Effektive Marderabwehr

Marder auf dem Dach loswerden

Der Marder kommt bei Nacht und Nebel: Erst hört man Getrappel auf Dach- und Spitzboden, dann findet man Kot und Beutereste. Wir sagen Ihnen, wie Sie Marder vom Dachboden vertreiben.

Marder vertreiben
Effektive Marderabwehr: So werden Sie Mader auf dem Dachboden wieder los.© Creativenature.nl - stock.adobe.com

Der Steinmarder (Martes foina) gehört zur Ordnung der Raubtiere. Er ist kleiner und kurzbeiniger als eine Katze und hat einen schlanken Körper mit buschigem Schwanz.

Das Fell ist milchschokoladenbraun mit einer weißen Zeichnung im Halsbereich, die sich an den Vorderbeinen gabelt. Die ovale Pfotenform mit fünf Zehen machen seine Abdrücke auf lockerem Boden oder im Schnee leicht erkennbar.

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Besonders in Städten und Siedlungen durchstöbert der Marder auf der Suche nach Nahrung Mülleimer und Komposthaufen. Auch Hunde- oder Katzenfutter, das wohlmeinende Menschen vielleicht rausgestellt haben, um Igel zu füttern, wird gern als Nahrung angenommen.

Marder fernhalten

Um Marder fernzuhalten, sollten Sie daher darauf achten, dass alle Mülltonnen immer fest verschlossen sind und keine Lebensmittelreste auf den Kompost geben. Wer nicht auf eigene Haustiere Rücksicht nehmen muss, kann auch Abwehrmittel für Hunde und Katzen platzieren, da deren Geruch auch Marder vertreibt.

Um zu verhindern, dass sich der Marder auf dem Dachboden oder im Schuppen einnistet, müssen Sie außerdem sämtliche Schlupflöcher mit Maschendraht schließen. Die schlanken und wendigen Tiere kommen auch durch kleinste Lücken mit einem Durchmesser von fünf Zentimetern.

Entfernen Sie außerdem Rankhilfen und schneiden Sie die Äste der Bäume in Hausnähe zurück, die dem Marder als Kletterhilfe dienen können.

Mögliche Zugänge für den Mader kann ein Baum nahe dem Haus oder jede angebaute Überdachung und Begrünung sein. Auch alles, was am Haus lehnt, ist eine willkommene Kletterhilfen für den Mader. Ebenso dienen ihm lose Dachziegel, aufgebogene Blei-Abdichtungen und Dachübergänge als Zugang zum Dachboden.

Marder vertreiben
Marder gelangen durch kleinste Schlupflöcher in den Dachboden.© were - stock.adobe.com

 

Als zusätzlichen Schutz gegen Marder können Sie außerdem die Fallrohre der Regenrinne mit Drahtspiralen oder zusammengeknülltem Maschendraht sichern. Wenn Sie immer wieder Probleme mit Mardern haben, lohnt es sich, einen speziellen Elektrozaun zur Marderabwehr aufzustellen.

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Marder vertreiben mit Hausmitteln

Hat sich der Marder einmal eingenistet, ist es schwer, ihn wieder loszuwerden. Die beste Methode ist, ihn so lange zu stören, bis er sein Versteck freiwillig verlässt.

Hausmittel, um Marder zu vertreiben, zielen vor allem auf die empfindlichen Sinnesorgane der Tiere. Bewährt haben sich beispielsweise folgende Methoden:

  • Laute Geräusche: Ein Radio oder eine andere Geräuschquelle im Dachboden stört den Marder. Da die Tiere sehr intelligent sind, sollte das Gerät zu unterschiedlichen Zeiten an- und ausgeschaltet werden können, so dass der Marder kein Muster feststellt und lernt, die Geräusche zu meiden. Im Handel erhältlich sind außerdem Ultraschallgeräte, die Marder vertreiben.
  • Störungen: Gehen Sie mehrmals am Tag auf den Dachboden, treten Sie laut auf und räumen Sie Gegenstände herum. Die ständigen Veränderungen und die Unruhe machen Ihren Dachboden als Marderversteck unattraktiv.
  • Gerüche: Toilettensteine oder Hundehaare sind schon lange als Hausmittel bekannt, um Marder vom Auto fernzuhalten. Die Wirkung dieser Duftstoffe können Sie sich auch auf dem Dachboden zunutze machen. In schweren Fällen können Sie spezielle Schädlingsbekämpfungsmittel zur Marderabwehr verwenden, die zum Beispiel auf das Geschmacksempfinden der Tiere abzielen. Diese Maßnahmen eignen sich allerdings nur dazu, Marder kurzfristig zu vertreiben.
Wichtig: Marder vertreiben Sie am besten in den Wintermonaten, keinesfalls im Frühling oder Sommer. Sonst kann es passieren, dass die Mardermutter vom Dachboden flieht und ihre Jungen zurücklässt.

Marder einfangen

Marder lassen sich nur schwer einfangen. Wenn Sie den Marder nicht vertreiben können, greifen Sie nicht zu drakonischen Maßnahmen, sondern wenden sich stattdessen an den zuständigen Jäger. Als Fachmann verfügt er über das notwendige Know-how sowie Fallen und Materialien, um den Marder einzufangen.

Marder sind Wildtiere und unterliegen dem Jagdrecht. Privatleute sind nicht befugt, Marder zu fangen oder zu töten. Aus diesem Grund sollten Sie auch keinesfalls den Marder vergiften – Sie machen sich sonst strafbar.

Sobald der Marder eingefangen ist und Sie gemeinsam mit dem Jäger überprüft haben, dass der Dachboden marderfrei ist, verschließen Sie umgehend alle Zugänge. So verhindern Sie, dass sich weitere Marder auf dem Dachboden einnisten.

Keinesfalls sollten Sie die Zugänge verschließen, solange der Marder im Dachboden lebt. Das Tier verhungert sonst qualvoll und wird sich zum Sterben in einen Winkel zurückziehen, wodurch Sie dem Verwesungsgeruch ausgesetzt sind.

Doch wäre ein Zusammenleben überhaupt möglich? Wir sind mit Dr. Beate Ludwig, Wildbiologin und Verhaltensforscherin dieser Frage nachgegangen. Lesen Sie hier die überraschende Antwort.

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