Grillen

Holzkohlegrill Test: Die 8 besten Holzkohlegrills

Sobald die Abende wieder draußen verbracht werden, wird in Deutschland angegrillt. Doch welcher Grill ist der Beste? Wir haben acht Holzkohlegrills getestet.

Holzkohlegrills
Welches ist der beste Grill? Wir haben 8 Holzkohle-Grills getestet.© Christian Bordes

Die Faszination "Grillen" liegt auch darin begründet, dass man hier mit nichts als glühender Holzkohle sein Essen zubereitet. Doch der Grill sollte auch stabil und wetterfest sein und über passendes Zubehör verfügen.

Das haben auch die Hersteller und Importeure erkannt und bieten heute Grillwagen mit zwei Rosten, kompakte, standfeste Grills mit Kaminzugtechnik oder die immer beliebteren Kugelgrills an. Diese verfügen über eine kontrollierte Zuluft, über einen Aschetopf der die Reinigung erleichtert und nicht zuletzt über allerlei Zubehör, dass den Grill sogar zum Pizzaofen machen kann.

Übrigens: Hier haben wir verschiedene Gasgrills getestet.

Hier die Ergebnisse des Grill-Tests

 

So haben wir die Holzkohlegrills getestet

  • Für unseren Test haben wir gemeinsam mit den Prüfingenieuren des Testinstitiuts PZT Briketts von Profagus ("Grillis") ausgewählt, die von Ökotest getestet und mit sehr gut bewertet wurden.
  • Das Anzünden von Grillbriketts dauert wegen deren hoher Dichte immer etwas länger als bei Grillkohle. Hier stellte sich klar heraus, dass ein Kaminzugsystem durch den entstehenden Luftzug schneller als alle anderen Grills einsatzbereit ist, gefolgt von den Kugelgrills, die eine kontrollierte Luftzufuhr im Boden und Ablüftöffnungen im Deckel haben.
  • Bei Grillwagen ist die Konstruktion aus einer flachen, rechteckigen Grillwanne und drei Seitenwänden so simpel, dass sie auf die hindurchstreichende Luft oder den Wind angewiesen sind. Hier brauchen die Brikett natürlich am längsten, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Dafür bieten diese Grills beim direkten Grillen die größte nutzbare Grillfläche.
  • Was im Test der Grills auffiel, war die Montagezeit bei einigen unserer Testkandidaten. Gerade die Kugelgrills bestehen aus zahlreichen Einzelteilen und müssen zusammengeschraubt werden. Unsere versierten Tester schafften dies nicht unter einer halben Stunde.
  • Ein echtes Sicherheitsmerkmal bei einem Grill ist seine Standfestigkeit. Wir haben getestet, ab welcher Neigung ein Holzkohlegrill aus Edelstahl umkippt und wie gut er das wegsteckt.

Lesen Sie hier:Holzkohlegrill, Elektrogrill und Gasgrill im Vergleich

Holzkohlegrills im Test

Dancock

Grill
© Christian Bordes

Positiv:

  • Geringe Erwärmung der Bedienteile
  • Sehr korrosionsbeständig
  • Keine Beschädigung nach Falltest
  • Bequeme Arbeitshöhe
  • Vier Grillrosthöhen möglich
  • Zwei Ablagen
  • Fahrbar, ausreichend große Räder

Negativ:

  • Keine Luftzufuhrregelung
  • Teilweise scharfe Kanten
  • Geringste Standfestigkeit im Test
  • Kein Aschesammler
  • Indirektes Grillen nicht möglich
Gesamturteil: Gut

Heibi

Grill
© Christian Bordes

Positiv:

  • Einfache Montage
  • Sehr geringe Erwärmung der Bedienteile
  • Keine Beschädigung nach Falltest
  • Klappbar, kleiner Stauraum nötig

Negativ:

  • Keine Luftzufuhrregelung
  • Geringe Temperatur auf der Grillfläche
  • Indirektes Grillen nicht möglich
  • Etwas anfällig für Korrosion
  • Temperatur wird nicht gut gehalten
  • Kein Aschesammler
Gesamturteil: Befriedigend

