Naturpool selber anlegen

Der eigene Schwimmteich

Immer mehr Hausbesitzer wünschen sich ihr privates Freibad im Garten – ganz ohne Trubel und Chlorbelastung. Hier zeigen wir, wie Aushub, Vlies- und Folieneinbau vonstattengehen. Außerdem erklären wir, wie die Technik installiert und die Anlage fertiggestellt wird.

 
Ideal für heiße Tage: der Schwimmteich im Garten. © Selbermachen
Ideal für heiße Tage: der Schwimmteich im Garten.

Sommer, Sonne, heiße Temperaturen – da ist eine Erfrischung stets willkommen! Ein eigener Schwimmteich bietet dabei viele Vorteile: Das Wasser bleibt hier ganz ohne Chemie sauber. Und auch optisch passt sich der „Naturpool“ harmonisch in die Gartenanlage ein – besser als seine aufblasbaren Mitbewerber. Nicht zuletzt ist er auch gut für die eigene körperliche Fitness: Wer bis in den Spätherbst seine Runden zieht, kommt ohne Erkältung durch die kalte Jahrszeit.
 

Schwimmteich anlegen: Planung und Lage

Beim Bau sollte man zuerst die Lage beachten: Volle Sonne, geschützt vor Wind und Blicken sowie fern von großen Bäumen mit Schatten-, Laub- und Pollenfall stehen oben auf der Wunschliste. 70 qm Wasserfläche sind wie bei unserem Beispiel ein gutes Mittelmaß. Auf großen Grundstücken plant man eine Reinigungszone mit vielen Pflanzen ein, um Nährstoffe im Wasser zu mindern. Oder man nimmt sich professionelle Filtertechnik zu Hilfe, versteckt sie unter einem schicken Holzdeck und hält damit das Wasser klar.

Wichtig ist immer der fachgerechte Aufbau mit dicht verschweißter Folie und einer schützenden Vliesschicht darunter – eine Aufgabe für erfahrene Landschaftsgärtner. Lassen Sie sich vor Auftragsvergabe Beispiele vor Ort zeigen, und sprechen Sie mit den Besitzern. Die Verlegung der Folienbahnen ist bei trockenem und warmem Wetter am besten, sie sind dann schön flexibel, und auch Quellschweißmittel wie Handschweißgeräte lassen sich leichter einsetzen. Die Bahnen werden am Ende über eine starre PE-Teichkante gelegt.

Diese liegt 5 cm über Teichniveau und dient als Kapillarsperre. Dadurch wird verhindert, dass Wasser aus dem Teich über die Kapillarwirkung der umgebenden Erde oder Pflanzenwurzeln herausgesaugt wird. Außerdem kann kein Wasser von außen in den Teich gespült werden, auf diesem Weg aufgedüngte Erde von Beeten mitführen und durch die Nährstoffe das Algenwachstum begünstigen.

Tipp: Je tiefer der Schwimmteich, desto besser die Wasserqualität, weil sich die unteren Schichten langsamer erwärmen.
 

Schwimmteich anlegen: Grube mit Minibagger ausheben

  1. MinibaggerMinibagger© Selbermachen

    Minibagger

    Große Schaufel für den Schwersteinsatz: Kleine und wendige Minibagger lassen sich fast überall mieten und lohnen sich besonders bei tiefgreifenden Erdarbeiten.
  2. Boden aushebenBoden ausheben© Selbermachen

    Boden ausheben

    Durch die Rasennarbe arbeitet man sich nach unten vor, bleibt möglichst in einem engen Bereich.
  3. Erde abtransportierenErde abtransportieren© Selbermachen

    Erde abtransportieren

    Während der Minibagger die erste Teichrundung ausarbeitet, wird ein Teil der Erde abtransportiert. Nicht der ganze Abraum kann für den Pflanzwall verwendet werden.
  4. Grube aushebenGrube ausheben© Selbermachen

    Grube ausheben

    Wichtige Überlegung vorm Graben: Wo liegen Strom und Abwasser? Das gelbe perforierte Dränagerohr für die Versickerung des Wassers vom Hausdach ist im Weg.
  5. Für gleiche Höhen sorgenFür gleiche Höhen sorgen© Selbermachen

    Für gleiche Höhen sorgen

    Teichbau ist Maßarbeit: Mit Rotationsnivelliergerät und Zollstock sorgt man überall für gleiche Höhen.
  6. Gewaschenen Sand verteilenGewaschenen Sand verteilen© Selbermachen

