Kaufen kann jeder!

Schneidebrett aus Holz selbst gemacht

Ein Schneidebrett kaufen? Kommt für echte Selbermacher nicht in Frage. Ein schönes Stück Massivholz, eine Stunde Zeit in der Werkstatt und schon ist das Küchenbrett fertig!

 
Schneidebrett aus Holz © Ghostbastlers
Restholz, individuell in Form gebracht, macht eine gute Figur auf dem Tisch

Das Projekt "Schneidebrett selber bauen" kann man ohne viel Werkzeug umsetzen, denn das Sägen und Schleifen geht auch per Hand. Als Holz eignet sich alles, was hart ist: Eiche, Esche, Buche, Nuss oder exotische Hölzer. Das Schneidebrett zu bauen geht zudem recht schnell, eine gute Stunde sollten Sie dafür einplanen.

Das beste an dem selbst gebauten Schneidebrett: Es ist ein absolutes Unikat, das es so nicht zu kaufen gibt. Ihrer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. In unserem Beispiel haben wir ein Schneidebrett mit geometrischen Formen und interessant geschnittenen Kanten aus Eichenholz hergestellt.

Holz, das mit Lebensmitteln in Kontakt kommt, sollte nur mit natürlichem sowie ungiftigem Holzschutz behandelt werden - wie etwa pflanzlichem Leinöl. Es dringt tief ins Holz ein und versiegelt die Poren gegen Feuchtigkeit. Achtung: Mit Leinöl getränkte Lappen können sich selbst entzünden. Daher unbedingt draußen auf einer feuerfesten Unterlage ausgelegt trocknen lassen und luftdicht verpackt entsorgen.
 

Das brauchen Sie für das Schneidebrett

Material:

  • Eichenbohle ca. 25 x 40 cm, Stärke ca. 2,5 - 3 cm
  • Lederband ca. 25 cm lang
  • Leinöl und Stofflappen
  • Schleifpapier 120 und 240
  • Holzbrett als Bohrunterlage

Werkzeug: Bohrmaschine (am besten im Bohrständer), Exzenterschleifer, Forstnerbohrer 30 mm, Kreissäge oder Handsäge, optional: Oberfräse oder Kantenfräse

Kosten: aus Resten herstellbar, Materialkosten ca. 5 Euro

Schneidebrett selber bauen: Anleitung

1. Mit 120er-Korn glätten Sie die Oberfläche. Später müssen Sie das ausgesägte Brett noch mit 240er-Korn feinschleifen.

2. Die gewünschte Form auf dem Brett anzeichnen und auch gleich das Loch zum Aufhängen platzieren.

3. Die Form grob mit der (Hand-)Kreissäge aussägen. Die Schnitte haben wir frei aus dem Bauch heraus angesetzt.

4. Mit 45°-Gehrungseinstellung die Seiten frei nachschneiden. So entstehen die interessanten Kanten.

5. Mit einem 30-mm-Forstnerbohrer das Loch für die Aufhängung bohren, dabei ein altes Brett unterlegen.

6. Das Lederband durch das Loch ziehen, die Oberfläche mit Leinöl behandeln und fertig ist das neue Brett für die Küche.

Zum Weiterlesen: Auf der Webseite der Ghostbastlers finden Sie viele weitere tolle DIY-Ideen. Schauen Sie doch mal vorbei!

Bilder: Ghostbastlers