Energie

Tipps für effizienten Wärmeschutz

Bei steigenden Heizkosten wird ein effizienter Wärmeschutz am Haus und in der Wohnung immer wichtiger. Wie Sie Geld sparen und es trotzdem behaglich haben, verraten Ihnen unsere Tipps zum Wärmeschutz.

Wärmeschutz Dämmung
Eine gute Dämmung ist das A und O beim Wärmeschutz.© sveta - stock.adobe.com

Beim Wärmeschutz unterscheidet man zwischen sommerlichem und winterlichem Wärmeschutz. Beide tragen dazu bei, die Temperaturen in Innenräumen auf einem angenehmen und wohngesunden Level zu halten.

Inhalt

Winterlicher Wärmeschutz

Beim Wärmeschutz im Winter geht es vor allem darum, die Oberflächentemperatur an Wänden und anderen Flächen im Innenbereich über dem Taupunkt zu halten. So wird verhindert, dass Luftfeuchtigkeit an kalten Wänden kondensiert und sich Schimmel bildet. Ein Nebeneffekt davon ist, dass Sie nicht unnötig heizen. Durch effizienten Wärmeschutz im Winter können Sie also Heizkosten sparen. 

Der winterliche Wärmeschutz wird auch mit einer gesetzlichen Grundlage geregelt: Seit 1. November 2020 sind die Energieeinsparverordnung (EnEV), das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) im Gebäudeenergiegesetz (GEG) zusammengefasst. Hier wird in Paragraf 11 der winterliche und in Paragraf 14 der sommerliche Wärmeschutz definiert.

Tipps zum winterlichen Wärmeschutz

Der wichtigste Faktor beim effizienten Wärmeschutz im Winter ist eine gute und sorgfältig ausgeführte Dämmung vor allem der Außenwände. Schadhafte oder unsauber ausgeführte Wärmedämmung hat oft Kältebrücken zur Folge, an denen kalte Stellen an der Wand entstehen, wo die Luftfeuchtigkeit kondensieren kann. Eine schlechte oder falsche Wärmedämmung ist einer der Hauptgründe für Wohnschimmel. 

Beim Dämmstoff erleichtert der Wärmedurchgangskoeffizient, der sogenannte U-Wert, die Auswahl.

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Je besser die Wärmedämmung, desto länger hält sich die Wärme drinnen. Wenn nicht ständig nachgeheizt werden muss, sparen Sie Heizkosten und senken außerdem den CO2-Ausstoß Ihres Hauses – ein wichtiger Aspekt beim Kampf gegen den Klimawandel.

Neben der Wärmedämmung sind auch die Fenster entscheidend für den Wärmeschutz und um Heizkosten zu sparen. Undichte und schadhafte Fenster können einen beständigen Luftzug zur Folge haben, der das Zimmer abkühlt und unnötig Heizkosten verschwendet. 

Wärmeschutz Heizung
Mit dem richtigen Wärmeschutz können Sie Ihre Heizkosten deutlich reduzieren.© brizmaker - stock.adobe.com

Wenn Sie undichte oder veraltete Fenster haben, sollten Sie diese daher unbedingt austauschen lassen oder, falls das nicht möglich ist, die schadhaften Stellen mit Fensterkitt* oder Fensterabdichtband* reparieren. Auch eine selbstklebende Fensterdichtung* die Sie selbst anbringen können, kann zu einem besseren Wärmeschutz beitragen. 

Wenn Ihre Fenster bereits auf dem neuesten Stand sind und Sie trotzdem zusätzlich den Wärmeschutz verbessern wollen, können Sie zu transparenter Thermofolie* greifen, die die Wärmedämmung an den Fenstern verbessert, sodass Sie zusätzlich Energie sparen können. Auch Vorhänge oder Jalousien können die Wärmedämmung an den Fenstern verbessern.

Daneben ist das richtige Lüftungsverhalten entscheidend für einen effizienten winterlichen Wärmeschutz: Lüften Sie die Räume mehrmals am Tag bei vollständig geöffneten Fenstern für 15 Minuten durch. Durch Stoßlüften erfolgt ein effizienterer Luftaustausch als bei dauerhaft gekippten Fenstern.

Auch eine Heizung kann dazu beitragen, den CO2-Ausstoß und die Heizkosten zu senken: Veraltete Heizungen arbeiten oft ineffizient und verbrauchen mehr Brennstoffe als nötig. Zudem haben sie oft einen höheren CO2-Ausstoß als neuere Heizungen. Ein Austausch der Heizung kann Ihnen daher langfristige Einsparungen einbringen. Wenn Sie zusätzlich CO2 einsparen wollen, wechseln Sie bei dieser Gelegenheit gleich von einem fossilen Brennstoff auf erneuerbare Energien, etwa mit einer Wärmepumpe.

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Wärmeschutz im Sommer

Auch beim sommerlichen Wärmeschutz ist das Ziel, die Innentemperatur möglichst konstant zu halten, allerdings soll dann verhindert werden, dass die Hitze nach drinnen gelangt. 

Maßnahmen zur Wärmedämmung tragen dazu bei, dass die Sommerhitze die Wände nicht so schnell und stark aufheizt. 

Zusätzlich können Sie Ihre Fenster mit einer UV-Schutz-Folie* ausstatten, die für zusätzlichen Hitzeschutz im Sommer sorgt. Auch Markisen*, Sonnenschirme* oder Jalousien verhindern, dass sich die Fenster und teilweise auch das umliegende Mauerwerk zu stark aufheizen. 

Markisen
Beschattungslösungen tragen zum Wärmeschutz im Sommer bei.© M-Production - stock.adobe.com

Zusätzlich können Sie durch richtiges Lüften für Hitzeschutz im Sommer sorgen: Lüften Sie morgens, solange es noch kühl ist, gründlich durch und schließen Sie die Fenster, sobald die Temperaturen über einen von Ihnen definierten Punkt steigen. Bei heruntergelassenen Jalousien steigt die Raumtemperatur so nur langsam an.

Besonders in alten Gebäuden kann es außerdem notwendig sein, die Heizung am Ende der Heizperiode abzustellen. Andere Heizanlagen haben die Möglichkeit eines Sommerbetriebs. So verhindern sie, dass zufällig vergessene Heizkörper nachheizen, und können zusätzlich Heizkosten sparen. 

Auch Elektrogeräte sollten Sie nach Möglichkeit im Sommer ausstecken, wenn Sie sie nicht benutzen. Auch im Stand-by-Modus können die Geräte Wärme abstrahlen und zusätzlich überraschend viel Strom verbrauchen. Mit einem Stromverbrauchsmesser* können Sie den Standby-Verbrauch der einzelnen Geräte ermitteln. 

Indem Sie unbenutzte Geräte ganz ausschalten, sparen Sie außerdem Stromkosten und senken Ihren CO2-Ausstoß. 

Schon mit kleinen Maßnahmen können Sie den Wärmeschutz im Winter und im Sommer verbessern und gleichzeitig Strom- und Heizkosten sparen.

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