    Gewaschenen Sand verteilen

    In der fertig ausgehobenen Grube werden die ersten Fuhren gewaschenen Sandes verteilt.
  7. Sand verteilenSand verteilen© Selbermachen

    Sand verteilen

    Der Rest ist Handarbeit: Mit Schaufel und Harke wird der Sand verteilt. Er schützt Vlies und Folie vor der Beschädigung durch Steine.
  8. Dränage der Regenrinne austauschenDränage der Regenrinne austauschen© Selbermachen

    Dränage der Regenrinne austauschen

    Jetzt geht es an die Dränage der Regenrinne: Alte, beschädigte Leitungen werden ausgetauscht, mit Verbindern ein neues System gebaut.

 

Schwimmteich anlegen: Entwässerung planen

  1. Dränagerohr schneidenDränagerohr schneiden© Selbermachen

    Dränagerohr schneiden

    Das neue Dränagerohr wird per Cutter oder Handsäge zurechtgekürzt. Die Kokosummantelung macht die Dränleistung effektiver, verhindert das Dichtsetzen mit Feinstoffen.
  2. Dränagerohr verbindenDränagerohr verbinden© Selbermachen

    Dränagerohr verbinden

    Mitgelieferte Verbinder sorgen für leichtes Arbeiten. Die Ummantelung wird später wieder drübergelegt.
  3. Rohr mit Vlies schützenRohr mit Vlies schützen© Selbermachen

    Rohr mit Vlies schützen

    Bei Lehmböden verlegt man das Rohr in einer Kiespackung, um die Entwässerungsleistung zu erhöhen. Rohr und Kieskanal schützt man per Vlies vor dem Einschlämmen von Sedimenten, die das Rohr dichtsetzen.
  4. Dränage um den Teich führenDränage um den Teich führen© Selbermachen

    Dränage um den Teich führen

    Damit die Dränage große Wassermengen von Starkregen oder dem Spülen der Filteranlage fassen kann, führt sie einmal um den Teich.
  5. PE-Teichrand verlegenPE-Teichrand verlegen© Selbermachen

    PE-Teichrand verlegen

    Im Graben – per Hand ausgeschaufelt – wird auch der PE-Teichrand als Kapillarsperre verlegt.
  6. Kammer für die FilteranlageKammer für die Filteranlage© Selbermachen

    Kammer für die Filteranlage

    Aus Beton-L-Steinen entsteht die Kammer für die Filteranlage. Der Boden wird ebenfalls betoniert.
  7. Die Kammer stützt den tiefsten BereichDie Kammer stützt den tiefsten Bereich© Selbermachen

    Die Kammer stützt den tiefsten Bereich

    Gut zu sehen: Die Kammer stützt den tiefsten Bereich vom Teich – von hier aus startet später der Badespaß.
  8. Vliesbahnen verlegenVliesbahnen verlegen© Selbermachen

    Vliesbahnen verlegen

    Die Kammer ist fertig – jetzt wird ein Plastoplan-Geovlies (300 g/qm) verlegt, das die Teichfolie zusätzlich zur Sandschicht vor Beschädigung durch Steine oder Unrat schützt.

 

Schwimmteich anlegen: Vlies zuschneiden und verlegen

  1. Rundungen heraustrennenRundungen heraustrennen© Selbermachen

    Rundungen heraustrennen

    Kleine Rundungen und Ecken lassen sich gut mit einer scharfen Haushaltsschere heraustrennen.
  2. Bahnen in Form bringenBahnen in Form bringen© Selbermachen

    Bahnen in Form bringen

    Lange Bahnen werden per Akku-Schneider in Form gebracht. Das Vlies soll sich dabei 10 cm überlappen, größere überstehende Flächen werden vorm Verbinden entfernt.
  3. Vlies über den Rand verlegenVlies über den Rand verlegen© Selbermachen

    Vlies über den Rand verlegen

    Die Enden werden über den stabilen PE-Teichrand hinweggeführt. Er gibt rundrum die Höhe vor, fungiert später als Kapillarsperre, damit der Teich dann nicht an Wasser verliert.
  4. Vliesbahnen ausrollenVliesbahnen ausrollen© Selbermachen

