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Monstera-Ableger einpflanzen - so geht's

Monstera deliciosa erfreut sich immer mehr Beliebtheit. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Monstera-Ableger ganz einfach einpflanzen und pflegen können.

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© knipseria - stock.adobe.com

Um eine Monstera zu vermehren, gibt es verschiedene Methoden, etwa über Samen oder durch Abmoosen. Die einfachste Methode ist die Vermehrung über Stecklinge. In nur drei Schritten ziehen Sie so Ihre eigene Monstera und ein Teil der Arbeit besteht aus Warten. Wir verraten, wie es geht.

Monstera vermehren - diese Punkte sind wichtig 

Wo schneidet man die Monstera-Ableger am besten? 

Monstera-Ableger können an verschiedenen Stellen geschnitten werden, abhängig von der gewünschten Anzahl und Größe der Ableger. Im Allgemeinen empfiehlt es sich jedoch, den Ableger an einem gesunden und kräftigen Stamm mit mindestens einem Blattknoten zu schneiden. Der Schnitt sollte etwa ein bis zwei Zentimeter unterhalb des Blattknotens erfolgen, um sicherzustellen, dass der Ableger ausreichend Nährstoffe und Wasser aus dem Hauptstamm ziehen kann.

Außerdem sollten Sie darauf achten, dass der Hauptstamm gesund ist und ausreichend Blätter hat, um weiter zu wachsen und neue Ableger zu produzieren. Wenn der Hauptstamm zu schwach oder beschädigt ist, kann dies dazu führen, dass der Ableger nicht richtig wächst oder sich nicht gut entwickelt.

Nach dem Schneiden sollte der Ableger in ein Glas mit Wasser oder direkt in Erde gepflanzt werden. Wenn Sie den Ableger in Wasser bewurzeln möchten, sollten Sie sicherstellen, dass das Wasser sauber und frisch ist und regelmäßig gewechselt wird, um Schimmelbildung und Bakterienwachstum zu vermeiden

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Wann sollte man die Monstera-Ableger umtopfen?

Ein Monstera-Ableger sollte in der Regel so lange im Wasser bleiben, bis er ausreichend Wurzeln gebildet hat, um in Erde eingepflanzt zu werden. Die Zeit, die der Ableger benötigt, um Wurzeln zu bilden, kann jedoch variieren und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Luftfeuchtigkeit, der Temperatur und der Helligkeit des Standorts.

In der Regel dauert es etwa zwei bis sechs Wochen, bis ein Monstera-Ableger ausreichend Wurzeln gebildet hat, um in Erde eingepflanzt zu werden. Anschließend können Sie ihn vorsichtig aus dem Wasser entfernen und in Erde pflanzen. Wenn der Ableger längere Zeit im Wasser verbleibt, können die Wurzeln verrotten oder verkümmern, was das Wachstum der Pflanze beeinträchtigen kann.

Monstera-Ableger können nicht dauerhaft im Wasser gehalten werden, da sie auf lange Sicht nicht genügend Nährstoffe aus dem Wasser allein ziehen können. Wenn Sie den Ableger längere Zeit im Wasser belassen, sollten Sie ihm gelegentlich Dünger hinzufügen, um sicherzustellen, dass er ausreichend Nährstoffe erhält.

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Welcher Boden eignet sich am besten für Monstera-Ableger?

Monstera-Ableger wachsen am besten in einem gut durchlässigen und nährstoffreichen Boden, der aus einer Mischung von Erde und anderen organischen Materialien wie Torf, Kompost und Perlite oder Sand besteht. Ein solcher Boden fördert das Wachstum und die Gesundheit des Ablegers und bietet eine gute Drainage, um Staunässe zu vermeiden. Monstera-Pflanzen bevorzugen einen leicht sauren Boden, mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7,0. Wenn der Boden zu alkalisch ist, kann dies dazu führen, dass die Pflanze Nährstoffe nicht ausreichend aufnehmen kann und anfälliger für Krankheiten wird.

