Rasenmäher

Benzinrasenmäher im Test

Es darf wieder wöchentlich gemäht werden! Damit die Pflege des grünen Teppichs nicht zur Last wird, haben wir acht Benzinrasenmäher für Sie getestet. Alle haben einen Radantrieb, der für Arbeitserleichterung sorgt. Unser Rasenmäher-Test zeigt: Gut muss gar nicht teuer sein!

Benzin-Rasenmäher Test
Welcher Benzin-Rasenmäher schneidet im Test am besten ab?© Mariusz Blach - stock.adobe.com

Wenn die Rasenmäher-Saison wieder losgeht und der Rasen hinterm Haus so richtig lossprießt, freut man sich über tatkräftige Unterstützung. Daher haben wir in unserem Rasenmäher-Test acht Benzinrasenmäher mit Radantrieb getestet. In unserem selber machen-Prüfinstitut PZT wurden die Rasenmäher auf Motor und Handhabung untersucht.

So funktioniert der Benzin-Rasenmäher 

Das Prinzip der Benzin-Rasenmäher ist einfach: Ein Sichelmesser erzeugt einen Luftstrom, richtet die Grashalme auf und durchtrennt sie. Dabei schlägt es die Halme eher ab, als sie wirklich zu schneiden. Ist das Messer durch langen Gebrauch stumpf, sieht man das Resultat am Rasenbild: Die Gräser fransen am Halmende aus, trocknen aus und wirken hier bräunlich statt sattgrün.

Wie Sie das Rasenmäher-Messer schärfen, erfahren Sie hier.

Nur ein gut geschärftes Messer sorgt für einen schönen grünen Teppich. Für diese Arbeit lohnt sich die Fahrt zur nächstgelegenen Fachwerkstatt. Geht man selbst mit dem Winkelschleifer ans Werk, kann es leicht zu Unwuchten kommen, die die Lebensdauer des Rasenmähermotors verringern.

Hier lohnen sich die getesteten Benzin-Rasenmäher 

Die Benzin-Rasenmäher im Rasenmäher Test eignen sich für mittlere bis große Grundstücke. Unter 500 m2 reichen Elektro- oder Akkumäher, bei über 1.200 m2 kommen Aufsitzrasenmäher ins Spiel. In dem Bereich dazwischen lohnen sich unsere getesteten Benzin-Rasenmäher mit Antrieb: Mit einer Schnittbreite zwischen 46 und 48 Zentimetern und dem Radantrieb haben sie eine hohe Flächenleistung und ermöglichen gerade Hobbygärtnern im besten Alter eine Rasenpflege ohne fremde Hilfe.

Mit ihren starken Motoren schaffen die Benzin-Rasenmäher auch Rasen nach einem Sommerurlaub, wie die Geräte bei unserem Rasenmäher Test zeigten. Bei hohem Gras schnitten fast alle Kandidaten gut ab, nur Güde und Viking erreichten aufgrund der weniger kräftigen Motoren (geringerer Motorhubraum) nur ein Befriedigend.

Rasenmäher-Test: Mulchmähen mit dem Mulchkit

Beim Betrieb mit frisch geschärftem Sichelmesser fängt man den Rasenschnitt am besten mit dem Fangkorb auf: für den Kompost oder als zehn Zentimeter starke Mulchdecke unter Hecken oder im Gemüsegarten – das hält die Feuchtigkeit im Boden und das Unkraut fern.

Beim Mulchmähen fällt dagegen kein "Abfall" an: Das Mulchkit hält die Halme länger im Messergehäuse und zerkleinert sie stark. Sie bleiben dann auf der Rasenfläche liegen, fallen nach dem Trocknen in die Grasnarbe durch und werden dort zu Nährstoffen zersetzt – das spart Kosten für Mineraldünger. Allerdings muss man in der Saison zweimal die Woche mähen und ist auf trockenes Wetter angewiesen. Bei nassem Rasen oder viel Grünmasse nach dem Urlaub sollte man wie gewohnt mähen und das Schnittgut auffangen.

Alle Benzin-Rasenmäher im Rasenmäher Test verfügen über ein extra Mulchkit, das bei Sabo und Viking leider nicht im Lieferumfang enthalten ist. Bei dem Modell von Honda ist der Verschluss des Auswurfkanals zum Mulchen im Mäher integriert. Ist der Rasen höher, kann sogar praktischerweise eine Teileinstellung erfolgen, sodass nur ein Teil des Rasenschnitts auf dem Rasen verbleibt und der Rest aufgefangen wird.

Rasenmäher-Test an schwierigen Stellen

Pflegt man seinen Rasen mit sommerlicher Bewässerung, Langzeitmineraldünger im März und Juli und mindestens einem wöchentlichen Mähgang von vier bis fünf Zentimetern Höhe, ist das Ergebnis bald perfekt.

