Beet und Hochbeet

Raupen bekämpfen mit Hausmitteln

Schmetterlinge sind bei den meisten Menschen ein gern gesehener Gast im Garten oder auf dem Balkon. Ihre Larven, die Schmetterlingsraupen hingegen, sind deutlich weniger gerne gesehen. Allein schon, weil sie sehr gefräßig sind und Ihren Pflanzen schaden können. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Schmetterlingsraupen mit Hausmitteln bekämpfen können.

Schmetterlingsraupe vom Kohlweißling
© Robert Mertl - stock.adobe.com

Schmetterlinge sieht man gerne im Garten. Die Tiere aber nicht von Anfang an zarte Falter. Geboren werden sie als relativ große, sehr gefräßige Raupen. Mit Chemie gegen sie vorzugehen ist aus mehrerlei Hinsicht keine gute Idee. Allein schon deshalb, weil Sie so später keine hübschen Falter zu sehen bekommen werden.

Bevorzugte Wirtspflanzen für Schmetterlingsraupen

Oft sieht man Schmetterlingsarten wie den kleinen Fuchs, den Admiral oder auch das Tagpfauenauge. Diese bevorzugen allerdings eher Wildpflanzen, darunter Brennnesseln und dergleichen, für Ihre Larven beziehungsweise die Eiablage. Nutzpflanzen sind für diese Schmetterlinge weniger attraktiv.

Für Ihre Pflanzen im Garten "gefährlich" wird es hingegen bei Kohlweißling und Zitronenfalter. Während der Kohlweißling seine Eier bevorzugt auf Nutzpflanzen (oft im Hochbeet) wie etwa Brokkoli, Blumen- und Grühnkohl sowie Kohlrabi und verschiedenen anderen Kohlsorten, aber auch Rucola, Radieschen, Raps und Senf ablegt, findet man die Larven des Zitronenfalters auf anderen Gewächsen.

Dazu zählen:

  • Gemeiner Faulbaum: Der Gemeine Faulbaum, auch bekannt als Kreuzdorn, ist eine Hauptwirtspflanze für den Zitronenfalter. Die Raupen des Zitronenfalters fressen gerne an den Blättern dieses Strauchs.
  • Kreuzdorn: Ähnlich wie der Gemeine Faulbaum ist der Kreuzdorn eine weitere beliebte Wirtspflanze für den Zitronenfalter. Die Raupen ernähren sich gerne von den Blättern dieser Pflanze.
  • Zitrusbäume: Obwohl Zitrusbäume keine bei uns einheimischen Pflanzen sind, werden sie oft in Gärten und Gewächshäusern angebaut. Der Zitronenfalter legt seine Eier auch gerne auf Zitrusbäumen wie Zitrone, Limette, Orange und Grapefruit ab.

Allerdings nutzt der Zitronenfalter auch andere Pflanzenarten als Wirtspflanzen, insbesondere wenn diese ähnliche Eigenschaften aufweisen. Darüber hinaus kann die Präferenz für bestimmte Pflanzen je nach Region und örtlichen Bedingungen variieren.

Schmetterlingsraupe vom Zitronenfalter
© Henk - stock.adobe.com

Wir zeigen Ihnen einige Hausmittel, mit denen Sie Raupen bekämpfen und Ihre Nutzpflanzen vor ihnen retten können.

Raupen bekämpfen mit Hausmitteln

Haben Sie bei sich im Beet Schmetterlingsraupen entdeckt ist die erste Maßnahme das Einsammeln der Tiere. Es bleibt hierbei jedoch nicht beim einmaligen Handpflücken. Überprüfen Sie Ihre Pflanzen regelmäßig und entfernen Sie die Raupen umgehend. Theoretisch könnten Sie die Larven nun in einer Schüssel mit Seifenwasser verenden lassen. Tierfreundlicher ist es jedoch, sie einfach wo anders, möglichst weit weg von Ihren Pflanzen, wieder auszusetzen.

Auch Neemöl kann bei der Bekämpfung von Raupen helfen. Neemöl ist ein natürliches Öl, das aus den Samen des Neembaums gewonnen wird. Es besitzt insektizide Eigenschaften und kann wirksam gegen Schmetterlingsraupen sein. Mischen Sie einige Tropfen Neemöl mit Wasser und sprühen Sie die Lösung auf die betroffenen Pflanzen. Achten Sie darauf, sowohl die Ober- als auch die Unterseiten der Blätter zu besprühen. Wiederholen Sie die Anwendung alle paar Tage, um die Raupen zu bekämpfen.

Fast genauso effektiv ist eine Mischung aus Knoblauch, Zwiebeln und Wasser. Zerdrücken Sie einige Knoblauchzehen oder Zwiebeln und lassen Sie sie in Wasser einweichen. Sprühen Sie die Mischung auf die Pflanzen, um eine schützende Barriere zu schaffen. Der starke Geruch wirkt als natürlicher Abschreckungsmittel für die Raupen.

Apropos Geruch: Pflanzen wie zum Beispiel Ringelblumen, Tagetes oder Kapuzinerkresse haben einen starken Geruch, der Schmetterlingsraupen abschreckt. Pflanzen Sie diese neben die Nutzpflanzen, die Sie vor den gefräßigen Schmetterlingsraupen schützen möchten.

Wenn Sie bereits frühzeitig davon ausgehen, dass Ihre Pflanzen von Schmetterlingsraupen heimgesucht werden, können Sie vorbeugend ein Pflanzenschutznetz spannen. Achten Sie dabei darauf, dass die Maschen eng genug sind, dass die Tiere nicht hindurchschlüpfen können.

Wie fast jeder andere Schädling auch, hat die Schmetterlingslarve natürlich Feinde. Dazu zählen unter anderem Marienkäferlarven, Schlupfwespen und Vögel sind natürliche Feinde von Raupen und können zur Reduzierung ihrer Population beitragen. Schaffen Sie eine förderliche Umgebung für diese nützlichen Insekten und Tiere, indem Sie Pflanzen anbauen, die ihnen Nahrung und Schutz bieten.

Die Wirksamkeit dieser Methoden kann je nach Art der Raupen variieren. Wenn Sie mit einem größeren Befall oder hartnäckigen Schädlingen konfrontiert sind, ist es ratsam, professionelle Hilfe von Experten in Anspruch zu nehmen. Mit diesen effektiven Methoden können Sie jedoch die Raupenpopulation in Ihrem Garten kontrollieren und Ihre Pflanzen vor Schäden schützen.

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