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Alles über Rauchmelder

Mehr als 500 Menschen kommen jedes Jahr in Deutschland im Feuer um, sie ersticken. Bereits neun Bundesländer schreiben Rauchmelder in Wohnungen vor – und jeder sollte sie haben! Die Lebensretter führen ein unscheinbares Dasein, bis man sie braucht. Wie sie funktionieren, erfahren Sie hier in fünf Minuten …

Rauchmelder
Rauchmelder© Selbermachen

Rauchmelder
Metallscheibe des Rauchmelders
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Schritt 1/7: Metallscheibe des Rauchmelders

KRACHMACHER: Es ist nicht mehr als eine dünne, etwa drei Zentimeter große Metallscheibe, die es im Alarmfall aber schafft, einen mindestens 85 dB(A) lauten Warnton zu fabrizieren – und das noch in drei Meter Entfernung. Das ist etwa so laut wie eine Hauptverkehrsstraße oder ein Winkelschleifer. Genug Lärm, um Anwesende, selbst tief schlafende, auf eine Gefahr aufmerksam zu machen, und damit hätte der Rauchmelder seine Aufgabe erfüllt und wahrscheinlich Leben gerettet.

Haken des Rauchmelders
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Schritt 2/7: Haken des Rauchmelders

HAKEN UND ÖSEN: Ein Rauchmelder besteht immer aus zwei Teilen – der Grundplatte, die an die Decke geschraubt wird (in Dachräumen 30–50 cm unterhalb des Firstes abhängen), und dem eigentlichen Rauchmelder. Für den Batteriewechsel reicht eine kurze Drehung, um die Haken aus der Bajonettverbindung zu lösen und das Gerät abzunehmen.

Blockbatterie des Rauchmelders
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Schritt 3/7: Blockbatterie des Rauchmelders

ENERGIE-BLOCK: Rauchmelder werden üblicherweise mit 9-Volt-Blockbatterien betrieben, die den Geräten oft schon beiliegen. In der Regel sind es günstige, aber langlebige Alkaliebatterien. Hersteller, die eine Batterielebenszeit von bis zu zehn Jahren versprechen (aber nie garantieren), verwenden teurere Lithiumbatterien, was natürlich auch den Preis des Rauchmelders erhöht.

Metallbügel des Rauchmelders
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Schritt 4/7: Metallbügel des Rauchmelders

FUNKTIONSGARANTIE: Ein kleiner Metallbügel im Batteriefach verhindert hier, dass der Rauchmelder zusammengebaut und seiner Aufgabe überlassen wird, solange keine Batterie eingelegt ist. So wiegt man sich garantiert nie in falscher Sicherheit.

Streulichtkammer des Rauchmelders
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Schritt 5/7: Streulichtkammer des Rauchmelders

VERSPERRTE SICHT: Eine Diode (rechts) leuchtet infrarotes Licht in die "Streulichtkammer", das von einer Fotozelle (links), die sich im Winkel von etwa 140 Grad fast gegen über befindet, registriert werden soll. Im Ruhezustand wird dies durch eine Art Sichtschutz zwischen Diode und Fotozelle und dadurch, dass Luft kein Licht reflektiert, verhindert. Dringt Rauch in die Kammer, verdient sie sich ihren Namen. Schon ab 1,1% Rauchanteil nach EN 14604 (beim Kauf auf diese Norm, das CE-Zeichen und das VdS-Zeichen achten!) wird das Infrarotlicht reflektiert und gestreut, sodass die Fotozelle etwas sieht und Alarm auslöst.

Streulichtkammerwand des Rauchmelders
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Schritt 6/7: Streulichtkammerwand des Rauchmelders

LABYRINTH: In die "Streulichtkammer" soll Rauch eindringen können, aber kein Licht. Dafür haben die Entwickler von Rauchwarnmeldern eine simple, aber geniale Lösung erdacht: Im Gegensatz zu Rauch kommt Licht nicht um die Ecke. Es reicht also eine "Streulichtkammerwand" aus schwarzem, nicht reflektierendem Kunststoff, die aus ineinandergeschachtelten Dreiecken besteht.

Elektronik des Rauchmelders überbrücken
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Schritt 7/7: Elektronik des Rauchmelders überbrücken

CONTROLLING: Jahrelang schlummern Rauchmelder unter der Decke vor sich hin, ohne einen Pieps von sich zu geben. Um sicher zu sein, dass sie noch funktionieren, lässt sich die Elektronik überbrücken, und der Signalton wird testweise ausgelöst – sofern die Batterie noch genug Leistung bietet. Von außen ist dies ein unscheinbarer Knopf, der im Testfall auf den kleinen Metalltaster Druck ausübt. Mindestens einmal im Jahr muss er das ertragen

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