    Vliesbahnen ausrollen

    Die letzten Vliesbahnen werden ausgerollt. Dabei arbeitet man immer in der längsten Richtung des Teichs.
  5. Vliesbahnen aneinanderheftenVliesbahnen aneinanderheften© Selbermachen

    Vliesbahnen aneinanderheften

    Mit einem Handschweißgerät und einer Andruckrolle werden die einzelnen Vliesbahnen nach dem Zuschnitt aneinandergeheftet.
  6. Ecken sorgfältig ausarbeitenEcken sorgfältig ausarbeiten© Selbermachen

    Ecken sorgfältig ausarbeiten

    Besonders in den Ecken muss sorgfältig gearbeitet werden, damit der Schichtaufbau nicht zu dick wird und die Teichfolie später gut liegt.
  7. Falten vermeidenFalten vermeiden© Selbermachen

    Falten vermeiden

    Falten werden vermieden, indem sich auch am Hang die Ecken der Flächen erst ausreichend überlappen und dann im nächsten Gang passgenau zurechtgeschnitten werden.
  8. Rundungen verschweißenRundungen verschweißen© Selbermachen

    Rundungen verschweißen

    Ist alles verlegt, können auch die Rundungen in den Vertikalen per Heißluft verschweißt werden.

 

Welche Teichfolie ist die Richtige?

Die Auswahl der Folie entscheidet maßgeblich über die spätere Optik: Je heller die Abdichtung, desto empfindlicher ist sie später auch in der Pflege!

Zum Abdichten von Schwimmteichen eignen sich Kunststoffdichtungsbahnen aus FPO (Flexibles Polyolefin), PVC (Poly-Vinyl-Chlorid) oder EPDM (Synthesekautschuk). FPO ist besonders stabil, PVC ist am preisgünstigsten und beginnt bei ca. 12 Euro pro qm als Rollenware. Als Schutz vor mechanischen Beschädigungen kommt unter die Dichtungsbahn ein Geotextil (Vlies 330–500 g/qm).

Die Verbindung der Bahnen erfolgt mit Heißluftgerät und Andruckrolle oder, vom Profi verwendet, mittels eines Heißluftautomaten. Ein Verschweißen der Abdichtung vor Ort hat den Vorteil, dass sie nahezu faltenfrei in das Becken eingebaut wird. Das erleichtert die späteren Pflegegänge sehr.

Damit die Abdichtung stramm an den Beckenwänden anliegt, wird sie mit Verbundblechen (mit der Abdichtung beschichtete Metallstreifen) verschweißt. Die hier verbaute olivgrüne PVC-Folie ist unempfindlicher als helle Abdichtungen. Bei beigefarbenen Folien sieht man schon nach kürzester Zeit die Verschmutzungen, und eine regelmäßige Reinigung ist für einen guten optischen Eindruck unerlässlich. Zusätzlich gibt es für die FPO- und PVC-Abdichtungen eine Reihe von professionellen Durchdringun en für Schläuche, Rohre und Einströmdüsen.
 

