Sicherheitssysteme im Test

Mit Alarmanlagen auf Nummer sicher gehen

Wer sein Zuhause vor unerwünschten Besuchern schützen möchte, kommt um eine Alarmanlage kaum herum. Wir haben sieben Funk-Modelle für Sie getestet. Sie sind einfach in Betrieb zu nehmen und schicken den Alarm per Sprachnachricht, SMS oder E-Mail.

Überwachung über Tablet
Mit einer Alarmanlage haben Langfinger kein leichtes Spiel mehr!© REDPIXEL-stock.adobe.com

Gerade in der dunklen Jahreszeit, wenn man Lauben mit teuren Motorgeräten oder Ferienbungalows nur selten aufsucht, haben Langfinger leichtes Spiel. Schützen Sie Hab und Gut vor Einbrechern und installieren eine günstige, kompakte Alarmanlage. Für Ihre Sicherheit haben wir sieben Funk-Modelle vom SELBERMACHEN-Prüfinstitut PZT testen lassen.

Alle Kandidaten lassen sich relativ einfach einrichten und in Betrieb nehmen. Sie leiten den Alarm über einen Festnetz-, Internet- oder Mobilfunkanschluss weiter. Es erscheint eine Sprachnachricht, SMS oder eine E-Mail auf Ihrem Handy. Oder man schaltet zusätzlich die interne Sirene der Anlage scharf. Bei Eden mit 107 und Olympia mit 100 dB(A) ist sie besonders laut.

Das schreckt Eindringlinge ab und mobilisiert direkte Nachbarn. Für die telefonische Alarmierung können mehrere Rufnummern gespeichert werden. Eine nach der anderen wird angewählt, bis der Anruf entgegengenommen wird. So lassen sich im Urlaub auch Anrufe zu Nachbarn programmieren, die vor Ort schnell reagieren können.

Funk oder Kabel? – die passende Alarmanlage finden:
Grundsätzlich haben Sie bei Alarmanlagen die Möglichkeit, zwischen verkabelten Einbruchmeldeanlagen oder Funk-Alarmanlagen zu wählen. Die verkabelte Variante wird vor allem im Rahmen eines Neubaus empfohlen, da der nachträgliche Einbau sehr aufwendig ist. Betrachtet man die Funktionen, so sind die beiden Typen in Programmierung und Signalgebung ähnlich. Vorteile einer verkabelten Einbruchmeldeanlage sind zum Beispiel der geringe Wartungsaufwand oder die Störungsresistenz dank exklusivem Übertragungsweg.

So schützen Sie Ihr Haus mit Alarmanlagen

Alle Anlagen haben mindestens je einen Öffnungs- und Bewegungsmelder als Grundausstattung mit dabei. Abus, Egardia und i-onik liefern gleich zwei Bewegungsmelder mit. Für die Absicherung sämtlicher Räume im Erdgeschoss eines Hauses reicht das zwar nicht aus, jedoch lassen sich die Systeme jeweils um eine Vielzahl Melder erweitern.

Olympia liefert keinen Bewegungsmelder, dafür aber vier Öffnungsmelder in der Grundausstattung mit, weitere kann man kaufen. Insgesamt bieten alle Testkandidaten die Möglichkeit, durch zusätzliche Komponenten auch größere Wohnbereiche abzusichern.

Wo sollen Alarmanlagen installiert werden?

Es empfiehlt sich, Fenster und Türen im Erdgeschoss mit Öffnungsmeldern zu sichern. Die Meldeeinheit gehört dabei fest an den Rahmen und der Magnetkontakt an den Fenster- oder Türflügel. Man achtet darauf, dass beide nur wenige Millimeter Abstand voneinander haben. Die richtige Montage der Komponenten verhindert Fehlalarme.

