Naturpool selber anlegen

Der eigene Schwimmteich

Immer mehr Hausbesitzer wünschen sich ihr privates Freibad im Garten – ganz ohne Trubel und Chlorbelastung. Hier zeigen wir, wie Aushub, Vlies- und Folieneinbau vonstattengehen. Außerdem erklären wir, wie die Technik installiert und die Anlage fertiggestellt wird.

 
Schwimmteich im Garten anlegen © Eike Krebs
Ideal für heiße Tage: der eigene Schwimmteich im Garten.

Sommer, Sonne, heiße Temperaturen – da ist eine Erfrischung stets willkommen! Ein eigener Schwimmteich bietet dabei viele Vorteile: Das Wasser bleibt hier ganz ohne Chemie sauber. Und auch optisch passt sich der Naturpool harmonisch in die Gartenanlage ein – besser als seine aufblasbaren Mitbewerber. Auf was Sie beim Anlegen eines naturnahen Schwimmteichs achten sollten und wie Sie Schritt für Schritt vorgehen, erfahren Sie in diesem Artikel.
 

Schwimmteich anlegen: Planung und Lage

Beim Bau eines Naturpools sollte man zuerst die Lage beachten: Volle Sonne, geschützt vor Wind und Blicken sowie fern von großen Bäumen mit Schatten-, Laub- und Pollenfall stehen oben auf der Wunschliste. In den meisten Bundesländern braucht man für Teiche über 100 Kubikmeter eine Baugenehmigung – fragen Sie beim Bauamt nach.

Um sich im Naturpool abzukühlen, reicht schon eine Fläche zwischen 24 und 30 Quadratmetern. Schöner ist es natürlich, wenn man etwas mehr Platz zum Schwimmen hat. 70 qm Wasserfläche sind wie bei unserem Beispiel ein gutes Mittelmaß. Auf großen Grundstücken plant man eine Reinigungszone mit vielen Pflanzen ein, um Nährstoffe im Wasser zu mindern. Oder man nimmt sich professionelle Filtertechnik zu Hilfe, versteckt sie unter einem schicken Holzdeck und hält damit das Wasser klar.

Wichtig ist immer der fachgerechte Aufbau mit dicht verschweißter Folie und einer schützenden Vliesschicht darunter – eine Aufgabe für erfahrene Landschaftsgärtner. Lassen Sie sich vor Auftragsvergabe Beispiele vor Ort zeigen, und sprechen Sie mit den Besitzern. Die Verlegung der Folienbahnen ist bei trockenem und warmem Wetter am besten, sie sind dann schön flexibel, und auch Quellschweißmittel wie Handschweißgeräte lassen sich leichter einsetzen.

Die Bahnen werden am Ende über eine starre PE-Teichkante gelegt. Diese liegt 5 cm über Teichniveau und dient als Kapillarsperre. Dadurch wird verhindert, dass Wasser aus dem Teich über die Kapillarwirkung der umgebenden Erde oder Pflanzenwurzeln herausgesaugt wird. Außerdem kann kein Wasser von außen in den Teich gespült werden, auf diesem Weg aufgedüngte Erde von Beeten mitführen und durch die Nährstoffe das Algenwachstum begünstigen.
 

So bleibt das Wasser im Naturpool sauber

Sauberes Wasser im Schwimmteich schaffen meist Zonen mit Repositionspflanzen wie die Gelbe Wasseriris (Iris pseudacorus) oder Schilf (Phragmites australis). Wichtig: Letzteres sollten Sie nur bei PE-Folie, nicht bei PVC-Folie pflanzen, da die Wurzeln von Schilfrohr deren Oberfläche zerstört.

Wer den Platz wie in unserem Beispiel für Staudenbeete nutzen will, hilft sich mit einer Filteranlage. Über Skimmer werden Pflanzreste von der Wasseroberfläche gesaugt, in die Anlage gespült und dort per Grobschmutzabscheider abgefangen beziehungsweise im Filter abgebaut. Täglich sollten die Pumpen bis zu sechs Stunden in Kurzintervallen laufen: So steht für die Bakterien im Filtersystem viel Sauerstoff zur Verfügung.

