Holzschutz

Tipps rund um Pflanzgefäße und Gartenmöbel

Sobald der Frost kein Thema mehr ist und die Sonne den Boden aufgewärmt hat, treibt es Gartenbesitzer ins Freie. Dieser Ratgeber fasst Informatives und Tipps zusammen.

 
Holzschutz © Pflanzwerk Pflanzgefäße
Gartenmöbel aus Holz benötigen den richtigen Schutz

Um die Grünanlage fit für die bevorstehende Saison zu machen, müssen Pflanzen gepflegt und Gartenmöbel auf Vordermann gebracht werden. Hier erfahren Gartenliebhaber alles, was im Frühling ansteht.

 

Pflanzgefäße richtig umtopfen

Alle ein bis drei Jahre sollten Kübelpflanzen umgetopft werden. Ansonsten kommt das Wachstum zum Stillstand und es drohen Schäden aufgrund von Platz- und Sauerstoffmangel im Topf. Spätestens wenn die Erde vollständig mit Wurzeln durchwachsen ist, sollte ein größeres Pflanzgefäß her. Der neue Topf muss mindestens zwei Nummern größer sein, als der bisherige, was einem Minimum von zwei Zentimetern entspricht. Handelt es sich um Pflanzen, die nicht jährlich in ein neues Gefäß umgesiedelt werden, dürfen es gerne sechs Zentimeter mehr Platz sein.

Worauf es beim Umtopfen ankommt:

  • Fäulnis ist ein Pflanzenkiller und wird durch Staunässe verursacht. Um dem vorzubeugen, ist eine gute Belüftung des Wurzelwerks entscheidend. Hierfür können Granulat, Scherben von Tontöpfen oder grober Kies auf den Topfboden gegeben werden. Auch ein Ablaufloch für Wasser ist nützlich.
  • Verfaulte Wurzeln abschneiden und Wurzelballen lockern.
  • Pflanze in neuen Topf stellen, Zwischenräume mit frischer und nährstoffreicher Blumenerde füllen und mit den Händen gut andrücken.
  • Pflanze gießen und an einen angemessenen Standort stellen

Die Verwendung von Übertöpfen oder Untersetzern kann beim Gießen hilfreich sein und Staunässe zusätzlich vorbeugen.

 

Materialien bei Pflanzgefäßen: Vor- und Nachteile

Falls zum Umtopfen passende Gefäße fehlen, lohnt es sich die verschiedenen Materialien unter die Lupe zu nehmen. Neben klassischen Tontöpfen und Alternativen aus Plastik gibt es weitere Möglichkeiten, die sich ideal für den Einsatz im Garten eignen:

  • Beton: Betonkübel sind extrem robust, frostbeständig, pflegeleicht und lassen sich farblich gestalten. Hinzu kommt, dass es sich um eine günstige Lösung zum Selbermachen handelt. Mit Formen und dem idealen Mischverhältnis entstehen aus Zement, Sand oder Kieselsteinen und Wasser dekorative Pflanzkübel.
  • Fiberglas: Bei Töpfen und Kübeln aus Fiberglas handelt es sich um einen glasfaserverstärkten Kunststoff mit geringem Gewicht, hoher Stabilität und Witterungsbeständigkeit. Produkte aus Fiberglas sind frostsicher, langlebig und fördern die Belüftung der Wurzeln.
  • Materialmischungen: Auch Materialmischungen mit Fiberglas, Synthetik-Fasern und Stein sind denkbar. Sie sind zwar weniger widerstandsfähig, als Produkte aus reinem Fiberglas, dafür aber vergleichsweise günstig. Bezeichnungen wie „Clayfibre“ oder „Fiberclay“ deuten auf die preiswerte Fiberglas-Alternative hin.
  • Polyrattan: Polyrattan begeistert in erster Linie mit der stilvollen Optik. Zudem ist das Kunststoffgeflecht langlebig, reißfest, frostsicher und farbecht. Ideale Voraussetzungen für den Einsatz unter freiem Himmel
  • Zink: Zinkpflanzgefäße sind rostfrei, stabil und Frost kann dem Material ebenfalls nichts anhaben. Allerdings sollte beim Kauf auf saubere Verarbeitung Wert gelegt werden. Schlecht verarbeitete Kanten deuten auf mindere Qualität hin.
  • Roststahl: Immer gefragter werden Töpfe aus Roststahl. Die rostige Oberfläche passt hervorragend zum Außenbereich, erfordert keinerlei Pflege und überzeugt mit zeitlosem Design. Gedanken über das Durchrosten von Kübeln sind übrigens unnötig: Bei hochwertigen Produkten ist eine Schutzschicht integriert, die genau das verhindert. Nachteilig ist der hohe Preis.

 

Kauf- und Pflegetipps zu Gartenmöbeln aus Holz

Holz ist ein wunderbarer Werkstoff für Gartenmöbel, denn er fühlt sich angenehm an und beeindruckt optisch. Damit das lange so bleibt, erfordern Holzgartenmöbel regelmäßige Pflege. Bei Nadelhölzern ist ein zuverlässiger Bläueschutz elementar. Bläue ist eine durch Pilzbefall verursachte Verfärbung.

Ein guter Holzschutzgrund beugt vor. Wer den Pflegeaufwand von Beginn an eindämmen möchte, greift zu Gartenmöbeln aus Laubholz. Es ist weniger anfällig für Schädlinge und deshalb prädestiniert für den Garten.

Die Tabelle informiert über vorteilhaftes Holz für Gartenmöbel:
 

Holzart Eigenschaften
Akazie -robustes Laubholz
-altert natürlich schön
-beständig durch hohes Gewicht
-extrem langlebig
-regelmäßig ölen oder wachsen
Eiche -hochwertiges Laubholz
-pflegeleicht
-langlebig
-kein Bläueschutz erforderlich
-relativ teuer
Eukalyptus -günstiges Laubholz
-schnell nachwachsend
-warme Optik
-empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und UV-Strahlung
-gute Pflege mit Öl und Regenschutz ratsam
Douglasie -überaus attraktiv
-Bläueschutz ist ein Muss
-eines der härtesten Nadelhölzer
-weitere Namen „Oregon Pine“ und „Douglas Fir“
 

 
Besonders günstig lässt sich der Garten mit selbstgemachten Möbeln aus Paletten gestalten. Wie das im Detail funktioniert und welche Werkzeuge benötigt werden, fassen wir in der Bauanleitung für eine Sitzecke aus Europaletten zusammen.

Bilder: Pflanzwerk Pflanzgefäße

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