Pflastersteine verlegen

Pflastern von Auffahrt und Terrasse

Vermooste oder gebrochene Pflastersteine in der Auffahrt oder auf der Terrasse machen keinen guten Eindruck. Dabei ist es nicht schwer, eine Fläche neu zu pflastern. Mit dieser Anleitung verlegen Sie die Pflastersteine einfach selbst.

 

Pflastersteine für Auffahrt und Terrasse
Auffahrt pflastern: So geht's© Gajus - stock.adobe.com

Schwere Betonplatten in Maßen von 50 x 50 cm ersetzen Sie heute durch die handliche Variante: Betonsteinplatten mit einer Größe von 25 x 25 cm lassen Sie sich einfach verlegen. Mit acht Zentimetern Dicke und dem richtigen Unterbau ist das Pflaster befahrbar. Möchten Sie doch große Platten plastern, finden Sie hier eine Anleitung für das Verlegen von XXL Beton-Platten.

Pflastersteine verlegen: Was muss ich beim Pflastern beachten?

Wenn Sie nur den Belag auswechseln, müssen Sie den Unterbau nicht zusätzlich ausbessern. Bringen Sie lediglich ein passendes Ausgleichsbett auf.

Nicht vergessen: Das Ausgleichsbett sowie das verlegte Pflaster sollte später mindestens ein Gefälle von zwei Prozent aufweisen. Das muss auch beim Verlegen der Platten eingehalten werden.

Um das notwendige Gefälle von zwei Prozent herzustellen und dieses auch konsequent durchzuhalten, ist es notwendig, mit Richtschnüren zu arbeiten: Legen Sie die spätere Auffahrthöhe fest, rechnen die Plattendicke herunter und spannen dann, ausgehend von Garage oder Haus, jeweils links und rechts von der Fläche eine exakt waagerechte Schnur.

Danach senken Sie die Richtschnur vom Haus weg jeden Meter um zwei Zentimeter ab. So erhalten Sie zuverlässig ein zweiprozentiges Gefälle!

Pflastern: Den Unterbau vorbereiten

Pflastern: Unterbau vorbereiten
Ausgleichsschicht verteilen
© Eike Krebs

Schritt 1/5: Ausgleichsschicht verteilen

Die 3 bis 7 cm dicke Ausgleichsschicht mit der Körnung von 0/2 oder 0/4 zunächst grob auf der Fläche verteilen.

Schnureisen einschlagen
© Eike Krebs

Schritt 2/5: Schnureisen einschlagen

Die Schnureisen entsprechend der Auffahrt einschlagen und die Richtschnur mit einem Mindestgefälle von zwei Prozent spannen.

Fläche richtig abstecken
© Eike Krebs

Schritt 3/5: Fläche richtig abstecken

Ein metallener Winkel hilft die zu belegende Fläche im rechten Winkel abzustecken. Solch einen rechtwinkligen Riesenwinkel kann man sich aber auch schnell selbst herstellen. Und zwar mit einem hölzernen Dreieck aus geraden Bauhölzern, wobei das Seitenverhältnis genau 3 zu 4 zu 5 betragen muss (nach Pythagoras a² + b² = c²).

Gegen Staub
© Eike Krebs

Schritt 4/5: Gegen Staub

Besonders bei sonnigem, heißem Wetter empfehlen wir, die Fläche vor dem Abrütteln mit dem Gartenschlauch zu wässern, damit es nicht so sehr staubt.

Verdichten
© Eike Krebs

Schritt 5/5: Verdichten

Verdichten Sie die Fläche mit dem Rüttler (Vibrationsplatte).

Richtschnur spannen: So geht’s

  1. Zuerst wird die Nylonschnur zu einer Schlaufe geknotet.
  2. Damit nun eine Schlinge bilden und um das Schnureisen legen.
  3. Die Schnur wird nun auf Spannung gezogen und dreimal von unten nach oben wie in der Zeichnung um das nächste Schnureisen gewickelt. Jetzt mit der linken Hand die unter Spannung stehende Schnur anheben und das Ende der Schnur mit der rechten Hand darunterziehen. Zieht man jetzt die linke Seite wieder runter, klemmt sich die Schnur von selbst fest.
 

Pflastern: Mit Gefälle glatt abziehen

Links und rechts von der Fläche wird jeweils eine Rundeisenstange in den Boden gebracht, um darüber den Boden zu nivellieren. Zwischen Stange und Richtschnur müssen Sie die Dicke der Betonpflastersteine abmessen.

Pflastersteine verlegen: Boden nivellieren

Boden nivellieren

Liegen die beiden Eisenstangen (hier in der Zeichnung in beispielhafter Form) mit dem jeweiligen Gefälle in Position, wird mit einem Richtscheid oder einer langen Wasserwaage die Sandfläche so abgezogen, dass eine homogene Fläche entsteht.

