Bad renovieren

Eine neue Toilette für Ihr Bad

Vorwandinstallationselemente sind ideal für eine Renovierung einer alten Toilette. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit überschaubarem Aufwand und wenig Staub- und Schmutzentwicklung Ihre Toilette wieder auf Vordermann bringen!

Toilette in neuem Glanz
Toilette in neuem Glanz© Eike Krebs

Ein WC-Vorwandelement ist die ideale Lösung für alle, die ihr Bad oder ihre Toilette renovieren möchten. Dabei sind solche Vorwand-Montageelemente nicht nur dem Fachhandel vorbehalten, sondern man bekommt sie auch im Baumarkt als Komplettlösungen. An diesen Elementen sind dann schon sämtliche Anschlüsse sowie der Spülkasten vormontiert, und der Metallrahmen muss dann nur noch justiert und angeschlossen werden. Wichtigstes Maß bei der Montage ist der "Meterriss".

Dieser Meterriss, der bei den meisten Vorwandelementen eine Prägemarkierung ist, muss genau in der Höhe von einem Meter hängen, dann stimmen auch alle anderen Maße. Wer sich am Meterriss orientiert, muss sich also auch keine weiteren Gedanken über die Höhe des Toilettensitzes machen – es sei denn, Sie wünschen eine erhöhte Toilette, etwa für ältere Personen, denen es schwerfällt, von der normalen Position aufzustehen.

Noch zu erwähnen ist die Montage im Neubau. Wird das Vorwandelement vor dem Fußboden eingebaut, muss hier noch die Höhe des Fußbodenaufbaus berücksichtigt werden.

Die Trockenbaukonstruktion

Die schnellste und einfachste Art, ein Vorwandelement zu verkleiden, ist eine Trockenbaukonstruktion. Mit den bekannten Blechprofilen wird ein Gerüst gebaut, das dann beplankt wird. Diese Profile erhalten Sie in jedem Baumarkt, ebenso wie die nötige Blechschere für den Zuschnitt.

Das Vorwandgerüst aus den Trockenbauprofilen steht quasi von allein. Der Grund: Die Gipsplatten, die im nächsten Schritt auf die Profile geschraubt werden, verbinden alles zu einem stabilen Kasten. Noch mehr Festigkeit bekommt die Konstruktion, sobald die Fugen verspachtelt sind.

Tipp: Gummierte Handschuhe verringern die Verletzungsgefahr an den scharfen Schnittkanten.

Neue Toilette: vor der Beplankung

Bevor aber die Beplankung auf die Trockenbauprofile kommt, dürfen Sie die Funktionsüberprüfung nicht vergessen! Drehen Sie dazu den Wasserzulauf voll auf, und schauen Sie an allen Verschraubungen, ob alles wirklich dicht ist. Tasten Sie auch ruhig um die Verschraubungen herum, denn dann werden Sie schnell merken, ob es irgendwo leckt. Es darf verständlicherweise kein Wasser austreten, da Reparaturen nach der Beplankung eine extrem fummelige Angelegenheit sind. Tropft es doch, nehmen Sie ein Stück Küchenpapier, um zu schauen, wo das Wasser herkommt.

Hat Ihre Montage den Test überstanden, gilt es, das Wasser aus dem Spülkasten wieder abzulassen. Drehen Sie das Wasser wieder ab, und lassen Sie es vorsichtig aus dem Spülkasten in einen Eimer laufen – das Spülrohr wirkt wie eine Düse. Danach kann die Gipsplattenverarbeitung beginnen.

Vorbereitungen für die neue Toilette

Abriegeln
© Eike Krebs

Riegeln Sie vor der Demontage der alten Armaturen beziehungsweise des alten Spülkastens die Wasserzuleitung ab. Danach die Spülung leer laufen lassen.

Abwasserrohr verschließen
© Eike Krebs

Die Bodenschrauben der Toilette werden gelöst und die Toilette aus dem Abwasserrohr abgezogen, das nun ohne Geruchsverschluss freiliegt.