Wenn Sie den Boden selbst herstellen möchten, können Sie eine Mischung aus torffreier Blumenerde, Sand und Perlite im Verhältnis 2:1:1 verwenden. Diese Mischung ist reich an Nährstoffen und bietet eine gute Drainage. Nutzen Sie außerdem beim Einpflanzen von Monstera-Ablegern eine Drainageschicht am Boden des Topfes, um überschüssiges Wasser abzuleiten und das Wurzelsystem der Pflanze vor Staunässe zu schützen.

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Monstera pflegen - das sollten Sie beachten 

Die Monstera ist an sich eine unkapriziöse Zimmerpflanze. Wenn allerdings einige Grundvoraussetzungen stimmen, gedeiht sie natürlich umso prächtiger. So pflegen Sie Ihre Monstera richtig:

  • Luftwurzeln allein eignen sich nicht zum Vermehren. Mit ihnen kann die Monstera aber an einer geeigneten Rankhilfe bis zur Zimmerdecke wachsen.
  • Die Monstera bevorzugt helle, nicht zu sonnige Standorte. Je nach Lichtverhältnissen bildet sie unterschiedliche Blätter aus: Je heller der Standort, desto besser bilden sich die typischen Blätter mit Aussparungen aus. An dunkleren Standorten bildet die Monstera Blätter mit geschlossener Fläche.
  • Gießen Sie die Monstera immer dann, wenn die Erde trocken ist. Lassen Sie die Pflanze nie ganz austrocknen!
  • Befreien Sie die Blätter regelmäßig von Staub, etwa indem Sie die Monstera mit Wasser einsprühen oder einfach in der Dusche abbrausen.
  • Düngen Sie die Monstera im Frühling und Sommer 14-tägig, im Herbst und Winter alle 4 Wochen mit ein wenig Flüssigdünger im Gießwasser oder drücken sie im Frühling, Sommer und im Spätherbst je ein Düngestäbchen für Grünpflanzen ins Substrat.
Monstera Luftwurzeln, an der Luftwurzel hängt ein Wassertropfen
Über die Luftwurzeln nimmt die Monstera auch Feuchtigkeit und Nährstoffe auf.© JulianJD - stock.adobe.com

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Monstera Luftwurzeln - das ist wichtig 

Die Luftwurzeln der Monstera können sehr lang werden und brauchen damit entsprechend viel Platz. In der Natur dienen die Luftwurzeln der Pflanze dazu, sich beim In-die-Höhe-wachsen zu stabilisieren. Außerdem nimmt die Pflanze dadurch Nährstoffe und Wasser auf. 

Daher sollten Sie die Luftwurzeln bei der Monstera auch nicht abschneiden: Bildet die Pflanze viele Luftwurzeln aus, deutet dies auf einen Nährstoffmangel hin. 

Die beste Methode, Luftwurzeln bei der Monstera zu verhindern, ist als die Vorbeugung: 

  • Gießen Sie die Monstera regelmäßig – die Erde sollte immer feucht sein
  • Wischen Sie die Blätter regelmäßig feucht ab und nebeln Sie die Pflanze mit Wasser aus der Sprühflasche ein. 
  • Düngen Sie die Monstera zwischen März und September wöchentlich mit Flüssigdünger* oder setzen Sie Düngerstäbchen* ein.
  • Bieten Sie der Pflanze eine Rankhilfe*an.
  • Überprüfen Sie den Standort: Die Monstera mag es hell, aber ohne direkte Sonne und Luftzug.

Wie bei jeder anderen Pflanze auch, ist es bei der Monstera wichtig, dass sie den richtigen Topf in der passenden Größe hat.

Wenn die Monstera schon Luftwurzeln ausgebildet hat und Sie diese stören, können Sie die Luftwurzeln beim nächsten Umtopfen auch einfach einpflanzen. 

  • Dazu heben Sie einfach die Pflanze mit dem Wurzelballen aus dem alten Topf.
  • Geben Sie etwas Erde auf den Boden des neuen, größeren Topfes.
  • Stellen Sie die Monstera in den neuen Topf und lenken Sie die Luftwurzeln vorsichtig um den Wurzelballen. 
  • Füllen Sie den Topf mit Erde und lassen Sie oben einen großzügigen Rand.
  • Gießen Sie die Pflanze kräftig mit Wasser an und halten Sie den Wurzelballen in den folgenden Wochen gut feucht. Nur mit ausreichend Wasser kann die Luftwurzel kleinere Wurzeln ausbilden und eine ganz normale Erdwurzel werden.