Sinnvoll ist auch eine automatische Wassernachführung als Ausgleich zur Verdunstung. Die Technik wird außerhalb des Teichs in einer Kammer installiert, am besten versteckt unter einem Holzdeck mit Serviceklappen. Den Bau führt am besten ein spezialisiertes Garten- und Landschaftsbauunternehmen aus (Infos auf www.dgfnb.de). Wichtig: Lassen Sie Ihr Trinkwasser vorher auf Phosphat untersuchen – die Hauptquelle für Algenwuchs. Chemische Phosphatblocker oder das Phosphatbinder-Modul beugen dem vor.

Tipp: Je tiefer der Schwimmteich, desto besser die Wasserqualität, weil sich die unteren Schichten langsamer erwärmen.

Foto: Eike Krebs
 

Welche Teichfolie für den Schwimmteich?

Die Auswahl der Folie entscheidet maßgeblich über die spätere Optik: Je heller die Abdichtung, desto empfindlicher ist sie später auch in der Pflege.

Zum Abdichten von Schwimmteichen eignen sich Kunststoffdichtungsbahnen aus FPO (Flexibles Polyolefin), PVC (Poly-Vinyl-Chlorid) oder EPDM (Synthesekautschuk). FPO ist besonders stabil, PVC ist am preisgünstigsten und beginnt bei rund 12 Euro pro qm als Rollenware. Als Schutz vor mechanischen Beschädigungen kommt unter die Dichtungsbahn ein Geotextil (Vlies 330–500 g/qm).

Die Verbindung der Bahnen erfolgt mit Heißluftgerät und Andruckrolle oder, vom Profi verwendet, mittels eines Heißluftautomaten. Ein Verschweißen der Abdichtung vor Ort hat den Vorteil, dass sie nahezu faltenfrei in das Becken eingebaut wird. Das erleichtert die späteren Pflegegänge sehr.

Damit die Abdichtung eng an den Beckenwänden anliegt, wird sie mit Verbundblechen (mit der Abdichtung beschichtete Metallstreifen) verschweißt. Die hier verbaute olivgrüne PVC-Folie ist unempfindlicher als helle Abdichtungen. Bei beigefarbenen Folien sieht man schon nach kürzester Zeit die Verschmutzungen, und eine regelmäßige Reinigung ist für einen guten optischen Eindruck unerlässlich. Zusätzlich gibt es für die FPO- und PVC-Abdichtungen eine Reihe von professionellen Durchdringungen für Schläuche, Rohre und Einströmdüsen.
 

Die richtigen Steine für den Schwimmteich

Substrate aus gebrochenem Gestein bieten eine schicke Optik, sind als effektive Filter wichtig für die Wasserreinigung und bilden die Basis für üppiges Pflanzenwachstum. Die Steine haben eine wichtige Aufgabe: Durchlässig sollen sie sein, Schwebstoffe aus dem Wasser filtern, und sie dürfen keine Nährstoffe ins Wasser abgeben. Vorrangig handelt es sich dabei um das Element Phosphor, das nur in geringen Mengen im Wasser vorliegen darf (Richtwert für Schwimmteiche: 0,01 mg/l). Einige Gesteine jedoch beinhalten viel Phosphor und geben ihn unter Umständen ans Wasser ab. Das würde zu Algenwachstum führen.

Die möglichst große Oberfläche der Substrate hilft bei der Wasserreinigung: Auf dem Bruchstein siedeln sich Mikroorganismen und Biofilm an. Werden diese vom Wasser umströmt, nehmen sie Nährstoffe auf und reinigen das Wasser.

Eine grobe Porenstruktur mit Korngrößen zwischen 1–16 mm ist optimal für die Durchströmung. Pflanzsubstrate dagegen sollen optimales Wachstum von Rohrkolben & Co. gewährleisten. Sie sind feinkörniger als Filtersubstrate, oft mit Anteilen von Lehm, Kalk und Sand.