Rohr abdichten
© Eike Krebs

Das Rohr lässt sich einfach abdichten: einen Lappen in eine Plastiktüte stecken oder eine Endkappe kaufen und damit das Abwasserrohr verschließen.

Neue Toilette: Schritt für Schritt

Zu Beginn wird das Sanitärelement montiert. Das Vorwandelement muss gerade und auf der richtigen Höhe befestigt wird.

Die Montage des Sanitärelements
Sanitärelement ausrichten
© Eike Krebs

Schritt 1/6: Sanitärelement ausrichten

Orientieren Sie sich bei der Montage des Vorwandelements am sogenannten "Meterriss". Der Meterriss ist bei den meisten Modellen eine Prägemarkierung, die eben in Höhe eines Meters sitzen soll. Richten Sie das Element auch gleich mit der Wasserwaage aus!

Montagepunkte markieren
© Eike Krebs

Schritt 2/6: Montagepunkte markieren

Die Montagepunkte mit einem wasserfesten Stift deutlich markieren, in die Wand bohren und Dübel einstecken.

Vorwandelement befestigen
© Eike Krebs

Schritt 3/6: Vorwandelement befestigen

Das Vorwandelement wird mit Sechskantschrauben in der Wand befestigt. Am komfortabelsten geht das mit einem Knarrenschlüssel und entsprechender Verlängerung.

Ablaufstutzen ausmessen
© Eike Krebs

Schritt 4/6: Ablaufstutzen ausmessen

Hängt das Vorwandelement, messen Sie den Ablaufstutzen aus.

Ablaufstutzen abschneiden
© Eike Krebs

Schritt 5/6: Ablaufstutzen abschneiden

Jetzt den Ablaufstutzen aus Kunststoff mit einer Eisensäge exakt gerade abschneiden.

Ablaufstutzen bestreichen
© Eike Krebs

Schritt 6/6: Ablaufstutzen bestreichen

Damit sich der Stutzen leicht ins Abflussrohr stecken lässt, wird er mit Spülmittel bestrichen.

Der Nächste Abschnitt der Sanierung der Toilette ist der Wasseranschluss für den Spülkasten.

Der Wasseranschluss
Der Flexschlauch
© Eike Krebs

Schritt 1/4: Der Flexschlauch

Über einen "Flexschlauch" wird der Spülkasten über das Eckventil der Wasserleitung gefüllt.

Verbindungsstück abdichten
© Eike Krebs

Schritt 2/4: Verbindungsstück abdichten

Die Gewinde der Verbindungsstücke zwischen Spülkasten und Wasseranschluss werden mit einigen Wicklungen Teflonband wasserdicht gemacht.

Winkelstück abdichten
© Eike Krebs

Schritt 3/4: Winkelstück abdichten

Ein 90-Grad-Winkelstück, das ebenfalls mit einigen Wicklungen Teflonband abgedichtet wird, lenkt den Flexschlauch nach rechts in Richtung Anschluss.

Verbindungsstück einsetzen
© Eike Krebs

Schritt 4/4: Verbindungsstück einsetzen

Das Verbindungsstück einsetzen und an den Wasseranschluss montieren. Jetzt gleich prüfen, ob die Verbindungen dicht sind.

Jetzt wird das Gerüst aus Trockenbauprofilen an der Wand befestigt, um im nächsten Schritt die Gipsplattenverkleidung davor zu montieren.

Das Gerüst aus Trockenbauprofilen
Verlauf markieren
© Eike Krebs

Schritt 1/6: Verlauf markieren

Legen Sie die Höhe Ihrer Vorwandverkleidung fest, und markieren Sie mit einem wasserfesten Stift und einer Wasserwaage den geraden Verlauf.

