Mit diesen Geräten klappt's!

Smart Garden: Grillen, Bewässerung, Licht und Rasenmähen

Bewässerung steuern, Licht schalten und Rasen mähen: Im smarten Garten nehmen Ihnen Automaten die Arbeit ab. Wir zeigen, was sie können und typische Anwendungsbeispiele für Ihren Garten.

Smart Garden
Mit diesen Geräten wird der Garten smart!© Piotr Wawrzyniuk - stock.adobe.com

Wenn es draußen wieder wärmer wird, beginnen auch die Pflanzen aufs Neue zu sprießen. Dann beginnt die Pflegesaison für den Rasen und spätestens im Frühsommer müssen auch die Beete wieder bewässert werden. Wer wünscht sich da nicht ein paar clevere Geräte, die die nötigen Eingriffe auf ein Mindestmaß beschränken? Wir zeigen Ihnen, wie smarte Gartenhelfer Ihnen die Arbeit erleichtern können, sodass mehr Zeit für wirklich tolle DIY-Projekte bleibt!

Wasser, Wetter, Licht und Strom: Die wichtigsten Funktionen, die den smarten Garten ausmachen, sind keine Unbekannten. Das bedeutet: Der Einstieg ins intelligente Gärtnern ist kein Hexenwerk. Und: fernsteuerbare Steckdosen*, Beleuchtung und Markisen* erhöhen den Komfort und den Genuss im Garten. Welche Möglichkeiten Sie dabei haben, lesen Sie hier.

In diesem Text finden Sie Informationen zu:

  1. Automatische Bewässerung
  2. Rasen mähen mit dem Mähroboter
  3. Wetterdaten ermitteln mit der smarten Wetterstation
  4. Smarter Stromanschluss für draußen
  5. Licht im Garten automatisiert steuern
  6. Smarter Sonnenschutz
  7. Smartes Grillen
  8. Universelles Smart-Gardening-System
Smart Gardening
Wenn Sie mit Smart Gardening liebäugeln, sollten Sie sich vorher einen genauen Plan machen, wo Sie welches Gerät benötigen. Fertigen Sie am besten eine grobe Übersichtsskizze des betreffenden Geländes an.© Tillman Straszburger

Smart Garden: Mit diesen Geräten klappt es

Wie beim Smart Home, werden viele Komponenten des Smart Garden über eine zentrale Einheit vernetzt und von dort gesteuert: Eine Basisstation wird dafür über einen Router mit dem Internet verbunden und übernimmt dann die Koordination - etwa die Messung der Bodenfeuchte und den Betrieb der darauf abgestimmten automatischen Bewässerung. Der Gärtner behält auf seinem Smartphone oder Tablet alles im Blick, was sich draußen abspielt, kann sich entspannt im Gartenstuhl zurücklehnen und via Touchscreen die Steuerung seiner Gartenarbeit übernehmen.

Selbst den Rasenschnitt können Mähroboter erledigen, ohne auf Mähzeiten oder das Wetter achten zu müssen: Sie arbeiten auch bei Regen und sind so leise, dass die Nachbarn kaum gestört werden. Dafür produzieren sie über den feinen Mulchschnitt hinaus noch Naturdünger.

1. Automatische Bewässerung

Der Klassiker des Smart Gardeings ist ein automatisches Bewässerungssystem. Damit erübrigt sich nicht nur die Frage, wer während Ihres Urlaubs den Garten gießt. Sie können damit auch im Alltag viel Zeit, Wasser und Geld sparen.

  • Wofür eignet sich eine automatische Bewässerung? Smarte Bewässerung im Garten: Punkt- und Zeit genau Rasen oder Beete bewässern, statt mit Schlauch und Gießkanne zu viel des Guten zu tun. So lässt sich clever Wasser und Freizeit sparen.
  • Was sind die Vorteile einer automatischen Bewässerung? Neben der Zeitersparnis hilft ein automatisches Bewässerungs-System auch dabei, den Wasserverbrauch zu reduzieren. Abhängig vom verwendeten System, kann ein Bodensensor* integriert werden. Ist der Boden feucht genug, wird beispielsweise nicht gegossen. Einige Bewässerungs-Systeme können  auch via Internet auf die lokalen Wetterdaten zugreifen und diese in den Bewässerungsplan integrieren. Wie Sie eine Smarte Wetterstation in Ihr Smart-Gardening-System integrieren lesen Sie etwas weiter unten in diesem Text.