Der Vorteil von industriell gefertigten Substraten: Sie unterliegen der Düngemittelverordnung, alle Inhaltsstoffe müssen klar erkennbar aufgelistet sein. Bei selbst gemischten Filter- und Pflanzsubstraten ohne fachliche Analyse kann sich der sparsame Schwimmteichbauer schnell eine dauerhafte Phosphorquelle in den Schwimmteich holen. Es ist also sehr sinnvoll, sich vor dem Bau über das Filter- und Pflanzsubstrat Gedanken zu machen.

Im folgenden zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie beim Anlegen eines Naturpools vorgehen.
 

1. Schwimmteich anlegen: Grube mit Minibagger ausheben

Kleine und wendige Minibagger lohnen sich bei tiefgreifenden Erdarbeiten und lassen sich tageweise mieten. Durch die Rasennarbe arbeitet man sich nach unten vor und bleibt dabei möglichst in einem engen Bereich.

Tipp: Während der Bagger die erste Teichrundung ausarbeitet, einen Teil der Erde abtransportieren. Man kann nicht den ganzen Abraum für den Pflanzwall verwenden.

  1. Erdarbeiten mit Minibagger© Eike Krebs

    Erdarbeiten mit Minibagger

    Kleine und wendige Minibagger lassen sich fast überall mieten und lohnen sich besonders bei tiefgreifenden Erdarbeiten.
  2. Boden ausheben© Eike Krebs

    Boden ausheben

    Durch die Rasennarbe arbeitet man sich nach unten vor, bleibt möglichst in einem engen Bereich.
  3. Auf Leitungen achten© Eike Krebs

    Auf Leitungen achten

    Wichtige Überlegung vorm Graben: Wo liegen Strom und Abwasser? Das gelbe perforierte Dränagerohr für die Versickerung des Wassers vom Hausdach ist im Weg.
  4. Für gleiche Höhen sorgen© Eike Krebs

    Für gleiche Höhen sorgen

    Teichbau ist Maßarbeit: Mit Rotationsnivelliergerät und Zollstock sorgt man überall für gleiche Höhen. Bis alles gleich tief ist, kann es eine Weile dauern. Genug Zeit einplanen!
  5. Gewaschenen Sand verteilen© Eike Krebs

    Gewaschenen Sand verteilen

    In der fertig ausgehobenen Grube werden die ersten Fuhren gewaschenen Sandes verteilt.
  6. Sand verteilen© Eike Krebs

    Sand verteilen

    Der Rest ist Handarbeit: Mit Schaufel und Harke wird der Sand verteilt. Er schützt Vlies und Folie vor der Beschädigung durch Steine.
  7. Dränage der Regenrinne austauschen© Eike Krebs

    Dränage der Regenrinne austauschen

    Jetzt geht es an die Dränage der Regenrinne: Alte, beschädigte Leitungen werden ausgetauscht, mit Verbindern ein neues System gebaut.

 

2. Schwimmteich anlegen: Entwässerung planen und anlegen

Eine Dränage rund um den Schwimmteich schützt bei Starkregen und beim Reinigen der Filteranlage vor Überschwemmung im Garten.

  1. Dränagerohr zuschneiden© Eike Krebs

    Dränagerohr zuschneiden

    Das neue Dränagerohr wird per Cutter oder Handsäge zurechtgekürzt. Die Kokosummantelung macht die Dränleistung effektiver, verhindert das Dichtsetzen mit Feinstoffen.
  2. Dränagerohr verbinden© Eike Krebs

    Dränagerohr verbinden

    Mitgelieferte Verbinder sorgen für leichtes Arbeiten. Die Ummantelung wird später wieder drübergelegt.
  3. Rohr mit Vlies schützen© Eike Krebs

    Rohr mit Vlies schützen

    Bei Lehmböden verlegt man das Rohr in einer Kiespackung, um die Entwässerungsleistung zu erhöhen. Rohr und Kieskanal schützt man per Vlies vor dem Einschlämmen von Sedimenten, die das Rohr dichtsetzen.
  4. Dränage um den Teich führen© Eike Krebs