Profil zurechtschneiden
© Eike Krebs

Schritt 2/6: Profil zurechtschneiden

Die Trockenbauprofile aus Blech werden mit einer Blechschere zugeschnitten – erst die Seiten, dann der Boden.

Loch einbohren
© Eike Krebs

Schritt 3/6: Löcher bohren

Anschließend die Profile an die markierte Position halten und die Löcher für die Montage bohren.

Nageldübel einsetzen
© Eike Krebs

Schritt 4/6: Nageldübel einsetzen

Die Profile können mit Dübeln und Schrauben befestigt werden. Schneller und bequemer geht es mit Nageldübeln.

Profil festnageln
© Eike Krebs

Schritt 5/6: Profil festnageln

Umständliches Hantieren mit dem Akkuschrauber entfällt, ein paar Hammerschläge – und fest!

Die wasserführende Technik
© Eike Krebs

Schritt 6/6: Die wasserführende Technik

Die wasserführende Technik stimmt. Nun können die Gipsplatten davormontiert werden.

Die Gipsplattenverkleidung
Sitz der Möbelgriffe markieren
© Eike Krebs

Schritt 1/6: Sitz markieren

Stellen Sie eine Gipsplatte gegen das WC-Vorwandelement, und peilen und markieren Sie sich den Sitz der wasserführenden Rohre sowie der Betätigungsplatte. Anschließend werden die Löcher ausgesägt.

Papierschicht anritzen
© Eike Krebs

Schritt 2/6: Papierschicht anritzen

Der genaue Zuschnitt der Gipsplatten erfolgt mit einem Cuttermesser, das die Papierschicht anritzt.

Platte brechen
© Eike Krebs

Schritt 3/6: Platte brechen

Die Platte wird dann über eine Kante gebrochen und mit einem Surformhobel geglättet.

Platte glätten
© Eike Krebs

Schritt 4/6: Platte glätten

Die Platte wird dann über eine Kante gebrochen und mit einem Surformhobel geglättet.

Platten befestigen
© Eike Krebs

Schritt 5/6: Platten befestigen

Die zugeschnittenen Platten werden mit Gipsplattenschrauben befestigt.

Handarbeit
© Eike Krebs

Schritt 6/6: Handarbeit

Mit einer Handstichsäge ist schnell ein Loch in die Gipsplatte gesägt. Vorteil: Es staubt weniger als mit einer elektrischen Säge!

Haben Sie die Fliesen nicht in der richtigen Größe gekauft oder vorrätig, müssen Sie diese im folgenden Arbeitsabschnitt verarbeiten und zuschneiden. Auch Aussparungen müssen hier berücksichtigt werden.

Die Fliesenverarbeitung
Fliese schneiden
© Eike Krebs

Schritt 1/9: Fliese schneiden

Fliesen gerade schneiden: Spannen Sie mit zwei Zwingen die Fliese und eine Schiene auf Ihren Arbeitstisch, dann können Sie mit dem Winkelschleifer und Diamantscheibe auch härteste Fliesen exakt schneiden.

Fugenkreuze benutzen
© Eike Krebs

Schritt 2/9: Fugenkreuze benutzen

Fugenkreuze helfen, gleichmäßigen Abstand zu halten.

Aussparungen anzeichnen
© Eike Krebs

Schritt 3/9: Aussparungen anzeichnen

Mit den Abdeckkappen der Abflussrohre lassen sich die nötigen Aussparungen anzeichnen.

Loch aussägen
© Eike Krebs

Schritt 4/9: Loch aussägen

Mit einer Fliesensäge mit rundem Sägeblatt wird das Loch ausgesägt.

Fliesen aufkleben
© Eike Krebs

Schritt 5/9: Fliesen aufkleben

Nach Herstellerangabe den Fliesenkleber abschnittweise aufziehen und die Fliesen aufkleben.