Dringt jemand über ein nicht gesichertes Fenster im Obergeschoss oder im Keller ein, löst ein Bewegungsmelder im Innenbereich den Alarm aus. Man installiert die Melder am besten in 2 bis 2,5 m Höhe. Oft können sie an einem Kugelgelenk beweglich ausgerichtet werden, um bestimmte Bereiche besser zu überwachen.

Um einen Fehlalarm durch die Bewegungsmelder zu vermeiden, sollten diese weder in der Nähe von Heizungen noch von Fenstern angebracht werden. Werden Haustiere in dem zu überwachenden Bereich gehalten, ist der Erfassungswinkel des Bewegungsmelders entsprechend einzustellen.

Die Alarmsysteme lassen sich optional mit empfehlenswertem Zubehör ergänzen.

Als Abschreckung gegen Einbrecher dient dann zum Beispiel eine installierte sichtbare Außensirene, wie sie bei allen Herstellern außer Pentatech als zusätzliches Feature zu bekommen ist. Rückseitig oder verstecktliegende Fenster und Türen mit Glasfront schützt man über einen Glasbruchmelder.

Probiert man die einzelnen Komponenten der Anlage aus und macht sich mit ihr vertraut, lohnt das Stummschalten des Alarms. Lassen Sie sich die Meldung besser nur aufs Handy schicken. Die Innensirenen der Anlage sind sehr laut, und sollten die aufgeschreckten nächsten Mitmenschen die Polizei rufen, kann eine Rechnung für die Einsatzkosten drohen.

Alarmanlagen im Test
Abus Privest FU 9000
© Abus

Schritt 1/7: Abus Privest FU 9000

ABUS Privest FU 9000
Preis:
369 Euro.
Positiv: Vielfältige Erweiterungsoptionen, Sicherheitsfunktion gut, Pins und Berechtigungen bis 38 Nutzer, Erhöhter Schutz vor Fehlalarm, Alarmierung bei Stromausfall, Bereich- und Wochenprogramme.
Negativ: Installationssoftware nicht im Lieferumfang, Keine Alarmweiterleitung per SMS/E-Mail, Stromverbrauch Steckernetzteil.
Gesamturteil: Gut.

EDEN HA700
© Edén

Schritt 2/7: EDÉN HA700

EDÉN HA700
Preis: 199 Euro.
Positiv: Einfache Inbetriebnahme, Sabotageschalter an Zentrale, Batteriebetrieb (Sicherung von Objekten ohne Hausanschluss), Alarmsirene sehr laut.
Negativ: Fehlalarmrisiko, Verwaltung nur an Zentraleinheit möglich, Keine Möglichkeit des Reinhörens oder -sprechens.
Gesamturteil: Befriedigend.

EGARDIA Basis RM-01
© Egardia

Schritt 3/7: EGARDIA Basis RM-01

EGARDIA Basis RM-01
Preis: 299 Euro.
Positiv: Konfiguration per SMS und Internet, Apps zur Konfiguration und Steuerung, Sicherheitsfunktion gut, Alarmierung per SMS und E-Mail, Vielfältige Erweiterungsoptionen, Funkreichweite der Melder.
Negativ: Registrierung (Monatsgebühr), Fehlalarmrisiko, Ohne Sabotageschalter.
Gesamturteil: Gut.

I-ONIK HOMETEC WS-200
© I-onik

Schritt 4/7: I-ONIK HOMETEC WS-200

I-ONIK HOMETEC WS-200
Preis: 129 Euro.
Positiv: Einfache Inbetriebnahme Stromverbrauch der Anlage 0,9 Wh Funkreichweite der Melder Reinhören/Reinsprechen Vielfältige Erweiterungsoptionen.
Negativ: Fehlalarmrisiko Konfiguration/Verwaltung der Anlage nur direkt an Zentraleinheit Sabotageschalter nur an Zentrale.
Gesamturteil: Befriedigend.

