Katzenschreck

So halten Sie Katzen fern vom Garten

Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren, doch wenn die eigene Katze oder die des Nachbarn den Garten als Toilette nutzt, werden auch überzeugte Katzenfreunde ungehalten. Lesen Sie hier, mit welchen tierfreundlichen Katzenschreck-Tricks Sie Katzen fernhalten können.

Katzenschreck
Halten Sie Katzen mit tierfreundlichen Methoden von Beet und Blumentopf fern.© alexbuess - stock.adobe.com

Besonders im Gemüsebeet ist es unerfreulich, wenn eine Katze dort regelmäßig ihr Geschäft verrichtet – immerhin wollen Sie die Früchte Ihrer Arbeit noch essen.

Doch auch im Rasen und im Blumenbeet können die meisten Gartenbesitzer sicher auf die „Tretminen“ und auf plattgedrückte Pflanzen, die für ein Nickerchen herhalten mussten, verzichten.

Zum Glück gibt es viele tierfreundliche Katzenschreck-Methoden, die den Tieren bestimmte Bereiche des Gartens verleiden.

Grundsätzlich sind Katzen sehr reinliche Tiere, die ihr Revier gerne sauber halten. Wenn Ihre Katze also den Garten zur Toilette auserkoren hat, sollten Sie zunächst überprüfen, wo die Ursache für dieses Verhalten liegt.

Vielleicht steht das Katzenklo an einem Ort, wo die Katze keine Ruhe findet und sich angreifbar fühlt. Es kann auch sein, dass das Katzenklo zu klein ist oder die Katze die Katzenstreu als unangenehm empfindet.

Lesen Sie hier, wie Sie eine Katzenklappe einbauen.

Katzenschreck: Katzen natürlich fernhalten

Katzen sind sehr intelligent und eigenwillig. Um eine Katze erfolgreich zu vertreiben, muss man den Weg oder den Aufenthalt in den Garten oder die Beete so beschwerlich und unangenehm machen, dass die Katze von sich aus die Entscheidung trifft, sich nicht mehr im Garten zu erleichtern.

Viele Hersteller bieten dazu Ultraschall-Sender an, die Katzen mit unangenehmen Geräuschen vertreiben. Auch beduftetes Tongranulat, dass Katzen durch Geruch vertreibt, ist im Handel erhältlich. Darüber hinaus gibt es jedoch auch eine Vielzahl an Hausmitteln, mit denen Sie Katzen tierfreundlich vertreiben können.

Katzenschreck
Einige Pflanzen wirken durch ihren Eigengeruch als Katzenschreck.© lesichkadesign - stock.adobe.com

So eignen sich zum Beispiel verschiedene Pflanzen als Katzenschreck. Minze, Zitronengras, Rosmarin und die „Verpiss dich“-Pflanze haben Eigengerüche, die Katzen unangenehm sind. Im Garten verteilt gepflanzt, können sie als Katzenschreck dienen.

Zusätzlich können Sie Kaffeesatz oder geschälte Knoblauchzehen ausstreuen, um Katzen Ihre Beete zu verleiden. Auch Gewürze mit starkem Eigengeruch wie Pfeffer oder Nelken haben sich als Katzenschreck bewährt.

Katzenschreck: Katzenspray selber machen

Sie können auch ein Abwehrspray für Katzen selber machen, das die Übeltäter durch seinen Geruch vertreibt. Dazu benötigen Sie:

  • 100 Milliliter Flüssigseife
  • 100 Milliliter Apfelessig
  • 100 Milliliter Wasser

Geben Sie alle Zutaten in eine Sprühflasche und schütteln Sie sie, um die Zutaten gründlich zu vermischen. Sprühen Sie damit Steine, Erde und Deko in dem Gartenbereich ein, aus dem die Katze vertrieben werden soll.

Alternativ können Sie auch einfach einige Tropfen ätherisches Öl in eine Sprühflasche mit Wasser geben und gut schütteln. Dieses Katzenspray eignet sich auch für drinnen. Geeignete Öle sind zum Beispiel:

  • Minze
  • Lavendel
  • Zitrone
  • Zimt
  • Rosmarin
Egal für welches Abwehrspray Sie sich entscheiden – testen Sie die Mischung unbedingt erst an einer unauffälligen Stelle, um zu sehen, ob das Spray Flecken auf Möbeln oder Böden hinterlässt.

Tierfreundlicher Katzenschreck für Beet und Blumentopf

Wenn sich die Katze allerdings bereits daran gewöhnt hat, Ihre Beete und Blumenkübel als Katzenklo zu nutzen, ist es schwer, sie davon wieder abzubringen. Eine zuverlässige Methode ist es allerdings, das Graben in der Erde zu erschweren.

Katzenschreck
Katzen bevorzugen trockene und lockere Erde.© Thinapob - stock.adobe.com

Katzen suchen sich bevorzugt Beete und Töpfe mit trockener, lockerer Erde aus. Um Katzen tierfreundlich zu vertreiben, kann es schon reichen, die Erde im Beet mit Mulch oder Tannenzapfen zu bedecken.

Diese lassen sich nicht so leicht umgraben und haben auch nicht die von der Katze bevorzugte Konsistenz. Zudem bleibt die Erde im Beet länger feucht und Unkraut kann nicht nachwachsen, wovon auch Ihre Pflanzen profitieren.

Eine weitere Möglichkeit ist es, Hindernisse in die Erde der Beete zu legen, die Katzen am Graben hindern. Besonders eignen sich Stangen aus Holz oder Metall, die Sie einfach zwischen die Pflanzen und auf die Erde legen.

Direkt nach der Aussaat können Sie auch ein Drahtgitter, zum Beispiel Kaninchendraht, auf das Beet legen, um zu verhindern, dass Katzen das noch nackte Beet als Toilette nutzen.

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Mit einfachen Mitteln können Sie Katzen vom Blumentopf fernhalten.© SueTot - stock.adobe.com

Um Ihre Blumentöpfe zu schützen, hat es sich bewährt, der Katze den Zugang zur Erde zu versperren. Dazu können Sie große Steine in den Blumentopf legen oder Pflanzenschutzgitter aus Kaninchendraht selbst zuschneiden oder kaufen.

Katzen fernhalten mit Weißdornhecken

Wenn Sie verhindern wollen, dass die Nachbarskatzen Ihren Garten überhaupt betreten, ist eine Weißdornhecke die erste Wahl: Der dichte Wuchs und die Dornen machen ein Durchkommen für Katzen sehr unangenehm, dabei ist die Pflanze allerdings ungiftig für Katzen.

Weißdornblüten sind im Frühling eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und andere Insekten.

Wasser als Katzenschreck

Weit verbreitet ist auch der Ratschlag, mit einer Sprühflasche oder Spritzpistole Wasser auf die Katze zu sprühen, wenn diese anfängt, sich in den Beeten oder auf dem Rasen zu erleichtern.

Diese Methode ist allerdings nicht zielführend, da Katzen schnell lernen, dass der Wasserstrahl mit der Anwesenheit des Menschen zusammenhängt. Dies kann das Verhältnis zu Ihrer eigenen Katze beschädigen und das Tier verunsichern. Besser ist es, Ursachenforschung zu betreiben und das Katzenklo für die Katze wieder attraktiv zu machen.

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