Schwimmteich anlegen: Folie verschweißen

  1. © SelbermachenFolien herabrollen
    Abwärts rollen die schweren Teichfolienbahnen von ganz allein. Zum Heranschaffen, Verlegen in der Fläche und beim Nachjustieren sollte man aber mindestens zu zweit sein.
  2. © SelbermachenFolien und Bänder
    Für die Verarbeitung der Folienbahnen brauchen Sie mindestens einen Helfer. Wir raten dazu, die Folie vorab auf ihre grobe Länge vorzuschneiden, dadurch wird das anschließende Handling einfacher.
  3. © SelbermachenFolienbahn verlegen
    Die Folienbahnen aus PVC sind 1,5 mm stark. Statt in Oliv gibt es sie auch in Beige, Dunkel- und Hellgrün.
  4. © SelbermachenSpezielles Klebeband
    Das spezielle Klebeband Das orangefarbene Klebeband hat eine zweiteilige Schutzfolie auf der Rückseite. Das erleichtert das Kleben um Ecken herum.
  5. © SelbermachenFolienbahnen verbinden
    Die langen Folienbahnen werden per elektrischem Schweißautomaten sicher miteinander verbunden. Trotzdem lohnt eine Nachkontrolle und ein Auftragen einer Nahtversiegelung.
  6. © SelbermachenGemeinsam Folie verarbeiten
    Für die Verarbeitung der Folienbahnen brauchen Sie mindestens einen Helfer. Wir raten dazu, die Folie vorab auf ihre grobe Länge vorzuschneiden, dadurch wird das anschließende Handling einfacher.
  7. © SelbermachenFolien zusammenbringen
    Handschweißgerät und Andruckrolle kennen wir schon aus der Verlegung der einzelnen Vliesbahnen. Sie eignen sich auch für das Zusammenbringen der Folie an kniffligen Stellen.
  8. © SelbermachenFolie anbringen und festtackern
    Verlegt wird die Folie senkrecht, also parallel zu den Sparren. Wir ließen die erste Bahn nur bis zur Kehlbalkenlage durchlaufen, um uns das Herumführen um die beiden Hölzer zu erleichtern. Tackern Sie die Folie an mindestens zwei Punkten fest.
  9. © SelbermachenDie Folien sind verlegt.
    Die Folie ist fast verlegt, und Rohre wie Teichfilter warten schon auf ihren Einsatz. Wie der Einbau funktioniert, das Sonnendeck gebaut und der Schwimmteich fertiggestellt wird, lesen Sie im zweiten Teil.
  10. © SelbermachenFolie an Sparren fixieren
    Von diesen beiden ersten Fixpunkten fangen Sie an, die Folie nach unten zu ziehen und dort an den Sparren zu fixieren. Achten Sie in etwa auf das Lot. Ziehen Sie die Folie dabei keinesfalls auf Spannung!
  11. © SelbermachenÜberschuss hängen lassen
    An den Übergängen zu den Giebelwänden lassen Sie genügend Folie für den Anschluss mit der „Raupe“ hängen.
  12. © SelbermachenRaupe von der Rolle verarbeiten
    Die „Raupe“ verarbeiten Sie von der Rolle. Bringen Sie den Klebewulst dem Verlauf und der Flucht der Sparren nach zuerst auf die Giebelwand auf und drücken Sie ihn fest an. Die Schutzfolie bleibt noch auf den Klebewülsten.
  13. © SelbermachenFolie auf den Kleber drücken
    Dann ziehen Sie die Schutzfolie nach und nach ab und drücken die Folie fest auf den Kleber. Ganz wichtig: Bilden Sie dabei eine sogenannte „Tasche“, das heißt, drücken Sie die Folie leicht hinter die Sparrenvorderkante, damit sie auf keinen Fall auf Spannung verklebt wird.
  14. © SelbermachenFolie in der Mitte tackern
    Ist die Folie fixiert, setzen Sie mit dem Tacker die restlichen Klammern mit einem Abstand von etwa 40 cm.
  15. © SelbermachenFolie zuschneiden und zwischen Kelhbalken tackern
    Weil die Zwischenräume der zangenartig angeordneten Kehlbalken schwierig zu erreichen sind, haben wir jeweils ein Stück Folie passend zugeschnitten und vorab dort angetackert. Lassen Sie die Passstücke unten und oben ein paar Zentimeter über die Kehlbalken überstehen, damit eine Überlappung mit den Folienbahnen entsteht.
  16. © SelbermachenFolie abschneiden
    Führen Sie die Folienbahnen von allen Seiten an die Kehlbalken heran und schneiden Sie sie mit dem Cutter sauber um das Holz herum ab.
  17. © SelbermachenErste Hälfte des Klebebands befestigen
    Scheiden Sie ein Stück des orange Klebebandes ab, entfernen Sie zunächst nur eine Hälfte der rückseitigen Schutzfolie und drücken Sie die Klebefläche auf den Folienrand.
  18. © SelbermachenZweite Hälfte des Klebebands fest andrücken
