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Der richtige Lack für alle Fälle

Beim Lackieren gibt es Oberflächen, die eine besondere Farbe benötigen. Dazu gehören Kunststoff, Eisen und Stahl, Zink und alle Oberflächen, die heiß werden. Da hält nicht jeder x-beliebige Lack – es müssen echte Spezialisten ran! Mit unserer Übersicht finden Sie immer den passenden Lack für jeden Anwendungsfall.

Mit unserer Übersicht finden Sie den richtigen Lack für jeden Anwendungsfall.
Mit unserer Übersicht finden Sie den richtigen Lack für jeden Anwendungsfall.© Eike Krebs

Wer schon mal versucht hat, mit einem gewöhnlichen Buntlack einen Küchenschrank zu streichen oder schlicht rostiges Geländer mit Lack aufzuhübschen, wird mit dem Ergebnis wahrscheinlich unzufrieden gewesen sein.

Es gibt Oberflächen, die partout keine dauerhafte Verbindung mit irgendeinem Lack eingehen wollen. Sie brauchen eine Sonderbehandlung. So gibt es für jeden Problemfall beim Lackieren besondere Abläufe zu beachten.

Die häufigsten "Problemlackierungen" und die passenden Speziallacke haben wir zusammengestellt.

Küchenlack

© Eike Krebs

Die meisten Küchenfronten sind melaminharzbeschichtet. Mit einer speziellen Grundierung und dem passenden Lack für Küchen lassen sich aber auch diese sehr glatten und harten Oberflächen lackieren.

Allgemein gilt: Verwenden Sie im Innenbereich wasserbasierende Lacke. Diese enthalten deutlich weniger Schadstoffe als lösungsmittelbasierte Anstriche.

Dachrinnen-Lack

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Für schwierige Untergründe wie Zink, Eisen oder Hart-PVC eignet sich Dachrinnen-Lack: Die Beschichtung ist sehr dauerhaft und widersteht Umwelteinflüssen wie UV-Strahlung, Frost oder starken Temperaturwechseln.

Fenster-Lack für Holzfenster

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Ventilacke sind hier genau die richtige Wahl. Sie bilden eine hochdeckende Lackschicht, die das Holz vor Feuchtigkeitsaufnahme schützt, aber vorhandene Holzfeuchte nach außen entweichen lässt.

Ventilacke sind nach der Durchtrocknung weicher als übliche Alkydharz-Lacke und machen Dimensionsänderungen des Fensters bei großen Temperaturschwankungen mit, ohne dabei rissig zu werden.

Heizkörper-Lack: Mal heiß, mal kalt

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Lacke, die großer Hitze und Temperaturschwankungen ausgesetzt sind, vergilben relativ schnell. Deswegen werden Heizkörper und Heizungsrohre mit einem Speziallack gestrichen.

Gute Markenprodukte sind schlag- und kratzfest, hitzebeständig und halten bis zu 180 Grad aus, damit könnte man auch ein Kamingitter streichen. Heizkörperlack gibt es in Weiß, farbig oder mit Metallic-Effekt.

Zink-Lack und -Ausbesserung für Regenrinne und Co.

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Zink ist so glatt, dass darauf keine Farbe gut hält. Selbst Speziallacke kommen nicht um eine Bewitterungsphase, die einige Monate dauert, oder eine spezielle Grundierung herum.

Ist eine Verzinkung beschädigt, kann sie mit einem Zink-Ausbesserungslack wieder ergänzt werden. Da man die Ausbesserung sieht, sollte noch eine Decklackierung erfolgen.

OSB-Lack: Holzoberfläche versiegeln

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OSB-Platten haben eine interessante Optik und werden daher auch oft im Sichtbereich verwendet. Das Problem ist die saugfähige und unebene Oberfläche.

Zum Schutz dieser spröden, schwierig zu reinigenden Fläche gibt es einen Speziallack, der sie in bis zu vier Schichten versiegelt, glättet und abwischbar macht. Neben OSB lassen sich damit auch andere Holzoberflächen im Wohnbereich versiegeln.

