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Sichtschutz für jeden Garten

Ein gelungener Sichtschutzzaun sorgt für Privatsphäre und harmoniert mit dem Garten. Wir zeigen drei verschiedene Varianten aus Stein, Holz und Bambus und wie sie zu errichten sind.

Sichtschutz
Egal für welche Lösung Sie sich entscheiden: Hier finden Sie den Sichtschutz, der zu Ihnen passt.© Hermann - stock.adobe.com

Sichtschutz hat immer zwei gute Seiten, denn er wahrt die Privatsphäre des Nachbarn ebenso wie die eigene und trägt damit zum angenehmen Zusammenleben bei. Wie durchlässig oder dicht die Wand sein sollte, hängt von der Situation ab: Grenzen zwei Terrassen oder Sitzplätze aneinander, ist eine geschlossene Abtrennung passend, liegen auf der anderen Seite Beete oder Freiflächen, muss sie nur gerade eben blickdicht sein oder aus Gitterwerk bestehen, das mit Kletterpflanzen begrünt wird.

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© eBay/Selbermachen Media

Ob ein Sichtschutz zum Garten passt, hängt auch vom Material ab: Massive Gabionenwand, schlichter Sichtschutz aus Holz oder fernöstlicher Zaun aus Bambus – ist für Sie der Richtige dabei?

Sichtschutz aus Gabionen aufstellen und befüllen

Zusammen mit der richtigen Bepflanzung bilden die gefüllten Steinkörbe einen modernen Sichtschutz. Das müssen Sie beim Aufstellen der Körbe beachten: 

Zaunhöhe und Abstand zur Grundstücksgrenze müssen Sie an die Vorgaben Ihrer Gemeinde anpassen. Dann geht es ans Ausmessen und Abstecken der Gabionengrundfläche. Im Anschluss die Punktfundamente für die Pfosten ausheben: je einen Haltepfosten am Anfang und Ende, sowie alle ein bis maximal zwei Meter.

Fundament

Bei Gabionen zur Hangsicherung reicht ein verdichtetes Schotterfundament, bei Zaungabionen dagegen kommen Punktfundamente zum Einsatz. In regelmäßigen Abständen Haltepfosten circa 50 cm tief mit Fertigbeton einzementieren. Die Metallpfosten sorgen für den festen Stand der Gitterboxen.

Je nach Gabionensystem werden statt Pfosten die seitlichen Gitterständer einzementiert. Bei hohen, schmalen Gabionen oder weichem Untergrund verhindert eine Tragschicht aus Beton ein späteres Absinken der Gitterkörbe.

Material
Gitterbox im Set (z. B. 180 x 100 x 20 cm) oder Gitterelement einzeln, plus bei Bedarf Gitter für die Enden und die Oberseite
Spiralverbinder bzw. Verbindungsstäbe (je nach Aufbau)
Distanzhalter für die Gitter
Feuerverzinkte Pfosten zum Einbetonieren
Verbindungshaken für die Pfosten
Steinfüllung
Sand, Kies oder Bruchstein
Fertigbeton (z. B. Quickmix)
Sprühkreide

Werkzeuge
Bolzenschneider | Eimer| Fäustel | Handstampfer | Kelle | Maurerschnur | Schaufel | Spaten | Wasserwaage | Zollstock

Sichtschutz aus Gabionen aufbauen

Die Gitterboxen werden um die Pfosten herum aufgebaut. Das Aufstellen ähnelt dabei dem Aufbau eines herkömmlichen Metallzauns. Je nach Gabionensystem kommen dabei Spiral-, Steck- oder Schraubverbindungen zum Einsatz. Wichtig ist, dass die Gabionenwände in einer Flucht aufgestellt werden. Dazu können Holzlatten als Orientierung verwendet werden. Mit der Wasserwaage überprüfen, ob die Gabionen auch gerade stehen.

1. Die Gitterwände aufstellen und mit der Wasserwaage exakt ausrichten. Unterlegsteine helfen beim Ausrichten.

Gabionen
© Jan Schönmuth

2. Je nach Gabionensytem (hier Bellissima) werden Haltepfosten und Gitterwände mit speziellen Haken verbunden.

Gabionen
© Jan Schönmuth

3. An den Stirnseiten verbindet man Gitterwände und Abschlussgitter mit Spiralen: einstecken, drehen und schieben.

Gabionen
© Jan Schönmuth

4. Distanzhalter in regelmäßigen Abständen und Höhen verbinden die Seitenwände miteinander und verhindern, dass diese beim Befüllen auseinandergedrückt werden.

