Hygiene

Hier verstecken sich Bakterien und Viren im Haushalt

Die eigene Wohnung ist besonders in Krisenzeiten ein sicherer Rückzugsort, doch gerade hier lauern unsichtbare Gefahren. Lesen Sie, wo in Ihrer Wohnung gefährliche Keimherde lauern und wie Sie sich schützen.

Haushalt Virenfrei
Beseitigen Sie Viren und Bakterien in Ihrer Wohnung.© Andrey N.Cherkasov -stock.adobe.com

Sobald die Tür ins Schloss fällt, fühlen wir uns sicher – eine Fehleinschätzung, denn auch in Ihrer Wohnung gibt es zahlreiche Gegenstände und Stellen, die für Viren und Bakterien die reinsten Biotope sind. Vom Flur über Küche und Bad bis hin zum Kinderzimmer ist jeder Raum betroffen. Wir erklären, wo Sie besonders auf Hygiene achten sollten.

Türklinke desinfizieren
Tausendmal berührt: Die Türklinke ist ein Viren-Umschlagplatz.© nito - stock.adobe.com

Viren und Bakterien im Flur

Schon beim Betreten der Wohnung kommen Sie direkt mit mehreren Keimherden in Berührung:

Besonders am Schlüsselbund sammeln sich Viren Bakterien. Desinfizieren Sie den Schlüsselbund daher regelmäßig und waschen Sie sich nach dem Auf- oder Abschließen schnell die Hände.

Auch an Türklinken kleben Keime. Denken Sie daher beim wöchentlichen Putzen auch daran, die Türklingen in der ganzen Wohnung zu reinigen und in Zeiten von Krankheitswellen gegebenenfalls auch zu desinfizieren.

Gleiches gilt für die Lichtschalter: Auch sie werden täglich benutzt, aber beim Putzen oft vergessen. Auf diese Weise sammeln sich hier Viren und Keime.

Lichtschalter desinfizieren
Auch Lichtschalter können Viren und Bakterien verbreiten.© nito - stock.adobe.com

Ein oft vergessener Keimherd ist auch das liebe Geld: Täglich gehen Münzen und Scheine durch viele Hände und sammeln dabei Schmutz und Keime auf. Waschen Sie sich daher gründlich die Hände, nachdem Sie Geld in der Hand hatten.

Bakterien im Bad

Händewaschen ist die beste Schutzmaßnahme gegen Viren. Doch gerade im Badezimmer gibt es Keimherde, die man beim Putzen und im Alltag leicht übersieht.

Im feuchtwarmen Klima des Badezimmers fühlen sich Bakterien, Viren und Keime besonders wohl. Ein feuchtes Handtuch wird da schnell zum Keimbiotop! Achten Sie daher darauf, Handtücher immer ordentlich aufzuhängen und tauschen Sie sie regelmäßig aus.

Hände waschen
Gründliches Händewaschen ist der beste Schutz gegen Viren.© yu_arakawa - stock.adobe.com

Auch am Wasserhahn und am Pumpspender für Seife sammeln sich Viren und Bakterien. Reinigen Sie daher den Seifenspender regelmäßig und putzen Sie den Wasserhahn und auch den Duschkopf besonders gründlich.

Ein weiterer Gefahrenherd im Bad ist die Toilettenspülung. Wischen Sie den Taster daher regelmäßig mit einem geeigneten Reinigungsmittel ab, auch wenn er gar nicht schmutzig aussieht.

Eine regelmäßige Reinigung der Zahnbürste tut ihrer Gesundheit ebenfalls gut. Achten Sie außerdem darauf, die Zahnbürste alle 3 Monate auszutauschen.

Virenverstecke in der Küche

Besonders unappetitlich ist die Vorstellung von Keimen und Bakterien in der Küche, schließlich bereiten Sie hier das Essen für sich und Ihre Familie zu. Deshalb ist gerade in der Küche höchste Vorsicht und Hygiene geboten.