    Erst dann ziehen Sie die zweite Hälfte der Schutzfolie ab und drücken die Klebefläche sorgfältig und fest gegen das Holz.
  19. © SelbermachenKlebeband einschneiden
    Auch hier müssen Sie für den Übergang von senkrechter zu waagerechter Holzfläche das Klebeband einschneiden. Schneiden Sie nur so weit wie unbedingt nötig und drücken Sie das Band fest an Holz und Folie an.
  20. © SelbermachenHorizontal verkleben
    Sind die beiden senkrecht verlaufenden Klebebänder verklebt, folgen die horizontalen. Hier gilt die gleiche Vorgehensweise. Vorsicht mit dem Cutter, damit nichts einreißt!
  21. © SelbermachenFertig abgedichtete Kehlbalken
    So sehen fertig abgedichtete Kehlbalken- Durchdringungen aus. Es gilt: Lieber ein Band mehr kleben, als eine Leckage riskieren
  22. © SelbermachenKlammerreihe abkleben
    Auch die vielen Tackerklammern reißen kleine Löcher in die Dampfbremsfolie. Vom Hersteller Knauf ist es nicht gefordert, aber wir haben trotzdem mit dem weißen Klebeband einmal die Klammerreihe auf jedem Sparren abgeklebt – sicher ist sicher!
  23. © SelbermachenÜbergang zur Bodenschalung abdichten
    Analog zum Anschluss der Folie an die Giebelwände muss auch der Übergang zur Bodenschalung abgedichtet werden. Hier kommt ebenfalls die „Raupe“ zum Einsatz: Kleben Sie sie zunächst auf das Holz, ziehen Sie die Schutzfolie ab und drücken Sie die Folie auf die Klebewülste.
  24. © SelbermachenTaschen mit Folie bilden
    Wie bei den Giebeln auch bilden Sie hier die „Taschen“ in der Folie, um eine zu große Spannung zu vermeiden. Den Überstand der Folie müssen Sie nicht unbedingt abschneiden, er verschwindet nachher sowieso hinter dem Drempel.
  25. © SelbermachenKreuzweise an den Fenstern einschneiden
    Wir haben der Einfachheit halber die Folie zunächst über die Dachflächenfenster durchgezogen. Um das Fenster an die Dachhülle anzuschließen, schneiden Sie die Folie kreuzweise über dem Fenster ein. Schneiden Sie beim ersten Schnitt nicht zu groß, . . .
  26. © SelbermachenFolienüberstand stehen lassen
    . . . sondern arbeiten Sie sich an die Fensterkontur heran. Die Folienüberstände auf keinen Fall abschneiden.
  27. © SelbermachenFensterbegrenzung einsetzen
    Mit einer Span- oder OSB-Platte, die Sie auf Maß schneiden lassen, setzen Sie die untere und obere Fensterbegrenzung ins Sparrenfeld. Achtung: Setzen Sie die obere Platte waagerecht an, damit die Durchgangshöhe zum Fenster noch ausreicht. Die untere Platte montieren Sie in der Schrägen. Verschrauben Sie kleine Metallwinkel an Platte und Sparren, damit’s hält.
  28. © SelbermachenFolienreste festtackern
    Die Folienüberstände schlagen Sie nach innen und tackern sie an den Sparren und den Spanplatten fest.
  29. © SelbermachenSchornstein abdichten
    Wie bei allen Anschlüssen der Folie an einen porösen Untergrund, kommt auch beim Schornstein im Spitzboden die Kleberaupe zum Einsatz. Wir haben hier mit breiten Folienstreifen gearbeitet, die wir an die Dachhülle per Klebeband angeschlossen haben.
  30. © SelbermachenRohr abdichten
    Für Rohrdurchführungen hat Knauf spezielle Schürzen im Programm, die stufenlos an jeden Rohrdurchmesser angepasst werden können und einfach abgeklebt werden.
  31. © SelbermachenDirektabhänger für Metallprofile
    Die Direktabhänger, die bei uns die Untersparrendämmung und vor allem die CDProfile halten, werden flach geliefert. Biegen muss man selbst. Achtung: Verwenden Sie „Direktabhänger für Metallprofile“ – nicht die für Holzlatten!
  32. © SelbermachenDirektabhänger flach verschrauben
    Verschrauben Sie sie zunächst flach mit einer Schraube durch das mittige Loch in die Sparren. Maximaler Abstand: 40 cm.
  33. © SelbermachenDämmplatten anbringen
    Die 30 mm dicken Dämmmatten rollen Sie aus und drücken sie auf ganzer Länge auf die aufgebogenen Abhänger
  34. © SelbermachenMatte fixieren
    Um die Matten zu fixieren, biegen Sie die Abhänger wieder leicht zurück.
  35. © SelbermachenCD-Profile verschrauben
    Die CD-Profile verschrauben Sie durch beide Schenkel der Abhänger. Verwenden Sie dazu die mitgelieferten Knauf-Blechschrauben. Die Flucht halten Sie einfach dadurch, dass Sie die Schraublöcher abzählen und immer in der Profilmitte schrauben.