    Dränage um den Teich führen

    Damit die Dränage große Wassermengen von Starkregen oder dem Spülen der Filteranlage fassen kann, führt sie einmal um den Teich.
  5. Graben als Kapillarsperre© Eike Krebs

    Graben als Kapillarsperre

    Die Dränage führt durch einen umlaufenden Graben. Mit Teichfolie dient er außerdem als Kapillarsperre: sie trennt den Naturpool von der umliegenden Vegetation im Garten.
  6. Kammer für die Filteranlage© Eike Krebs

    Kammer für die Filteranlage

    Aus Beton-L-Steinen entsteht die Kammer für die Filteranlage. Der Boden wird ebenfalls betoniert.
  7. Kammer für die Filteranlage© Eike Krebs

    Kammer für die Filteranlage

    Gut zu sehen: Die Kammer stützt den tiefsten Bereich vom Teich – von hier aus startet später der Badespaß.

 

3. Schwimmteich anlegen: Vlies zuschneiden und verlegen

Um die Teichfolie nicht zu beschädigen, verlegt man zuerst eine schützende Schicht Teichvlies aus Polyproplyen (PP) oder Polyester (PE). Das Vlies soll 10 cm überlappen. Größere, überstehende Flächen werden vor dem Verbinden entfernt.

  1. Vliesbahnen an Filterkammer montieren© Eike Krebs

    Vliesbahnen an Filterkammer montieren

    Vliesbahnen werden mit dem Wandanschlussprofil an der Filterkammer montiert. Vorn an den Pflöcken ist die Kapillarsperre zu sehen.
  2. Rundungen und Ecken© Eike Krebs

    Rundungen und Ecken

    Kleine Rundungen und Ecken lassen sich gut mit einer scharfen Haushaltsschere heraustrennen. Lange Bahnen bringt man per Akkuschneider in Form.
  3. Vlies über den Rand verlegen© Eike Krebs

    Vlies über den Rand verlegen

    Die Enden werden über den stabilen PE-Teichrand hinweggeführt. Er gibt rundrum die Höhe vor, fungiert später als Kapillarsperre, damit der Teich dann nicht an Wasser verliert.
  4. Vliesbahnen ausrollen© Eike Krebs

    Vliesbahnen ausrollen

    Die letzten Vliesbahnen werden ausgerollt. Dabei arbeitet man immer in der längsten Richtung des Teichs.
  5. Vliesbahnen aneinanderheften© Eike Krebs

    Vliesbahnen aneinanderheften

    Mit einem Handschweißgerät und einer Andruckrolle werden die einzelnen Vliesbahnen nach dem Zuschnitt aneinandergeheftet.
  6. Ecken sorgfältig ausarbeiten© Eike Krebs

    Ecken sorgfältig ausarbeiten

    Besonders in den Ecken muss sorgfältig gearbeitet werden, damit der Schichtaufbau nicht zu dick wird und die Teichfolie später gut liegt.
  7. Falten vermeiden© Eike Krebs

    Falten vermeiden

    Falten werden vermieden, indem sich auch am Hang die Ecken der Flächen erst ausreichend überlappen und dann im nächsten Gang passgenau zurechtgeschnitten werden. Ist alles verlegt, können auch die Rundungen in den Vertikalen per Heißluft verschweißt werden.

 

4. Schwimmteich anlegen: Folie verschweißen

Profis verschweißen Vlies und Teichfolie wie hier vor Ort. Wer selbst Hand anlegt, bestellt beides maßgefertigt nach Form und Größe beim Hersteller.

