Praktisches Wandboard

Regalborde selber bauen

Regalborde sind oft platzschaffend, stets praktisch und manchmal auch schick. Sie bieten Extra-Stauraum und sind am schönsten, wenn die Montage ohne Winkel funktioniert. Das braucht etwas Zeit, ist aber nicht schwer.

 
© yuryrumovsky - stock.adobe.com
Dieses Regalboard wird ohne Winkel montiert

Wandregale sind Gold wert. Während man die Bretter im Keller mit Metallwinkeln anbringt, wünscht man sich für Ablagen in der Küche etwas mehr Stil. Nichts leichter als das: Anstatt mit einem Winkel verankert man das Regalbrett direkt mit dem Mauerwerk!

Eine verdeckte Befestigung in der Wand macht optisch viel her. Doch nicht nur die Optik muss stimmen, denn die Ablage erfüllt ja genauso einen praktischen Zweck und soll was aushalten.
 

Wandboard ohne Winkeln montieren: So wird es befestigt

Besonders das Gewicht von Geschirr hat es in sich. Die Befestigung in der Wand muss also entsprechend belastbar sein. Die Lösung: Rundstahl, der zu gleichen Teilen in der Wand und im Holzbrett verankert ist. Mit vier Stahlhaltern, verteilt auf zwei Meter Länge, liegen Sie genau richtig. Die Bohrtiefe soll dabei mindestens 12,5 Zentimeter betragen.

Neben der Wandhalterung braucht eine gute Ablage natürlich ein stabiles Brett. Weil eines nicht reicht, montieren Sie aber zwei Bretter übereinander. Mit einer Aufdopplung hält das Board dann anhaltender Belastung stand. Zum Vergrößern der Skizze hier klicken.

 

Das brauchen Sie für das Wandboard

Material:

  • 2x Leimholz-Buchenplatten, hier: 2 m lang, 20 cm breit
  • Holzleim
  • Schleifpapier mit 180er- und 80er-Körnung
  • 4x Stahlhalter je 25 cm lang, 12 mm Ø, Vollmaterial

Werkzeuge:

  • Bohrmaschine (inkl. Bohrmobil)
  • Gehrungslade
  • Gummihammer
  • Steinbohrer
  • Metallsäge
  • Zwingen

Kosten: circa 30 Euro
 

Wandregal montieren: Anleitung

  1. Leimholzplatten zuschneiden und aufdoppelnLeimholzplatten zuschneiden und aufdoppeln© Christian Bordes

    Leimholzplatten zuschneiden und aufdoppeln

    Zwei Leimholzplatten zuschneiden. Zum Aufdoppeln eine Seite mit Holzleim einstreichen und aufeinanderkleben.
  2. VerzwingenVerzwingen© Christian Bordes

    Verzwingen

    Mit Zwingen und Kiefernleisten als Zulagen fixieren. So gibt es keine Abdrücke. Mindestens 30 Minuten abbinden lassen.
  3. Kanten schleifen und brechenKanten schleifen und brechen© Christian Bordes

    Kanten schleifen und brechen

    Bearbeiten Sie die Flächen der Kanten mit dem Schleifgerät. Dann die Kanten mit dem Schleifklotz brechen.
  4. Löcher anzeichnenLöcher anzeichnen© Christian Bordes

    Löcher anzeichnen

    Für die Aufhängung in die Rückseite des Boards Löcher bohren. Mindestens 8 cm von der Außenkante einrücken.
  5. Löcher bohrenLöcher bohren© Christian Bordes

    Löcher bohren

    Damit die Sacklöcher circa 15 cm tief gerade ins Holz gebohrt werden, helfen zwei Winkeleisen für die Peilung.
  6. Lochpositionen übertragenLochpositionen übertragen© Christian Bordes

    Lochpositionen übertragen

    Halten Sie das Bord in Waage an der Wand und übertragen Sie per Bleistiftmarkierung die Lochpositionen.
  7. Löcher bohren und Stäbe einsetzenLöcher bohren und Stäbe einsetzen© Christian Bordes

    Löcher bohren und Stäbe einsetzen

    Mithilfe eines Bohrmobils bohren Sie 12,5 cm tiefe Löcher in die Wand und setzen die Rundstäbe ein.
  8. Brett aurichtenBrett aurichten© Christian Bordes

    Brett aurichten

    Mit Gummihammer und einer Zulage auf die Kanten schlagen, bis die Wand und das Brett bündig sind.

Zeichnung: Tillman Straszburger, Bilder: Christian Bordes

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