Teichpflege

Ist Ihr Gartenteich bereit für den Winter?

Eine gute Vorbereitung auf den Winter ist entscheidend, damit der Gartenteich im nächsten Frühling wieder zur kleinen Oase wird. Wie Technik, Tiere und Pflanzen die kalte Jahreszeit gut überstehen, lesen Sie hier.

 
Gartenteich winterfest machen, Teich im Winter © Andrea - stock.adobe.com
Mit der richtigen Vorbereitung kommt der Gartenteich gut durch den Winter.

Sobald das Wasser die Temperatur von 10 Grad Celsius erreicht, wird es Zeit, den Teich auf den Winter vorzubereiten. Dazu gehört nicht nur die sichere Einlagerung der Teichtechnik, sondern auch die Pflege der Pflanzen und Fische im Teich.

Gartenteich winterfest machen

  • Die Teichpumpe ausschalten, reinigen und entfernen – der Druck des Eises kann Teile der Pumpe beschädigen. In einem Behälter mit Wasser und Pflegemittel frostfrei lagern. Außenpumpen und Teichfilter sauber und trocken lagern. Tauchpumpen können auch abgesenkt werden, allerdings mindestens 50 Zentimeter tief. Wasserspeier, Fontänen und dergleichen abbauen und einlagern, sofern sie nicht frostsicher sind.
  • Bei Teichen mit einer Tiefe von weniger als 1 Meter: Die Fische in ein kühles, ruhiges Winterquartier umsiedeln. Die ideale Wassertemperatur liegt für die meisten Fische zwischen 4 und 7 Grad. Dieser Wert kann für exotische Tiere jedoch abweichen, Koikarpfen etwa überwintern bei etwa 15 Grad Celsius.
  • Empfindliche Pflanzen nach drinnen bringen und im Aquarium, Zimmerteich oder Wasserkübel überwintern. Achten Sie dabei auf die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Pflanze. Tipp: Besonders einfach lassen sich die Pflanzen umsetzen, wenn sie schon in Pflanzkörben in den Teich gesetzt wurden und jetzt einfach entnommen werden können.

Teichpflege vor dem Frost

  • Winterharte Pflanzen im Teich zurückschneiden, Uferpflanzen auf Wunsch umpflanzen oder durch Teilung vermehren, lange Gräser an den Spitzen zusammenbinden, um die Wurzeln vor Kälte zu schützen. Schilf und Röhricht erst im Frühling zurückschneiden: Die Halme sind wichtig für den Gasaustausch und dienen Insekten als Unterschlupf.
  • Pflanzenreste und Herbstlaub mit dem Kescher aus dem Teich entfernen. Herbstlaub regelmäßig abfischen, um Faulschlammbildung zu reduzieren. Ein Sammelnetz über dem Teich verhindert, dass Laub ins Wasser fällt.
  • Faulschlamm mit einem Schöpfeimer mit langem Stiel vom Teichgrund entfernen. Fadenalgen entfernen oder dezimieren. Sowohl Schlamm als auch Algen sind sehr nährstoffreich und können als Dünger im Garten verwendet werden.
  • Frisches Wasser zugeben: Ein erhöhter Frischwasseranteil steigert die Chancen der Fische, den Winter gut zu überstehen.
  • Einen dicken Ast in Reichweite ins Wasser stecken, so dass er stehen bleibt. Friert der Teich ganz zu, kann der Stock vorsichtig herausgebrochen werden, das Loch wird gegen die Kälte abgedeckt und dient unter anderem zum Gasaustausch. Alternativ kann auch ein Eisfreihalter eingesetzt werden.

Im Winter zu beachten

  • Bei geschlossener Eisdecke und bei Bedarf einen Eimer Wasser abschöpfen, um den Druck zu reduzieren und die isolierende Luftschicht zu vergrößern. Das Eisloch immer gut abdecken, damit die darunterliegende Wasserfläche nicht zufriert.
  • Gerade bei kleinen Teichen ist es wichtig, dass auch unter Wasser genug Licht zur Verfügung steht. Eine durchsichtige Abdeckung verhindert, dass Schnee ins Wasser fällt und kann einfach freigekehrt werden.
  • Ein zugefrorener Teich ist gleichermaßen gefährlich und verlockend für Kinder. Achten Sie daher darauf, den Teich ausreichend abzusichern und lassen Sie Kinder in Teichnähe nicht unbeaufsichtigt.
  • Ein verbreiteter Ratschlag ist es, einfach einen Strohballen als Eisfreihalter zu verwenden. Das ist keine gute Idee: Das nasse Stroh friert selbst durch und kann außerdem faulen und so wertvollen Sauerstoff binden.

 
Wichtig:
Öffnen Sie die Eisfläche keinesfalls, indem Sie etwa mit dem Pickel auf das Eis schlagen. Der Lärm stört die Fische auf, was dazu führen kann, dass ihr Kreislauf zusammenbricht. Durch die Schallwellen können außerdem die Schwimmblasen der Tiere platzen, was zu einem qualvollen Tod führt.
Eine geschlossene Eisdecke können Sie öffnen, indem Sie in einem Metalltopf Wasser zum Kochen bringen und mit dem heißen, gefüllten Topf ein Loch ins Eis schmelzen. Gießen Sie jedoch kein kochendes Wasser direkt auf die Eisdecke.