Der BewässerungscomputerSenso-Timer ST6 Duo eco!ogic von Kärcher orientiert sich an den Bodenfeuchtemesswerten zweier Funksensoren und bewässert über zwei unabhängig geregelte Wasserausgänge. Die gewünschten Feuchtigkeitswerte lassen sich in fünf Stufen einstellen. Wird der gewählte Wert unterschritten, startet die Bewässerung automatisch zum nächst eingestellten Zeitpunkt. Ein abnehmbares Bedienteil und fünf Bedientasten sorgen für einfache Programmierung. Pro Tag sind bis zu zwei Bewässerungszeiten mit maximal 90 Minuten Dauer einstellbar.

Technische Infos:

  • Effiziente, wassersparende und bedarfsgerechte Pflanzenbewässerung
  • Unterbrechung der Bewässerung für 24 Stunden möglich
  • Die beiden im Lieferumfang enthaltenen Sensoren - einer pro Ausgang - messen den Bodenfeuchtigkeitswert und übermitteln ihn per Funk an den SensoTimer.

Genauere Informationen zum Thema "Automatische Bewässerung" finden Sie hier.

Smart Garden - automatische Bewässerung
Ein automatisches Bewässerungssystem, das mittels Bodensensor misst, ob die Pflanzen oder der Rasen Wasser brauchen, ist für viele der Einstieg ins Smart Gardening.© Kärcher

2. Rasen mähen mit dem Mähroboter

  • Wofür eignet sich ein Mähroboter? Ein Mähroboter soll den Rasen automatisch, effektiv, zuverlässig und ohne Streifenbildung mähen – das jedenfalls versprechen die Hersteller. Auch um seine Akkus kümmert er sich selbst.
  • Wie funktioniert ein Mähroboter? Wie der Name schon sagt, mäht der Mähroboter komplett automatisch. Das gilt auch für das Aufladen seines Akkus. Die Ladestation wird fest und dauerhaft im Boden verankert, sie sollte regen- und sonnengeschützt stehen.
  • Was sind die Voreile eines Mähroboters? Der Clou an einem Mähroboter ist, dass er sich individuell bedienen lässt und das Gras dann voll automatisch schneidet. Die Programmierung erfolgt - abhängig vom Modell -  primär direkt über das Bedienfeld des Mähroboters. Einige Geräte können jedoch auch via Smartphone-App angesteuert, eingestellt und überwacht werden.
  • Tipps zum Produkt: Der zu mähende Bereich beziehungsweise die Grundstücksgrenzen müssen genau definiert werden. In den meisten Fällen erfolgt dies mittels eines speziellen Leit-Kabels. Von Hauswänden etwa muss das Kabel mindestens 30 Zentimeter entfernt verlegt werden. Damit der Mähroboter allein den Weg zur Ladestation findet, verlegen Sie dafür auch ein "Suchkabel", das direkt zur Ladestation führt. Verwechsel Sie dieses Kabel allerdings nicht mit einer Stromleitung. Es handelt sich dabei keineswegs um ein Kabel, das am Mäher angeschlossen ist. Es dient diesem lediglich zur Orientierung. Der Mähroboter selbst verfügt über Akkus und ist damit kabellos.

3. Wetterdaten ermitteln mit smarter Wetterstation

  • Wofür eignet sich eine smarte Wetterstation? Wer eine smarte Wetterstation* im Garten installiert, erhält die Messwerte und Infos über Regenguss oder Sonnenschein via WLAN von der Basistation direkt auf das Smartphone.
  • Wie funktioniert eine smarte Wetterstation? Verschiedene Sensoren messen Windgeschwindigkeit, Windrichtung und Niederschlagsmenge. Die Messwerte gehen per Funk an die Basisstation und von dort per WLAN an das Smartphone.
  • Tipps zum Produkt: Einige smarte Wetterstationen sind nicht nur darauf ausgelegt, Wetterdaten auf das Smartphone zu senden. Sie können auch mit anderen smarten Systemen gekoppelt werden und beispielsweise bei einer bestimmten Windgeschwindigkeit die Jalousien einfahren oder die automatische Bewässerung deaktivieren, wenn Regen ansteht.
Smart Garden Wetterstation
Mit einer Smart-Garden-Wetterstation haben Sie nicht nur ein Auge auf das lokale Wetter. Das System kann auch mit weiteren smarten Geräten gekoppelt werden. So kann man über das System beispielsweise automatisiert die Fenster schließen lassen, wenn es zu regnen beginnt. Die Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass man neben der Wetterstation auch ein Gerät zum Öffnen und Schließen der Fenster hat.© Netatmo

Die Netatmo-Wetterstation* beispielsweise liefert dank Außenmodul exakte Prognosen für ihren Standort. Sie verrät dank Zusatzmodulen etwa, ob es im Garten friert, wie stark der Wind weht oder wie viele Milliliter Regen die Rosen abbekommen haben. Die Daten sind per Smartphone jederzeit ortsunabhängig abrufbar und können online mit anderen Netatmo-Nutzern auf einer großen Wetterkarte geteilt werden.