Oberflächen desinfizieren
Auf ungeputzten Oberflächen können Viren tagelang überleben!© vectorfusionart - stock.adobe.com

Wischen Sie die Küchenoberflächen täglich sauber ab und desinfizieren Sie sie. Auf Oberflächen, die nicht regelmäßig gereinigt werden, können beispielsweise Coronaviren tagelang überleben. Reinigen Sie auch die Griffe von Kühlschrank, Herd und Küchenschränken regelmäßig. Statt Desinfektionsmittel können Sie auch Alkohol 70% verwenden.

Wie im Bad gilt auch in der Küche: Hängen Sie Küchenhandtücher so auf, dass diese schnell trocknen und tauschen Sie die Handtücher mehrmals wöchentlich aus. Waschen Sie die benutzten Küchenhandtücher so heiß wie möglich, mindestens aber bei 60 Grad.

Spülschwamm
Ein nasser Spülschwamm ist ein regelrechtes Biotop für Keime.© maglido-Art - stock.adobe.com

Besonders Spülschwämme sind ein Tummelplatz für Keime. Waschen Sie den Spülschwamm nach der Benutzung daher immer gründlich aus und achten Sie darauf, dass keine Essensreste darin verbleiben. Waschen Sie den Spülschwamm regelmäßig bei 60 Grad, um die Bakterien abzutöten und ersetzen Sie die Schwämme in regelmäßigen Abständen durch Neue.

Auch Küchengeräte können zum Gefahrenherd werden: So sammeln sich besonders im Kühlschrank viele Bakterien. Wischen Sie den Kühlschrank deshalb regelmäßig mit Essigwasser aus, um ihn zu reinigen und die Keime abzutöten.

Vergessen Sie auch in der Küche nicht, den Wasserhahn regelmäßig gründlich zu reinigen. Auch am Griff von Wasserkocher oder Kaffeekanne können sich Bakterien sammeln – wischen Sie die Griffe daher regelmäßig ab.

Auch in Schneidebrettchen können sich Keimherde bilden. Dabei sind Brettchen aus Plastik deutlich gefährlicher als Holzbrettchen. Spülen Sie daher besonders Plastikbrettchen so heiß wie möglich ab oder stellen Sie sie in die Spülmaschine – dies gilt besonders, wenn Sie Fleisch, Fisch oder Geflügel auf dem Brettchen geschnitten oder gelagert haben.

Holzbrettchen sollten nicht in der Spülmaschine gewaschen werden!

Keimherde im Wohnzimmer

Die Gefahrenstellen im Wohnzimmer sind neben Polstern und Kissen, die Sie regelmäßig reinigen sollten, vor allem Alltagsgegenstände, besonders, wenn sie von mehreren Personen genutzt werden.

Fernbedienung desinfizieren
Auch an der Fernbedienung sammeln sich Bakterien und Viren© 琢也-栂 - stock.adobe.com

So ist besonders die Fernbedienung ein Austauschplatz für Viren und Bakterien, wenn Sie mit mehreren Personen gemeinsam fernsehen und jeder mal nach der Fernbedienung greift, um das Programm zu wechseln.

Doch auch auf dem Computer befinden sich Keime: Desinfizieren Sie daher besonders die Maus und die Tastatur regelmäßig und gründlich. Gleiches gilt für das Smartphone: Indem Sie es unterwegs immer wieder benutzen, sammelt das Gerät Keime und Viren förmlich ein.

Tastatur desinfizieren
Desinfizieren Sie regelmäßig die Maus und Tastatur Ihres Computers.© nito - stock.adobe.com

Doch auch mit einem guten Buch oder eine Zeitschrift sind Sie nicht sicher: So können beispielsweise Coronaviren auf Papier bis zu 24 Stunden überleben. Lassen Sie Zeitungen, Zeitschriften und Bücher daher mindestens einen Tag und eine Nacht liegen, bevor Sie darin schmökern.

Mit dem Wissen, wo die Viren in Ihrer Wohnung lauern, können Sie die Gefahren gezielt eliminieren – so dass Ihre Wohnung bald wieder der sichere Hort ist, der sie sein soll.

Zum Weiterlesen: Was alles zum Frühjahrsputz gehört, lesen Sie hier.

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