GARTEN

Tipps für die Gartengestaltung

Schmal, in die Länge gezogen oder verwinkelt: Wir zeigen, wie Sie den Platz im Garten ideal ausnutzen und mit Pflanzen, Gartenhäusern und Sichtschutz gestalten.

Aufmacher_Gartengestaltung
Mit etwas Aufwand bietet Ihr Garten bald einen tollen Anblick. © xiaoliangge/stock.adobe

Wenn Ihr Grundstück eine ungewöhnliche Form hat, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass daraus ein spannender Garten mit interessanten Perspektiven wird. Die Standard-Anlage mit Rasen in der Mitte und Beeten rundherum mag bei quadratischen oder rechteckigen Grundstücken noch einigermaßen gut aussehen, für lange schmale oder kurze breite Räume ist sie jedoch ungeeignet.

Vor der Gestaltung: Machen Sie sich einen Plan

Bevor Sie mit der Gartengestaltung anfangen, machen Sie es sich erst einmal auf der Terrasse bequem und sehen sich Ihren Garten genau an. Schließlich geht es um den Blick, den Sie von hier aus haben. Notieren Sie sich, was an Vorhandenem erhalten bleiben soll, wo die sonnigen und die schattigen Bereiche liegen, was Sie verdecken oder hervorheben wollen. Auch die Terrasse selbst verdient Aufmerksamkeit: Fühlen Sie sich wohler, wenn sie von viel Freifläche umgeben ist oder mögen Sie es geschützt lieber?

Garten unterteilen und Durchblicke schaffen

Der nächste Schritt befasst sich mit der Planung der Trennwände, mit denen Sie das Grundstück gliedern. Diese sollten an die Form des Gartens angepasst werden.

Das wichtigste Gestaltungsmittel sind gebaute oder gepflanzte Wände und Durchgänge. In großen Gärten ist Platz genug für freiwachsende Hecken, für kleinere sind Schnitthecken besser geeignet.

Wo möglichst wenig Pflanzfläche geopfert werden soll, sind Rankgitter oder geschlossene Elemente aus Holz genau richtig; sie sind nicht nur optisch wirksame Unterteilungen, sondern bieten auch noch Platz für Kletterpflanzen. Auch mit Bauzäunen und Schwartenbrettern können Sie transparente Wände schaffen und den Garten so räumlich aufteilen.

Kurzer und breiter Garten

Bei einem kurzen, breiten Grundstück soll der Blick ungehindert bis zum Ende geleitet werden, während Sichtschutzwände seitlich Bereiche abtrennen und den einsehbaren Raum auf diese Weise schmaler erscheinen lassen. Ein wirksames Mittel zur optischen Raumverlängerung ist ein Mittelweg, der beidseitig von Kulissenwänden gesäumt wird. Er erscheint von der Terrasse aus gesehen länger, wenn er nach hinten hin schmaler wird und die vorderen Kulissen nur schmal sind und nach hinten hin immer breiter werden.

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Wege mit Sichtschutz dienen zur optischen Raumverlängerung.© Barbara Helgason/stock.adobe

Natürlich sollte es am hinteren Gartenende etwas geben, was die Blicke auf sich zieht und einen attraktiven Endpunkt für den Weg darstellt. In den breiten Räumen zwischen den Kulissen können je nach Platz kleine Gärtchen oder auch nur breite Beete angelegt werden. Auch Gartenhäuschen oder Geräteschuppen gehören an die Seite des Gartens, um keine Tiefe zu verlieren. Mit einem kleinen Sitzplatz davor kann man eine weitere Blickrichtung einbringen und auch damit die Dimensionen des Gartens nutzen.

Beim Spiel mit optischen Täuschungen hat Farbe eine wichtige Funktion. Kühle Farben wie Blau, Grau, Violett, Weiß scheinen weiter entfernt, warme und leuchtende Farben rücken näher.

Langer und schmaler Garten

Durch Hecken und Wände entsteht eine Reihe von Gartenräumen, die jeweils einen eigenen Mittelpunkt haben und die Sie unterschiedlich bepflanzt können. Sie verhindern den Durchblick von der Terrasse zum Gartenende. Das gelingt zum Beispiel mit dichten Hecken, die nur schmale Durchgänge lassen, oder Blickfängen, die mal links, mal rechts an den Längsseiten des Gartens angeordnet sind. 
Die Sitzplätze sollten an den Seiten liegen und auf diese Weise Perspektiven quer zur Längsausrichtung des Gartens schaffen. 

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Trennwände im Garten schaffen kleinere Gartenräume. © Eileen Kumpf/stock.adobe

Trennwände in einem langen, schmalen Garten sollten möglichst blickdicht sein, damit das Gartenende wirklich verborgen bleibt und man von einem geschlossenen Raum in den nächsten gelangt.

Gartenzimmer

Mit grünen Wänden kann man jedem Grundstück, egal ob es schmal, breit oder verwinkelt ist, eine neue Struktur geben. Die eigentlichen Dimensionen sind kaum noch zu erkennen, weil viele eigenständige Räume entstanden sind.

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Gartenzimmer grenzen den Garten klar in verschiedene Bereiche ab.© Chinnachote/stock.adobe

Ein so gegliederter Garten ist nicht nur interessanter, sondern auch besser zu nutzen als einer, der nur aus einem Raum besteht. Er bietet Platz für verschiedene Sitzplätze, Blumen-, Küchen-, Wasser- oder Spielgarten, je nachdem, was erwünscht ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Teile perfekt zueinanderpassen, denn sie sind ja deutlich voneinander getrennt.

Für die Abtrennung der Gartenzimmer stehen Ihnen verschiedene Varianten zur Auswahl. Sie können mit Rankgitterwänden, gestaffelten Höhen oder hohen Hecken arbeiten. 

Durchgänge

Durchgänge rahmen das Bild, dass sich auf der anderen Seite zeigt, können aber auch für sich schon ein Blickfang sein. So ist es zum Beispiel im Frühsommer, wenn die Rosen blühen und der Rankbogen nur noch aus Blüten und Blättern zu bestehen scheint.

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Durchgänge mit Blumen bilden einen tollen Blickfang.© adisa/stock.adobe

Üppige Pflanzen haben übrigens ein beachtliches Gewicht und erreichen nicht nur eine große Höhe, sondern wachsen auch in die Breite. Der Bogen muss deshalb sehr stabil und gut im Boden verankert sein. Damit ein bequemer Durchgang bleibt, sollte er mindestens 160 cm breit sein.

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