Die Basisstation (bestehend aus einem etwas größeren Zylinder) ist das Innenmodul. Sie misst fünf Werte: Innentemperatur, Luftfeuchtigkeit und -druck, Lautstärke und CO2-Gehalt. Das Außenmodul (der kleinere Zylinder) misst die Außentemperatur, Windrichtung, -stärke sowie Luftdruck und -feuchte.

Technische Infos:

  • Sämtliche Wetterdaten, die die Netatmo-Wetterstation ermittelt, werden online abgelegt und sind entsprechend auch nur online oder über eine kostenlose Smartphone-App einzusehen.
  • Lokale Wetterkarten werden von allen Netatmo-Besitzern gespeist.
  • Historischer Abruf sämtlicher Messwerte sind möglich.
  • Die Daten lassen sich sogar exportieren.
  • Die Wetterstation kann an Smart-Home-Systeme angeschlossen werden, um etwa bei Regen die Fenster automatisch zu schließen.

4. Intelligenter Stromanschluss für draußen

Smart Garden Steckdose
Mittel vernetzter Steckdose (geeignet für den Outdoorbereich natürlich), können viele strombetriebene Geräte ganz einfach über den Internet-Router gesteuert werden.© AVM

Intelligente Steckdosen wie unter anderem die smarte steckdose FritzDECT 210* kann als Ergänzung an einen Internet-Router (FRITZ!Box)* angebunden werden. Damit werden Geräte im Garten bequem per Funk nach dem Festnetz-Telefoniestandard DECT ins Heimnetz eingebunden. Mit der intelligenten Außensteckdose FritzDECT 210* lässt sich die Stromzufuhr angeschlossener Geräte, wie etwa Gartenleuchten oder Bewässerungsautomaten clever steuern.

Gleichzeitig können Sie den Energieverbrauch der angeschlossenen Geräte messen, aufzeichnen und auswerten. Die Einbindung ins Heimnetz erfolgt dabei verschlüsselt. Dank Spritzwasserschutz ist die intelligente Steckdose auch für den Betrieb im Freien geeignet!

Technische Infos:

  • Intelligente Steckdose mit Spritzwasserschutz (Klasse IP44)
  • Manueller und automatischer Schaltkomfort mit individuellen Zeitplänen
  • Energieerfassung: messen, aufzeichnen, auswerten
  • Steuerung bequem per PC, Notebook, Smartphone und Tablet
  • Geeignet für Temperaturen von -20 bis +50 °C

5. Licht im Garten automatisiert steuern

Nicht nur Steckdosen können per Funk beziehungsweise WLAN gesteuert werden. Auch Lampen und Lichtschalter lassen sich in Ihr Smart-Gardening-System integrieren.

  • Wofür eignet sich eine automatisierte Außenbeleuchtung? Die intelligente Beleuchtung ist im Smart-Home-Segment schon längst ein fester Bestandteil. Nun dringt sie auch in den smarten Garten vor. Damit Sie Abends vor dem Schlafengehen nicht alle Lampen der Außenbeleuchtung einzeln ausknipsen müssen, lässt sich das Licht etwa dank integrierter remote steuern. Das gelingt entweder per Fernbedienung und Funksteckdosen* oder per WLAN-Steckdosen*, die Sie mittels Smartphone-App bedienen.
  • Was sind die Alternativen? Per Smartphone abends alle Lampen ausschalten oder den Nachtmodus automatisch ablaufen lassen - das ist praktisch. Als Alternative bleibt die Koppelung mit einer Zeitschaltuhr*.
  • Tipps zum Produkt: Wege in Ihrem Garten beleuchten Sie sinnvoll mit einem Bewegungsmelder*.

6. Smarter Sonnenschutz

  • Wofür eignet sich ein smarter Sonnenschutz? Wenn die Sonne zu sehr vom Himmel brennt, hilft eine Markise oder ein Rollo. Im smarten Garten lassen sie sich ganz bequem per App vom Smartphone oder Tablet aus beziehungsweise mit der Fernbedienung steuern. 
  • Welche Funktionen sind geboten?Smarte Rollladen-Systeme* lassen sich programmieren. Beispielsweise kann automatisiert werden, dass der Rollo oder auch Sonnenschutz zu einer bestimmten Tageszeit geöffnet oder geschlossen werden. Einige Geräte sind zudem mit vielen gängigen Smart-Home-Systemen kompatibel. Damit besteht die Möglichkeit, die Rollos per Sprachbefehl zu bedienen.
  • Was sind die Alternativen? Es muss nicht immer Funk sein. Ebenso gibt es einfache Rollladen-Systeme*, die die Rollläden zwar selbstständig öffnen und schließen, aber über keine Funkverbindung verfügen. Die Programmierung erfolgt direkt über das Gerät. Ein Zugriff von unterwegs via Smartphone ist bei diesen Systemen natürlich nicht möglich.
Smart Garden Schaltzentrale
Smart-Home- und Smart-Garden-Geräte funktionieren nur, wenn sie auch tatsächlich vernetzt werden. Manche Geräte lassen sich direkt per App ansteuern - beispielsweise im Smart-Home-Bereich Steckdosen. Andere arbeiten deutlich besser zusammen, wenn sie über eine Schaltzentrale miteinander connected sind.© Rademacher