OLYMPIA Protect 9060
© Olympia

Schritt 5/7: OLYMPIA Protect 9060

OLYMPIA Protect 9060
Preis: 149,90 Euro.
Positiv: Einfache Inbetriebnahme, Alarmübermittlung per GSM-Netz, Reinhören/Reinsprechen, Vier Öffnungsmelder in Grundausstattung, Rauchmelder.
Negativ: Grundausstattung ohne Bewegungsmelder, Fehlalarmrisiko, Ohne Sabotageschalter.
Gesamturteil: Befriedigend.

PENTATECH 3000 Set F4
© Pentatech

Schritt 6/7: PENTATECH 3000 Set F4

PENTATECH 3000 Set F4
Preis: 272,51 Euro.
Positiv: Sicherheitsfunktion gut, Sabotageschalter an Zentrale, Meldern, Alarmübermittlung per GSM-Netz, Aktivierung per RFID-Schlüssel möglich, Apps zur Konfiguration und Steuerung, Alarmierung bei Stromausfall.
Negativ: Fehlalarmrisiko, Alarmsirene leise, Funkreichweite der Melder.
Gesamturteil: Gut.

VISORTECH XMD-3200.pro
© Visortech

Schritt 7/7: VISORTECH XMD-3200.pro

VISORTECH XMD-3200.pro
Preis: 149,90 Euro.
Positiv: Einfache Inbetriebnahme, Sabotageschalter an Zentrale, Meldern, Alarmübermittlung per GSM-Netz, Apps zur Konfiguration und Steuerung, Verwaltung an Zentrale, per Telefoncode oder SMS.
Negativ: Fehlalarmrisiko, Konfiguration der Anlage nur per SMS, Funkreichweite der Melder.
Gesamturteil: Befriedigend.

Alarmanlagen: So haben wir getestet

Die Alarmanlagen wurden in der Originalverpackung beim SELBER MACHEN-Prüflabor PZT angeliefert. Die Ausstattungsmerkmale wurden erfasst und die Handhabung bewertet.

Wichtigster Punkt bei den Tests war die Alarmfunktion, sie ging mit 60% in die Gesamtwertung ein. Hierbei wurde als wichtiges Qualitätsmerkmal auf die möglichst große Reichweite zwischen der per Funk kommunizierenden Alarmzentrale und ihren Einzelkomponenten geachtet.

Im Reichweitentest steuert der PZT-Experte die Alarmzentralen. Erhält dabei ständigen Sicht- und Telefonkontakt zum Kollegen, der sich mit dem passenden Melder immer weiter entfernt. Des Weiteren wurden die Bewegungsmelder der Anlagen überprüft: einmal im frontalen Anlauf und auch in seitlicher Bewegung aus 10, 5 und 2,5 Meter Entfernung. Bei den weiteren Entfernungen blieb teils die Reaktion aus. Die Anlage von Olympia hatte als einzige keinen Bewegungsmelder im Lieferumfang.

Alarmanlagen im Test: Keine Eventualitäten ausgelassen

  1. Mit Ausnahme der Eden (batteriebetrieben, Netzteil optional) müssen alle Anlagen an das Stromnetz angeschlossen werden. Sie verfügen aber über Backupbatterien, die einen Alarm auslösen, falls einmal der Strom ausfällt.
  2. Welches Bewegungsfeld deckt der Melder ab? Teilnehmer des Testteams näherten sich frontal auf dessen Hauptachse, aber auch 2,5 m und 5m von dieser Achse versetzt.
  3. Bei der Alarmauslösung soll eine laute Alarmsirene Bewohner und Nachbarn aufmerksam machen und den Eindringling vertreiben. Zur Prüfung wurde der Schalldruckpegel in 1m Abstand von der Alarmsirene in einer Akustikkabine gemessen. Die Lautstärken der einzelnen Testkandidaten waren sehr unterschiedlich: Die Sirene von Eden ist mit 107dB (A) sehr laut, die von Pentatech mit erreichten 68dB (A) eher leise.
  4. Wie gut hält die Anlage den Kontakt zwischen Sender und Empfänger? Ein Prüfingenieur entfernt sich im Freifeldversuch so lange mit dem Melder, bis der Kontakt zur Alarmzentrale abbricht.