Tipp: Lange Holzlatten helfen beim fluchtgerechten Aufbau der Seitenwände.

Gabionen befüllen

Die Gitterkörbe werden schichtweise mit Steinen befüllt. Nach jeder Schicht werden in regelmäßigen Abständen Distanzhalter eingehängt. Um ein ausgewogenes Bild zu erzielen, am besten Stein für Stein von Hand einfüllen und an den Sichtkanten ausrichten. Kleine Steine können lose geschüttet werden.

Gabionen
© Jan Schönmuth

1. Beim Befüllen mit den Steinen darauf achten, dass sich die Distanzhalter nicht verbiegen.
2. Das Füllgut gleichmäßig verteilen, damit im Bereich der Distanzhalter und der Kanten keine Lücken entstehen.

Gabionen
© Jan Schönmuth

3. Um Hohlräume zu vermeiden, mit dem Holzbalken die Steine von oben stampfen. Das hilft beim Verkeilen.
4. Sollten dennoch kleine Hohlräume entstanden sein, können Sie mit dem Gummihammer an Gitter und Steinfüllung klopfen.

Tipp: Um abschüssiges Gelände auszugleichen, kann man statt verschieden hohe Gabionen
zu verwenden zwei niedrige Gabionenkörbe übereinander setzen. Dazu einfach auf einen fest verankerten und fertig befüllten Korb eine zweite „Etage“ oben aufsetzen.

Basalt, Granit, Dolomit oder Muschelkalk: Beim Einsatz verschiedenfarbiger Gesteine können Sie auch Muster innerhalb der Gabionen gestalten.

Tipp: Farbige Glassteine für die Gestaltung verwenden. Wenn die Sonnenstrahlen an der unregelmäßigen Oberfläche der Glasbrocken brechen, entstehen faszinierende Effekte.

Kletterpflanzen sind ideal, um Gabionen zu begrünen.

  • Klassisch sind Efeu und Wilder Wein, aber auch die Clematis mit ihren eleganten Blüten eignet sich.
  • Für schattige Bereiche bietet sich die Kletterhortensie an. Sie erklimmt die Mauer selbständig und trägt im Sommer unzählige weiße Blüten.
  • Niedrige Gabionen kann man auf der Oberseite mit etwas Erde befüllen und Sedum oder Sempervivium pflanzen. Diese benötigen nur ein Minimum an Erde, keine Pflege und Bewässerung – blühen aber insektenfreundlich.

Kombiniert man Steingabionen mit den Vegetationsmatten von Helix compacta, so ist der Sichtschutz in wenigen Wochen begrünt. Die Matten sind mit Wildem Wein oder Bergenia bestückt. Der Pflegeaufwand ist dank integrierter Tröpfchenbewässerung gering.

Gabionen
© Tillman Straszburger

Hang stützen

Gabionen eignen sich hervorragend dazu, Erdmassen an Hängen oder Böschungen abzufangen. Durch die Gabionen entstehen dann sozusagen sehr große Treppenstufen.

Bei der Gesteinsauswahl für die Gabionen müssen Sie allerdings eines beachten: Das Gestein muss frostfest sein, anderenfalls könnten die Steine bei Frost bersten! Ansonsten können Sie jeden beliebigen frostfesten Stein benutzen, der Ihnen gefällt beziehungsweise der bei Ihnen in der Nähe abgebaut wird.

Sichtschutz nach Maß

Wer vom flattrigen Flechtzaun-Einerlei aus dem Baumarkt genug hat, kann sich einen individuellen Sichtschutz aus Profilholz selber bauen.

Sichtschutz
© Parador

Die Konstruktion ist denkbar einfach: Zusammengesteckte Nut-und-Feder-Bretter werden auf beiden Seiten, sowie hinten und vorne von Glattkantbrettern eingefasst. Die Mitte wird zusätzlich auf der Rückseite von einer halbierten Latte gestützt. Je nach Gestaltungswunsch kann man den oberen Teil der Profilbretter durch Leisten in variablem Abstand ersetzen. Auf diese Weise lassen sich verschiedene Optiken realisiere – vom luftigen Rankgitter bis zum blickdichten Element.

Material
• Profilholz 18 mm
• Glattkantbretter 2.000 x 80 x 18 mm
• Edelstahlschrauben 4,4 x 45 mm
• Zaunverbinder-Set (Spax)
• Kantholz 2.000 x 100 x 100 mm
• H-Pfostenanker
• Holzschutz

1. Profilholz ablängen und Nut nach unten zusammenfügen. Für schmale Leisten, Glattkantbretter teilen. Kanten brechen.
2. Glattkantbretter an den Seiten unterlegen, ausrichten. Obere Glattkantbretter auflegen, fixieren und Löcher vorbohren.