Filter sorgen für klares Wasser

Verschiedene Module passen sich den Gegebenheiten vor Ort an: Die Teichgröße, zu erwartende Nährstoffeinträge und Nutzungshäufigkeit bestimmen Anzahl und Auswahl. Die „ProfiClear Classic“-Modulfilter von Oase lassen sich beispielsweise einfach in Reihe schalten. Grobe und feine Schwämme regeln die Wasserreinigung. An ihnen siedelt sich eine Mikroflora an, die Stickstoffverbindungen abbaut und für klares, algenfreies Wasser sorgt.

Per Reinigungshebel und Spüldüsen werden die Schwämme gereinigt – das nährstoffreiche Wasser bewässert prima den Garten oder wird über die Dränageleitung versickert. Wichtig sind groß dimensionierte Durchlässe in der Filterkammer aus Beton-L-Steinen, damit die hohen Durchfluss mengen der Filter garantiert sind. Zum Teich hin müssen die Rohre mit Flanschen exakt verschweißt werden, sonst entstehen leicht Undichtigkeiten.
 

Schwimmteich anlegen: Die Filteranlage

Sauberes Wasser wird durch reinigende Pflanzenzonen garantiert. Wer den Platz nicht hat oder ihn für Staudenbeete nutzen will, hilft sich – wie in unserem Beispiel – mit einer professionellen Filteranlage. Über Skimmer werden Einträge von der Wasseroberfläche gesaugt, in die Anlage gespült, dort per Grobschmutzabscheider abgefangen bzw. im Filter abgebaut.

Täglich sollten die Pumpen bis zu sechs Stunden in Kurzintervallen im Einsatz sein: So steht für die Bakterien im Filtersystem möglichst viel Sauerstoff zur Verfügung. Sinnvoll ist auch eine automatische Wassernachführung als Ausgleich zur Verdunstung. Die gesamte Technik wird außerhalb des Teichs in einer Kammer installiert, wir haben sie unter einem Holzdeck mit großen Serviceklappen versteckt. Bau und Technik führen dabei am besten ein spezialisiertes Garten-und Landschaftsbauunternehmen aus. Infos gibt's unter www.dgfnb.de.

Bevor es an die Steinschüttung geht, wird das Wasser eingelassen: Lassen Sie Ihr Trinkwasser vorher auf Phosphat untersuchen, die Hauptquelle für Algenwuchs. Chemische Phosphatblocker oder das Phosphatbinder-Modul von Oase können gegensteuern. Jetzt wird noch der Kies am Teichrand aufgebracht: Er verlängert die Lebensdauer der PVC-Folie durch den Schutz vor UV-Strahlung, ist Teil der Kapillarsperre und sorgt auch noch für prima Optik.

  1. FilteranlageFilteranlage© Selbermachen

    Filteranlage

    Garant für klares Wasser ist die große Filteranlage. Schutzvlies und olivgrüne Teichfolie werden über die Betonelemente geführt und die Rohre mit speziellen Durchführungen wasserdicht mit der Teichfolie verschweißt.
  2. Filter gegen AlgenwuchsFilter gegen Algenwuchs© Selbermachen

    Filter gegen Algenwuchs

    In der Kammer beseitigen Oase-„Proficlear Classic“-Filter Algenwuchs.
  3. RundskimmerRundskimmer© Selbermachen

    Rundskimmer

    Rundskimmer saugen zuverlässig Pollen und Laub von der Wasseroberfläche ab, sind besonders nach der Baumblüte und im Herbst hilfreich.
  4. Einlässe der FilteranlageEinlässe der Filteranlage© Selbermachen

    Einlässe der Filteranlage

    Durch Kanalrohre kommt Skimmerschmutz in die Filteranlage. Sauberes Wasser fließt durch exakt verschweißte Einlässe in den Teich zurück.
  5. Tangit-Kleber auftragenTangit-Kleber auftragen© Selbermachen

    Tangit-Kleber auftragen

    Für die feste Verbindung von Rohren und Anschlüssen aus PVC sorgt Tangit-Kleber.
  6. FiltermoduleFiltermodule© Selbermachen

    Filtermodule

    Das Filtermodul mit groben und feinen Schwämmen ist Heimat für eine vielfältige Mikrofauna. Sie wird ständig mit Wasser umspült und filtert z.B. Ammonium und Nitrit heraus.
  7. Rohr mit Silikonfett einstreichenRohr mit Silikonfett einstreichen© Selbermachen

