Frühjahrsputz

Fassade reinigen leicht gemacht

Fassaden sind Umwelteinflüssen unablässig ausgesetzt. Die Spuren zeigen sich häufig durch Vergrauen, Verschmutzung oder Algen und Moose. Lesen Sie hier, wie Sie die Fassade selbst reinigen.

Saubere Fassaden
Nach der Fassadenreinigung kommen die Farben besonders zur Geltung.© eloleo - stock.adobe.com

Besonders nach dem Winter treten die Verschmutzungen an der Fassade deutlich zutage. Statt strahlender Farben sieht man Moos und Algen, Staub und Schmutz. Um die Fassade wieder zum Strahlen zu bringen, können Sie entweder einen Fachmann beauftragen, oder Sie reinigen die Fassade selbst.

Wenn Sie sich entscheiden, die Fassade selbst zu reinigen, gibt es einiges zu beachten: Nicht alle Fassadentypen sind von Laien leicht zu reinigen, besonders bei beschädigten Fassaden sollten die Profis ran. Auch bei Fassaden aus Kunstharzputz empfiehlt es sich, einen Fachbetrieb hinzuzuziehen, denn in diesem Fall dürfen Sie keine Leiter an die Hauswand lehnen, sondern müssten ein Gerüst stellen.

Zudem ist größte Vorsicht geboten, wenn Sie die Fassade selbst reinigen wollen! Arbeiten Sie nie alleine, besonders wenn Sie in große Höhe arbeiten. Es sollte mindestens eine weitere Person dabei sein, die die Leiter hält und gegebenenfalls Hilfe holen kann.

Steinfassade reinigen
Fassaden aus Natur- oder Bruchstein können Sie mit dem Hochdruckreiniger säubern.© Kärcher

Bedenken Sie auch, dass Fachleute über geeignete Werkzeuge, Reinigungsmittel und vor allem die Routine verfügen, um die Fassade schnell und gründlich zu reinigen. Wenn Sie selbst die Fassade reinigen wollen, müssen Sie dazu mindestens einen ganzen Tag einplanen – andererseits können Sie so deutlich Kosten einsparen.

Der richtige Zeitpunkt für die Fassadenreinigung

Je nach Standort und Ausrichtung verschmutzen Fassaden unterschiedlich schnell. Genauso verschieden sind die Arten der Verschmutzung: So können Autoabgase und Schmutz die Fassade genauso verunstalten wie Algen und Moose. Zum Glück sind die meisten Verschmutzungen jedoch gut mit einem milden Reinigungsmittel und optional mit Algenentferner zu beheben.

Wählen Sie einen trockenen Tag, um die Fassade zu reinigen. Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn die vorangehenden Tage eher feucht waren, so dass der Schmutz schon leicht aufgeweicht ist. Achten Sie außerdem darauf, die richtige Reinigungsmethode für Ihre Fassade auszuwählen!

Fassade reinigen: die richtige Methode

Fassaden aus Klinker oder Backstein, Bruchsteinfassaden oder Fassaden mit herkömmlichem Kalk-Zementputz können mit dem Hochdruckreiniger behandelt werden. Stellen Sie dabei zunächst den niedrigsten Druck ein und steigern Sie diesen nur langsam. Zu hoher Druck kann die Fassade beschädigen.

Fassaden mit Kunstharzputzen über einem WDVS hingegen reagieren deutlich empfindlicher. Sie sollten keinesfalls mit einem Dampfreiniger behandelt werden und auch Hochdruckreiniger sind nur mit geringem Druck und ausreichend Abstand empfehlenswert.

Algen und Moos auf der Fassade
Vorsicht bei Putzfassaden: Statt Hochdruckreiniger empfiehlt sich hier eine Reinigungspackung.© TwilightArtPictures - stock.adobe.com

Wärmegedämmte Fassaden reinigen Sie besser mit einer großen, nicht zu harten Bürste und mildem Seifenwasser. Diesem können Sie bei Bedarf auch einen im Handel erhältlichen Algenreiniger zusetzen.

Tipp: Achten Sie immer darauf, umweltfreundliche Reinigungsmittel zu verwenden!

Fassade reinigen mit Hausmitteln

Ein zuverlässiges und verträgliches Hausmittel für die Fassadenreinigung können Sie selbst ansetzen:

Kochen Sie zunächst 10 Liter Wasser auf. Währenddessen rühren Sie 500 Gramm Speisestärke mit etwas Wasser zu einem glatten Brei. Sobald das Wasser sprudelnd kocht, geben Sie 200 Gramm Waschsoda und zehn Gramm Kaliumpermanganat hinein und rühren gründlich um. Mischen Sie dann die angerührte Speisestärke hinzu und lassen Sie die Masse noch einmal aufkochen.

Streichen Sie die fertige Mischung auf die Fassade und lassen Sie alles etwa fünf Stunden einwirken. Danach spülen Sie einfach alles mit Wasser ab.

Kaliumpermanganat wird unter anderem im Biolandbau eingesetzt, Waschsoda kann als Backtriebmittel verwendet werden. Die Mittel sind für Menschen unbedenklich, töten aber Algen, Pilze und Moose hochwirksam ab.

Vorsicht: Das Mittel ist nicht zur Reinigung von Holzfassaden geeignet!

Holzfassaden reinigen

Auch Holzfassaden können mit dem Hochdruckreiniger gereinigt werden. Bewährt haben sich dabei ein Druck bis 110 bar bei harten Laubhölzern und ein Druck um 50 bar bei den weicheren Nadelhölzern. Die besten Ergebnisse werden mit etwa 80° heißem Wasser erzielt.

Holzfassade reinigen
Arbeiten Sie mit weniger Druck, wenn Sie eine Holzfassade reinigen.© Alyona Tec - stock.adobe.com

Achten Sie bei der Reinigung der Holzfassade besonders darauf, dass die darunterliegenden Bauteile nicht mit dem Wasser in Berührung kommen oder nicht durch Wasser beschädigt werden können. Verzichten Sie außerdem auf rotierende Düsen, denn diese können die Holzfassade beschädigen.

Um die Fassade möglichst lange in einem guten Zustand zu halten, lohnt es sich, schon im Vorfeld ein besonders Augenmerk auf die Qualität und Verarbeitung des Putzes zu legen. Minderwertige Fassadenputze können zur Verschmutzung der Fassade beitragen.

Zum Weiterlesen: Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Fassade von Haftwurzeln befreien.

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