Zusätzlich zum Test der 7 Funk-Alarmanlagen finden Sie hier einen Vergleich von Alarmysytemen 10 verschiedener Hersteller, die sich in der Größe und Ausstattung erneut deutlich unterscheiden.

Alarmanlagen Vergleich
tiiwee Home Alarm System Starter Kit
© tiiwee.com

Schritt 1/10: tiiwee Home Alarm System Starter Kit

Diese Alarmanlage hat einen günstigen Preis, bei dem das Starter Kit mit 2 Sensoren und 1 Fernbedienung enthalten ist, sowie eine laute Sirene (120dB). Es sind allerdings bis zu 40 Sensoren möglich (auch Bewegungsmelder). Das Home Alarm System von tiwee ist ein drahtloses Sicherheitssystem mit einer sehr einfachen Installation durch intuitive Bedienung und deutschsprachiger Gebrauchsanleitung. Nachteilig ist die fehlende Kommunikation über Wi-Fi/ Smartphone und die fehlende Integration von Videokameras.

Multi Kon Trade Funk-Alarmanlage Komplettsystem M2BX SET-4 I
© multikontrade.de

Schritt 2/10: Multi Kon Trade Funk-Alarmanlage Komplettsystem M2BX SET-4 I

Bei Multi Kon hat das Komplettsystem einen großen Lieferumfang (Touch-Alarmanlage mit 4 Bewegungsmeldern, zentrale Touch-Bedienung, 9 Sensoren, …). Es gibt die Möglichkeit der Bedienung per App. Das bedeutet, dass Text-Kommunikation mit dem Alarmsystem möglich ist: Die Alarmanlage kann per Anruf auch aus der Ferne scharfgestellt oder deaktiviert werden.
Hier ist eine Integration von bis zu 100 Sensoren und Überwachungskameras und Rauchmeldern möglich. Zur besseren Vermeidung von Fehlalarmen ist die Frequenz des Alarmsystems codiert.

LUPUSEC XT1 Smarthome Funk-Alarmanlage
© alarmdi.de

Schritt 3/10: LUPUSEC XT1 Smarthome Funk-Alarmanlage

Die Funk-Alarmanlage von LUPUSEC zeichnet sich durch die Möglichkeit aus, einfache Veränderungen an der Zentrale durchzuführen. Hier besticht die umfangreiche Technik zur Videoüberwachung. Das Starterpack besteht aus 2 Sensoren, Keypad, Zentrale und einem Bewegungsmelder - es ist aber wie bei den anderen aufgeführten Beispielen noch ergänzungsfähig (maximal 20 Gefahrenmelder).
Die integrierte Sirene hat eine Lautstärke von 94 dB. Das Smart-Home-System ist aus der Ferne steuerbar – im Falle eines Einbruchs geschieht die Alarmierung über E-Mail oder SMS. Es gibt die Möglichkeit, eine getrennt schaltbare Zone hinzuzufügen.

Olympia 5943 Protect 9061 Drahtlose GSM Alarmanlage
© amazon.de

Schritt 4/10: Olympia 5943 Protect 9061 Drahtlose GSM Alarmanlage

Diese drahtlose GSM Alarmanlage von Olypia hat ein edles Design. Das Set enthält eine Basiseinheit, einen Bewegungsmelder, 4 Sensoren und eine Fernbedienung – hier sind bis zu 32 Sensoren möglich. Die Alarmanlage wird über die ProCom-App gesteuert.
In der Zentrale sind bis zu 10 Telefonnummern für den Notfall programmierbar (Alarmanlage meldet sich per Anruf). Nur der Hersteller Olympia hat eine Stromausfallsicherung an der Basisstation integriert.