Kingstone (Bauhaus)

Grill
© Christian Bordes

Positiv:

  • Kippstabil Luftzufuhrregelung
  • Korrosionsbeständig
  • Geringe Erwärmung der Bedienteile
  • Hält lange die Grilltemperatur
  • Direktes und indirektes Grillen möglich

Negativ:

  • Relativ aufwendige Montage
  • Sehr niedrige Arbeitshöhe
  • Kein Fettauffang
  • Niedrige Temperaturen beim indirekten Grillen
Gesamturteil: Gut

Landmann

Grill
© Christian Bordes

Positiv:

  • Bequeme Arbeitshöhe
  • Im Praxistest Testsieger der Holzkohlegrills 
  • Aschesammler gut zu entleeren
  • Geringe Bedienteilerwärmung
  • Luftzufuhrregulierung
  • Grillrost höhenverstellbar
  • Sehr große Grillfläche
  • Direktes und indirektes Grillen

Negativ:

  • Komplizierter Zusammenbau
  • Beschädigung nach Falltest
  • Etwas korrosionsanfällig bei Beschädigung
Gesamturteil: Gut

Obi

Grill
© Christian Bordes

Positiv:

  • Sehr große Grillfläche
  • Bequeme Arbeitshöhe
  • Vier Grillrosthöhen möglich
  • Hält gut die Grilltemperatur
  • Kippstabil

Negativ:

  • Sehr dünne Seitenbleche
  • Spürbare Erwärmung von Bedienteilen
  • Anfällig für Korrosion
  • Viel Lagerfläche erforderlich
  • Keine Luftzufuhrregelung
  • Indirektes Grillen nicht möglich
Gesamturteil: Befriedigend

Outdoorchef

Grill
© Christian Bordes

Positiv:

  • Deckel klappbar
  • Nur wenig Grillbriketts notwendig
  • Sehr bequemes Nachfüllen von Grillkohle
  • Hält lange die Grilltemperatur
  • Korrosionsbeständig
  • Luftzufuhrregulierung
  • Direktes und indirektes Grillen

Negativ:

  • Komplizierte Montage
  • Starke Bedienteilerwärmung
  • Beschädigung nach Falltest
  • Vorderrad zu klein
Gesamturteil: Gut

Thüros I

Grill
© Christian Bordes

Positiv:

  • Edelstahl, sehr korrosionsbeständig
  • Keine Beschädigung nach Falltest
  • Gleichmäßige Temperatur auf dem Rost
  • Briketts glühen schnell durch
  • Kippstabil
  • Luftzufuhrregulierung
  • Nur kleine Lagerfläche nötig

Negativ:

  • Niedrige Arbeitshöhe
  • Kleine Grillfläche
  • Rost nicht höhenverstellbar
  • Keine Transportgriffe und -rollen
  • Indirektes Grillen nicht möglich
Gesamturteil: Befriedigend

Weber

Grill
© Christian Bordes

Positiv:

  • Hochwertige Verarbeitung
  • Bedienteile gering erwärmt
  • Luftzufuhrregelung
  • Fettschale einfach zu entnehmen
  • Korrosionsbeständig
  • Gleichmäßige Temperatur auf dem Rost
  • Große Grillfläche
  • Direktes und indirektes Grillen

Negativ:

  • Sehr viel Platzbedarf
  • Kleine Räder
  • Niedrige Arbeitshöhe
  • Beschädigung nach Falltest
Gesamturteil: Gut

Holzkohlegrill oder Einweggrill?

Einweggrills halten die Hitze nur relativ kurze Zeit und sind für größere Stücke als dünne Würstchen oder Minutensteak kaum zu gebrauchen. Außerdem ist die Hitze nicht zu regulieren, und diese Grills hinterlassen immer eine Menge Müll.

Da sollte man lieber 20 bis 30 Euro für einen tragbaren Koffergrill oder noch etwas mehr für einen kleinen Kugelgrill ausgeben. Mit denen hat man alle Grill-Möglichkeiten der großen Holzkohlegrills und kann sie jahrelang benutzen.

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