Sichtschutz
© Chris Lambertsen

3. Profilbretter und Glattkantbretter mit 4,5 x 45 mm Schrauben aus rostfreiem Edelstahl verschrauben.
4. Ein 60 cm tiefes Loch graben. H-Pfostenschuh mit einer Leiste darin ausrichten. So versinkt der Pfostenschuh nicht im Beton.

Sichtschutz
© Chris Lambertsen

5. Das Loch mit Fertigbeton verfüllen. Mit der Wasserwaage die Position prüfen und korrigieren. Beton aushärten lassen.
6. Pfosten einsetzen. Kleines Holzstück temporär unter Stirnseite legen, damit der Pfosten später nicht aufsitzt. Mit einer Schraube Pfosten fixieren. Exakt ausrichten und mit zweiter Schraube fixieren.

Sichtschutz
© Chris Lambertsen

7. Den Zaunverbinder mit dem Rundloch am Pfosten verschrauben. Die Schrauben lassen sich ohne vorbohren einschrauben.
8. Das Langloch lässt kleine Korrekturen am Sitz der Sichtschutz-Elemente zu. Die Winkel sollten nur rückseitig sichtbar sein.

Sichtschutz
© Chris Lambertsen

9. Als Wetterschutz kann man eine Aufsatzleiste aufbringen. Aufsatzleisten werden in Baumärkten für Fertig-Sichtblenden in verschieden Ausführungen vertrieben. Maße vergleichen und passende Leiste auswählen.

Sichtschutz aus Bambus

Bambus ist ein vielseitiges Material, das sich besonders gut für Sichtschutzwände eignet. Wir zeigen zwei Sichtschutzvarianten und wie man Bambus verarbeitet.

Sichtschutz
© Ferdinand Graf Luckner

Bei diesem Sichtschutz werden auf Länge geschnittene Halme in geschlitzte Pfosten geschoben. Das dicke Ende liegt mal links, mal rechts, so entsteht ein gleichmäßiges Bild. Mittig klemmen die Halme zwischen zwei Rohrhälften, die mit Seilen zusammengehalten werden. Der Rahmen besteht aus den zwei geschlitzten Pfosten und einem halbierten Rohr als Querträger. Ein mit Spanngurt fixiertes Hilfsbrett hält den Abstand an der Unterkante.

Sichtschutz
© Ferdinand Graf Luckner

Für die mittigen Streben je eine Rohrhälfte mit Metall-Lochband mit der Waagerechten verschraubt – das Gegenstück folgt erst beim Verknoten. Die halbierten Rohre, zwischen denen die Halme klemmen, müssen fest zusammengeschnürt werden.

Hängender Sichtschutz

Das Gerüst besteht aus 10 cm dicken Bambusstangen, an die man Bambusmatten, wie es sie im Gartencenter gibt, einhängt. Gewichte verhindern, dass sie im Wind schwanken.

Sichtschutz
© Lochner

Geeignet sind Natursteine mit Bohrloch, mit einzementiertem Haken, aber auch Lochziegel oder Betongewichte bieten sich an. Für mehr Zugstabilität sorgen Drahtseile, die zwischen Aufhängung und Gewicht eingezogen werden.

1. Bambusrohr lässt sich mit einem Fuchsschwanz sägen. Tipp: In der Gehrungslade rollt es nicht davon.

Sichtschutz
© Christian Bordes

2. Loch bohren. Ösenschraube mit Gewindestange und Verlängerungsmutter verlängern. Mit Unterlegscheibe und Hutmutter sichern.

Sichtschutz
© Christian Bordes

3. Die Querträger mit feuerverzinktem Lochband und Edelstahlblechschrauben (5 x 20mm) auf den Stützen befestigt.
4. Die Hanfschnur in Schlaufen über den Querträger legen. Mit der Wicklung von unten beginnen. Zum Schluss die Diagonalen legen.

Sichtschutz
© Christian Bordes

Bambus ist wetterfest und verträgt Erdkontakt besser als Holz. Gegen Dauerfeuchtigkeit schützt man ihn dennoch mit einem Bitumenanstrich. Zur Verankerung im Boden reicht es, ein Viertel der Gesamtlänge einzugraben.

Beim Sichtschutz ist die Auswahl groß. Neben den Gegebenheiten vor Ort spielt auch Ihr persönlicher Geschmack eine wichtige Rolle bei der Wahl des passenden Sichtschutzes für Ihren Garten.

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