Richtig pflastern: Anleitung

Betonplatten verlegen
Verlegen
© Eike Krebs

Schritt 1/3: Verlegen

Durch die Richtschnüre haben Sie ja bereits die Lage der Pflasterfläche festgelegt, sodass nun an diesen Schnüren entlang das Pflaster gerade und rechtwinklig verlegt werden kann.

Zweite Reihe
© Eike Krebs

Schritt 2/3: Zweite Reihe

Damit ein versetzter Verband entsteht und sich die Platten bei Belastung untereinander verkeilen und nicht hochkippen, wird die zweite Reihe beginnend mit einer halben Platte gelegt.

Fugen
© Eike Krebs

Schritt 3/3: Fugen

Die Platten werden mit einer Fuge von etwa 3 mm aneinandergelegt. Einige Hersteller versehen ihre Produkte mit kleinen Abstandshaltern, die für einen Mindestabstand sorgen.

Pflastersteine zuschneiden

Pflastersteine zuschneiden
Halbe Steine
© Eike Krebs

Schritt 1/4: Halbe Steine

Einige Hersteller haben auch halbe Steine im Programm, und man kann sich so oft Schneidearbeiten sparen. Häufig aber muss man noch andere Formate zuschneiden und so zeichnen Sie mit einem Stück Kreide die jeweiligen Platten gut sichtbar an.

Vorsicht
© Eike Krebs

Schritt 2/4: Vorsicht

Gehen Sie beim Umgang mit einem Winkelschleifer mit Trennscheibe oder gar einem Steinschneider sachte vor! Achten Sie darauf, die Trennscheibe nicht zu verkanten!

Richtig planen
© Eike Krebs

Schritt 3/4: Richtig planen

Bedenken Sie das Baumwachstum, und schneiden Sie entsprechend die Platten zu.

Schubkarre gegen Staub
© Eike Krebs

Schritt 4/4: Schubkarre gegen Staub

TIPP: Um den Steinstaub beim Schneiden aufzufangen und nicht im Garten zu verteilen, stellen Profis gern eine Schubkarre als Staubfänger auf.

Verlegemuster für Pflastersteine

Verlegemuster
Verlegemuster1
© T. Straszburger

Schritt 1/3: Ansicht

Verlegemuster2
© T. Straszburger

Schritt 2/3: Ansicht

Verlegemuster3
© T. Straszburger

Schritt 3/3: Ansicht

Der versetzte Verband mit gleich großen und quadratischen Platten oder Steinen ist die einfachste Variante für eine befahrene Pflasterfläche. Wer es da etwas einfallsreicher haben möchte, kann auf eine Variation aus unterschiedlichen Plattenmaßen sowie Farben zurückgreifen und diese miteinander kombinieren.

So wird das Pflaster sauber

Zwischen den Pflasterritzen sammelt sich oft Moos und Unkraut an. Deshalb ist es wichtig, einmal im Jahr das Pflaster gründlich zu reinigen. So gehen Sie dabei vor:

  • Moos und Unkraut aus den Ritzen entfernen: Nachdem Sie die Hofeinfahrt gründlich gefegt haben, kratzen Sie die Grasbüschel und das Moos aus den Zwischenräumen. Dafür eignet sich eine kleine Harke, ein altes Messer oder ein spezieller Fugenkratzer. Von chemischen Unkrautvernichtern sollten Sie die Finger lassen, da die giftigen Inhaltsstoffe direkt ins Grundwasser sickern.
  • Platten mit dem Hochdruckreiniger reinigen: Falls Sie hartnäckigen Schmutz wie Moose und Flechten oder auch Vogelkot auf den Pflastersteinen mit einem Hochdruckreiniger entfernen wollen, sollten Sie aufpassen, die Platten nicht zu unterspülen. Außerdem kann zuviel Wasserdruck die Platten beschädigen. Deshalb sollte der Hochdruckreiniger nur bei Hartgesteinen wie Granit oder Basalt zum Einsatz kommen.
  • Betonsteine mit Soda-Wasser reinigen: Bei Beton können Sie zu einem Gemisch aus Soda und Wasser greifen, bei empfindlichen Natursteinen sollten Sie jedoch darauf verzichten. Mischen Sie dazu 10 Liter Wasser mit 100 Gramm Soda aus der Drogerie und verteilen Sie es gleichmäßig auf dem Pflaster. Nach einer Einwirkzeit von rund 5 Stunden spülen Sie die Platten mit klarem Wasser ab. Schon bald strahlen die Platten wieder wie neu!
  • Natursteine mit Wasser und mildem Reinigungsmittel säubern: Für empfindlichen Kalkstein oder Marmor benutzen Sie am besten lauwarmes Wasser und pH-neutrales Reinigungsmittel ohne Tenside. Bürsten Sie die Steine gut ab, danach werden sie mit einem Lappen getrocknet.

Auf selbermachen.de finden Sie weitere Anleitungen und Artikel rund um das Thema Pflastern und wie Sie Ihre Gartenwege gestalten können. 

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