Sicherheitssysteme im Test

Mit Alarmanlagen auf Nummer sicher gehen

Wer sein Zuhause vor unerwünschten Besuchern schützen möchte, kommt um eine Alarmanlage kaum herum. Sie sind meist sehr einfach in Betrieb zu nehmen und schicken den Alarm per Sprachnachricht, Anruf, SMS oder E-Mail.

Überwachung über Tablet
Mit einer Alarmanlage haben Langfinger kein leichtes Spiel mehr!© REDPIXEL-stock.adobe.com

Gerade in der dunklen Jahreszeit, wenn man Lauben mit teuren Motorgeräten oder Ferienbungalows nur selten aufsucht, haben Langfinger leichtes Spiel. Schützen Sie Hab und Gut vor Einbrechern und installieren eine günstige, kompakte Alarmanlage

Sie leiten den Alarm meistens über einen Festnetz-, Internet- oder Mobilfunkanschluss weiter. Es erscheint eine Sprachnachricht, ein Anruf, eine SMS oder eine E-Mail auf Ihrem Handy. Oder man schaltet zusätzlich die interne Sirene der Anlage scharf. 

Das schreckt Eindringlinge ab und mobilisiert direkte Nachbarn. Für die telefonische Alarmierung können mehrere Rufnummern gespeichert werden. Eine nach der anderen wird angewählt, bis der Anruf entgegengenommen wird. So lassen sich im Urlaub auch Anrufe zu Nachbarn programmieren, die vor Ort schnell reagieren können.

Funk oder Kabel? – die passende Alarmanlage finden:
Grundsätzlich haben Sie bei Alarmanlagen die Möglichkeit, zwischen verkabelten Einbruchmeldeanlagen oder Funk-Alarmanlagen* zu wählen. Die verkabelte Variante wird vor allem im Rahmen eines Neubaus empfohlen, da der nachträgliche Einbau sehr aufwendig ist. Betrachtet man die Funktionen, so sind die beiden Typen in Programmierung und Signalgebung ähnlich. Vorteile einer verkabelten Einbruchmeldeanlage sind zum Beispiel der geringe Wartungsaufwand oder die Störungsresistenz dank exklusivem Übertragungsweg.

Wo sollen Alarmanlagen installiert werden?

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Es empfiehlt sich, Fenster und Türen im Erdgeschoss mit Öffnungsmeldern zu sichern. Die Meldeeinheit gehört dabei fest an den Rahmen und der Magnetkontakt an den Fenster- oder Türflügel. Man achtet darauf, dass beide nur wenige Millimeter Abstand voneinander haben. Die richtige Montage der Komponenten verhindert Fehlalarme.

Dringt jemand über ein nicht gesichertes Fenster im Obergeschoss oder im Keller ein, löst ein Bewegungsmelder im Innenbereich den Alarm aus. Man installiert die Melder am besten in 2 bis 2,5 m Höhe. Oft können sie an einem Kugelgelenk beweglich ausgerichtet werden, um bestimmte Bereiche besser zu überwachen.

Um einen Fehlalarm durch die Bewegungsmelder zu vermeiden, sollten diese weder in der Nähe von Heizungen noch von Fenstern angebracht werden. Werden Haustiere in dem zu überwachenden Bereich gehalten, ist der Erfassungswinkel des Bewegungsmelders entsprechend einzustellen.

Die Alarmsysteme lassen sich optional mit empfehlenswertem Zubehör ergänzen.

Als Abschreckung gegen Einbrecher dient dann zum Beispiel eine installierte sichtbare Außensirene*. Rückseitig oder verstecktliegende Fenster und Türen mit Glasfront schützt man über einen Glasbruchmelder*.

Probiert man die einzelnen Komponenten der Anlage aus und macht sich mit ihr vertraut, lohnt das Stummschalten des Alarms. Lassen Sie sich die Meldung besser nur aufs Handy schicken. Die Innensirenen der Anlage sind sehr laut, und sollten die aufgeschreckten nächsten Mitmenschen die Polizei rufen, kann eine Rechnung für die Einsatzkosten drohen.

Worauf es bei einer Überwachungsanlage ankommt

  1. Wetterschutz: Eine Außenkamera muss im Laufe des Jahres Kälte, Hitze, Frost, Regen oder Gewitter aushalten, deswegen sollte sie mindestens Schutzklasse IP65 haben.
  2. Stromversorgung: Wahl zwischen Akku, Kabel oder Solar-Modulen.
  3. Auflösung: FullHD-Auflösung ist notwendig, um Gesichter zu erkennen.
  4. Aufnahmewinkel: Je nach Standort muss ein passender Aufnahmewinkel gewählt werden – für Hauseingänge reicht oft 90 bis 110 Grad.
  5. Speicherort: Die Daten können lokal auf einer SD-Karte oder extern auf einem PC/ Server oder
  6. Nachtsicht und Bewegungsmelder

Alternative zur Alarmanlage: Genügt nicht auch ein Flutlicht?

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Alte Methoden wie vergitterte Fenster im Erdgeschoss oder schwere Scharniere am Fensterrahmen sind als Gebäudeschutz keine optisch ansprechende Variante. Beim Gartenschuppen mag das noch gehen, doch wer möchte schon das ruhige Wochenende im Ferienhäuschen hinter schwedischen Gardinen verbringen?

Ein Flutlicht*mit gutem Bewegungsmelder mag Einbrecher abschrecken. Doch oft aktivieren nachtaktive Tiere das Licht und versetzen die Nachbarschaft erst in Sorge, später in Gleichgültigkeit. Letztlich geht es ja um die Sicherung der Innenräume, und dafür eignen sich kompakte Funk-Alarmanlagen besonders gut. Egal, wo das gesicherte Objekt liegt und wie weit man selbst entfernt ist – nach einer Nachricht auf das Handy kann man per Telefon vor Ort gleich alles Notwendige veranlassen und in Bewegung setzen.

Extra: Einbruchschutz durch moderne Schließsysteme

vernetzte Sicherheitstechnik
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Eine weitere Möglichkeit, um Ihr Haus sicherer zu machen, sind elektronische Schließsysteme.

Hier gibt es zum Beispiel Chipkarten oderelektronische Türschlösser*. Außerdem gibt es noch Varianten der elektronischen Schließsysteme, die mit einemFingerabdruck-Scanner* ausgestattet sind. Hier können auch bis zu 99 verschiedene Finger gespeichert werden.

Der Vorteil solcher elektronischen und schlüssellosen Systeme ist, dass sie nicht mit einem Dietrich geknackt werden können. Schließlich fehlt hier der Zylinder – und sie können so programmiert werden, dass nach einer sehr geringen Zahl von Fehlversuchen oder -eingaben ein Signal an Sie oder den Sicherheitsdienst gesendet wird.

Zum Weiterlesen:mechanische Sicherheitsvorkehrungen als Einbruchschutz und alles Wichtige über Sicherheitsglas.

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