Geld sparen

Strom sparen - für Umwelt und Geldbeutel

Strom sparen entlastet nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Wir geben 14 Tipps, wo sich die größten Stromfresser verstecken und wie Sie richtig Strom sparen können.

Strom sparen
Strom zu sparen entlastet den Geldbeutel und ist gut für die Umwelt.© New Africa - stock.adobe.com

Für viele Menschen ist es zunehmend wichtig, die Umwelt zu schonen, sparsamer mit den Ressourcen umzugehen und langfristig damit Geld auch zu sparen. Ein wichtiger Punkt dabei ist es, Strom zu sparen.

Deutschland ist in vielen Bereichen Spitzenreiter. Das gilt leider auch für den Strompreis. 2020 lag dieser bei einem Durchschnitt von 31,81 Cent pro kWh. Der Verbrauch pro Person wiederum betrug jährlich im Mittel 1.300 kWh. In der Summe sind das rund 413,53 Euro im Jahr. Klingt nicht viel? Multiplizieren Sie diesen Betrag mit der Anzahl der Personen pro Haushalt. Ihnen wird schon schwindlig? Keine Panik. Mit unseren 14 Tipps können Sie Strom und damit Geld sparen. Bis zu 250 Euro sind möglich.

Strom sparen – energieeffiziente Geräte:

Um Strom zu sparen, ersetzen Sie alte Geräte durch Energiesparer. Egal ob Fernseher, Computer, Küchengeräte oder auch das ein oder andere Handwerksgerät. Je älter, desto stromhungriger. Der Umwelt zuliebe sollten Sie allerdings nur all jene Geräte ersetzen, die auch wirklich ausgedient haben.

  • Ersetzen Sie durchgebrannte Glühbirnen beziehungsweise Halogenspots nach und nach durch passende LED-Alternativen. (Sparpotenzial bei 14 Leuchtmitteln: bis zu -70 Euro/Jahr)
  • Sollten Sie immer noch einen alten Röhrenfernseher/PC-Bildschirm in Gebrauch haben, ersetzen ihn durch einen energieeffizienteren Flachbildschirm. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Flat-Screens schicker und vor allem platzsparender sind.
  • Achten Sie bei der Neuanschaffung einer Waschmaschine, Mikrowelle und Co. auf das Energielabel.
Achtung: Seit März 2021 gibt es ein neues, EU-weit gültiges Energielabel. Damit wurden Klassifizierungen wie A+++ durch schlichte Buchstaben ersetzt. Die Skala reicht also von A bis G, wobei A am besten, G am schlechtesten ist. Das bedeutet allerdings auch, dass Geräte, die vormals irgendwo bei A mit einem oder zwei Pluszeichen eingeordnet waren, einen anderen Buchstaben bekommen.

Für den versierten Heimwerker gibt es noch einige weitere Möglichkeiten, Energie und damit Geld zu sparen. Welche das sind, lesen Sie hier.

Strom sparen – elf weitere Tipps:

Sie haben bereits die meisten Geräte durch stromsparende ersetzt? Sehr gut. Aber es gibt noch weitere Möglichkeiten, Strom zu sparen:

  • Verzichten Sie auf den Stand-by-Modus der Geräte. Es mag zwar bequem sein, ein Gerät nur aus dem Schlummer-Modus zu wecken, statt es komplett neu anzuschalten, aber warum sollte der Fernseher Strom saugen, wenn Sie doch gerade gar nicht davorsitzen? Wer nicht auf Komfort verzichten will, kann zum Beispiel für den Fernseher eine smarte Steckdose verwenden. Diese sind über Ihr WLAN verbunden und lassen sich mit dem Smartphone an und ausschalten. (Sparpotenzial: bis zu -50 Euro/Jahr)
  • Kochen Sie mit Restwärme. Schalten Sie die Herdplatte schon einige Minuten früher aus. Es ist nicht notwendig, dass diese bis zur letzten Sekunde die volle Hitze ausstrahlt. (Sparpotenzial: bis zu -20 Euro/Jahr)
  • Tauen Sie Ihren Gefrierschrank regelmäßig ab. (Sparpotenzial: bis zu -8 Euro/Jahr

Was Sie beim Abtauen Ihres Gefrierschrankes  beachten müssen, lesen Sie hier.

Gefrierschrank mit Eis
Jeder Gefrierschrank setzt hin und wieder Eis an. Dann ist es Zeit zum Abtauen.© mhp - stock.adobe.com
  • Kochen Sie Wasser für Nudeln und Co. einfach im Wasserkocher vor. Dieser braucht deutlich weniger Energie, um einen Liter Wasser zu erhitzen, als der Topf auf der Herdplatte.
  • Achten Sie auf die korrekte Füllmenge des Wasserkochers. Kochen Sie nur so viel Wasser, wie Sie auch wirklich brauchen. (Sparpotenzial: bis zu -10 Euro/Jahr)
  • Waschen Sie Wäsche bei 30° C oder maximal 40° C. Haben Sie Sorge, dass sich dabei einige Bakterien nicht rauswaschen lassen, nutzen Sie einfach einen sogenannten Hygienespüler aus dem Handel. (Sparpotenzial: bis zu -20 Euro/Jahr)
  • Waschen Sie ohne Vorwäsche. Diese ist meist überflüssig. (Sparpotenzial: bis zu -2,50 Euro/Jahr)
  • Trocknen Sie Ihre Wäsche nicht mit dem Wäschetrockner, sondern an der Luft. (Sparpotenzial: bis zu -70 Euro/Jahr)
  • Nutzen Sie das Eco-Programm des Gerätes. Das dauert zwar länger, heizt aber das Wasser weniger stark auf, was wiederum einen geringeren Energieverbrauch bedeutet.
  • Nutzen Sie eine Zeitschaltuhr für den Warmwasserspeicher. Oft ist es überflüssig, den Warmwasserspeicher in der Nacht aufzuheizen.
  • Bleiben wir beim Warmwasserspeicher: Drehen Sie die Temperatur zurück. Sie benötigen kein 45° C heißes Wasser zum Duschen oder Händewaschen, warum also sollte der Warmwasserspeicher diese Temperatur vorhalten? 30° C reichen.

Neben Strom lässt sich im Alltag auch jede Menge Wasser sparen. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Schlussendlich kommt es immer auf das individuelle Wohlbefinden und die Machbarkeit für jeden Einzelnen an. Welche Stromspar-Tipps für Sie am besten passten oder umsetzbar sind, müssen Sie einfach ausprobieren. Vergleichen Sie Ihre nächste Stromkosten-Abrechnung aber auf jeden Fall mit der aus dem Vorjahr. Sie werden staunen, wie Sie mit wenig Aufwand viel Strom sparen können.

Nicht nur Strom sparen entlastet den Geldbeutel. Gerade der Sommer bietet viele Sparmöglichkeiten. Welche das sind, lesen Sie hier.

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