Aussparung ausschneiden
© Eike Krebs

Schritt 6/9: Aussparung ausschneiden

Die eckige Aussparung für die Drückerplatte lässt sich bequem mit einem Winkelschleifer und Trennscheibe ausschneiden. Legen Sie dazu ein Stück Styropor als Schnittschutz unter!

Fliese aufkleben
© Eike Krebs

Schritt 7/9: Fliese aufkleben

Die eckige Aussparung für die Drückerplatte lässt sich bequem mit einem Winkelschleifer und Trennscheibe ausschneiden. Legen Sie dazu ein Stück Styropor als Schnittschutz unter!

Fugenmasse anrühren
© Eike Krebs

Schritt 8/9: Fugenmasse anrühren

Fugenmasse anrühren, in die Fugen schlämmen, anziehen lassen und mit feuchtem Schwammbrett wischen.

Fugenmasse wischen
© Eike Krebs

Schritt 9/9: Fugenmasse wischen

Fugenmasse anrühren, in die Fugen schlämmen, anziehen lassen und mit feuchtem Schwammbrett wischen.

Um nun die wasserführenden Rohre anzuschließen, müssen auch diese zugeschnitten werden. Das richtige Maß spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle.

Anschluss der wasserführenden Rohre
Markierung machen
© Eike Krebs

Schritt 1/6: Markierung machen

Um Spül- und Abflussrohre zuzuschneiden, stecken Sie sie bis zum Anschlag in die Wand. Mit einem wasserfesten Stift eine Markierung auf den Rohren machen und wieder herausziehen.

Maß ermitteln
© Eike Krebs

Schritt 2/6: Maß ermitteln

Nun werden die Rohre in den WC-Sitz gesteckt. Mithilfe einer Wasserwaage, die auf dem Rand der Keramik aufliegt, lässt sich so das bündige Maß zum WC- Vorwandelement ermitteln.

Maß messen
© Eike Krebs

Schritt 3/6: Maß messen

Messen Sie das Maß zwischen den beiden Markierungen, und addieren Sie 3 mm dazu. Das ist nun das Maß, das jeweils vom Rohr abgesägt werden muss. Je nach Länge des Rohrs ergeben sich unterschiedliche Maße.

Sägeschnitt anschrägen
© Eike Krebs

Schritt 4/6: Sägeschnitt anschrägen

Den Sägeschnitt mit einer Feile glätten und etwas anschrägen, was das Zusammenstecken erleichtert.

Spülmittel verwenden
© Eike Krebs

Schritt 5/6: Spülmittel verwenden

Etwas Spülmittel auf dem Rohrende hilft beim Zusammenstecken der Wasserleitungen. Die Gummidichtungen leisten hier Widerstand.

WC aufhängen
© Eike Krebs

Schritt 6/6: WC aufhängen

Das wandhängende WC wird jetzt auf Rohre und Bolzen gesteckt (Schalldämmstreifen nicht vergessen) und von vorn verschraubt.

Im letzten Arbeitsschritt kann das neue WC an die Wand angeschlossen werden.

Der Wandanschluss
WC ausrichten
© Eike Krebs

Schritt 1/4: WC ausrichten

Der WC-Sitz wird mit der Wasserwaage ausgerichtet und fest montiert.

Silikon einpressen
© Eike Krebs

Schritt 2/4: Silikon einpressen

Ist der WC-Sitz fest montiert, wird er rundherum mit Sanitärsilikon versiegelt. Dafür lieber etwas zu viel als zu wenig Silikon in die Fuge pressen.

Silikon abziehen
© Eike Krebs

Schritt 3/4: Silikon abziehen

Nach dem Abziehen mit einem Fugengummi ist eine saubere Anschlussnaht garantiert.

Tastatur aufsetzen
© Eike Krebs

Schritt 4/4: Tastatur aufsetzen

Zuletzt werden noch die Druckstempel der Spülmechanik justiert und die "Tastatur" aufgesetzt.

Zum Weiterlesen:Anleitung zur Komplett-Renovierung des Badezimmers

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