WLAN oder Kabel?

Vernetztes Zuhause: Alle Räume optimal mit Internet versorgen

Gut funktionierendes Internet hängt von vielen Faktoren ab. Wo ist der Router platziert? Kommen Repeater oder Mesh-Geräte zum Einsatz? Soll das Netzwerk über mehrere Stockwerke stabil sein? Lesen Sie hier, was Sie beachten müssen und was Sie tun können, um Ihr WLAN zu verbessern.

WLAN oder Kabel? So versorgen Sie alle Räume optimal mit Internet.
WLAN oder Kabel? So versorgen Sie alle Räume optimal mit Internet.© T. Straszburger

Ohne Internet geht heutzutage fast nichts mehr. Sowohl in der Wirtschaft, als auch im privaten Bereich sind immer mehr Geräte miteinander vernetzt. Privat kommt das Internet vor allem für Smart-Home-Geräte sowie für die Vernetzung von PCs, Laptops, Tablets, Smartphones und Co zum Einsatz.

Wofür auch immer Sie zu Hause das Internet nutzen möchten, das A und O ist eine gute sowie störungsfreie Netzabdeckung. Um dieses zu gewährleisten oder Ihr bestehendes Netzwerk zu optimieren gibt es einiges zu beachten:

  • Welche Netzwerktechnik kommt zum Einsatz?
  • LAN oder WLAN?
  • Wo ist der beste Standort für den Router?
  • Wie groß ist der mit Internet zu versorgende Bereich?
  • Sollen mehrere Stockwerke mit Internet versorgt werden
  • Wie viele Geräte sollen gleichzeitig mit dem Internet verbunden sein?
  • Wofür soll das Internet genutzt werden (Smart Home und/oder Streaming auf Smart TV und mobilen Geräten und mehr)?

Kabel, WLAN oder Powerline – das sind die drei unterschiedlichen Möglichkeiten. Wir stellen sie vor und geben hilfreiche Tipps und Tricks, um Ihr Zuhause optimal zu vernetzen.

Welche Netzwerktechnik kommt zu Einsatz?

Welche Netzwerktechnik sich am besten eignet, hängt vom Verwendungszweck ab. Sie haben grundsätzlich die Möglichkeit zwischen drei Varianten zu wählen:

  1. kabelgebunden über ein Netzwerkkabel (häufig auch LAN-Verbindung genannt)
  2. drahtlos über ein Funknetz (besser bekannt als WLAN)
  3. Internet über das Stromnetz (mittels Powerline-Adapter*)

LAN-Kabel: Feste Verbindungen für ein vernetztes Zuhause

Die einfachste und älteste Vernetzungsart ist das klassische Netzwerkkabel*, mit dem Sie Ihren Router* und alle netzwerkfähigen Geräte miteinander vernetzen. Die Verbindung ist denkbar schnell hergestellt: Einfache in sogenanntes Ethernet- oder Cat-Kabel* vom entsprechenden Gerät zum Router ziehen, beide miteinander verbinden. Fertig. Achten Sie beim auf des jeweiligen Kabels jedoch unbedingt darauf, welche Geräte Sie damit miteinander vernetzten möchten.

Aber es gibt Nachteile: Die Kabel lassen sich nicht bequem um jede Ecken legen. Auch die exakt passende Länge gibt es häufig nicht zu kaufen. Wie Sie ein Netzwerkkabel kürzen oder auch unter Putz und durch Wände verlegen, lesen Sie hier.

Wenn es dafür bei Ihnen daheim keine vorbereiteten Kabelkanäle gibt, müssen Sie hier mit einigen Tricks arbeiten. Denn natürlich sollten die Kabel nicht wahllos durch Räume und Flure laufen oder einfach am Boden ausgelegt werden – Stolpergefahr!

WLAN: Kabelloses vernetztes Zuhause dank Funk

Die zweite und am meisten verbreitete Möglichkeit zur Heimvernetzung ist, ein WLAN-Netzwerk zu installieren.

Die Vorteile: Die Endgeräte werden nicht per Kabel mit dem Router verbunden und müssen sich deshalb nicht in unmittelbarer Nähe dazu befinden. Hinzu kommt die Bewegungsfreiheit, die Sie Dank fehlender Kabelanbindung genießen können.

Die WLAN-Übertragungsraten nehmen aber rapide ab, sobald mehrere Geschosse damit versorgt werden sollen. Schon eine Wand schränkt den Funkverkehr deutlich ein.

Mit WLAN-Repeatern*, sogenannten "Wiederholern", vergrößern Sie die Reichweite Ihres WLAN-Netzwerks. Die Geräte empfangen das WLAN-Signal vom Router und reichen es einfach weiter. Manche Repeater verwenden für beide Richtungen dasselbe Funkmodul, was die Signalstärke (Datendurchsatzrate) allerdings halbiert. Deshalb arbeiten im Inneren von Repeater-Geräte häufig zwei Funkmodule - eines für den Empfang, eines für die Signalweiterleitung.

Eleganter sind sogenannte Mesh-Systeme*. Diese arbeiten ähnlich wie Repeatern, haben aber eine bessere Durchsatzrate und verarbeitet das Signal im Inneren anders. Während der Repeater ein ihm fremdes Signal auffängt und weiterleitet, verfügt ein Mesh-Gerät über ein eigenes Signal. Ein Mesh-Netz besteht aus mindestens zwei Mesh-Geräten* (auch Nodes genannt). Diese beiden Nodes synchronisieren sich sozusagen und senden dann dasselbe WLAN-Signal aus. Außerdem vernetzen sich die Mesh-Geräte miteinander und steuern, welches Mobilgerät sich am besten mit welchem Node verbindet. So wird sichergestellt, dass jedes Endgerät das beste WLAN-Signal empfängt.

Powerline-Technik: Internet aus der Steckdose

Die dritte Vernetzungsart für Ihr Haus oder Ihre Wohnung ist die Powerline-Technik. Dabei werden die Internet-Daten durch das Stromnetz geschickt – sie "fließen" also über die Stromleitungen von einem Raum zum nächsten.

Für die Daten-Verteilung übers Stromnetz stecken Sie einen Powerline-Adapter* in der Nähe des Routers in eine freie Steckdose und verbinden beide mit einem Netzwerkkabel oder per WLAN miteinander.

Der Powerline-Adapter* wandelt dann die Datenströme zunächst in hochfrequente Signale um, die dann über das Stromnetz an einen weiteren Powerline-Adapter gesendet werden.

Dieser dient dann als Empfänger und wandelt die Signale wieder in Daten um und leitet sie dann zum Beispiel an einen PC weiter – entweder per WLAN oder per Netzwerkkabel.

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Glossar: Was steckt hinter den Begriffen?

  • Ethernet: Kabelsystem für Datennetze, häufigster LAN-Typ
  • LAN: engl. "Local Area Network", lokales Netzwerk 
  • Router: Gerät, welches Datenpakete zwischen Netzwerken austauscht
  • Powerline: Datenübertragung über vorhandene elektrische Leitungen
  • WLAN: engl. "Wireless Local Area Network", drahtloses lokales Netzwerk
  • WLAN-Repeater: Gerät zur Weiterleitung des WLANs
  • Mesh-Nodes: Geräte zur Vergrößerung der Fläche, die mit WLAN versorgt werden soll

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