    Rohr mit Silikonfett einstreichen

    Große KG-Rohre oder Kanalrohre als Zuleitung vom Skimmer zum Filter werden mit Silikonfett (Sanitärbedarf) eingestrichen. Die Dichtungen halten besser, Rohre können leichter nachjustiert bzw. neu gesetzt werden.
  8. AbsperrschieberAbsperrschieber© Selbermachen

    Absperrschieber

    Absperrschieber schützen den Teich bei der Filterreinigung vor Schmutz.

  1. Elektroerdkabel verlegenElektroerdkabel verlegen© Selbermachen

    Elektroerdkabel verlegen

    Im Bereich der wichtigen Kapillarsperre werden Elektroerdkabel für Steckdosen und Kabelbeleuchtung verlegt. Der Graben der Kapillarsperre wird später mit Erde und Kies verfüllt. Folie verhindert, dass umgebende Erde und Pflanzenwurzeln Wasser aus dem Teich saugen könnten.
  2. Drähte verbindenDrähte verbinden© Selbermachen

    Drähte verbinden

    Bei Verlängerungen oder Abzweigungen des Erdkabels werden alle Drähte über spezielle Klemmen sicher miteinander verbunden.
  3. Schrumpffolie anbringenSchrumpffolie anbringen© Selbermachen

    Schrumpffolie anbringen

    Dann kommt eine Schrumpffolie für den Außenbereich über die Verbindungsstellen. Per Heißluft wird die Stelle wasserdicht.
  4. Container für den AushubContainer für den Aushub© Selbermachen

    Container für den Aushub

    Jetzt kommen Container auf das Grundstück – nicht der ganze Aushub kann als Pflanzwall auf dem Grundstück verbleiben.
  5. Wasser abpumpenWasser abpumpen© Selbermachen

    Wasser abpumpen

    Wasser marsch: Ein Mitarbeiter der Wasserwerke füllt den Teich über den nächsten Hydranten, bis das Nass an der Kapillarsperre anlangt.
  6. Teich füllenTeich füllen© Selbermachen

    Teich füllen

    Wasser marsch: Ein Mitarbeiter der Wasserwerke füllt den Teich über den nächsten Hydranten, bis das Nass an der Kapillarsperre anlangt.
  7. Teichfolie glatt ziehenTeichfolie glatt ziehen© Selbermachen

    Teichfolie glatt ziehen

    Während das Wasser einläuft, wird die Teichfolie rundherum mit Erde beschwert und glatt gezogen. Überstand über 40 cm wird mit einem scharfen Cutter abgetrennt.
  8. Graben füllenGraben füllen© Selbermachen

    Graben füllen

    Nun wird der Graben mit Erde verfüllt. Als Kapillarsperre dient die Folie, sie bildet stets den höchsten Punkt.

  1. Die FilteranlageDie Filteranlage© Selbermachen

    Die Filteranlage

    Unter der wetterfesten Bangkirai-Konstruktion versteckt sich die großzügig dimensionierte Filteranlage.
  2. Balken zusammenfügenBalken zusammenfügen© Selbermachen

    Balken zusammenfügen

    Damit sich später nichts verzieht und durchbiegt, werden die Balken der Unterkonstruktion mit stabilen Winkeleisen zusammengefügt.
  3. Dielen anzeichnenDielen anzeichnen© Selbermachen

    Dielen anzeichnen

    Die starken Dielen stehen zum Teich 10 cm über und werden per Maurerschnur angezeichnet.
  4. Überstände entfernenÜberstände entfernen© Selbermachen

    Überstände entfernen

    Am einfachsten entfernt man überstehende Längen mit einer Handkreissäge. Eine passende Metallschiene sorgt für gute Führung.
  5. Klappen aussparenKlappen aussparen© Selbermachen

    Klappen aussparen

    Für tiefere senkrechte Schnitte bietet sich der Multimaster an (Fein). Seine oszillierende Klinge sägt präzise an kniffligen Stellen. Hier werden gerade die Klappen ausgespart.
  6. Dielen vorbohrenDielen vorbohren© Selbermachen