Safe2Home® Funk Alarmanlagen Set SP110 mit Sabotageschutz
© safe2home.de

Schritt 5/10: Safe2Home® Funk Alarmanlagen Set SP110 mit Sabotageschutz

Bei Safe2Home besteht das Set aus einer Basiseinheit mit 3 Sensoren, 2 Fernbedienungen, 2 RFID-Chips, 1 Bewegungsmelder und 1 Bedienungsanleitung. Erweiterbar ist dieses Set durch die Installation einer Außensirene, Videoüberwachung, weiteren RFID-Chips, Bewegungsmeldern und weiteren Sensoren. Hier ist auch ein Quickstart möglich. Die Steuerung und Alarmierung geschieht per Smartphone. Einzigartig ist hier der Sabotageschutz.

ABUS Funk-Alarmanlage Smartvest Basis-Set
© digitalzylinder-shop.com

Schritt 6/10: ABUS Funk-Alarmanlage Smartvest Basis-Set

Das Set der ABUS Smartvest besteht aus einer Basiszentrale, 1 Fernbedienung, 1 Öffnungsmelder und 1 Bewegungsmelder – es sind maximal 32 verschiedene Funk-Komponenten und 4 IP-Kameras anschließbar, die Videoüberwachung beinhaltet hier auch Schnappschüsse. Integriert ist hier auch ein Hygrometer zur Luftfeuchtigkeit- und Temperaturmessung. Über spezielle Funk-Steckdosen kann die eigene Anwesenheit simuliert werden.
Bei der Variante Secvest blockieren mechatronische Sicherheitskomponenten den Einbruchsversuch mechanisch, während das Alarmsystem den Versuch meldet.
Die Alarmanlage von ABUS ist wegen der handlichen Inbetriebnahme Testsieger bei Stiftung Warentest, es mangelt aber an der Sabotagesicherung der Zentrale.

VisorTech Hausalarm: GSM-Alarmanlage
© ebay.de

Schritt 7/10: VisorTech Hausalarm: GSM-Alarmanlage

Die Alarmanlage von Visor-Tech kann 150 verschiedene Sensoren in 99 Zonen umfassen (Bewegungs- und Öffnungsmelder, sowie Wasser- und Rauchmelder), eine 80 dB-Sirene im Preis inbegriffen. Auch hier läuft die Steuerung und Benachrichtigung über das Smartphone – Zentrale ist daher zeitsteuerbar und besitzt eine Auslöseverzögerung.

Honeywell Security Funk-Alarmanlagen-Set HS330S
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Schritt 8/10: Honeywell Security Funk-Alarmanlagen-Set HS330S

Das Basis-Set von Honeywell wird mit Funk-Bedienfeld, 2 Bewegungsmeldern, 2 Öffnungssensoren, 2 RFID-Tags geliefert. Es sind bis zu 18 Bewegungsmelder oder Öffnungsmelder, 8 RFID-Tags und 5 Funkfernbedienungen möglich.
Hier sticht die berührungsfreie Bedienung über RFID-Chip hervor, das System arbeitet vollständig kabellos. Tür-/Fenster-Alarmanlagen signalisieren geöffnete Türen/Fenster. Am Bedienfeld wird der Batteriewechsel rechtzeitig angezeigt.
Allerdings verfügt dieses System nicht über SMS-Benachrichtigungen oder Handy-Anrufe – die interne Sirene übernimmt allein die Alarmierung.

Eminent EM8610 Wireless GSM Alarm
© letzshop.lu

Schritt 9/10: Eminent EM8610 Wireless GSM Alarm

Das Basis-Set von Eminent kommt mit 1 Bedieneinheit, 1 Bewegungssensor, 1 Öffnungssensor, 2 Fernbedienungen, 1 Netzteil und 2 RFID-Etiketten. Hier können bis zu 50 kabellose Sensoren integriert werden.
Auch dieses System wird über eine App gesteuert, die Einrichtung ist recht einfach. Bei Stromausfall sorgt der Not-Akku für Sicherheit.

