Für Tierfreunde

Hundeleine selber machen – so geht's!

Eine hochwertige und passende Hundeleine zu finden, ist gar nicht so einfach – schließlich sind Hunde verschieden, haben unterschiedliche Persönlichkeiten und Ansprüche – genau wie ihre Halter. Da liegt es auf der Hand, die Hundeleine einfach selberzumachen. Wir verraten, wie das geht und worauf es ankommt.

Hundeleine selber machen
Eine selbstgemachte Hundeleine passt sich Ihrem Hund an - nicht andersherum!© Tanya---stock.adobe.com

Eine stabile und strapazierfähige Hundeleine trägt maßgeblich zur Sicherheit des Hundes bei. Neben der Reißfestigkeit steht dazu auch der Komfort für den Halter auf der Liste der Prioritäten weit oben. Außerdem darf die Leine nicht zu schwer sein. Bei all diesen Anforderungen kann es schwierig sein, die passende Leine zu finden. Kein Hindernis für Selbermacher: Wir erklären, wie Sie eine ganz persönliche Hundeleine selber machen können!

Hundeleine selber machen: Das Material

Das Material für die Leine sollte möglichst glatt und leicht sein, etwa gewachste Baumwolle, Kletterseil oder Paracordschnur. Diese liegen angenehm in der Hand und scheuern nicht.

Hundeleine selber machen
Bei der Auswahl der Farben sind dem Geschmack und der Fantasie keine Grenzen gesetzt.© mauro53 - stock.adobe.com

Damit die Hundeleine nicht ausfranst, bietet es sich besonders bei kunststoffhaltigen Materialien an, die Enden abzuflammen, so dass die Fasern miteinander verschmelzen. Bei Schnüren ohne Kunststoffanteil können Sie die Schnittstellen mit Kleber versiegeln und so am Ausfransen hindern.

Hundeleine selber machen: So geht’s!

Zunächst fädeln Sie die Schnur an einem Ende durch einen Karabinerhaken – dieser wird später am Halsband befestigt – so dass nach der Schlaufe ein Ende mit einer Länge von 5 bis 8 cm übersteht. Dieses Ende wird auf die Leine gelegt und mit Kleber oder Klebeband und festem Garn fixiert.

Dazu das eine Ende der Hundeleine auf das Seil kleben und während des Trocknens fixieren. Wenn der Kleber getrocknet ist, die breiten Seiten der Klebestelle mit mehr Kleber einstreichen und noch nass mit einer festen Schnur umwickeln. Die Schnur gut festziehen, denn sie gibt der Klebestelle zusätzlichen Halt. Am Anfang und am Schluss gut verknoten!

Hundeleine mit Takelage

Wer möchte, kann an dieser Stelle auch die Takelage-Technik anwenden. Dazu legen Sie zunächst das Garn in einer langen Schlaufe auf die Klebestelle, so dass die Schlaufe der Takelage Richtung Karabinerhaken zeigt. Das Ende des Fadens sollte so lang bleiben, dass Sie es später noch bequem verknoten können.

Nun umwickeln Sie Schlaufe und Leine vom offenen Ende der Schlaufe her Richtung Karabiner fest mit dem laufenden Faden des Garns, bis am oberen Ende der Takelage nur noch die Spitze der Schlaufe als Öse sichtbar ist. Durch diese führen Sie den laufenden Faden.

Nun ziehen Sie an dem herausstehenden Faden am unteren Ende der Takelage. Dadurch wird die Schlaufe unter das umwickelte Garn gezogen und so befestigt. Zum Schluss alle überstehenden Fadenenden Abschneiden und ggf. abflammen, um ein Ausfransen zu verhindern.

Hundeleine selber machen
Eine selbstgemachte Hundeleine macht Hund und Halter glücklich.© Dvorakova Veronika - stock.adobe.com

Halteschlaufe für die Hundeleine

Die Halteschlaufe für Ihre Hand erstellen Sie nach demselben Prinzip. Bestimmen Sie dazu selbst, wie lang die Leine sein soll. Viele Hundehalter fühlen sich mit Längen zwischen 3 und 5 Metern wohl, jedoch können und sollten sie die Länge der Hundeleine letztlich auf den jeweiligen Gebrauch abstimmen.

Für eine Handschlaufe rechnen Sie etwa 30 cm Leine zusätzlich ein. Legen Sie mit der Schnur oder dem Gurt eine Schlaufe und fixieren Sie diese wie zuvor den Karabinerhaken: mit Kleber oder Klebeband fixieren und mit Haltegarn zusätzlich sichern.

Hundeleine selber machen
Wie groß oder klein die Handschlaufe ist, bestimmen Sie!© Piotr-stock.adobe.com

Handschlaufe mit Haltering

Anspruchsvolle Selbermacher bilden die Handschlaufe mit einem weiteren Karabiner und einem Haltering aus Metall.

Dazu zunächst den Ring lose auf die Leine fädeln. Dann einen zweiten Karabiner am Leinenende anbringen. Den Ring an der gewünschten Stelle der Leine fixieren, so dass eine komfortable Handschlaufe entsteht, wenn Sie den zweiten Karabiner einhängen.

Dann den Haltering mit einem Knoten befestigen – das kann ein ganz normaler Knoten oder auch ein kunstvoller Seemannsknoten sein. Selbstverständlich können Sie auch mehrere Ringe für verschieden große Schlaufen einknoten, so dass Sie bei Bedarf auch die Hundeleine um den Oberkörper legen können.

Eine selbstgemachte Hundeleine können Sie ganz nach Ihrem Geschmack und den Bedürfnissen Ihres Hundes gestalten. Farbe, Länge, Material – Sie bestimmen, was Hund trägt! Eine selbstgemachte Hundeleine ist daher auch ein ganz besonderes und persönliches Geschenk für alle Hundefreunde!

Übrigens: Wie Sie Ihren Garten hundefreundlich gestalten, lesen Sie hier!

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