    Dielen vorbohren

    Für die Befestigung mit Edelstahlschrauben werden die Bangkirai-Dielen vorgebohrt. Eine Begrenzung hält dabei die Bohrlochtiefe im Lot.
  7. Kanten brechenKanten brechen© Selbermachen

    Kanten brechen

    Alle Kanten werden per Schwingschleifer und Sandpapier mit 60er- Körnung gebrochen. Gerade beim Barfußlaufen tritt man sich zu leicht Splitter in die Fußsohlen.
  8. Geöffnete KlappenGeöffnete Klappen© Selbermachen

    Geöffnete Klappen

    Praktisch sind die großen Klappen, die auf Metall-L-Schienen auflagern. Leicht lassen sie sich zur Pflege der Filter zur Seite legen.

 

Steine für den Schwimmteich

Substrate aus gebrochenem Gestein bieten eine schicke Optik, sind als effektive Filter wichtig für die Wasserreinigung und bilden die Basis für üppiges Pflanzenwachstum.

Die Steine haben eine wichtige Aufgabe: Durchlässig sollen sie sein, Schwebstoffe aus dem Wasser filtern, und sie dürfen keine Nährstoffe ins Wasser abgeben. Vorrangig handelt es sich dabei um das Element Phosphor, das nur in geringen Mengen im Wasser vorliegen darf (Richtwert für Schwimmteiche: 0,01 mg/l). Einige Gesteine jedoch beinhalten viel Phosphor und geben ihn unter Umständen ans Wasser ab. Das würde zu Algenwachstum führen.

Die möglichst große Oberfläche der Substrate hilft bei der Wasserreinigung: Auf dem Bruchstein siedeln sich Mikroorganismen und Biofilm an. Werden diese vom Wasser umströmt, nehmen sie Nährstoffe auf und reinigen das Wasser.

Eine grobe Porenstruktur mit Korngrößen zwischen 1–16 mm ist optimal für die Durchströmung. Pflanzsubstrate dagegen sollen optimales Wachstum von Rohrkolben & Co. gewährleisten. Sie sind feinkörniger als Filtersubstrate, oft mit Anteilen von Lehm, Kalk und Sand.

Der Vorteil von industriell gefertigten Substraten: Sie unterliegen der Düngemittelverordnung, alle Inhaltsstoffe müssen klar erkennbar aufgelistet sein. Bei selbst gemischten Filter- und Pflanzsubstraten ohne fachliche Analyse kann sich der sparsame Schwimmteichbauer schnell eine dauerhafte Phosphorquelle in den Schwimmteich holen. Es ist also sehr sinnvoll, sich vor dem Bau über das Filter- und Pflanzsubstrat Gedanken zu machen.

  1. Erde harkenErde harken© Selbermachen

    Erde harken

    Mit einem stabilen Rechen wird die Erde am Hang glatt geharkt (Gardena). Nichts darf in den Teich gelangen – dann werden Stauden gepflanzt.
  2. Dekosteine und SandsteinsplittDekosteine und Sandsteinsplitt© Selbermachen

    Dekosteine und Sandsteinsplitt

    Große Dekorsteine und grober Sandsteinsplitt für den Teichrand kommen vom Natursteinhändler vor Ort in Stahlmulden oder Big Bags.
  3. Dekosteine setzenDekosteine setzen© Selbermachen

    Dekosteine setzen

    Die Dekoration ist Handarbeit. Goldene Regel: 10 Prozent eines Steins landen im Boden, dann ergibt sich ein natürlicheres Bild im Garten.
  4. Teichsäcke anlegenTeichsäcke anlegen© Selbermachen

    Teichsäcke anlegen

    Kiesgefüllte Teichsäcke verhindern, dass die anschließende Splittschüttung in tiefere Bereiche abrutscht. Nach kurzer Zeit sind sie durch Pflanzenbewuchs kaum vom Rest zu unterscheiden (re-natur).
  5. SplittschüttungSplittschüttung© Selbermachen

    Splittschüttung

    Kiesgefüllte Teichsäcke verhindern, dass die anschließende Splittschüttung in tiefere Bereiche abrutscht. Nach kurzer Zeit sind sie durch Pflanzenbewuchs kaum vom Rest zu unterscheiden (re-natur).
  6. KiesschüttungKiesschüttung© Selbermachen

    Kiesschüttung

    So lässt sich die Kiesschüttung bis an die Filterkammer führen und sorgt für einen sauberen Abschluss.
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