  1. Teichfolie ausrollen© Eike Krebs

    Teichfolie ausrollen

    Badeteiche werden mit PE- oder PVC-Teichfolie in 1,2 bis 2 mm Dicke (mit oder ohne Gewebeeinlage) oder mit Kautschukfolie (EPDM) abgedichtet. Zum Verlegen in der Fläche sowie beim Nachjustieren der schweren Teichfolie braucht es mindestens einen Helfer.
  2. Schweißautomat© Eike Krebs

    Schweißautomat

    Die Folie verbindet man mit einem Schweißautomaten. Anschließend nachkontrollieren und nahtversiegeln.
  3. Handschweißgerät und Andruckrolle© Eike Krebs

    Handschweißgerät und Andruckrolle

    Handschweißgerät und Andruckrolle eignen sich auch für das Zusammenbringen der Folie an kniffligen Stellen.
  4. Ausgelegte Folie© Eike Krebs

    Ausgelegte Folie

    Die Folie ist fast verlegt und Rohre wie Teichfilter warten auf ihren Einsatz. Spätestens für die Installation der Pump- und Filteranlage holen Sie einen Profi zur Hilfe.

 

5. Schwimmteich anlegen: Pump- und Filteranlage installieren

Für ungetrübtes Wasser braucht es spezielle Filteranlagen und Pumpen. Anders als im Gartenteich wird die Anlage beim Naturpool außerhalb in einer separaten Kammer installiert. Filter bauen Stickstoffverbindungen ab und sorgen für algenfreies Wasser. Bei der Filterreinigung fließt das nährstoffreiche Wasser über die Dränageleitung ab oder wird zur Gartenbewässerung genutzt.

  1. Vlies und Folie über Betonelemente legen© Eike Krebs

    Vlies und Folie über Betonelemente legen

    Für die Filteranlage führt man Schutzvlies und olivgrüne Teichfolie über die Betonelemente und verschweißt die Rohre an speziellen Durchführungen mit der Teichfolie.
  2. Filter gegen Algenwuchs© Eike Krebs

    Filter gegen Algenwuchs

    In der Kammer beseitigen Oase-Proficlear-Classic-Filter Algenwuchs. Sie lassen sich in Reihe schalten. Ihre Anzahl hängt von der Teichgröße sowie von dessen Nutzung ab.
  3. Rundskimmer© Eike Krebs

    Rundskimmer

    Rundskimmer saugen zuverlässig Pollen und Laub von der Wasseroberfläche ab, sind besonders nach der Baumblüte und im Herbst hilfreich.
  4. Einlässe der Filteranlage© Eike Krebs

    Einlässe der Filteranlage

    Durch Kanalrohre kommt Skimmerschmutz in die Filteranlage. Sauberes Wasser fließt durch exakt verschweißte Einlässe in den Teich zurück.
  5. Tangit-Kleber auftragen© Eike Krebs

    Tangit-Kleber auftragen

    PVC-Rohre und Anschlüsse zuerst mit Tangitreiniger säubern, dann mit Tangitkleber befestigen.
  6. Filtermodule© Eike Krebs

    Filtermodule

    Das Filtermodul mit groben und feinen Schwämmen ist Heimat für eine vielfältige Mikrofauna. Sie wird ständig mit Wasser umspült und filtert z.B. Ammonium und Nitrit heraus.
  7. Rohr mit Silikonfett einstreichen© Eike Krebs

    Rohr mit Silikonfett einstreichen

    Große KG-Rohre oder Kanalrohre als Zuleitung vom Skimmer zum Filter werden mit Silikonfett (Sanitärbedarf) eingestrichen. Die Dichtungen halten besser, Rohre können leichter nachjustiert bzw. neu gesetzt werden.
  8. Absperrschieber© Eike Krebs

    Absperrschieber

    Absperrschieber schützen den Teich bei der Filterreinigung vor Schmutz.

 

6. Schwimmteich anlegen: Wasser einfüllen

Die Installation von Pumpe, Filteranlage und Elektrik übernehmen Teichbauer – das Befüllen mit Wasser ein Mitarbeiter der Wasserwerke.

