der Bio-Tonne entsorgt werden sollte. Ansonsten könnten sich die Ambrosia-Samen aufgrund der Kompostierung in der Erde erneut verbreiten. Um dem vorzubeugen, entsorgen Sie die abgetrennten Neophyten am Besten in Plastiksäcken über Ihren Hausmüll.

Sollten Sie größere Bestände des Beifußblättrigen Traubenkrauts in Ihrem Garten auffinden, melden Sie das bei der örtlichen Behörde. Viele Bundesländer in Deutschland haben sogar schon eigene Meldestellen für Ambrosia eingerichtet.

Lesen Sie hier außerdem, bei welchen giftigen Pflanzen im Garten ebenfalls Verwechslungsgefahr herrscht.
 

Ambrosia: Das ist die Blütezeit

Das Pollenfliegen der Ambrosia startet im Juli, sobald die Pflanze ihre Blütezeit erreicht hat, und kann sich teilweise sogar bis in den Oktober ziehen. Ab diesem Zeitpunkt ist es kaum mehr möglich, etwas gegen die Ausbreitung zu unternehmen.

Aus diesem Grund starten Experten bereits frühzeitig mit ihrer Suche nach Jungpflanzen an öffentlichen Plätzen, um gegeben falls schnell handeln zu können und diese zu beseitigen. Doch auf Privatgrundstücken breitet sich die Ambrosia oft ungehemmt aus, da viele der Grundstückseigentümer das Problem noch nicht erkannt haben.

Neben der Ambrosia-Pflanze sollten Sie sich im Juni und Juli auch vor dem Eichenprozessionsspinner in Acht nehmen. Erfahren Sie hier alles über die gefährliche Raupe.

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