Somfy 2401497 Home Alarm
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Schritt 10/10: Somfy 2401497 Home Alarm

Bei dem Hersteller Somfy enthält das Basis-Set die Zentrale, 1 Innensirene, 1 Bewegungsmelder, 1 Fernbedienung und 3 Sensoren. Die Installation ist schnell und einfach – das System wird ebenfalls über eine Smartphone-App gesteuert. Die Innensirene (120 dB) wird bei Erschütterungen aktiviert. Dabei unterscheidet das System zwischen normalen Vorkommnissen (Wind, Anklopfen) und potenziellen Bedrohungen (Bohren, gewaltsames Eindringen). Die Zubehörteile sind mit Sabotageschutz ausgestattet.

Worauf es bei einer Überwachungsanlage ankommt

  1. Wetterschutz: Eine Außenkamera muss im Laufe des Jahres Kälte, Hitze, Frost, Regen oder Gewitter aushalten, deswegen sollte sie mindestens Schutzklasse IP65 haben.
  2. Stromversorgung: Wahl zwischen Akku, Kabel oder Solar-Modulen.
  3. Auflösung: FullHD-Auflösung ist notwendig, um Gesichter zu erkennen.
  4. Aufnahmewinkel: Je nach Standort muss ein passender Aufnahmewinkel gewählt werden – für Hauseingänge reicht oft 90 bis 110 Grad.
  5. Speicherort: Die Daten können lokal auf einer SD-Karte oder extern auf einem PC/ Server oder
  6. Nachtsicht und Bewegungsmelder

Alternative zur Alarmanlage: Genügt nicht auch ein Flutlicht?

Alte Methoden wie vergitterte Fenster im Erdgeschoss oder schwere Scharniere am Fensterrahmen sind als Gebäudeschutz keine optisch ansprechende Variante. Beim Gartenschuppen mag das noch gehen, doch wer möchte schon das ruhige Wochenende im Ferienhäuschen hinter schwedischen Gardinen verbringen?

Ein Flutlicht mit gutem Bewegungsmelder mag Einbrecher abschrecken. Doch oft aktivieren nachtaktive Tiere das Licht und versetzen die Nachbarschaft erst in Sorge, später in Gleichgültigkeit. Letztlich geht es ja um die Sicherung der Innenräume, und dafür eignen sich kompakte Funk-Alarmanlagen besonders gut. Egal, wo das gesicherte Objekt liegt und wie weit man selbst entfernt ist – nach einer Nachricht auf das Handy kann man per Telefon vor Ort gleich alles Notwendige veranlassen und in Bewegung setzen.

Extra: Einbruchschutz durch moderne Schließsysteme

vernetzte Sicherheitstechnik
© Sasin Paraska - stock.adobe.com

Eine weitere Möglichkeit, um Ihr Haus sicherer zu machen, sind elektronische Schließsysteme.

Hier gibt es zum Beispiel Chipkarten oder elektronische Türschlösser. Außerdem gibt es noch Varianten der elektronischen Schließsysteme, die mit einem Fingerabdruck-Scanner ausgestattet sind. Hier können auch bis zu 99 verschiedene Finger gespeichert werden.

Der Vorteil solcher elektronischen und schlüssellosen Systeme ist, dass sie nicht mit einem Dietrich geknackt werden können. Schließlich fehlt hier der Zylinder – und sie können so programmiert werden, dass nach einer sehr geringen Zahl von Fehlversuchen oder -eingaben ein Signal an Sie oder den Sicherheitsdienst gesendet wird.

Zum Weiterlesen:mechanische Sicherheitsvorkehrungen als Einbruchschutz und alles Wichtige über Sicherheitsglas.

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