Die getesteten Benzin-Rasenmäher kürzen dabei auch in Problemzonen und sogar relativ nah an Randsteinen. Die erste Fahrt sollte wegen der Feinarbeit beim Vor- und Zurückschieben an Beeten und Baumscheiben immer erst ohne Antrieb erfolgen. Danach spart das Zuschalten des Radantriebs viel Power beim Anwender.

Benzin-Rasenmäher reinigen: Nach dem Mähen reinigt man die Geräte mit Spachtel und grober Bürste, säubert öfter die Luftfilter. Wichtig für die eigene Sicherheit: Ziehen Sie vor allen Arbeiten am Gerät den Zündkerzenstecker.

Benzin-Rasenmäher im Test: große Übersicht

Benzinrasenmäher im Test
Brill „48 XL RV“
© Selbermachen

Schritt 1/3: Brill „48 XL RV“

Brill 48 XL RV*

Preis: rund 770 Euro. Positiv: Stabiler Mäher mit Heckfangkorb, Seitenauswurf und Mulchkit. Griffbügelhöhenverstellung mit Schnellverschluss. Gute Kaltstarteigenschaften. Stufenlose Regelung der Antriebsgeschwindigkeit. Negativ: Sehr schwer. Sehr laut. Handling des Fangkorbs etwas umständlich. Gesamturteil: Gut

Sabo „47-VARIO E“
© Selbermachen

Schritt 2/3: Sabo „47-VARIO E“

Preis: 1349 Euro Positiv: Stabiler Mäher mit Elektrostarter. Griffbügelhöhenverstellung mit Schnellverschluss. Sehr gute Kaltstarteigenschaften. Stufenweise Einstellung der Antriebsgeschwindigkeit. Gut zu reinigen. Tragegriff vorne und hinten. Negativ: Kein Mulchset im Lieferumfang. Schwer. Gesamturteil: Gut

Viking „MB 448 T“
© Selbermachen

Schritt 3/3: Viking „MB 448 T“

Preis: 649 Euro. Positiv: Leichter, stabiler Mäher mit Polymergehäuse. Gute Kaltstarteigenschaften. Beidseitiges Kantenmähen. Gute Verarbeitung. Tragegriff vorne und hinten. Negativ: Keine Antriebsgeschwindigkeitsregelung. Mäht hohes Gras nur befriedigend. Keine Mulchfunktion. Griffbügel nicht höhenverstellbar. Sehr laut. Gesamturteil: Gut

Darauf sollten Sie beim Benzin-Rasenmäher kaufen achten

Woran erkennt man, unabhängig von Produkt-Tests, einen guten Benzin-Rasenmäher? Um herauszufinden, was Ihr Rasenmäher können sollte, berücksichtigen Sie beim Kauf eines neuen Rasenmähers folgende Faktoren:

  • Die Fläche Ihres Grundstückes ist der wichtigste Faktor, wenn Sie sich entschließen einen Benzin-Rasenmäher zu kaufen. Ist das Grundstück kleiner als 500 m2 reichen Rasenmäher mit Akku- oder Elektroantrieb. 
  • Auch die Beschaffenheit der Mähfläche spielt bei der Auswahl des Rasenmähers eine Rolle. Ist der Garten verwinkelt, gibt es viele Bäume und schwer erreichbare Flächen, lohnt es sich einen Rasenmäher zu kaufen, der besonders präzise schneidet.
  • Benötigt man einen Rasenmäher, der möglichst flott eine große Fläche mäht, sollten Sie sich ein Modell mit einer breiten Schnittfläche zulegen. Benzinrasenmäher haben eine Schnittbreite von 40-50 Zentimetern. Damit kommen Sie mit dem Mähen schnell voran. 
  • Ab einer Fläche 2000 m2 kann sich auch ein Rasentraktor lohnen.
  • Denken Sie auch an die Schnitthöhenverstellung des Rasenmähers. Ein perfekter Benzin-Rasenmäher gewährleistet bestenfalls eine automatische und stufenlose Verstellung der Schnitthöhe.

Doch nicht nur bei Benzinern, sondern auch bei Akku-Rasenmähern sollten Sie vor dem Kauf einiges berücksichtigen. Selber Machen zeigt Ihnen, was Sie beim Kauf von Akku-Rasenmähern berücksichtigen müssen.

Auf selbermachen.de finden Sie außerdem noch viele weitere Artikel rund um Rasenpflege und Rasen mähen. Wie Sie bei der Rasenpflege mehr Zeit sparen, verraten die Beiträge über Rasenroboter.

Rasenmähen ist für einen gepflegten Garten eine Grundvoraussetzung. Mit der Wahl des richtigen Geräts geht diese Arbeit auch ganz einfach von der Hand.

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