Unter diesen Umständen können Sie sich lange an einer gesunden Monstera erfreuen. Vielleicht kommen Sie ja auch in den Genuss einer Frucht? Nach zehn Jahren können Sie mit der ersten Monstera-Blüte rechen.

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Diese Monstera Arten gibt es

Es gibt verschiedene Monstera Arten, die auch verschiedene Standorte und Pflege bedürfen. Informieren Sie sich also im Vorhinein, welche Art Sie besitzen. 

Monstera Arten
Monstera variegata
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1/5: Monstera variegata

Die Monstera variegata ist eine äußerst seltene und begehrte Variation der Monstera-Pflanzen, die für ihre auffällige Blattmusterung geschätzt wird. Im Gegensatz zur üblichen einheitlich grünen Farbe vieler Monstera-Arten, weist die Monstera variegata einzigartige cremefarbene oder weiße Streifen, Flecken oder Muster auf ihren Blättern auf. 

Monstera deliciosa
© Lucas - stock.adobe.com

2/5: Monstera deliciosa

Die Monstera deliciosa, auch bekannt als Fensterblatt oder Mexikanische Sumpffreundin, ist eine beliebte Zimmerpflanze und eine der bekanntesten und am häufigsten kultivierten Arten der Gattung Monstera. Sie stammt ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas und gehört zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Sie zeichnet sich durch ihre großen, herzförmigen Blätter aus, die tiefe Einschnitte und charakteristische Löcher aufweisen. Diese Löcher, auch als Fenster oder Fensterlöcher bezeichnet, haben der Pflanze ihren deutschen Namen "Fensterblatt" eingebracht. Außerdem entwickelt sie Luftwurzeln, die aus den Stielen ihrer Blätter wachsen. Mit dieser Art eng verwandt ist die Monstera adansonii. 

Monstera Thai Constellation
© K.A. - stock.adobe.com

3/5: Monstera Thai Constellation

Die Monstera Thai Constellation ist eine außergewöhnliche Variante der Monstera-Pflanze. Sie zeichnet sich durch ihre spektakulären Blätter mit einzigartigen weißen Flecken, Streifen und Punkten auf einem dunkelgrünen Hintergrund aus. Diese weißen Markierungen erinnern an Sterne am Nachthimmel, was ihr den Namen "Thai Constellation" verleiht. Die Thai Constellation ist das Ergebnis einer seltenen und anspruchsvollen genetischen Mutation der Monstera deliciosa. Die weißen Flecken und Streifen entstehen durch eine Einschränkung der Chlorophyllproduktion in einigen Blattzellen, was zu den charakteristischen weißen Markierungen führt. Im Gegensatz zu den anderen Arten wächst diese deutlich langsamer. 

Monstera minima
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4/5: Monstera minima

Die Monstera minima, auch bekannt als Rhaphidophora tetrasperma, ist eine charmante und kleinere Version der bekannten Monstera deliciosa. Obwohl sie oft als "Mini-Monstera" bezeichnet wird, ist sie nicht wirklich eine echte Monstera, sondern gehört zur Gattung Rhaphidophora innerhalb der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Die Blätter der Monstera minima ähneln denen der Monstera deliciosa, sind jedoch kleiner und schmaler. 

Monstera obliqua
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5/5: Monstera obliqua

Die Blätter der Monstera obliqua sind herzförmig und haben unregelmäßige, große Löcher und Schlitze. Im Vergleich zu anderen Monstera-Arten sind die Löcher bei der Monstera obliqua viel größer und nehmen einen beträchtlichen Teil des Blattes ein. Die Löcher in den Blättern der Monstera obliqua sind so groß, dass sie manchmal als "Swiss Cheese Holes" bezeichnet werden, ähnlich wie bei der Monstera deliciosa. Allerdings sind die Löcher bei der Monstera obliqua größer und unregelmäßiger in ihrer Anordnung.

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