  1. Elektroerdkabel verlegen© Eike Krebs

    Elektroerdkabel verlegen

    Im Bereich der Kapillarsperre verlegt (unbedingt!) der Profi Elektro-Erdkabel für die Steckdosen und Kabelbeleuchtung. Den Graben dafür verfüllen Sie später mit Erde und Kies. Folie verhindert, dass umgebende Erde und Pflanzenwurzeln Wasser aus dem Teich saugen.
  2. Wasser marsch© Eike Krebs

    Wasser marsch

    Ein Mitarbeiter der Wasserwerke füllt den Teich über den nächsten Hydranten, bis das Nass an der Kapillarsperre anlangt.
  3. Teich füllen© Eike Krebs

    Teich füllen

    Während das Wasser einläuft, wird die Teichfolie rundherum mit Erde beschwert und glatt gezogen.
  4. Teichfolie glatt ziehen© Eike Krebs

    Teichfolie glatt ziehen

    Überstand über 40 cm schneiden Sie ringsum mit einem scharfen Cutter ab.
  5. Graben füllen© Eike Krebs

    Graben füllen

    Nun wird der Graben mit Erde verfüllt. Als Kapillarsperre dient die Folie, sie bildet stets den höchsten Punkt.
  6. Befüllter Pool© Eike Krebs

    Befüllter Pool

    Im nächsten Schritt kommt ein Holzdeck auf die Filteranlage.

 

7. Schwimmteich anlegen: Holzdeck als Tarnung

Die Filteranlage versteckt sich unter einem großzügig angelegten Sonnendeck aus wetterfestem Holz. Großformatige Klappen ermöglichen die Wartung von Pumpe und Filteranlage.

  1. Konstruktion des Holzdecks© Eike Krebs

    Konstruktion des Holzdecks

    Das Holzdeck besteht aus einer stabilen Balkenkonstruktion und Dielenbrettern. Dafür eignet sich etwa Bangkirai oder thermisch behandeltes Holz.
  2. Dielen und Balken© Eike Krebs

    Dielen und Balken

    Die starken Dielen stehen zum Teich 10 cm über. Zeichnen Sie sie per Maurerschnur an. Die Balken der Unterkonstruktion halten mittels stabilen, korrosionsgeschützten Eisenwinkeln.
  3. Überstände entfernen© Eike Krebs

    Überstände entfernen

    Am einfachsten entfernt man überstehende Längen mit einer Handkreissäge. Eine passende Metallschiene sorgt für gute Führung.
  4. Klappen aussparen© Eike Krebs

    Klappen aussparen

    Für tiefere senkrechte Schnitte bietet sich der Multimaster an. Seine oszillierende Klinge sägt präzise an kniffligen Stellen. Hier werden gerade die Klappen ausgespart.
  5. Dielen vorbohren© Eike Krebs

    Dielen vorbohren

    Für die Befestigung mit Edelstahlschrauben werden die Bangkirai-Dielen vorgebohrt. Eine Begrenzung hält dabei die Bohrlochtiefe im Lot.
  6. Kanten brechen© Eike Krebs

    Kanten brechen

    Alle Kanten werden per Schwingschleifer und Sandpapier mit 60er- Körnung gebrochen. Gerade beim Barfußlaufen tritt man sich zu leicht Splitter in die Fußsohlen.
  7. Geöffnete Klappen© Eike Krebs

    Geöffnete Klappen

    Praktisch sind die großen Klappen, die auf Metall-L-Schienen auflagern. Leicht lassen sie sich zur Pflege der Filter zur Seite legen.
  8. Fertig!© Eike Krebs

    Fertig!

    Eine Kiesschüttung rund um den Teich sorgt für die typisch natürliche Optik. Die Teichsäcke sind nach kurzer Zeit kaum noch zu erkennen.

 

8. Schwimmteich anlegen: Kiesschüttung und Bepflanzung

Bei der Bepflanzung des Teichrandes darf keine Erde ins Wasser gelangen. Dekorsteine und grober Sandsteinsplitt für den Rand kommen vom Natursteinhändler in Stahlmulden oder Big Bags. Für eine natürliche Optik stecken Sie große Steine etwa bis zu zehn Prozent in den Boden. Kiesgefüllte Teichsäcke an der Wasserkante verhindern, dass die folgende Splittschüttung in tiefere Bereiche abrutscht.

Mehr zum Thema