Kaninchengehege

Kaninchenstall selber bauen

Kaninchen benötigen ausreichend Auslauf sowie die Möglichkeit zu spielen, sich zu verstecken und zu schlafen. Beim Bau von Kaninchenställen gilt es, einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Welche das sind und wie Sie einen kleinen Kaninchenstall selber bauen, lesen Sie hier.

Kaninchenstall bauen
Kaninchen brauchen Auslauf, aber auch ein sicheres Zuhause.© Евгений Вершинин - stock.adobe.com

Kaninchen können rund ums Jahr draußen gehalten werden. Statt sie in der Wohnung in eine Käfighaltung zu zwingen, fühlen sie sich hier wesentlich wohler. Bei der Planung sollten Sie jedoch die speziellen Eigenheiten der Nager berücksichtigen.

Kaninchenstall bauen: Was ist dabei zu beachten?

Auf diese Dinge sollten Sie bei der Planung und Gestaltung Ihres Kaninchengeheges achten:

  • Wer Kaninchen im Außengehege halten möchte, sollte sich intensiv mit der Lebensweise der Nager beschäftigen. Kaninchen sind sehr soziale Tiere, die sich viel mit ihren Artgenossen austauschen. Deshalb sollte man ein Kaninchen nie allein halten.
  • Ein Kaninchenstall sollte den Tieren genügend Auslauf und Platz bieten.
  • Besonders wichtig bei der Planung ist, darauf zu achten, dass die Kaninchen Schatten finden. Der Kaninchenstall muss also immer zum Teil im Schatten liegen. Ansonsten muss für einen guten, künstlichen Sonnenschutz gesorgt werden.
  • Zudem nagen Kaninchen gerne am Holz und nehmen so evtl. giftige Farbe auf. Verwenden Sie also nur unbedenkliche und für Tiere ungiftige Farben und Lacke. (Oft erkennbar an der Aufschrift "Für Kinderspielzeug geeignet"). Mit diesem Lack können Sie das verwendete Holz von allen Seiten isolieren - auch den Boden.

Kaninchenstall bauen: Skizze und Maße

Ein einfacher Kaninchenstall für Aufenthalte im Garten. Zum Vergrößern der Skizze hier klicken.

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Vorsicht: Dieser Kaninchenstall ist als alleiniges Kaninchengehege zu klein. Er ist aber ein schönes Einrichtungs-Element innerhalb eines größeren Geheges. Die "Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V." empfiehlt ein Gehege mit einer Grundfläche von mindestens 6m² für zwei Kaninchen, pro weiterem Kaninchen muss die Größe um 20 Prozent erhöht werden.

Kaninchenstall selber bauen: Anleitung

So gehen Sie beim Bauen des kleinen Kaninchenstalls vor:

Kaninchenstall Bauanleitung
Torbogen aussägen
© Reinhard, Wegler

Schritt 1/7: Torbogen aussägen

Der Torbogen wird mit einem Keksdosendeckel aufgezeichnet. Bogen, 15°-Dachschräge und Ecken mit einer Stichsäge aussägen.

Bauteile verbinden
© Reinhard, Wegler

Schritt 2/7: Bauteile verbinden

Die Bauteile stumpf verschrauben und die Torbogenwand ein setzen. Dabei Vorbohren und Ansenken der Löcher nicht vergessen.

Bodenplatte durchbohren
© Reinhard, Wegler

Schritt 3/7: Bodenplatte durchbohren

Das Bodenbrett für den Innenbereich mit 10-mm durchbohren, damit "kleine Geschäfte" der Bewohner gleich absickern können.

Farbe
© Reinhard, Wegler

Schritt 4/7: Farbe

Den richtigen Farbton, am besten ein frisches Hellgrün, mischt man sich aus Acrylfarbe in den Tönen Grün, Gelb und Weiß selbst an.

Kaninchendraht
© Reinhard, Wegler

Schritt 5/7: Kaninchendraht

Der Kaninchendraht wird in zwei 50 cm breiten Bahnen mit Krampen (U-förmige Nägel) rundherum aufs Gestell aufgenagelt.

Dachschindeln
© Reinhard, Wegler

Schritt 6/7: Dachschindeln

Die Dachschindeln, man sollte dafür einen dunkleren Grünton wählen, einfach mit kleinen Nägeln von unten nach oben aufnageln.

Fertig!
© Reinhard, Wegler

Schritt 7/7: Fertig!

Nun ist der Kaninchenstall bezugsfertig.

Kaninchenstall richtig absichern

So mancher Besitzer eines Zwergkaninchens weiß, wie fix diese aus dem Außengehege entwischen können. Kaninchen sind Fluchttiere, und die Natur hat ihnen gleich mehrere Fähigkeiten mitgegeben, die oft unterschätzt werden.

Da Kaninchen in unterirdischen Höhlen leben, ist das Graben eine ihrer liebsten und leichtesten Übungen. Die Außengehege werden deshalb von unten gesichert. Den Boden etwa einen halben Meter tief auskoffern, Drahtgeflecht auslegen, an den Seiten hochziehen und das Ganze wieder mit Erde auffüllen. Das Drahtgeflecht mit dem Zaun des Geheges verbinden.

Apropos Zaun: Eine weitere unterschätzte Eigenschaft von Kaninchen ist ihre Sprungkraft. Niedrige Zäune nehmen sie gern als sportliche Herausforderung an. Der Zaun aus Volierendraht (ohne Kunststoffummantelung!) sollte deutlich mehr als 0,5 Meter hoch sein.

Kaninchenstall angemessen einrichten

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, entscheidet sich für ein geschlossenes Gehege. So werden auch Katzen, Marder und andere Störenfriede hundertprozentig ausgesperrt.

Bei der Einrichtung eines Außengeheges sollte man den Kaninchen verschiedene Klettermöglichkeiten, aber auch Rückzugsmöglichkeiten anbieten. Optimal sind mehrere Ebenen, auf denen sie sich tummeln können.

Ist der Untergrund zum Buddeln zu hart, etwa, weil das Tier auf dem Balkon oder einem Plattenboden gehalten wird, sollte man ihm eine Sandkiste zur Verfügung stellen. Und weil wir es hier mit Nagern zu tun haben, sind leckere Holzstücke und Zweige ebenfalls eine tolle Gehege-Einrichtung. Achten Sie dabei, dass das Holz ungespritzt und ungiftig für die Kaninchen ist.

Kaninchenstall bauen: Vorher mit dem Vermieter abklären

Falls Sie zur Miete wohnen, sollten Sie den Bau eines Außengeheges, egal ob auf dem Balkon oder im Garten, mit dem Vermieter absprechen. Das erspart beiden Seiten böse Überraschungen. Dann steht einem schönen, selbstgemachten Kaninchengehege nichts mehr im Wege.

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