Pflastersteine verlegen: Anleitung und Muster
Keine Angst vor Pflastersteinen. Gepflasterte Wege sind einfacher zu realisieren, als viele denken. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Pflastersteine verlegen und stellen Muster für Pflastersteine vor – mit Anleitung.
Gartenwege haben nicht nur die Funktion, den Hausbewohnern den Gang zwischen Tür und Tor trockenen und sauberen Fußes zu ermöglichen. Gartenwege haben auch eine große optische Wirkung für das ganze Anwesen aus Haus und Vorgarten. Deswegen steht die Frage "Was passt am besten zum Haus?" immer am Anfang der Überlegungen, welchen Stein Sie denn nun verlegen wollen.
Aber auch einige verarbeitungstechnische Details sollten Sie vor dem Kauf der Pflastersteine kennen. Für Anfänger beeziehungsweise nicht so versierte Selbermacher eignen sich bestimmte Materialien besser als andere. Ein rechteckiger Pflasterklinker oder auch ein Betonsteine sind aufgrund ihrer hohen Maßgenauigkeit und dem leichten Handling für Neulinge besonders gut geeignet, um den ersten eigenen Weg zu pflastern.
Pflastersteine verlegen: Beispiele von Pflasterwegen
Idealerweise planen Sie Ihre Wegbreite gleich so, dass Sie Ihr ausgewähltes Steinformat als Ganzes in den Sand setzen können, denn das exakte Zuschneiden der Steine erfordert großes Werkzeug und viel Geduld. Wegen der geraden Kanten werden die meisten Rechteck- Exemplare ohne Fugen verlegt, dennoch sollten Sie bei der Wegbreitenberechnung 1 bis 2 Zentimeter als Spielraum für Korrekturen hinzugeben.
Gearbeitet wird übrigens immer von der verlegten Fläche aus, denn sonst würden Sie das frisch abgezogene Sandbett zerstören. Günstig ist es, sich eine Schaltafel als Arbeitsfläche auf die Steine zu legen, damit Sie nicht einzelne Steine durch unachtsame Bewegungen eindrücken. Die endgültige Festigkeit bekommen die Steine nämlich erst nach dem Einkehren und Einschlämmen des feinen Fugensandes.
Pflastersteine verlegen: Verlegemuster
Pflastersteine verlegen in vier Schritten
- Der Boden wird entlang des geplanten Weges 10 bis 15 Zentimeter ausgekoffert (je nach gewählter Steindicke), das Grünzeug wird großzügig zurückgeschnitten.
- Wichtig: Der Untergrund muss weitgehend eben sein und wird vor dem Einbringen des Sandes/Splitts mit der Rüttelplatte (kann man sich aus Baumarkt leihen) gut verdichtet.
- Das Sandbett von 2 bis 5 Zeentimeter wird mit Gefälle abgezogen, die verlegte Steinfläche müssen Sie ebenfalls mit einer Rüttelplatte verdichten. Vergessen Sie nicht bei Pflasterklinker eine Gummiplatte unter dem Rüttler zu montieren!
- Mit Quarzsand (eventuell 3:1 mit Zement mischen) füllen Sie die Steinfugen durch Einkehren.
Pflastersteine verlegen: Verbände aus Pflaster- und Bruchsteinen pflastern
Bei den sogenannten wilden Verbänden, also Flächen aus unregelmäßigen Bruchsteinen oder verschieden großen Rechtecksteinen, ist etwas mehr Geschick und Augenmaß gefragt, denn zumindest bei den möglichen Kombinationen aus Granitbossen und Bruchsteinen haben Sie unterschiedliche Steinhöhen.
Das macht das Nivellieren im Sandbett zu einer echten Fummelei. Viel an der Ausrichtarbeit lässt sich aber sparen, wenn Sie sich die Bruchsteine vor dem Verlegen genau ansehen und zum Beispiel die mitunter sehr buckligen Steine gleich aussortieren. Bruchsteine können Sie aufgrund ihrer sehr unregelmäßigen Kanten niemals mit gleichmäßigen Fugen verlegen. Sie können diese großen Fugen aber beispielsweise mit Kleinpflastersteinen füllen, einfach nur den Sand einkehren oder das Moos durchwachsen lassen.
Bei den wilden Betonsteinverbänden gibt es grundsätzlich ein wiederkehrendes Raster, in dem die verschieden großen Steine verlegt werden müssen. Eine Rasterzeichnung bekommen Sie von Ihrem Händler beim Kauf der Steine. Das Verlegeraster ist später kaum mehr zu erkennen.
Sie können sich auch Pflastersteine mit einem individuellen Muster selber machen!
Wenn Sie öfter Pflastersteine verlegen, lohnt sich vielleicht die Anschaffung einer eigenen Rüttelplatte. Eine Auswahl von Rüttelplatten finden Sie hier:
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Pflastersteine verlegen: Pflaster aus Bruchsteinen
Pflastersteine verlegen: Kreise, Bögen und Schuppenmuster
Die Königsdisziplin beim Pflastern ist das Verlegen von Bögen, Segmenten und Kreisen aus Granitbossen. Hier ist sehr genaues Arbeiten gefragt, denn Sie müssen die Steine für jede einzelne Position genau nach Größe und Geometrie aussuchen.
Damit das gelingt, sollten Sie sich den exakten Verlauf der Bögen mit einem Nagelzirkel in den Sand malen. Mit dem Pflastern beginnen Sie immer am Bogen selbst, dann arbeiten Sie sich zum Kreismittelpunkt hin vor. In der Regel müssen die Steine dabei sukzessive kleiner werden, weshalb Sie mindestens zwei verschiedene Steinformate (zum Beispiel 10/12 und 5/7) verwenden sollten. Ansonsten müssen Sie die Bossen mit dem Steinhammer auf Maß behauen, was wirklich kein Zuckerschlecken ist.
Gerade bei bogenförmigen Mustern ist das Spannen von Richtungs- und Höhenschnüren unerlässlich. Von ihnen aus müssen Sie nämlich die Mittelpunkte der Kreisbögen schlagen. Um die Höhe exakt spannen zu können, schlagen Sie sich Pflöcke mit Höhenmarkierungen beiderseits des Wegs ein.
Pflastersteine verlegen: Muster pflastern
Pflastersteine verlegen: Das richtige Vorgehen bei Bögen
Haben Sie die Pflastersteine verlegt, Ihr Lieblingsmuster auf den Gartenweg gepflastert und die Blumen schön arrangiert, so können Sie sich von nun an über einen tollen Blickfang freuen!
Zum Weiterlesen: Aufselbermachen.de finden Sie weitere Anleitungen rund um das Thema Pflastersteine verlegen und Gartenwege gestalten.
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