Licht

Lampe richtig anschließen

Zur vollkommenen Einrichtung gehören Lampen unbedingt dazu. Wie Sie eine Lampe anschließen und was Sie dabei beachten müssen, lesen Sie hier. 

Ein Mann schließt einen Kronleuchter an.
Dem Gesetz nach sollen Laien gar keine Lampen anschließen. Wer es dennoch tut, handelt auf eigene Verantwortung.© Valerii Honcharuk - stock.adobe.com

Egal ob einfache Deckenlampen, Kronleuchter oder Wandlampen: Mit der richtigen Beleuchtung wirkt ein Raum erst richtig wohnlich. Je nachdem, welche Lampe Sie anschließen wollen, gibt es unterschiedliche Dinge zu beachten. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Lampen richtig anschließen.

Beachten Sie allerdings: Nach Paragraf 13 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) dürfen Laien eigentlich selbst keine Lampe anschließen, sondern sollten einen Fachmann hinzuziehen. Wenn Sie eine Lampe anschließen, tun Sie dies also auf eigene Verantwortung und müssen damit rechnen, dass eine Versicherung im Schadensfall keine Kosten übernimmt. 

Wenn Sie die Lampe trotzdem selbst anschließen wollen, brauchen Sie dazu folgendes Werkzeug: 

  • Phasenprüfer
  • Schraubendreher
  • Lüsterklemme
  • Leiter

Übrigens: Von einer „Lampe“ spricht der Fachmann nur in Bezug auf das Leuchtmittel. Der korrekte Fachbegriff für das, was Laien als Lampe bezeichnen, ist eigentlich „Leuchte“.

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Lampe anschließen: Die Farben der Kabel

Um die Lampe anzuschließen, müssen Sie sich die Kabel genauer ansehen, die meist aus einem kleinen Loch in der Decke oder der Wand kommen. Die unterschiedlichen Farben der Kabel haben folgende Bedeutung: 

  • Grün-gelbes Kabel: Der grün-gelb ummantelte Draht ist der Schutzleiter. Selten ist die Ummantelung auch rot. Der Schutzleiter trägt das Kürzel PE und ist der wichtigste Schutz, insbesondere bei Lampen aus Metall oder anderem elektrisch leitenden Material. Bei einem Kurzschluss leitet der Schutzleiter den Strom ab und löst den FI-Schutzschalter aus, wodurch die Stromzufuhr unterbrochen wird. 
  • Blaues oder graues Kabel: Der Nullleiter ist meistens blau, in älteren Häusern auch grau ummantelt. Er trägt das Kennzeichen N, leitet den Strom von der Lampe weg und schließt den Stromkreislauf. 
  • Braunes oder schwarzes Kabel: Die stromführende Phase oder Außenleiter ist meistens braun, selten schwarz ummantelt. Dieses Kabel ist zusätzlich durch ein L gekennzeichnet. 
Kabel einer Lampe ragen aus der Decke, Männerhände berühren den blanken Draht und halten einen gelben Schraubendreher
Die Farben der Kabel geben Hinweis auf ihre Funktion.© Vadym - stock.adobe.com

Lampe anschließen

Egal ob Deckenleuchte oder Wandstrahler: Wenn Sie sich entschließen, die Lampe selbst anzuschließen, ist Sicherheit das oberste Gebot. Stellen Sie unbedingt den Strom ab – nur das Licht auszuschalten, ist keine ausreichende Sicherheitsmaßnahme. 

Tipp: Wenn Sie in einem fensterlosen Raum oder nach Einbruch der Dunkelheit arbeiten, sorgt ein Baustrahler für die nötige Beleuchtung.
  1. Testen Sie zunächst an einer Steckdose, ob Ihr Spannungsprüfer korrekt funktioniert. 
  2. Bevor Sie sich daran machen, die Lampe anzuschließen, stellen Sie zunächst unbedingt den Strom ab. Wenn Sie eine Deckenleuchte anbringen wollen, prüfen Sie außerdem mit dem Leitungsprüfer, wo das Stromkabel in der Decke läuft.
  3. Wenn Sie den Strom abgeschaltet haben, vergewissern Sie sich mit dem Phasenprüfer, dass wirklich keine Spannung mehr auf dem Kabel ist, an dem Sie die Lampe anschließen wollen. 
  4. Lösen Sie die Schrauben an der Lüsterklemme so weit, dass Sie die drei Kabel aus der Lampe einführen können. 
  5. Verbinden Sie die Lampen-Kabel mit den Kabeln, die aus der Decke kommen. Dafür ist die richtige Reihenfolge wichtig: Verbinden Sie zunächst die beiden grün-gelben Schutzleiter, dann die blauen oder grauen Nullleiter und zum Schluss die braunen oder schwarzen Außenleiter.
  6. Ziehen Sie die Schrauben der Lüsterklemme fest und schalten Sie den Strom ein. Überprüfen Sie, ob sich die Lampe über den Lichtschalter an- und ausschalten lässt. 
Wichtig: Wenn nur die Kabel von Nullleiter und Phase aus der Wand oder Decke ragen und der Schutzleiter fehlt, achten Sie darauf, nur schutzisolierte Lampen anzuschließen. Zu erkennen sind diese Lampen an dem Symbol eines Quadrates, in dem sich ein zweites, kleineres Quadrat befindet.

Wenn Sie eine Lampe wieder abnehmen wollen, lösen Sie die Kabel in umgekehrter Reihenfolge aus der Lüsterklemme: zuerst die Außenleiter, dann die Nullleiter und zum Schluss die Schutzleiter. Wichtig: Die Lüsterklemme muss auf den stromführenden Kabeln an Wand und Decke verbleiben.

Lampe anbringen

Bringen Sie dann die eigentliche Leuchte an Wand oder Decke an. 

Bohren Sie dazu ein oder mehrere Löcher abseits des Bereichs, wo das Stromkabel läuft, und stecken Sie je einen geeigneten Dübel in das Loch, sodass die Lampe sicher an Wand oder Decke befestigt ist. 

Wenn Sie eine besonders schwere Lampe anschließen wollen oder zum Beispiel eine Deckenleuchte in einer Holzdecke montieren wollen, empfiehlt es sich, als zusätzlichen Halt einen Schraubhaken anzubringen. 

Zwar ist es Laien eigentlich verboten, selbst Lampen anzuschließen. Wenn Sie sich dennoch dafür entscheiden, gehen Sie unbedingt mit größter Vorsicht und Sorgfalt vor.

Wichtig: Dieser Artikel ist keine Aufforderung, den Paragrafen 13 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) zu missachten. Wer sich entschließt, eine Lampe selbst anzuschließen, tut dies auf eigene Haftung und Verantwortung.
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