Die SteuerzentraleRademacher HomePilot 2 kann angeschlossene Jalousien, Rollläden*, Markisen* und Garagentore* mit Elektroantrieb elektronisch steuern. So schließen diese etwa bei starker Sonneneinstrahlung automatisch und halten die Hitze draußen. Sie vernetzt per Funk aber nicht nur die Antriebe von Jalousien und Co, sondern auch Heizung*, Licht oder Überwachungskameras*. Für Smartphone oder Tablet gibt es die kostenlose HomePilot- App von Rademacher.

Technische Infos:

  • Elektronische Steuerung von angebundenen Rollläden, Jalousien, Markisen und Beleuchtung
  • Einfache, ortsunabhängig Steuerung via Internet per Smartphone, Tablet oder PC
  • Über die Benutzeroberfläche der HomePilot-2-Zentrale können Geräte individuell benannt, zu Gruppen zusammenfügt und Szenen angelegt werden, die sich dann automatisch abspielen lassen, etwa das Einfahren der Markise und Schließen von Rollläden beim Verlassen des Hauses

7. Smartes Grillen

  • Wofür eignet sich ein smarter Grill? Haben Sie schon mal von einem mit dem Internet verbundenen Grill* gehört? Der Grill verfügt über verschiedene Sensoren, wie beispielsweise einen Temperaturfühler. Über eine Smartphone- und Tablet-App lässt sich dann die Grilltemperatur bequem einstellen, überwachen und, abhängig von den "Fähigkeiten" des Grills, weitere Dinge steuern.
  • Welche Funktionen sind geboten? In den meisten Fällen kommt der smarte Grill inklusive Stechthermometer. Damit lässt sich die Kerntemperatur der Grillware überwachen. Push-Nachrichten ans Smartphone informieren etwa darüber, wann das Fleisch einen perfekten Gargrad erreicht hat.
  • Tipps zum Produkt: Bei der Kerntemperatur sind sich alle Griller einig! Denn sie entscheidet über den Garzustand des Fleisches. Ein Thermometer ist also in jedem Fall ratsam. Ob Sie nun smart oder herkömmlich grillen.

8. Universelles Smart-Gardening-System

Smart Garden
Mithilfe von Smart-Garden-Systemen lassen sich viele wiederkehrende Aufgaben wie zum Beispiel die Bewässerung automatisieren.© Gardena

Das Komplett-System: Automatische Bewässerung, ein Sensor für Bodenfeuchte*, Licht und Temperatur sowie Rasen-Mähroboter; alle vernetzt über eine Steuerzentrale und bedienbar über die zugehörige App. Gartenprofi Gardena führte vor einiger Zeit das Gardena smart system* für den Smart Garden ein. Mittlerweile zählt auch eine smarte und zeitgesteuerte Wasserpumpe* zum Sortiment sowie ein eigener Akku für sämtliche 40-V-Geräte. Praktisch: Die Gardena-App informiert über den aktuellen Akkustand.

Die Gardena-Mähroboter smart Sileno city* und smart Sileno+* senden etwaige Störungsmeldungen sowie den aktuellen Mähstatus direkt ans Smartphone und für die smarte Bewässerung (smart Water Control) werden Infos zur verbleibenden Bewässerungsdauer angezeigt.

Für einige mögen Smart-Home- und Smart-Garden-Systeme eher Spielerei als wirklich sinnvoll sein. Aber vernünftig installiert beziehungsweise eingesetzt ersparen die kleinen Helferchen mehr als nur den Gang zum Lichtschalter. Insbesondere automatische Bewässerungssysteme können dafür sorgen, dass man in Urlaub fahren kann, ohne jemanden mit der Gartenbewässerung zu beauftragen.

Bevor Sie sich die teilweise recht kostspieligen Gerätschaften jedoch anschaffen, sollten Sie stets darüber nachdenken, ob diese für Sie sinnvoll sind. Geht es Ihnen nur um den bestmöglichen Ertrag Ihrer Nutzpflanze, oder habe Sie vielleicht viel eher sogar Spaß daran, sich die Hände schmutzig zu machen und selbst zu gießen und sich per Hand um Ihre Pflanze zu kümmern?

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