Ofen-Lack: Für ganz heiße Teile

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Für Ofenrohre, Heizlüfter, Grills oder Gasheizungen ist Ofen-Lack (sollte mindestens 200 Grad aushalten) die ideale Lösung. Sobald der Lack durchgetrocknet ist, wird die lackierte Fläche erhitzt, wobei sich der Lack einbrennt.

Dadurch entwickelt er seine Beständigkeit: Die Oberfläche wird sehr hart und stoßfest, zeichnet sich durch eine gute Wetterbeständigkeit aus und ist gegen Rostbefall geschützt.

Markier-Lack: Kein Graffitti, sondern Speziallack

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Farbmarkierungen sind oft aus Acryllacken und dürfen ausschließlich im Freien verwendet werden. Das Spray haftet dort auf fast allen Oberflächen, und durch einen speziellen Sprühkopf kann man per feinem "Schreibstrahl" markieren.

Ideal für selbst geschlagenes Holz im Wald, die Markierung von Bauprojekten im Garten, wie etwa den Umriss einer Gartenlaube oder vor dem Anlegen eines neuen Gartenwegs.

Zapon-Lack: Klarlack für Metall

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Zapon-Spray ist der ideale Lack, um Metallteile vor Oxidation – etwa Anlaufen von Messing oder Silber – und vor Kratzern zu schützen. Zapon ist als Metallschutzlack besonders für polierte, glänzende Oberflächen wie etwa Messing gut geeignet.

Als Spray ist der Lack aber auch im Bastelbereich gefragt und macht beispielsweise Trockensträuße haltbar oder kann zum Fixieren von Kohlezeichnungen verwendet werden.

Tafel-Lack: Beschreib- und abwischbar

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Auch in Zeiten der Tablet-PCs hat die bewährte Schultafel nicht ausgedient – ein matt und blendfrei auftrocknender Alkydharz-Lack, der auf Holz und Metall hält, sei Dank. Seine Oberfläche ist leicht rau, sodass die Kreide an der senkrechten Fläche hält.

Trotzdem sollte die Lackierfläche so eben wie möglich sein. Dann lassen sich Schreibtafeln, Tischtennisplatten, Dekorelemente aus Holz und Metall im Innenbereich schön gestalten.

Hammerschlag-Lackbbeizer: Für alle Eisenmetalle

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Schutz gegen blühenden Rost und Effektlack in einem: Auf neues, blankes Metall kann der Lack direkt aufgetragen werden.

Bei alten Metallteilen steht vorm Lackieren die Entrostung und Rostschutzvorbehandlung, damit die Schutzfunktion auch wirklich gegeben ist. Bei leichtem Rost gibt es heute auch Lacke, die direkt aufgebracht werden können. Sie binden den Rost und versiegeln die Oberfläche.

PU-Lack: Besonders nachhaltige Lacke

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Wasserbasierende Acryl-Lacke gelten als gesundheits- und umweltschonend. Außerdem bilden sie eine harte und widerstandsfähige Oberfläche aus, besonders solche mit einem hohen Polyurethan-Anteil (PU).

Damit eignet sich dieser Lack gut für Holzflächen und Möbel. Ähnlich wie Dachrinnen-Lack lassen sie sich auch draußen auf vorbehandeltes Holz, auf Hart-PVC, Eisen, Zink und Aluminium streichen.

Abbeizer: Wenn der Lack ab soll

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Wenn beim Restaurieren von Möbeln ein paar alte Lackschichten zu entfernen sind, gibt es eine Alternative zum staubigem Schleifen: Ein Abbeizer.

Er löst die Farbschichten durch aggressive Lösungsmittel ab. Sie lassen sich dann mit einer Spachtel von der Oberfläche schieben oder als trockene Kruste abbürsten (Abtrag auffangen!). Gut Lüften und Schutzhandschuhe tragen!

Tipp: Seien Sie vorsichtig bei Werbeversprechen! Produktversprechen in Werbevideos sind oft dick aufgetragen, Hinweise zur Anwendung fallen mitunter dünn aus. So enthalten viele wasserbasierte Lacke immer auch noch Lösemittel, wenn auch viel weniger als etwa die Alkydlacke. Stempel wie "extrem strapazierfähig" machen nicht zwingend unempfindlich gegen Kratzer oder Flecken.

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